Beim Finale um den Goldenen Stern des Sports reichte es für den SSV Pölitz nicht ganz für das Treppchen.

Berlin – Am vergangenen Montag wurde in Berlin mit dem „Großen Stern“ eine der größten Auszeichnung für Amateurvereine verliehen. Aus Schleswig-Holstein qualifizierte sich der SSV Pölitz mit dem Projekt „Die Fußballsparte summt…der Umwelt zuliebe“ (HL-SPORTS berichtete). Zum Sieg hat es für die Stormarner am Ende nicht gereicht. Die Pölitzer teilen sich mit 14 anderen Mannschaften einen vierten Rang. Für das Erreichen des Finals kommen zu den bereits gewonnenen 4.000 Euro Preisgeld noch 1.000 Euro dazu.

Stolzer Fußballobmann

„Wir sind stolz, dass wir als kleiner Dorfverein so weit gekommen sind. Natürlich wären wir auch gern unter den ersten Drei platzierten gewesen, aber es hat halt nicht ganz gereicht,“ resümierte Fußballobmann Sven Reddig. Am Sportlerheim des SSV Pölitz versammelten sich offizielle des Vereins, Freunde und Sympathisanten des SSV und drückten beim gemeinsamen „Public Viewing“ die Daumen.

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Goldener Stern geht nach Sachsen-Anhalt

Die Verleihung durch Bundespräsident Frank Walter Steinmeier fand auch in diesem Jahr nur virtuell statt. Der erste Platz geht nach Sachsen Anhalt. Der Verein congrav new sports für sein Projekt „Trendsportzentrum Halle – Ein Freiraum für Jugend, Sport und Kultur“, mit dem sich der Verein über die Volksbank Halle (Saale) beworben hatte. Im Rahmen dieser ambitionierten Initiative entsteht derzeit ein neuer Treffpunkt für Trendsportarten wie Breakdancing, Slacklining, Skateboarding, Parkour, Bike-Polo und viele mehr. Der Verein aus Sachsen-Anhalt freut sich über 10.000 Euro Siegprämie. Hinter dem Gewinner landete der Sporttreff Karower Dachse aus Berlin mit seiner Idee für ein „Eltern-Kind-Fitness-Bingo“ auf dem zweiten Platz der „Sterne des Sports“ in Gold – verbunden mit einem Preisgeld von 7.500 Euro. Rang drei und 5.000 Euro gingen an den Verein AS-KA-DO aus Hückelhoven in Nordrhein-Westfalen mit der Initiative „Young Minds“.

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Bundespräsident Steinmeier lobt Ehrenamtliche

„Die Pandemie hat ihre Spuren hinterlassen. Umso mehr hoffen wir alle auf eine Rückkehr in den normalen Alltag, in dem wieder Begegnungen auch mit den vielen Ehrenamtlichen möglich sind; Menschen, die die Gesellschaft mit großer Selbstverständlichkeit am Laufen halten“, sagte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Rahmen der Siegerehrung. „Diese Auszeichnung richtet sich an die vielen Ehrenamtlichen in den Vereinen, die auch jenseits des Sporttreibens etwas für die Gesellschaft tun – und das war vielleicht nie so wichtig wie in den vergangenen zwei Jahren.“ 

„Alle dürfen sich als Gewinner fühlen“

DOSB-Präsident Thomas Weikert: „Der Breitensport hat erneut ein herausforderndes Jahr hinter sich. Mit Ihrer ehrenamtlichen Arbeit und der Initiierung kreativer Projekte haben Sie in dieser schwierigen Zeit einen enormen Beitrag für die Förderung des gesellschaftlichen Zusammenhaltes geleistet – dazu kann ich Ihnen allen nur gratulieren. Ganz besonders gratuliere ich natürlich dem Team von congrav new sports zum Gewinn des ‚Großen Stern des Sports‘ in Gold 2021 und wünsche weiterhin viel Erfolg bei der Realisierung des Trendsportzentrums. Wie immer im Sport kann am Ende nur eine oder einer gewinnen, aber auch alle anderen Vereine im Bundesfinale dürfen und sollen sich unbedingt ebenfalls wie Gewinner fühlen.“ 

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