St. Pauli braucht lange – Hansa Rostock noch länger

Beide Teams mussten eine Zusatzschicht einlegen

Pascal Breier (Hansa Rostock). Archivfoto. Lobeca/Andreas Knothe

Regensburg – Am Mittwochabend waren der FC St. Pauli und der F.C. Hansa Rostock im DFB-Pokal aktiv. Beide Mannschaften sicherten sich das Weiterkommen ins Achtelfinale. Die Kiezkicker benötigten dazu die Verlängerung bei Dynamo Dresden und gewannen mit 3:2 (2:2, 0:0). Noch länger war die Kogge beschäftigt, die sich am Ende mit einem 7:5 (3:3, 2:2, 0:1)-Erfolg beim SSV Jahn Regensburg durchsetzten.

St. Paulis Erfolgsserie geht weiter

Der FC St. Pauli begann die Partie gleich mit leichter Überlegenheit, konnte sich aber keine zwingenden Chancen erspielen. Dynamo Dresden zog sich häufig zurück und ließ die Hamburger kommen. So entwickelte sich eine Partie, deren erste 60 Minuten durchaus als langweilig bezeichnet werden können, auch wenn Burgstaller die vermeintliche Führung erzielte (56.), die aber wegen Handspiels nicht gegeben wurde. Dann aber überschlugen sich die Ereignisse. In der 63. Minute erzielte Paqarada überlegt die Führung für die Kiezkicker. Die Freude hielt nur drei Minuten, dann glich Daferner für Dresden aus. Sechs Minuten später fiel die erneute Führung für St. Pauli. Diesmal war Dittgen erfolgreich (72.), die Ziereis nur eine Minute später per Eigentor egalisierte. Es ging in die Verlängerung, in der die Kiezkicker das bessere End für sich hatte. Buchtmann erzielte auf Vorlage von Burgstaller den Siegtreffer (101.) und ebnete seiner Mannschaft den Sprung ins Achtelfinale. St. Paulis Chef-Trainer Timo Schultz sagte nach dem Spiel: „Ich glaube, dass die Zuschauer einen packenden Pokalkampf gesehen haben. Die Dresdener Mannschaft hat uns das Leben richtig schwer gemacht. Am Ende sind wir der nicht unverdiente und glückliche Sieger“

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Rostocker Pokalspiele sind nichts für schwache Nerven

Der auf sechs Positionen veränderte F.C. Hansa Rostock übernahm in Regensburg von Anfang an die Initiative und ging schon in der 9. Minute durch Riedel in Führung. Es dauerte bis Mitte der 1. Halbzeit, bis auch Jahn Regensburg langsam in die Partie fand, ohne bis zur Pause große Durchschlagskraft zu entwickeln. Die Kogge kam auch besser in die 2. Halbzeit und erhöhte durch Mamba auf 2:0 (56.). Er tauchte alleine vor Keeper Meyer auf und tunnelte ihn. Nach mehreren Auswechselungen erhöhte der Jahn den Druck und kam im Nebel von Regensburg zum Anschlusstreffer durch Singh (71.), der eine Flanke per Hacke verwertete. Hansa stemmte sich gegen die Angriffswellen der Gastgeber und hielt die knappe Führung bis in die Nachspielzeit. Dann aber besorgte Zwarts per Abstauber den Ausgleich (91.) und erzwang die Verlängerung. In der 101. Minute drehte Jahn Regensburg das Spiel und ging durch Breitkreuz per Kopf in Führung. Breier sorgte mit seinem 3:3 in der 121. Minute im letzten Angriff für den Ausgleich und Herzinfarktgefahr bei den Hansa-Fans. Das Elfmeter-Schießen musste die Entscheidung bringen. Wekesser und Boukhalfa trafen für den Jahn und Bahn und Malone glichen jeweils aus. Dann traf Albers nur den Pfosten und Behrens legte für Hansa nach. Guwara scheiterte mit seinem Versuch an Hansa-Keeper Kolke. Breier, der schon die Verlängerung erzwang, war es dann vorbehalten, Hansa ins Achtelfinale zu schießen. Rostocks Pokalspiele sind wirklich nichts für schwache Nerven, schon in der 1. Runde gegen Heidenheim ging es über die volle Distanz mit dem späten Siegtreffer.

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Die 2. Runde

Preußen Münster – Hertha BSC 1:3
Babelsberg 03 – RB Leipzig 0:1
1860 München – Schalke 04 1:0
TSG Hoffenheim – Holstein Kiel 5:1
Borussia Dortmund – FC Ingolstadt 2:0
VfL Osnabrück – SC Freiburg 4:5 n.E.
1.FC Nürnberg – Hamburger SV 3:5 n.E.
Mainz 05 – Arminia Bielefeld 3:2 n.V.
Waldhof Mannheim – Union Berlin 1:3 n.V.
VfL Bochum – FC Augsburg 7:6 n.E.
Dynamo Dresden – FC St. Pauli 2:3 n.V.
Bayer Leverkusen – Karlsruher SC 1:2
Hannover 96 – Fortuna Düsseldorf 3:0
Borussia Mönchengladbach – Bayern München 5:0
Jahn Regensburg – Hansa Rostock 5:7 n.E.
VfB Stuttgart – 1. FC Köln

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