gleich mit drei Spieler, darunter auch der Lichtenberger Kapitän Sebastian Reiniger (2. von links) klären in dieser Szene, ganz rechts Pascal Breier, am Ende gewann der neue Tabellenführer mit 3:1-Toren. Am Wochenende will Breier mit dem FC Anker im Heimspiel gegen Viktoria Berlin einen Heumsieg. Foto: Bernhard Knothe

Wismar – Der FC Anker Wismar musste sich am Mittwoch dem neuen Spitzenreiter SV Lichtenberg 47 im Nachholspiel mit 1:3 geschlagen geben. Durch diesen Sieg bleiben die Weiß-Roten in der Tabelle der NOFV-Oberliga Nord weiterhin auf dem 9. Platz, während die Gäste aus der Hauptstadt an die Spitze sprangen.

Zwei Standard Gegentore

„Eigentlich müsste ich euch für dieses Leistung gratulieren, doch wir stehen ja letztlich mit leeren Händen da. Lichtenberg weiß gar nicht, warum sie den Platz als Sieger verlassen haben. Zwei Standardsituationen, einmal nach einem Eckball und einmal durch einen direkt verwandelten Freistoß ließen den neuen Spitzenreiter trotz unserer Chancenvorteile mit 2:0 führen. Dann haben wir endlich den verdienten Anschlusstreffer erzielen können und wir lagen nur noch mit 1:2 hinten. Ein grober Abwehrschnitzer ließ die Lichtenberger dann in der Nachspielzeit noch einmal jubeln und uns mit leeren Händen dastehen“, so der nach Saisonende scheidende Trainer Matthias Fink nach dem Abpfiff im Mannschaftskreis. Nach fünf Jahren wird Fink als verantwortlicher Trainer des Oberligisten ausscheiden, aber dem Verein in anderer Position erhalten bleiben.

Es begann sehr ungünstig für die Hausherren, denn bereits in der 9. Minute gingen die Gäste in diesem Nachholspiel in Führung. Nachdem Anker-Keeper Hajo Kurth im Anschluss an eine Ecke noch glänzend pariert hatte, war er beim Nachschuss chancenlos.

Die Hausherren ließen sich von diesem Rückstand nicht verunsichern und startetet selbst gefährlich Angriffe. Doch Luis Billep und Danilo John verpassten jeweils, so dass die Hauptstädter mit einer glücklichen Führung in die Pause gingen.

Mit viel Engagement gingen die Ostseestädter auch in die zweite Hälfte, doch auch hier ein schneller Rückschlag. Einen Freistoß von der Strafraumgrenze setzte Kevin Owczarek direkt in die Maschen. Danach verteidigte die Elf von L47-Trainer Rudy Raab diese Führung geschickt. Doch die Hansestädter schnupperten dann noch einmal Morgenluft. Evgeni Pataman zog von der linken Seite gefährlich ab und sein „Kunststoß“ prallte an den langen Pfosten und von dort ins Tor. Danach verpasste Jonas Hurtig auf der Torlinie eine gefährliche Eingabe, ein Kopfball von Julian Wallenta wurde von L47-Keeper Maximilian Zunker pariert. So blieb es bis in die Nachspielzeit hinein, in der der kurz zuvor eingewechselte 47-iger Timo Schröder noch die rote Karte sah, bei der knappen Lichtenberger Führung. Aber die Anker-Crew belohnte sich nicht mehr, im Gegenteil, ein Fehler im Mittelfeld war der Ausgangspunkt für den entscheidenden Treffer zum 3:1 für die Berliner. Dadurch übernahm das Team von Trainer Rudy Raab auch die Tabellenführung von Tasmania Berlin.

Sieg gegen Schlusslicht eigentlich Pflicht

Bis auf das Nachholspiel zwischen der SG Union Klosterfelde gegen BSV Eintracht Mahlsdorf, die Partie wird am kommenden Mittwoch 19.30 Uhr ausgetragen, ist die Tabelle der Oberliga Nordost jetzt wieder „gerade“.

An diesem Sonnabend beginnen die sieben letzten Spieltage, mit zwei Landesderbies zwischen dem SV Siedenbollentin und SG Dynamo Schwerin, sowie zwischen den brandenburgischen Vertretern FSV Optik Rathenow und SG Union Klosterfelde. Für die Optiker um Ingo Kahlisch eine sehr wichtige Partie, denn Rathenow liegt im Augenblick auf dem Relegationsplatz. Auch im MV-Landesderby sind die Ausgangpositionen eigentlich klar verteilt, denn Siedenbollentin geht als Favorit in die Begegnung mit den Landeshauptstädtern.

Nach den beiden ersten Spielen der englischen Woche verzeichnet der FC Anker Wismar einen 2:0-Sieg beim TuS Makkabi Berlin und ein 1:3 gegen Lichtenberg 47. Mit der Partie gegen den FC Viktoria Berlin beenden die Hansestädter jetzt die „Berliner Woche“. Das Wismarer Team von Trainer Matthias Fink will mit einem Sieg gegen das Schlusslicht vom FC Viktoria 1889 Berlin den Abstand nach unten vergrößern und so Abschluss an das sichere Mittelfeld finden. Der F.C. Hansa Rostock II hat zuletzt eine tolle Serie gespielt. In den letzten acht Punktspielen gewannen die Rostocker sechs Mal und spielten einmal Remis. Gelingt der Elf von Christian Tiffert auch gegen Lichtenberg 47 ein Erfolg, dürften die Berliner ihre Führungsposition eventuell verlieren. Der Grund: Der Tabellenzweite Tasmania Berlin hat nämlich mit einem Heimspiel gegen den TuS Makkabi die deutlich einfachere Aufgabe. Das fünfte MV-Team, die TSG Neustrelitz, ist zu Gast beim Vorletzten Croatia Berlin und will dort den dritten Tabellenplatz mit einem Erfolg festigen.

Der 24. Spieltag (11.-12.4.2026)

FSV Optik Rathenow – SG Union Klosterfelde (Sa., 14 Uhr)

FC Anker Wismar – FC Viktoria 1889 Berlin

SV Siedenbollentin – SG Dynamo Schwerin

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S.D. Croatia Berlin – TSG Neustrelitz (So. 14 Uhr)

F.C. Hansa Rostock II – SV Lichtenberg 47

SV Tasmania Berlin – TuS Makkabi Berlin

SV Sparta Lichtenberg – Tennis Borussia Berlin

BSV Eintracht Mahlsdorf – Berliner AK 07

Die Tabelle:

1.SV Lichtenberg 472365 : 3451
2.SV Tasmania Berlin2363 : 2549
3.TSG Neustrelitz2351 : 2842
4.SG Union Klosterfelde2245 : 3138
5.Eintracht Mahlsdorf2243 : 3636
6.F.C. Hansa Rostock II2345 : 4636
7.TuS Makkabi Berlin2342 : 4234
8.SV Siedenbollentin2341 : 4533
9.FC Anker Wismar2342 : 4231
10.Sparta Lichtenberg2355 : 5630
11.Berliner AK 072340 : 5429
12.SG Dynamo Schwerin2333 : 3827
13.Tennis Borussia Berlin2336 : 4527
14.FSV Optik Rathenow2331 : 4026
15.S.D. Croatia Berlin2335 : 5618
16.FC Viktoria Berlin2333 : 8212

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