
Hammoor – Am Freitagabend standen in der Kreisliga Südwest gleich vier Spiele an. Der elfte Spieltag wurde mit packenden, umkämpften und vor allem torreichen Spielen eröffnet. In Hammoor sollte es hart zur Sache gehen und bis zum Schluss spannend sein. Alveslohe feierte einen souveränen Heimsieg nach einer furiosen Anfangsphase und zudem gab es auch zwei Derbys. In Bad Segeberg sollte eine Negativserie reißen. In Hoisdorf dagegen setzte sich ein Positivtrend fort.
SG Bargteheide/Hammoor – SV Henstedt-Ulzburg 1:2 (0:1)
Das Spitzenspiel am Freitagabend stieg in Hammoor. Die SG Bargteheide/Hammoor empfing als Tabellendritter den viertplatzierten SV Henstedt-Ulzburg. Beide Mannschaften waren gut in Form und kamen mit mehreren Siegen im Rücken im Gepäck. Daher sollte dieses Duell einiges versprechen. Favorisiert waren die Gäste vom Beckersberg. Nach einem 3:3-Remis gegen Tralau und zuvor fünf Siegen in Serie waren die Segeberger voller Selbstvertrauen. Dennoch war man gewarnt vor einem Gegner, der über enorme mentale Stärke verfügt und bereits mehrere Top-Teams vor Herausforderungen gestellt hat. Henstedt-Ulzburg reiste mit einem dünnen Kader an, hatte nur wenige Optionen auf der Bank. Dennoch sollte die erste Elf gut besetzt sein. Von Beginn an waren die Gäste klar tonangebend. Man ließ den Ball laufen und versuchte immer wieder, die pfeilschnellen Außenspieler in Szene zu setzen. Die erste Möglichkeit gehörte dennoch der Heimelf, die aus einem 4-1-4-1 heraus kompakt stehen wollte und auf Umschaltmomente lauerte. Stürmer Camara zog ab, doch verfehlte das Tor um ein gutes Stück. Im Gegenzug kam der Gast zum ersten Abschluss, den Imad Laoukili allerdings verzog. Vier Minuten später versuchte er es erneut, doch für Lukas Wildner im Tor sollte dieser keine Probleme besorgen. In der 14. Minute wurde es dann einmal richtig brenzlig. Nach Balleroberung schaltete der SVHU gut um, Wildner kam raus, doch rutschte weg und dennoch sollte dieser zur Stelle sein. Die Gäste wurden zwingender auf einem sehr rutschigen Geläuf, auf dem man das hohe Tempo nur begrenzt ausspielen konnte.
Die Führung der Gastmannschaft deutete sich an, denn Oguzhan Yeni köpfte knapp am Tor vorbei und auch der auffällige Liam Rogge sollte den Ball nach starker Einzelaktion nicht einnetzen. Nach einer halben Stunde war es dann allerdings soweit. Der Ball zappelte im Netz, durch ein Eigentor von Andre Zuberbier. Dies hatte sich angedeutet, doch im Anschluss wurde die SG mutiger. Bis dato kam der Tabellendritte kaum offensiv zur Geltung, doch dies änderte sich. Arian Janke zog mal ab und Erik Kuhnert hielt erst im Nachfassen fest. Auf der Gegenseite war es Yannik Larsen, der den starken SG-Keeper forderte. In der 43. Minute sollte Kevin Saam aus spitzem Winkel erneut an Wildner scheitern, bevor Camara im Gegenzug den Ball aus kurzer Distanz nicht über die Linie bekam. Es ging mit einer 1:0-Führung der Segeberger in die Halbzeit, die hochverdient war. Sie waren klar spielbestimmend und hatten das Chancenplus, doch ein überragender Keeper der Stormarner sollte sein Team im Spiel halten. Zur zweiten Hälfte gab es Anpassungen bei der SG. Man wollte mutiger werden und nun die Stärken mehr ausspielen. Körperlich und bei ruhenden Bällen hatte die Elf von Coach Flemming Strufe Übergewicht.

