
Lensahn – Am 28. Spieltag in der Kreisliga Ost war wieder einiges los. Es gab spannende Duelle, die in der Nachspielzeit noch einmal richtig dramatisch wurden, oder aber klare Angelegenheiten. Zudem gab es das Spitzenspiel, das die SG Dobersdorf/P’hagen mit 2:1 gegen Eutin 08 II für sich entschied. Kurz vor dem Saisonabschluss gab es also noch einmal eine Menge Spannung, Spektakel und Emotionen.
TSV Lütjenburg – SC Cismar 3:3 (1:1)
Nach dem 3:0-Heimsieg gegen die SG Bösdorf/Malente wollte der SC Cismar am Freitagnachmittag nachlegen. Der TSV Lütjenburg wartete, der im Kampf gegen den Abstieg noch einige Punkte brauchte. Die Rollenverteilung sprach klar für die Grömitzer, doch in der Fremde müht man sich. Es gab nur drei Auswärtssiege in elf Spielen und auch an der Kieler Straße sollte man nicht die Maximalausbeute einfahren. Personell kehrte mit Luis Treutler ein wichtiger Verteidiger zurück, zudem saß Bennet Kern nach langer Verletzungspause mal wieder auf der Bank. Vorne drin stand Lennard Siebrecht im Fokus, der im besagten Spiel gegen Bösdorf/Malente der entscheidende Faktor war. Auch am 1. Mai sollte dies so sein, denn der Stürmer traf zum 1:0 (23.). Mit dem Pausenpfiff gab es allerdings einen Elfmeter für die Heimelf, den Jan Bollesen (45.) zum Ausgleich verwandelte. Somit war nach 45 Minuten alles offen und die Lütjenburger kamen gut aus der Kabine. Jakob Tetzlaff (49.) brachte sie in Führung. Nun waren die Ostholsteiner gefordert und Trainer Sascha Pretzel reagierte prompt. Für Stanko Novak kam nun Bennet Kern, der das Offensivspiel noch mehr beleben sollte. Er war bereits in der vergangenen Saison der beste Torschütze des SCC und auch vor seiner Verletzung zeigte er sich torgefährlich. An diesem Tag sollte allerdings Zielspieler Siebrecht (63.) für das Toreschießen zuständig sein. Er glich zum 2:2 aus. Dies hielt allerdings nur acht Minuten, denn dann kam Mika Großnick (71.) zum 3:2 der Hausherren. Diese wollten die Führung nun über die Zeit bringen und mit einem weiteren Dreier den Klassenerhalt eintüten. Es ging in die Schlussminuten, doch das letzte Wort hatte tatsächlich Cismar. Jamie Birkner (87.) glich zum 3:3 aus und es war noch nicht Schluss. Tief in der Nachspielzeit gab es Elfmeter für den Gast, der die große Chance hatte, die Partie trotz zweimaligen Rückstands für sich zu entscheiden. Siebrecht trat an, wollte sich den Dreierpack nicht nehmen lassen, doch er scheiterte. Es blieb somit beim 3:3 und die Mannen von der Gildestraße tun sich auf fremdem Geläuf weiterhin schwer.
