Lübeck – Das Warten geht weiter! Am Mittwoch empfing der VfB Lübeck den SV Waldhof Mannheim im Dietmar-Scholze-Stadion. Das richtungweisende Match in der 3. Liga endete 0:1 (wir berichteten), die Schleswig-Holsteiner ließen wieder einmal wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt liegen, warten seit nun bereits sieben Partien auf ein Erfolgserlebnis. Dementsprechend stellte sich die Gemütsverfassung nach Abpfiff dar bei den Aktiven, die je nach Sichtweise und Club zwischen Enttäuschung und Zufriedenheit hin und her wogte. Hier die Stimmen zum (trostlosen) Kick im Überblick: 

Ein zufriedener Patrick Glöckner (Trainer in Mannheim): „Es war unbeschreiblich schwer hier Fußball zu spielen. Der Platz war schmierig, war tief, ließ gerade in der zweiten Halbzeit nichts zu. Nun hoffe ich, dass wir so weiter machen.“

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Rolf Martin Landerl (VfB-Coach): „Wir haben uns in erster Linier vorgenommen, dass wir über neunzig Minuten einen Fight bieten, marschieren wollen. Das wir als Mannschaft auftreten, uns den Arsch aufreißen wollen. Das haben wir gemacht. Uns hat ein bisschen das Spielglück gefehlt. Mannheim hat unter dem Strich eine Chance, nach einer Unaufmerksamkeit von uns, macht das Tor. In der zweiten Halbzeit haben wir auf ein Tor gespielt. Der Ball fällt dann nicht immer glücklich. Das Glück haben wir derzeit auch nicht auf unserer Seite. Es fehlt jemand, der derzeit die Dinger einmal rüber drückt. Darauf will ich das aber nicht reduzieren. Wir haben gewusst, wir müssen unsere Tore auf mehrere Schultern aufbauen. Irgendwie muss man das Glück auch erzwingen. Ich habe meiner Mannschaft gesagt, dieses Glück erzwingt man sich nur durch beinharte Arbeit Spiel für Spiel. Mit der Einstellung und dem mannschaftlichen Auftritt bin ich absolut zufrieden.“  

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Emotion, Enttäuschung, Pascal Steinwender (22, VfB Lübeck). Foto: Lobeca/Raasch

Vorlagengeber Marco Schuster (SVW): „In der Situation stehe ich nahe zum Ball, versuche irgendwie meinen Fuß rein zu bekommen. Das war ein bisschen glücklich, ich bin aber absolut froh darüber. Wir haben den Sieg gebraucht. “

Mirko Boland (VfB Lübeck): „Wir geraten wieder unglücklich in Rückstand. Das ist dann schwer, das Geläuf ist hier nicht gerade das allerbeste. Wir kennen es aber. Als Mannschaft haben wir eine ordentliche Leistung gezeigt, aber letztendlich hat der Killerinstinkt vorne gefehlt. Wir hatten Chancen, die wurden immer abgeblockt. Es ist gerade eine schwierige Situation. Aber trotzdem war das ein guter Auftritt. Wir haben uns aber leider nicht belohnt.“ Zur schwierigen, sportlichen Situation ergänzte der Mittelfeldspieler. „Man ist halt genervt, das geht einen schon auf den Sack. Das muss man schon ganz ehrlich sagen. Trotzdem dürfen wir heute enttäuscht sein. Wir haben noch genug Spiele, es ist noch alles drin. Wir hauen alles Mögliche rein. Wenn wir das tun, dann nach so einem Spiel uns im Spiegel anschauen können, dann bin ich felsenfest überzeugt, dass wir den „turnaround“ schaffen.“  

Die Tabelle

1.SG Dynamo Dresden1830 : 1635
2.FC Ingolstadt1827 : 2034
3.TSV 1860 München1837 : 1930
4.F.C. Hansa Rostock1825 : 1829
5.1. FC Saarbrücken1831 : 2529
6.SC Verl1733 : 2528
7.SV Wehen Wiesbaden1831 : 2827
8.Türkgücü München1726 : 2327
9.Hallescher FC1724 : 2725
10.KFC Uerdingen1815 : 1823
11.Viktoria Köln1822 : 2923
12.SV Waldhof Mannheim1729 : 3122
13.SV Meppen1820 : 2622
14.FC Bayern München II1722 : 2620
15.SpVgg Unterhaching1721 : 2520
16.1. FC Kaiserslautern1816 : 2219
17.FSV Zwickau1616 : 2118
18.VfB Lübeck1821 : 2816
19.1. FC Magdeburg1715 : 2415
20.MSV Duisburg1720 : 3015

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Wenn der Trainer in der 2ten Halbzeit ein Spiel auf ein Tor gesehen hat, stimmt etwas mit seiner Wahrnehmung nicht. Über das gesamte Spiel gab es jämmerliche 3 Lübecker Torschüsse, dafür Ballverluste im Minutentakt.
So würde man noch nicht einmal in der Regionalliga bestehen können.