
Lensahn – Der 25. Spieltag in der Kreisliga Ost steht bereits vor der Tür und dieser hat einiges im Gepäck. Es sind Spannung, Spektakel und eine Menge Unterhaltung garantiert, denn es geht in die entscheidende Phase der Saison. Während es im Aufstiegsrennen spannend bleibt, sind die Kellerteams unter Druck.
FT Preetz – Eutin 08 II (Fr., 19 Uhr)
Da fehlte nicht viel, um für ein dickes Ausrufezeichen in der Liga zu sorgen. Die FT Preetz traf am Dienstagabend im Nachholspiel auf die SG Dobersdorf/P’hagen, die sich mitten im Kampf um den Aufstieg befindet. Nach 90 Minuten endete die Partie im Fichtestadion ohne Tore, dabei war es vor allem die Heimelf, die am Sieg kratzte. In Überzahl blieben mehrere Chancen ungenutzt, wobei vor allem Spielertrainer und Torjäger Florian Manstein das Glück im Abschluss fehlte. Dennoch gab es einen Punkt, worauf vor allem in Eutin sicherlich mit Freude geblickt wurde. Der aktuelle Tabellenführer steht mit acht Punkten Vorsprung auf Dobersdorf ganz oben, hat jedoch auch drei Spiele mehr. Gewinnt die SG diese, dann wird man erneut von oben verdrängt. Ein Punkt wäre man dann hinter dem aktuellen Tabellenzweiten, doch das direkte Duell steht noch aus. Selbst muss die Mannschaft aus der Rosenstadt allerdings auch punkten, und damit soll am Freitagabend weitergemacht werden. Alle fünf Spiele im neuen Jahr wurden gewonnen, sodass das aktuelle Momentum für 08 spricht. Das vergangene Spiel liegt nun zwei Wochen zurück und seitdem konnte man Kräfte tanken für den Endspurt. Dieser beginnt mit einem Gastspiel im Fichtestadion, wo man zeigen möchte, dass man es besser kann als der Konkurrent. Die Aufgabe wird allerdings eine ganz schwierige, denn zu Hause holte die FT 24 von möglichen 30 Punkten. Man verlor kein einziges Mal, sodass Eutin gewarnt ist. Im Hinspiel war es eine klare Angelegenheit, denn die Oberliga-Reserve setzte sich mit 4:0 durch. Zwei frühe Tore ebneten den Weg gegen ein personell geschwächtes Preetz.
Jasper Frahm (Eutin 08 II): „Wir spielen gegen einen Gegner, der sehr heimstark und ungemütlich zu bespielen ist. Wir erwarten dort einen Gegner, der sehr kompakt auf heimischem Rasen agiert, trotzdem aber immer wieder torgefährlich ist, sodass wir dort gewappnet sein müssen, in den Umschaltmomenten wach zu sein, eine gute Rückwärtsbewegung zu haben und trotzdem die Spielweise mit Ball durchzudrücken und daraus auch Torchancen zu kreieren. Dennoch wissen wir, dass gerade Freitagabendspiele in Preetz nicht einfach sind. Wir stellen uns auf ein sehr schwieriges Spiel ein und haben diese Woche auch explizit darauf hingearbeitet, auf die Art und Weise, auf unser Ziel, unseren Matchplan, sodass wir, denke ich, gut gewappnet sind. Verletzungstechnisch kommt der ein oder andere zurück, dennoch müssen wir auch auf einige verzichten, sodass wir trotzdem mit einer schlagkräftigen Truppe nach Preetz fahren und dort auch an unserem Erfolg der letzten Wochen anknüpfen wollen.“
VfR Laboe – SpVgg Putlos (Sa., 14 Uhr)