Sascha Pretzel (SC Cismar): „Wie so oft in dieser Saison laden wir den Gegner zu Toren ein. Drei individuelle Fehler wurden gegen Lütjenburg auch gleich mit drei Gegentoren bestraft. Offensiv haben wir gerade in der zweiten Halbzeit gut vor das gegnerische Tor kombiniert und Abschlüsse generiert. Da wir nach zweimaligem Rückstand zurückgekommen sind, zeigt das die Moral meiner jungen Mannschaft. Schade, dass wir in der Nachspielzeit noch einen Elfmeter vergeben. Egal, direkt am Dienstag haben wir die Möglichkeit, drei Punkte zu holen, wenn es zum Spiel nach Putlos geht.“
SG Bösdorf/Malente – SG Insel Fehmarn 2:2 (1:1)
Nach zwei Niederlagen in Folge feierte die SG Bösdorf/Malente am Mittwochabend einen Heimsieg gegen den SV Großenbrode. Zu Hause fühlt man sich einfach am wohlsten, denn dort gab es nur eine Niederlage. Wenn es nach Bösdorf/Malente ging, dann sollte sich dies auch am vergangenen Wochenende nicht ändern. Die Mannschaft von Benjamin Berger begrüßte die SG Insel Fehmarn, die mit einer breiten Brust ins Ernst-Rüdiger-Sportzentrum reiste. Fünf Spiele blieb Fehmarn unbesiegt, feierte den vorzeitigen Klassenerhalt und möchte die Saison nun bestmöglich beenden. Ein einstelliger Tabellenplatz wäre genau nach dem Geschmack der Insulaner. Nach Malente reiste ein kleiner, aber dennoch gut besetzter Kader. Beim Heimteam sah es zuletzt personell schwierig aus, auch diesmal fehlte der ein oder andere wichtige Spieler. Nach schwierigem Start, in dem Bösdorf erste gute Chancen liegen ließ, kamen die Gäste nach rund zehn Minuten besser ins Spiel. Die Führung durch Tjelk Jacob (17.), der einen schnell ausgeführten Eckball von Dennis Petersen im kurzen Eck einschweißte, war bitter für die Platzherren, die nach guter Anfangsphase einmal komplett pennten. Oftmals war es aber ein zu ungenauer oder aber ganz ausbleibender letzter Pass, der zur Folge hatte, dass die Berger-Elf zu wenig aus den Chancen machte. Nach dem Gegentreffer steigerte sie sich allerdings und ließ den Ball gut laufen. Thore Meyer (40.) belohnte sein Team mit dem Ausgleich. Fehmarns Co-Trainer Fynn Severin beschrieb diesen Treffer als einen Kandidaten für das „Kacktor der Woche“. Zur Pause stand es 1:1 und es war bei hohen Temperaturen noch alles offen.
Nach dem Seitenwechsel ließ Bösdorf/Malente weiter gute Gelegenheiten liegen, sodass man klar sagen konnte, dass das Glück nicht unbedingt auf deren Seite war. Die Schlussphase brach an und plötzlich marschierte Jesse Lafrentz durch die gesamte gegnerische Hälfte. Gleich mehrere Spieler der Hausherren gingen nicht energisch genug in den Zweikampf, sodass der an diesem Tag auf der Rechtsverteidigerposition spielende Lafrentz bis zum Elfmeterpunkt durchlief und den Ball ins Eck schob. Es war der späte Führungstreffer der Insulaner, die nun auf Kurs in Richtung Sieg Nummer sechs waren. Es stand allerdings noch eine Nachspielzeit an und in dieser war Bösdorf/Malente drauf und dran, den Ausgleich zu erzielen. Es gab mehrere Ecken hintereinander und die letzte sollte Thore Meyer (92.) finden. Der erfahrene Offensivmann köpfte zum Ausgleich ein und schnürte somit seinen Doppelpack.
