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Lübeck – Das der Corona-Lockdown auch Jugendliche und Kinder ausbremst, liegt auf der Hand. Freizeitaktivitäten können nicht nachgegangen werden, Kontakte werden reduziert. Sportliche Aktivitäten im Amateursportbereich sind auf Eis gelegt, Sportvereine lahmgelegt. Aus rein pandemischer Sicht mag das ja sinnvoll sein, schließlich möchte man beim Thema Corona ja irgendwann einmal Licht am Ende des Tunnels sehen, ein Stück Normalität zurückbekommen. Da gilt es Inzidenzzahlen zu senken. Doch kann das Hauptaugenmerk nur darauf liegen, oder läuft man nicht auch Gefahr vor allem die jungen Menschen mit fortlaufender Dauer des Lockdowns komplett zu verlieren? Die Gefahr besteht wohl…

Duo mit Ideen und Visionen…

Eine Rückkehr zur Normalität wünschen sich im Sport auch diverse Fußball-Nachwuchstrainer, so wie zum Beispiel Andi Mühlberg (SV Vorwärts-Wacker 04 Billstedt) und Jörg Bremer (TSV Glinde), die sich aktuell mit ihren Trainerkollegen dafür einsetzen, dass die Kinder – und auch die Erwachsenen – vielleicht bald wieder unter gewissen Auflagen auf den Sportplätzen in Hamburg und Schleswig Holstein trainieren dürfen. Mühlberg und Bremer haben in Eigeninitiative ein Konzept ausgearbeitet, wie eine Rückkehr zum Sport ausschauen könnte. „Wir haben uns an Verbände und die Politik damit gewendet, stellen das vor. Unabhängig von einer Inzidenz muss es doch eine Möglichkeit geben, um Fußball zu ermöglichen“, hofft Mühlberg, dem zusammen mit seinem Mitstreiter vor allen die Kinder und Jugendlichen am Herzen liegen, die Sorge um diese eben wächst. „Aktuell fehlt für die eine Perspektive. Vielleicht dürfen sie zur Schule gehen, haben auch mal irgendwann Sportunterricht. Das ist aber nicht genug. Damit Kinder nicht noch mehr Motivation verlieren, muss ein Umdenken stattfinden. Kinder brauchen Sport, brauchen Sozialkompetenzen. Es ist wichtig, dass die überhaupt wieder in Bewegung kommen. Deshalb sehen wir es als Mission an, Sprachrohr zu sein für Menschen, die sonst nicht gehört werden.“

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Unter dem Motto „Perspektive für den Weg zurück auf den Platz. Schritt für Schritt…“ entstand deshalb u.a dieses „Stufenmodel“….

Mit diesen Punkten, Forderungen und Anregungen:

– Sofortige Öffnung aller Sportplätze für Kinder und Jugendliche.

– Umkleiden/Duschen bleiben verschlossen.

– Grundsätzlich sind bis auf Weiteres keine Zuschauer/Eltern erlaubt (Fahrer ab einer Distanz     von 10km sind die Ausnahme).

– Wechselzeiten- und Zonen einrichten. Verschiedene Ein- und Ausgänge wenn möglich.

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– Maskenpflicht auf der gesamten Anlage. Ausnahme: Trainingszeit für Sportler und Trainer.

– Sobald vorhanden: Schnelltests/Selbsttests vor jedem Training.

– Stufenplan vom Gruppentraining ohne Kontakt bis zu der Wiederaufnahme der Pflichtspiele.

Feedback positiv…

Mal schauen, ob sich die Verbände, oder auch Politik, mit diesen Dingen auseinander setzen. An Unterstützung für Mühlberg und Bremer mangelt es jedenfalls nicht. „Wir haben eine gute Resonanz, auch wenn das alles noch in den Kinderschuhen steckt.“ Ein paar Sätze an die Entscheider werden auch noch gerichtet. „Also liebe Politikerinnen und Politiker, öffnet die Fußballplätze und lasst unsere Kids wenigstens in Kleingruppen trainieren – und einfach ihrer Lieblingsbeschäftigung nachgehen. Ansonsten wird es bald zu spät sein und wir trauern einer talentierten und begeisterten Generation hinterher.“   

Andi Mühlberg (Foto privat/hfr)

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