So kämpfen HSV, Holstein und St. Pauli um den Aufstieg

VfL Bochum und Greuther Fürth verlieren am 31. Spieltag

Foto: Lobeca/Gettschat

Hamburg – Die 2. Bundesliga rückt im Aufstiegskampf noch enger zusammen. Der VfL Bochum steht unangefochten an der Tabellenspitze, patzte am Montagabend in Darmstadt und verlor 1:3. Dahinter buhlen sechs weitere Clubs um Platz zwei und drei.

Enge Konstellation im Aufstiegskampf

Nach der enttäuschenden 1:2-Niederlage des Hamburger SV am vergangenen Donnerstag in Sandhausen war drei Tage später keine großartige Verbesserung im Spiel zu sehen. Das Ergebnis mit 1:1 bei Jahn Regensburg war dabei noch das Beste, was die Rothosen mit nach Hause brachten. Sie verpassten es ganz nah an Platz zwei und damit Greuther Fürth heranzurücken. Die Franken verloren beim FC St. Pauli 1:2, was die Kiezlicker in der Tabelle weiter in den Aufstiegsstrudel spülte. Von Rang drei bis sieben sind es gerade einmal vier Punkte. Drei Spieltage sind noch auszutragen und einige Clubs haben noch Nachholspiele.

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Störche fliegen wieder hoch

Die besten Chancen hat vermutlich aktuell Holstein Kiel. Das Team von Chefcoach Ole Werner kam aus der zweiwöchigen Quarantäne perfekt heraus und gewann beim VfL Osnabrück mit 3:1. Thomas Dähne sagte danach: „Es war ein extrem wichtiger Sieg, weil wir dadurch gut in die kommende harte Phase reingekommen sind. Das wird uns Selbstvertrauen geben. Jetzt müssen wir gut regenerieren und uns direkt aufs Nürnberg-Spiel vorbereiten. Wir sind super ins Spiel gekommen und haben kaum etwas zugelassen. Nach der Pause war es offener, aber wir hatten dennoch gute Kontrolle über das Spiel und haben stark verteidigt. Uns hat noch etwas Rhythmus gefehlt, aber das wird noch kommen.“ Für die „Störche“ geht es schon am Dienstag weiter beim 1. FC Nürnberg (18.30 Uhr). Mit einem Sieg wären sie am HSV vorbei und stünden auf dem Relegationsplatz.

Tim Leibold (HSV). Foto: Lobeca/Norbert Gettschat

HSV schleppt sich auf die Zielgerade

Bei den Hamburgern wird nach wie vor das Wort Enttäuschung großgeschrieben. „Die zweite Halbzeit war sehr emotional und gut von uns. Mit ein bisschen Glück gehen wir hier als Sieger vom Platz. Aufgrund der ersten Halbzeit ist es aber auch ok. Wir sind so schläfrig in die Partie gekommen, wie wir gegen Sandhausen aufgehört haben. Im Moment geht es uns nicht so leicht von der Leber weg. In der zweiten Halbzeit haben wir aber ein anderes Gesicht gezeigt. Trotzdem ist der eine Punkt im Aufstiegsrennen natürlich zu wenig“, sagte Kapitän Tim Leibold nach dem 1:1 in Regensburg. In der ersten Hälfte kam man zu einem Treffer, der wegen Abseits nicht gegeben wurde. Es war eine Fehlentscheidung, doch dafür kann man sich nichts kaufen. Am Donnerstag heißt der nächste Gegner Karlsruher SC (18.30 Uhr, live auf unserem Twitter-Kanal).

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Kiezkicker lauern

Ein paar Kilometer auf dem Hamburger Kiez schleicht man sich langsam an den Stadtrivalen heran. Mit 47 Zählern beträgt der Rückstand des FC St. Pauli auf den HSV nur noch vier Punkte. Auch wenn Cheftrainer Timo Schultz das Thema Aufstieg eher amüsant findet und bei ein paar Spieltagen mehr bessere Chancen sieht, muss man die Braun-Weißen auf dem Zettel haben. Torschütze gegen den Tabellenzweiten Fürth, den man mit punktlos nach Hause schickte war Guido Burgstaller. Der sagte nach dem Erfolg: „Der Sieg war insgesamt nicht unverdient. Wir haben gegen einen guten Gegner sehr gut dagegengehalten. Wir wollten sie früh unter Druck setzen und sie zu langen Bällen gezwungen. Wir sind sehr froh, dass wir gewonnen haben. Seit Dezember nehmen wir eine super Entwicklung, damit konnte keiner rechnen und jetzt haben wir noch drei Spiele, die wir gut absolvieren wollen. Mit dieser Rückrunde können wir sehr zufrieden sein.“

Der 31. Spieltag (23. – 26.4.2021)

Karlsruhe – Würzburg 2:2
Braunschweig – Aue 0:2
Paderborn – Düsseldorf 2:1
Osnabrück – Kiel 1:3
Nürnberg – Heidenheim 3:1
Sandhausen – Hannover 4:2
Regensburg – Hamburg 1:1
St. Pauli – Fürth 2:1
Darmstadt – Bochum 3:1

Nachholspiele

Karlsruhe – Aue 0:0
Nürnberg – Kiel (Di.)
Fürth – Sandhausen (Mi.)
Hamburg – Karlsruhe (Do.)
Düsseldorf – Karslruhe (3.5.)
Kiel – Sandhausen (4.5.)
Kiel – Hannover (10.5.)
Kiel – Regensburg (noch nicht terminiert)

Die Tabelle

1.VfL Bochum 18483157 : 3660
2.SpVgg Greuther Fürth3057 : 3654
3.Hamburger SV3059 : 3851
4.Holstein Kiel2742 : 2649
5.Fortuna Düsseldorf3045 : 3949
6.1. FC Heidenheim 18463145 : 4148
7.FC St. Pauli3150 : 4747
8.Karlsruher SC2941 : 3544
9.SC Paderborn 073142 : 3743
10.SV Darmstadt 983153 : 5142
11.FC Erzgebirge Aue3139 : 4141
12.Hannover 963049 : 4539
13.1. FC Nürnberg3040 : 4339
14.SSV Jahn Regensburg3031 : 4035
15.SV Sandhausen2935 : 5031
16.Eintracht Braunschweig3127 : 5130
17.VfL Osnabrück3128 : 5327
18.FC Würzburger Kickers3133 : 6421

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