Benjamin Berger (SG Bösdorf/Malente): „Nach 90 Minuten war es ein verdientes Unentschieden. Wir verpassen es, frühzeitig in Führung zu gehen und nutzen erneut beste Chancen nicht. So schlafen wir nach einem Eckball, bei dem wir absolut unorganisiert sind. Fehmarn spielt den Ball kurz auf Jacob, der den Ball ins Tor schießt. Ab dem Zeitpunkt haben wir endlich mal den Ball laufen lassen. Leider kam der letzte Pass nicht an oder wurde zu ungenau gespielt. Fußballerisch zum Ende der ersten Halbzeit eines unserer besseren Spiele. Leider belohnen wir uns bei klaren Abschlüssen nicht. In der zweiten Halbzeit ein ähnliches Bild. Wir haben gute Einschussmöglichkeiten, doch leider das nötige Glück nicht auf unserer Seite. Aus einem eigenen Eckball fliegt der Ball uns um die Ohren. Der Fehmaraner nimmt sich am eigenen Sechzehner den Ball und dribbelt an vier Spielern vorbei. Das macht mich wütend, dass wir hier nicht mal ein Foul ziehen. Zum Glück machen wir in der 92. Minute nach Eckball noch den Ausgleich. Verdientes Unentschieden gegen eine sympathische Fehmaraner Truppe.“
Fynn Severin (SG Insel Fehmarn): „Wir fahren mit einem Punkt auf die Insel zurück. Ich denke, dass das 2:2 das gerechte Ergebnis ist bei schwierigen Witterungsbedingungen. Letzte Woche spielen wir gegen Heikendorf noch bei gefühlten fünf Grad, nun bei 25. Es war trotzdem kein lauer Sommerkick, sondern ein Sommerkick, das hat man beiden Mannschaften angemerkt. Wir haben zehn Minuten gebraucht, um reinzukommen, machen das dann aber gut und gehen in Führung. Wir machen es grundsätzlich ganz gut, haben aber auch Glück, dass Bösdorf/Malente den letzten Ball nicht an den Mann bekommt. Wir kassieren ein Kacktor, bei „Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs“ könnte dies zum „Kacktor der Woche“ zur Auswahl stehen. Malente war, als sie auf Fünferkette umgestellt haben, wesentlich griffiger, aber wir haben es immer wieder hinbekommen, die Räume zu bespielen. Wir hatten noch vor dem 1:1 eine große Chance durch Tjelk Jacob. So geht es mit dem 1:1 in die Halbzeit. Dann plätscherte das Spiel so dahin, Malente hatte mehr den Ball, hat vor allem in der zweiten Hälfte viel mit langen Bällen gespielt, die aber auch immer wieder gut durchkamen. Wir haben da ein bisschen Glück, dass es dabei blieb, dass sie den letzten Ball nicht so richtig durchbekommen haben oder aber vor dem Tor nicht die nötige Effektivität hatten. So kam es, wie es kommen muss, dass wir den Ball plötzlich im Mittelfeld gewinnen, Jesse Lafrentz heute als Rechtsverteidiger eine super Vororientierung hat, den Ball erobert und sich dann tatsächlich von der Mittellinie bis zum Elfmeterpunkt gegen drei, vier Gegenspieler durchsetzt und den Ball dann ins Eck schiebt und wir in der 88. Minute dann 2:1 führen. Dann kam die SG nochmal nach vorne und dann haben sie in der 92. Minute drei oder vier Ecken hintereinander und die letzte findet dann den Weg bei uns ins Tor. Eine super geschlagene Ecke von Riemann auf Thore Meyer, der nur einnicken muss zum 2:2. In unseren Augen ist dies das gerechte Ergebnis. Wir sind froh, einen Punkt mit nach Hause zu nehmen, und freuen uns, dass es jetzt das sechste Spiel ist, in dem wir ungeschlagen sind, gegen einen guten Gegner und vor allem in einem fairen Spiel. So schauen wir mal, was nächste Woche gegen Lütjenburg drin ist.“
TSV Lensahn – VfR Laboe 4:0 (1:0)
Zwei formstarke Mannschaften trafen im Jahnstadion aufeinander. Der TSV Lensahn empfing den VfR Laboe und beide blieben zuletzt ungeschlagen. Laboe glänzte mit einer stabilen Defensive, während die Ostholsteiner nach dem Winter kaum aufzuhalten sind. Die Offensive trifft und trifft. Der VfR wollte nun gegenhalten und dem Team von Daniel Safadi nach dem 3:3-Remis in der Vorwoche gegen die FT Preetz erneut Punkte nehmen. Die Aufgabe sollte allerdings eine ganz schwierige werden. Beide Mannschaften suchten in den ersten Minuten durchaus spielerische Lösungen, sodass es ein ansehnlicher Beginn war. Während Lensahn das Spiel bestimmte, stand Laboe kompakt. Dennoch fand die Heimelf früh Lösungen, eine der stärksten Defensiven der Liga zu knacken. Ein Steckpass von Finn-Ole Ratje fand Haruna Jammeh, doch dieser schoss am langen Eck vorbei. Es war die erste Annäherung im Spiel, doch kurz darauf sah es noch einmal etwas besser aus. Eine starke Einzelaktion von Alae Naji, der viel zu leicht durch drei Verteidiger spazieren konnte, war der Ausgangspunkt, anschließend vollendete Moritz Gallowsky (7.) zur Führung.