Der VfR Laboe holte am vergangenen Wochenende seinen fünften Punkt im sechsten Spiel nach der Winterpause. Gegen den SC Cismar zeigte man eine gute erste Hälfte, in der man sich den Zähler verdiente. Nun soll es aber auch wieder mit drei Punkten klappen, damit der Blick auch nicht mehr ganz so sehr nach unten gerichtet werden muss. Die SpVgg Putlos ist zu Gast, die am vergangenen Wochenende ganz nah am zweiten Saisonsieg war. Bis in die Schlussphase führte man mit 2:1 gegen Preetz, doch dann führte ein Standard doch noch zum Ausgleich. Nun nimmt man einen neuen Anlauf, um die Sieglosserie von 19 Spielen zu beenden. 16 Punkte liegen die Ostholsteiner derzeit hinter dem TSV Lütjenburg, der auf dem Relegationsplatz steht. Rechnerisch ist es noch möglich, doch an der Strandstraße ist man realistisch. Ein Wunder wird benötigt, wenn auch in der Saison 2026/27 Kreisliga in Dannau gespielt werden soll. An den kommenden Gegner erinnert man sich sicherlich noch ganz genau. Es war ein ganz bitterer Abend für das Tabellenschlusslicht. Bis zur 75. Minute führte Putlos mit 3:1 und kratzte am zweiten Saisonsieg, doch dann kam die Aufholjagd der Gäste. Laboe glich fünf Minuten vor Schluss aus und damit nicht genug. Die 89. Minute war es, in der sogar noch der vierte Gästetreffer fiel. Der VfR drehte die Partie komplett und schockte das Kellerkind. Nun soll es die Wiedergutmachung geben, auf dem Stoschplatz, bei der drittschlechtesten Heimmannschaft der Liga. Minimale Hoffnung macht dabei, dass der einzige Saisonsieg der Ostholsteiner in der Fremde eingefahren wurde.
SG Insel Fehmarn – Raisdorfer TSV (Sa., 15 Uhr)
Auf der Insel steigt am Sonnabend ein Kellerduell. Die SG Insel Fehmarn begrüßt auf dem Kunstrasenplatz in Burg den Tabellenvorletzten. Der Raisdorfer TSV ist zu Gast, der im Saisonendspurt nochmal eine Aufholjagd starten möchte. Personell sieht es beim RTSV deutlich besser aus als im Endspurt der Hinrunde, sodass man nicht gerade hoffnungslos ist. Im vergangenen Auswärtsspiel bei der SpVgg Putlos gab es den ersten und bisher einzigen Dreier im neuen Jahr, doch eine Serie konnte nicht gestartet werden. Das Heimspiel gegen Bösdorf/Malente verlor das Kellerkind allerdings im Anschluss. Nun trifft man auf ein Team, das nach der Winterpause nicht so richtig in Fahrt gekommen ist. Fehmarn verlor die ersten sechs Spiele in 2026, sodass man nun doch eher nach unten schauen muss. Das Punktepolster auf den Relegationsrang ist derzeit noch relativ dick, was auch am vergangenen Spiel lag. Bei der SpVgg Putlos endete die Niederlagenserie durch einen 4:1-Auswärtserfolg. Tjelk Jacob war wie so oft der Unterschiedsspieler, vor dem am Wochenende auch der RTSV gewarnt ist. In der Hinrunde trafen sich die beiden Mannschaften bereits, dort lieferte die Mannschaft von Andre Hack gegen den Tabellenvorletzten eine der schlechtesten Hälften der Saison ab. Zur Pause lag man noch mit 1:2 zurück, doch eine Leistungssteigerung sorgte für einen 4:2-Auswärtssieg am Gerd-Scherenberger-Platz.