Die SG Haba kam gut in die zweite Hälfte und sollte gefährlich werden. Ein Schuss landete auf der Latte und zudem sollten zwei Eckbälle für Gefahr sorgen. Der Ausgleich deutete sich an, doch mitten in dieser Phase der Stormarner fiel der zweite Treffer des SVHU. Ein schöner Spielzug, so wie es sich SVHU-Coach Keven Bostelmann vorgestellt hatte, vollendete Liam Rogge (55.) ins lange Eck. Im Anschluss war es ein sehr hart umkämpftes Spiel, in dem Bargteheide versuchte, irgendwie zu verkürzen, doch zugleich gab es gefährliche Umschaltmomente des SVHU. Saam, der seine fünfte Gelbe Karte sah, setzte sein Tempo ein, ließ den rauskommenden Wildner stehen und hatte das leere Tor vor sich, doch ein Verteidiger klärte. Die Situation war allerdings noch nicht gelöscht, denn es gab einen zweiten Versuch, den der Torhüter nicht festhielt, doch ein Stürmerfoul rettete die SG vor dem 0:3. Stattdessen gab es zwei Minuten später einen Freistoß für die Platzherren, den Jan Balandis (79.) verwandelte. Nun sollte es also nochmal spannend werden, doch drei Minuten später lag der Ball auf der anderen Seite im Tor. Saam traf, doch die Fahne ging hoch, sehr zum Ärger der Gästebank. Im Gegenzug verpasste die SG den Ausgleich, doch der Schuss ging knapp über das Tor. Auf der anderen Seite verzeichneten sowohl Saam als auch Hendi Abschlüsse, doch zweimal rettete der beste Bargteheider an diesem Abend, Lukas Wildner. So blieb es beim 2:1 für den Top-Favoriten, der weiterhin ungeschlagen bleibt und vorerst mit Tralau gleichzog. Es war ein verdienter Sieg.
Der siegreiche Coach Keven Bostelmann sagte nach dem Sieg: „Es war ein seifiger Boden, ein hartes Spiel, also viel war hier nicht möglich, weil der Rasen es nicht zugelassen hat. Der war an sich super, aber dadurch, dass er so nass war, fast unbespielbar. Technisch konnte man nicht viel machen. Wir haben die erwartete Härte bekommen, leider hat der Schiedsrichter dafür gesorgt, dass es noch härter war, als Not getan hätte. Auf beiden Seiten ist es teilweise ausgeartet, das hätte nicht sein müssen, aber Hauptsache ist, dass wir die drei Punkte geholt haben.“ Dass man das Spiel nicht frühzeitig entschieden hat, begründete er wie folgt: „Wir sind, glaube ich, manchmal einfach noch zu uncelver, denn die Chancen waren da. Wenn du am Ende fünf bis sieben Dinger nicht machst, dann geht das Vertrauen auch bisschen weg und du machst dadurch den Gegner auch wieder größer. Das haben sie dann gut gemacht, sie haben gut gekämpft und deswegen stehen sie auch da oben, weil sie eine „Mentalmannschaft“ sind.“
SG-Coach Flemming Strufe und sein Team mussten sich geschlagen geben. Zur Heimniederlage sagte er: „Wir haben wirklich gegen einen sehr starken Gegner gespielt. Vor allem in der ersten Hälfte haben sie viel schnellere Verlagerungen gespielt als auch andere Top-Teams, die nach Hammoor gekommen sind. Sie haben den Ball immer wirklich sehr schnell über ihre offensiven, schnellen Außen gespielt. Wir haben gegen den Ball gut gearbeitet, ich fand auch, dass wir nicht so viel zugelassen haben. Erste Hälfte geht noch klar an Henstedt-Ulzburg, da kann vielleicht noch ein oder zwei Tore mehr fallen, aber gerade in der zweiten Hälfte nach der Pause sind wir wirklich gut reingekommen, haben dann auch die Stärken, die wir auf dem Platz heute hatten, die Körperlichkeit, Standards, zweite Bälle, das, was häufig die Gegner gegen uns als Stärken hatten, war heute unsere und damit wurden wir gefährlich. Es ist bitter, dass wir in dem Moment dann das 0:2 kassieren. Wenn wir da den Ausgleich machen, dann wird die Partie wild und dann können wir sie auch gewinnen. Im Endeffekt muss man sagen, verdiente Niederlage, vielleicht kann Henstedt-Ulzburg auch mit zwei Toren gewinnen, weil wir am Ende aufmachen. Was man bei uns heute gemerkt hat, war, dass die Qualität ganz vorne gefehlt hat. Die fehlte uns heute leider im Kader, aber es ist keine Leistung, für die wir uns schämen müssen. Inhaltlich machen wir so weiter und ich bin mir sicher, dass wir auch gegen Top-Teams noch weitere Punkte holen werden.“
