Eichholzer SV gegen 1. FC Phönix Lübeck II. Foto: Lobeca/Raasch
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Barmenia Roland Kahl

Lübeck – Am vergangenen Sonntag kam es auf dem Sportplatz Guerickestraße in der Verbandsliga-Partie zwischen Eichholzer SV und 1. FC Phönix Lübeck II zu einem Spielabbruch. Spieler beider Mannschaften wurden dabei verletzt. Einer von einem Zuschauer. Die Begegnung wurde danach nicht weitergeführt (HL-SPORTS berichtete). Der gastgebende Verein gab nun eine öffentliche Stellungnahme dazu ab. Dabei heißt es wie folgt:

„Stellungnahme des Eichholzer Sportvereins von 1948 e.V. zum Heimspiel in der Verbandsliga gegen den 1.FC Phönix Lübeck II am 1.12.2019

Bedauerlicherweise ist es am 1.12.2019 auf unserer Sportanlage in der Guerickestraße zu einem Spielabbruch gekommen. In der Presse und den sozialen Medien wurde hierüber ausführlich berichtet.

Nach den bisherigen Erkenntnissen hat sich der Sachverhalt wie folgt ereignet:

Auslöser des Vorfalls, der letztendlich zum Spielabbruch in der zweiten Spielhälfte führte, war ein Foulspiel eines Gästespielers an der Seitenlinie an unseren Spieler P. Ramm. Bei dieser Aktion ging neben den beiden Spielern auch der Schiedsrichterassistent zu Boden. Daraufhin begaben sich Spieler aus beiden Mannschaften zu den am Boden liegenden Spielern und dem Schiedsrichterassistenten. Das Spiel war danach zunächst unterbrochen. In diesem Moment stürmten auch Zuschauer beider Mannschaften hinzu. Innerhalb von Sekunden kam es zu einer Traubenbildung mit Schubsereien und verbalen Auseinandersetzungen zwischen den beteiligten Akteuren.

Die verletzten Spieler sollen dabei durch Zuschauer getreten worden sein. Das Betreten des Platzes durch die Zuschauer konnte durch den eingesetzten Ordnungsdienst nicht verhindert werden. Der Ordnungsdienst versuchte sofort die aufgebrachten Zuschauer zu beruhigen. Durch den Ordnungsdienst und die Schiedsrichter sowie einiger besonnener Teammitglieder aus beiden Reihen konnte die Situation schließlich derart beruhigt werden, dass die Schiedsrichter erwogen das Spiel fortzusetzen. Nach Befragen der Verantwortlichen beiden Mannschaften entschied der Schiedsrichter das Spiel beim Stand von 2:2 abzubrechen.

Durch den Zusammenprall wurden beide in den Zweikampf involvierte Spieler erheblich verletzt und mussten ärztlich versorgt werden. Genesungswünsche gehen nicht nur an die beiden Spieler, sondern auch an den Schiedsrichterassistenten, der sich beim Sturz verletzte. Aus unserer Sicht war der Abbruch die richtige Entscheidung. So konnten sich die Gemüter beruhigen und es wurde keine weitere Angriffsfläche für Auseinandersetzungen geboten.

Auf diesem Weg möchten wir, insbesondere gegenüber dem verletzten Spieler und dem Team des 1. FC Phönix Lübeck unser größtes Bedauern im Hinblick auf die Ereignisse vom Sonntag zum Ausdruck bringen. Die Eingriffe von Zuschauern in das Spielgeschehen und Angriffe auf Spieler werden mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln verfolgt. Wir werden alles tun was zur Aufklärung des Sachverhaltes beiträgt, und mit den eingeschalteten Behörden und dem Sportgericht zusammenarbeiten.

Der gesamte Vorstand des ESV, die Mannschaft und auch unsere Fans distanzieren sich von Gewalt in jeglicher Form. Selbstverständlich gehören zu einem Fußballspiel auch Emotionen, aber vor allem auch Fair-Play und Respekt. Gerade diese Werte sind von einigen Beteiligten auf und neben dem Spielfeld völlig ausgeblendet und missachtet worden.

Vielleicht sollten wir alle die Weihnachtszeit zum Besinnen nutzen und im neuen Jahr den Fokus wieder auf den Sport legen.

Vorstand des Eichholzer Sportvereins von 1948 e.V.“

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