Fynn Severin (SG Insel Fehmarn): „Wir treffen am Samstag auf den Raisdorfer TSV und wollen da unseren Sieg aus dem Putlos-Spiel bestätigen und die nächsten 3 Punkte holen. Aus dem Hinspiel wissen wir aber, dass das kein leichtes Unterfangen wird. Wir wollen wieder mutig auftreten und Gas geben, um die Lücke nach unten wieder größer werden zu lassen. Der Druck liegt bei den Gästen, die die nächsten beiden Spiele gegen uns und gegen Putlos eigentlich gewinnen müssen, um an den Nichtabstiegsplätzen dranzubleiben.“
SC Cismar – TSV Klausdorf II (Sa., 16 Uhr)
Die Serie des SC Cismar überstand auch das Osterwochenende. Nach einem 1:1 beim VfR Laboe, wo man zwei komplett unterschiedliche Hälften bot, hält die Serie der Grömitzer nun bereits seit sieben Spielen an. Die letzte Niederlage datiert vom 05.11.2025, seitdem folgten 17 von möglichen 21 Zählern. Nun soll das achte Spiel ohne Pleite folgen, denn man schielt auf die Top Drei. Aktuell ist Cismar punktgleich mit der SG Dersau/Kalübbe und Bösdorf/Malente auf Rang fünf, nur das Torverhältnis ist deutlich schwächer als das der Konkurrenz. Außerdem hat man mehr Spiele als die beiden. Nun begrüßt man den TSV Klausdorf II an der Gildestraße, wo man sich besonders wohlfühlt. Nur einmal musste sich der SCC zu Hause geschlagen geben, dies war gegen Laboe der Fall. Der kommende Gegner möchte nun ebenfalls die Heimmacht knacken, doch die vergangenen Wochen sprechen sicherlich nicht für die Zweitvertretung. Nur ein Sieg aus sechs Spielen nach dem Winter sorgt dafür, dass man aktuell nur einen Punkt über dem Relegationsplatz steht. Dabei hat die Mannschaft vom Aubrook sogar noch ein Spiel mehr absolviert als der Tabellenvierzehnte Lütjenburg. Das große Problem sind die Gegentore, denn im Schnitt kassiert man nach dem Winter drei pro Spiel. Im Hinspiel gegen Cismar setzte sich Klausdorf mit 3:1 durch, was Mut für die Mannschaft von Jesper Grohmann macht.
Daniel Temme (SC Cismar): „Wir haben gegen Klausdorf noch eine Rechnung offen und werden ein anderes Gesicht zeigen als am Montag gegen Laboe. Wir haben ein Heimspiel, sind gut besetzt und werden 90 Minuten Vollgas geben! Die Jungs haben extrem Bock auf das Spiel, sind jetzt schon heiß auf den Gegner! Wir gehen selbstbewusst in die Partie.“
SG Dobersdorf/P’hagen – SG Bösdorf/Malente (So., 15 Uhr)
Drei Siege feierte die SG Bösdorf/Malente am Stück. Nach dem dürftigen Start ins Jahr kam man zurück in die Spur und befindet sich nun wieder im Rennen um die Top Drei. Ein Faktor ist dabei die defensive Stabilität, denn diese kehrte jüngst zurück. Zweimal stand hinten die Null, was besonders Trainer Benjamin Berger sehr gefiel. Nun steht am Sonntagnachmittag allerdings eine ganz schwierige Aufgabe an. Die SG Dobersdorf/P’hagen wartet und somit der Tabellenzweite. Dieser ist derzeit allerdings in mäßiger Form, denn es gab nach dem Winter nur zwei Siege aus fünf Spielen. Zuletzt blieb Dobersdorf sogar dreimal sieglos, sodass man die gute Ausgangslage nahezu komplett verspielt hat. Zwar kann man durch die Nachholspiele nach wie vor an Eutin vorbeiziehen, doch nur um einen Punkt. Zudem reist man in wenigen Wochen ans Waldeck. Bis dahin dürfen sich die Mannen vom Dieter-von-Borstel-Platz keine Patzer mehr erlauben. Es soll zurück in die Erfolgsspur gehen, bevor harte Wochen warten. In den nächsten vier Wochen warten neun Spiele auf Dobersdorf, ein unfassbar anspruchsvolles Programm. Es werden entscheidende Wochen werden, in denen die Meisterschaft mit hoher Wahrscheinlichkeit entschieden wird. Umso wichtiger wäre am Sonntag ein Dreier zum Start in diesen harten Endspurt, doch Bösdorf/Malente ist hochmotiviert und möchte für die 1:5-Hinspielniederlage die Wiedergutmachung.