Laboe hatte bis hierhin überhaupt keinen Zugriff und kam viel zu selten zu längeren Ballbesitzphasen. In der elften Minute gab es dann allerdings mal einen vielversprechenden Vorstoß über die rechte Seite, doch die Überzahlsituation spielte man nicht gut aus. So blieb Laboe in der Anfangsphase weiterhin sehr harmlos. Ganz anders sah dies beim TSV aus, der auf das zweite Tor drängte. Thorben Ratje wurde geschickt, der Stürmer hatte klare Tempovorteile, doch Kapitän Lasse Saager grätschte in höchster Not den Ball zur Ecke. Diese fand Jammeh, doch der Winterneuzugang scheiterte an Torhüter Andre Kalbhenn. Es war nun eine echte Drangphase der Lensahner, die immer wieder gefährliche Ecken vor das Tor schlugen, doch sowohl Jammeh als auch ein eigener Mann der Gäste brachten die Kugel nicht im Kasten unter. Zudem scheiterte Florian Kommke mit einer scharf getretenen Ecke am Torhüter. Im Minutentakt kam die Heimmannschaft nun zu Chancen, sodass der zweite Treffer in der Luft lag. Jammeh köpfte nach Fabian Kommkes Flanke vorbei und kurz darauf war es ein schöner Spielzug über die rechte Seite, doch „Turbo“ Ratje rutschte weg und brachte den Ball daher nicht mehr zwingend aufs Tor.
Im Gegenzug kam dann erstmals der VfR Laboe zu einem gefährlichen Angriff. Es dauerte 36 Minuten, da spielten sie es über Robin Lass, der den Ball in die Mitte spielte, doch der Verteidiger des TSV klärte. Auf der anderen Seite zog Finn-Ole Ratje ab, der Schuss wurde geblockt und der zweite Versuch von Flo. Kommke ging knapp am Tor vorbei. Es war ein munteres Spiel, was vor allem an der Spielstärke der Platzherren lag, doch in den letzten Minuten vor der Pause verloren sie etwas den Faden. Einen Fehler von Innenverteidiger Jonas Müller bestrafte Lion Laß aus knapp 30 Metern nicht und kurz darauf unterlief dem TSV ein weiterer Fehler. So war der Spieler der Gäste durch, Kripke bereits draußen, doch noch bevor der Angreifer aufs leere Tor zulaufen konnte, brachte der Keeper ihn zu Fall. Der Schiedsrichter pfiff richtigerweise Freistoß, doch statt der Roten Karte sah Kripke nur Gelb. Es war eine Entscheidung, die für Unverständnis bei Gästecoach Volkmar Meyer sorgte. Somit ging es im Elf gegen Elf weiter und die Nachspielzeit brach an. Fünf Minuten gab es und noch bevor diese beendet waren, kam Laboe zu zwei richtig guten Chancen. So scheiterten sowohl Bernd Hennig als auch ein weiterer Akteur des VfR am Keeper des TSV Lensahn. So ging es mit dem 1:0 in die Pause, wobei auf beiden Seiten durchaus Treffer hätten fallen können. Lensahn war die ersten 35 Minuten klar besser und verpasste frühzeitig, das Spiel zu entscheiden, doch die Schlussphase des ersten Durchgangs gehörte Laboe, die mehrfach den Ausgleich liegen ließen.
