SV Todesfelde schafft das Unglaubliche und schlägt VfB Lübeck in einem packenden Endspiel

Das Tor zum 1:0 von Niklas Stehnck (SV Todesfelde) mit Lennard Koth, Emanuel Bento, Marco Pajonk und Christian Rave. Foto: Fishing4/Krause

Malente – Überraschung im Uwe Seeler-Fußball-Park von Malente am Sonnabend im Landespokalfinale von Schleswig-Holstein. Der SV Todesfelde besiegte den VfB Lübeck im Endspiel mit 3:2 (1:2) und gewann den Cup zum ersten Mal überhaupt.

Niklas Stehnck (Todesfelde) trifft gegen Tommy Grupe, Nico Rieble und Torwart Lukas Raeder (VfB Lübeck) zum 1:0 ins Tor. Foto: Fishing4/Krause

VfB erholt sich nach einer halben Stunde und schlägt zurück

Traumstart für Todesfelde nach drei Minuten. Nach einer Ecke rettete Lübecks Florian Riedel einen Schuss von Henrik Sirmais, doch Niklas Stehnck (3.) stand goldrichtig und hämmerte die Kugel unter die Latte zur Führung für den Oberliga-Meister. Die Grün-Weißen kamen mit der Aggressivität der Segeberger nicht so gut zurecht. Erst nach einer Viertelstunde gab es den ersten Torschuss des Favoriten. Yannick Deichmann prüfte Keeper Fabian Landvoigt, der abtauchte und das Leder im Nachfassen sicherte. Auf der anderen Seite hatte Marco Pajonk (18.) das 2:0 auf dem Fuß, verfehlte das Lübecker Gehäuse aber aus 17 Metern. Der Drittligist begriff, dass Schönspielerei im Uwe Seeler-Fußball-Park vermutlich nicht das Erfolgsrezept sein würde und kämpfte sich langsam in die Begegnung. Prompt belohnten sie sich und Marvin Thiel (28.) traf nach Zuspiel von Mirko Boland aus halblinker Position ins lange Eck zum Ausgleich. Drei Minuten danach klingelte es wieder. Tommy Gruppe (31.) stand völlig frei vor Landvoigt nach Kopfballvorlage von Sören Lippert. Spiel gedreht – nach einer halben Stunde. Die Profis kontrollierten danach das Geschehen auf dem Platz. Die Todesfelder wirkten etwas müde, ließen dafür bis zur Pause keine weitere VfB-Chance zu.  

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Tommy Grupe (VfB Lübeck) trifft gegen Torwart Fabian Landvoigt (SV Todesfelde). Foto: Fishing4/Krause

Zwei ehemalige Lübecker drehen das Spiel

Todesfelde war nach dem Seitenwechsel wieder wach. Nach einer ereignislosen ersten Viertelstunde zu Beginn der zweiten Hälfte brachte Cedric Szymczak eine Freistoßflanke in den Lübecker Strafraum. Dort spitzelte Sirmais das Leder zu Lennart Koth (60.), der zum 2:2-Ausgleich einnetzte und früher selbst für das Team von der Lohmühle auflief. Zwei Minuten später trafen die Segeberger erneut. Der nächste Ex-VfBer schockte seine ehemaligen Kameraden. Till Weidemann (62.) drehte die Partie und markierte den 3:2-Führungstreffer. Lübecks Coach Rolf Landerl reagierte und brachte Elsamed Ramaj und Sven Mende. Deichmann hatte 20 Minuten vor dem Ende den erneuten Ausgleich auf dem Fuß. Tofe-Keeper Landvoigt hatte er schon ausgespielt, doch traf er nur das Außennetz. Bei den Grün-Weißen kam nun noch Morten Rüdiger für Thiel in die Begegnung. Der Favorit drückte nun, begriff erst viel zu spät, wie man gegen die unberechenbaren Todesfelder auftreten muss. Vielleicht sollte eine Standardsituation helfen. Riedel (75.) hatte so eine am linken Strafraumeck. Sein Schuss zog direkt auf das Tor, wo Landvoigt aufpasste und das Leder sicherte. In der 80. Minute fiel Ramaj im Duell gegen SVT-Torwart Ramaj in dessen Strafraum. Eine schnelle Entscheidung sollte Elfmeter für den Drittligisten geben… dachten alle. Das Schiri-Gespann beriet sich und der Unparteiische nahm seinen Pfiff zurück. Der Lübecker sah für seine Schwalbe noch gelb. Der Druck gegen Landvoigt und seine Kollegen nahm zu. Lübeck warf fünf Minuten vor Schluss alles nach vorne, doch selbst aus drei Metern brachte Deichmann die Kugel nicht über die Linie. Die Uhr tickte und tickte für Todesfelde – bis zum Schluss. Der Außenseiter hielt den Spielstand und holte sich nach diesem 3:2-Sieg gegen den VfB Lübeck das erste Mal den Landespokal.

Patrick Hobsch (VfB Lübeck) im Finalkampf mit Kai-Fabian Schulz (SV Todesfelde), Foto: Lobeca/Raasch

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Gegner der Segeberger ist nun in der 1. Runde des DFB-Pokal Zweitligist VfL Osnabrück.

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