Benjamin Berger (SG Bösdorf/Malente): „Am Sonntag geht es an den Dieter-von-Borstel-Platz nach Dobersdorf. Nach drei Siegen in Folge und zweimal zu Null wollen wir da natürlich weitermachen. Mir stehen, ausgenommen von zwei Spielern, alle zur Verfügung, sodass ich aus dem Vollen schöpfen kann. Wir haben einen klaren Matchplan, den haben wir Donnerstag besprochen. Wir wollen im Vergleich zu den anderen Spielen, auf einem – so kenne ich den Platz in Dobersdorf – richtig guten Geläuf das Spiel an uns reißen, mehr mit dem Ball machen als in den letzten Spielen, wo es einfach nicht möglich war, und Dobersdorf einfach vor Probleme stellen. Wir wissen aber auch um ihre Qualität. Sie sind unheimlich gut in der Luft, zweikampfstark und da wissen wir, was auf uns zukommt. Daher denke ich, dass meine Jungs perfekt aufgestellt sind, genau wissen, worum es geht und welche Prinzipien wir umsetzen müssen, um am Ende des Tages dort mit drei Punkten wieder nach Hause fahren zu können, weil wir dort auch noch etwas wiedergutzumachen haben aus dem Hinspiel.“
TSV Lensahn – SV Großenbrode (So., 15 Uhr)
Am Sonntagnachmittag treffen sich zwei Mannschaften, die richtig gut aus dem Winter kamen. Der TSV Lensahn ist seit vier Spielen ungeschlagen und bezwang dabei sogar mit Dersau/Kalübbe und Bösdorf/Malente zwei Mannschaften aus dem oberen Tabellendrittel. Die Offensive war kaum zu stoppen, doch zuletzt überzeugte auch die Defensive mit einem Zu-Null gegen den Tabellendritten. Die Balance aus beidem wird es brauchen, denn dann könnte es noch einmal eine Aufholjagd im Saisonendspurt geben. Nun begrüßt man mit dem SV Großenbrode einen Aufsteiger, der nach der Winterpause ebenfalls gut drauf war. Vier Siege aus sechs Spielen ließen die Mannschaft von Peter Thomm in der Tabelle klettern. Man hat eine gute Ausgangslage für die Saisonschlussphase, die sich noch weiter verbessern soll. Im Hinspiel gewann Großenbrode mit 2:0 gegen einen schwachen TSV. Dieser möchte nun die Wiedergutmachung und im heimischen Jahnstadion erneut die drei Punkte behalten.
Vadim König (TSV Lensahn): „Am kommenden Wochenende empfangen wir Großenbrode in Lensahn – und da haben wir definitiv noch was gutzumachen. Das Hinspiel war unsere bislang schwächste Saisonleistung, das wissen wir alle. Genau deshalb braucht es vor diesem Spiel auch keine großen Ansprachen. Jeder in der Mannschaft ist heiß auf die Partie und will zeigen, dass wir es deutlich besser können. In den letzten Wochen haben wir kontinuierlich an uns gearbeitet und versuchen, uns von Spiel zu Spiel weiter zu steigern. Unser Anspruch ist klar: immer noch eine Schippe drauflegen. Wir sind überzeugt davon, dass wir diesmal ein ganz anderes Gesicht zeigen werden als im Hinspiel – mit mehr Einsatz, mehr Leidenschaft und einem klaren Ziel vor Augen.“
Peter Thomm (SV Großenbrode): „Ich habe noch drei, vier Fragezeichen, aber trotzdem noch eine schlagkräftige Truppe zusammen. Wir fahren nach Lensahn und wollen nach Möglichkeit auch drei Punkte holen. Mal schauen, was geht, Lensahn ist gut aus der Winterpause gekommen, wir relativ gut und ich glaube, das könnte ein schönes Spiel am Sonntagnachmittag werden.“
Der 25. Spieltag
FT Preetz – Eutin 08 II (Fr., 19.30 Uhr)
VfR Laboe – SpVgg Putlos (Sa., 14 Uhr)
Concordia Schönkirchen – TSV Lütjenburg
SG Insel Fehmarn – Raisdorfer TSV (15 Uhr)
Dersau/Kalübbe – Heikendorfer SV II
SC Cismar – Klausdorf II (16 Uhr)
TSV Lensahn – SV Großenbrode (So., 15 Uhr)
SG Dobersdorf/P’hagen – Bösdorf/Malente