Mit Spannung war die zweite Hälfte somit zu beäugen. Laboe knüpfte an die Schlussminuten an und nahm zunächst wieder das Zepter in die Hand. So kamen sie nach einem Steckpass von Janek Geisbauer zu Stürmer Jan-Patrick Wemmer zu einer guten Gelegenheit, doch erneut war der Torwart zur Stelle. Anschließend musste die Heimmannschaft wechseln, denn für den angeschlagenen Thorben Ratje ging es nicht mehr weiter. Die Partie wurde nach dem Seitenwechsel deutlich umkämpfter und giftiger, sodass es zu einer Menge Zweikämpfen kam. In der 73. Minute fiel dann der nicht unverdiente zweite Treffer des Heimteams durch Haruna Jammeh (73.), der den Ball am Torhüter vorbeispitzelte. Dieses Tor brachte den Ostholsteinern nun mehr Sicherheit, sodass nur zwei Minuten später Fabian Kommke um eine Fußspitze verpasste. Laboe kam ebenfalls zu Gelegenheiten, doch sie verpassten mehrfach den Anschlusstreffer. Man war oft zu ungenau vorne oder aber gleich mehrere Spieler kamen nicht mehr mit der Fußspitze an den Ball.
In den Schlussminuten sollte es dann noch einmal deutlich werden. Jammeh (86.) schnürte den Doppelpack, nachdem ein langer Ball genau bei ihm landete und er diesen nur noch ins lange Eck schieben musste. Es war allerdings eine stark abseitsverdächtige Position, von der der Stürmer traf. Der Schiedsrichter übersah diese, zum Ärger des VfR. In der 90. Minute fiel dann sogar noch der vierte Treffer, nachdem eine Ecke von Lasse Köppen genau auf dem Kopf von Finn-Ole Ratje (90.) landete. Es war der Schlusspunkt, sodass die Heimelf einen deutlichen Sieg einfuhr. Der Dreier war verdient, doch etwas zu hoch. Laboe hatte durchaus die Chance, das Spiel auf seine Seite zu ziehen, doch haderte mit einer schwachen Chancenverwertung.
Vadim König (TSV Lensahn): „In einem Spiel, das wir bis auf wenige Minuten insgesamt gut im Griff hatten, gewinnen wir verdient 4:0. Nachdem Moritz bereits nach sieben Minuten das 1:0 erzielt hat, versäumen wir es in den nächsten 30 Minuten, das Ergebnis weiter auszubauen und vielleicht vorher sogar entscheidend zu lenken. So lassen wir auch Laboe immer besser ins Spiel kommen und machen das Spiel unnötig spannend. Zweite Halbzeit spielen wir das Spiel zwar nicht mehr so souverän runter und machen auch im Aufbauspiel kleinere Fehler, die zu Chancen von Laboe führen, doch sind wir dafür vorne nun endlich cooler und können das Spiel zur richtigen Zeit für uns entscheiden. Mittwoch geht es gleich weiter nach Lütjenburg. Viel Zeit zum Ausruhen bleibt uns also nicht.“
SV Großenbrode – SG Dersau/Kalübbe 1:4 (0:2)
Nach sechs Niederlagen in Serie wollte der SV Großenbrode auf dem heimischen Platz die Negativserie stoppen. Man rutschte wieder auf den 14. Platz ab und liegt bei einem Spiel mehr nur noch drei Punkte vom direkten Abstiegsplatz entfernt. Man muss im Endspurt noch einmal richtig zittern. Der aktuelle Trend spricht nicht wirklich für den Aufsteiger und dies sollte sich auch am vergangenen Sonntag nicht ändern. Die personelle Situation blieb kompliziert, trotz Rückkehrern. Man kam gegen den klaren Favoriten, die SG Dersau/Kalübbe, gut in die Partie. Bereits früh ließ Großenbrode die erste richtig gute Chance liegen und verpasste somit, früh in Führung zu gehen. Stattdessen zeigte sich der Gast enorm gnadenlos und bestrafte zwei Fehler eiskalt. Falko Lebert (11.) und Marteb Biss (13.) vollendeten jeweils einen Konter, sodass die Heimelf erneut einem Zwei-Tore-Rückstand hinterherlief. Aufgegeben hat diese sich allerdings keineswegs. Stattdessen blieb man weiterhin gut im Spiel und kam zu Möglichkeiten. Nach dem Wiederbeginn war es ein erneuter individueller Fehler, der dem Aufsteiger per Konter um die Ohren flog, sodass Biss (50.) auf 3:0 stellte. Entschieden war hier allerdings noch nichts, denn nach etwas mehr als einer Stunde verkürzte Maurice Molles (63.). Die Gelegenheiten, das Ergebnis schon früher knapper zu gestalten, waren da, die beste dabei sicherlich ein verschossener Elfmeter. Stattdessen war mit dem 4:1 durch Steffen Uhl (64.) die Messe gelesen, sodass der Aufsteiger erneut punktlos blieb. Die Chancenverwertung war erneut ein klares Manko, zudem kassierte man zu einfache Gegentore.
Peter Thomm (SV Großenbrode): „Wir verlieren das Spiel 1:4. Wir haben nach fünf Minuten die große Chance auf das 1:0, machen diese nicht und kassieren dann postwendend zwei Kontergegentore, die Dersau natürlich sensationell gut spielt. Wir sind am Drücker und kassieren dann die beiden Gegentore, sind dann weiter dran, denn es war eigentlich ein Spiel auf Augenhöhe. Wir kommen dann aus der Halbzeit raus, nehmen uns viel vor und kassieren dann nach einem individuellen Fehler wieder ein Kontertor zum 0:3. Wir machen dann das 1:3 und sind drauf und dran, das 2:3 zu machen, verschießen einen Elfmeter, haben mehrere Hochkaräter, aber machen vorne die Bude nicht. Wenn du ihn vorne nicht machst, kriegst du ihn hinten halt rein, das ist so ein klassischer Spruch. Die Einstellung war da, doch das nötige Spielglück einfach nicht.“
Der 28. Spieltag
Raisdorfer TSV – TSV Klausdorf II 2:1
TSV Lütjenburg – SC Cismar 3:3
Heikendorfer SV II – SpVgg Putlos 13:0
SG Bösdorf/Malente – SG Insel Fehmarn 2:2
Eutin 08 II – SG Dobersdorf/P’hagen 1:2
TSV Lensahn – VfR Laboe 4:0
SV Großenbrode – SG Dersau/Kalübbe 1:4
FT Preetz – TSG Concordia Schönkirchen (12.5. 19.30 Uhr)
Die Tabelle
| 1. | SG Dobersdorf/P’hagen | 26 | 68 : 34 | 60 |
| 2. | Eutin 08 II – U23 | 27 | 89 : 46 | 57 |
| 3. | SG Dersau/Kalübbe | 26 | 66 : 37 | 51 |
| 4. | Concordia Schönkirchen | 26 | 58 : 34 | 50 |
| 5. | SG Bösdorf / Malente | 27 | 65 : 47 | 49 |
| 6. | SC Cismar | 26 | 66 : 56 | 46 |
| 7. | TSV Lensahn | 26 | 77 : 55 | 42 |
| 8. | VfR Laboe | 26 | 59 : 52 | 39 |
| 9. | SG Insel Fehmarn | 27 | 66 : 63 | 37 |
| 10. | FT Preetz | 27 | 57 : 62 | 35 |
| 11. | Heikendorfer SV II | 28 | 62 : 75 | 31 |
| 12. | TSV Lütjenburg | 27 | 53 : 59 | 26 |
| 13. | TSV Klausdorf II | 26 | 56 : 71 | 26 |
| 14. | SV Großenbrode | 27 | 43 : 83 | 26 |
| 15. | Raisdorfer TSV | 26 | 49 : 77 | 23 |
| 16. | SpVgg Putlos | 26 | 26 : 109 | 6 |