TuS Hoisdorf – SSV Großensee 4:0 (2:0)
An der Oetjendorfer Landstraße stieg am Freitagabend ein Derby. Der TuS Hoisdorf empfing den SSV Großensee und nach drei Siegen in Serie sollte die Heimelf mit Selbstvertrauen ins Spiel gehen. Der nächste Erfolg sollte her. Zu Gast war der SSV Großensee, der in der Vorwoche ein enttäuschendes Heimspiel gegen Wahlstedt bot und zuletzt massive Schwankungen in den Auftritten hatte. Auf gute Spiele mit Siegen folgten wieder Dämpfer. Diese sorgten dafür, dass man das Nachsehen hatte. Nun am Freitagabend startete Großensee besser ins Spiel. Man kam zu Möglichkeiten, doch verpasste das Führungstor. Mehrfach bekam man den Ball nicht im Tor unter. Auf der anderen Seite sollte ein Ball in den Lauf von Carlos Alonso zur Führung des TuS führen. Die Abstimmung zwischen Verteidiger und Torhüter der Gäste stimmte nicht, sechs Minuten später sollte Leif Duisberg (.) wuchtig zum 2:0 nachlegen. Bis zur Pause folgte kein weiteres Tor mehr. Meins sagte: „Kurz vor der Halbzeit müssen wir noch einen Kopfball auf der Grundlinie klären. Somit ging es in die Pause.“ Großensee lief somit einem Rückstand hinterher, trotz keiner schlechten ersten Halbzeit. Sascha Bartlakowski sagte: „Unsere Leistung in der ersten Halbzeit war noch ganz solide. Zumindest empfand ich uns ebenbürtig. Allerdings fehlt derzeit das Spielglück. Vorne lassen wir 3 gute Gelegenheiten aus, die man eigentlich machen muss, hinten laden wir den Gegner durch 2 krasse individuelle Fehler zum Toreschießen ein. Unnötig 0:2 zur Halbzeit, aber dennoch positiv gestimmt, das Ergebnis korrigieren zu können. Leider wurden wir dann eines Besseren belehrt.“
Hoisdorf nahm sich Folgendes vor: „Wir haben uns vorgenommen, in der zweiten Halbzeit unbedingt das 3:0 nachzulegen.“ Dies gelang ihnen durch Marcel Behrens (55.) und erneut Alonso (63.), die auf 4:0 erhöhten und den Deckel draufmachten. Es war der nächste Erfolg für die Heimmannschaft. Großensee enttäuschte nach der Pause und verlor somit erneut. Der Coach sagte dazu: „Über die Darbietung in den zweiten 45 Minuten werden wir definitiv intern sprechen und sicherlich auch überfällige Konsequenzen ziehen müssen. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.“ Der siegreiche Coach Achte: „Wir haben das Derby angenommen und uns belohnt mit dem Sieg. Wir haben eine super Teamleistung abgeliefert und jeder für den anderen gekämpft, besonderer Lob geht an Carlos, der ein Klasse-Spiel ablieferte. Vielen Dank an das Schiedsrichtergespann, was einen guten Job machte, und Großensee wünschen wir weiterhin viel Erfolg.“
TuS Teutonia Alveslohe – Bargfelder SV 4:2 (3:0)
Nach zwei sieglosen Spielen in Folge war das Ziel für den TuS Teutonia Alveslohe ziemlich klar. Der nächste Heimdreier sollte eingefahren werden, doch zu Gast war mit dem Bargfelder SV ein Team, das zuvor zwei wichtige Siege eingefahren hat. Daher wollte der TuS den Gegner unter keinen Umständen unterschätzen und dennoch auf jeden Fall einen souveränen Dreier eintüten. Den Weg dorthin ebnete man bereits in der Anfangsphase. Felix Burkhardt (2.) und Jonas Beckmann (8.) stellten bereits früh auf 2:0. Man hatte alles im Griff und zeigte sich enorm hungrig. Aron Kruse (11.) mit dem dritten Tor nach nicht einmal 15 Minuten sollte eigentlich schon alles klar machen. Zum ersten Durchgang sagte Alveslohe-Coach Dennis Rerop: „Wir haben eine sehr gute erste Halbzeit gespielt, wir waren unglaublich gierig und hatten ein unglaubliches Gegenpressing. Wir haben genau das umgesetzt, was wir wollten. Ich hatte das Gefühl, dass die Mannschaft sehr heiß darauf war, den Gegner zu schlagen und ein Statement zu setzen. Das hat man von der ersten Minute an gesehen. Wir haben es auch nach dem 3:0 sehr gut gemacht, waren sehr dominant und klar. Es war ein Stück weit, dass uns dann die klaren Torchancen gefehlt haben, es waren ein, zwei Eckbälle, aber keine hundertprozentigen.“ Bargfelds Torben Knuth sagte: „Wir sind in den ersten 15 Minuten von Teutonia Alveslohe brutal angelaufen worden und haben in dieser Phase überhaupt nicht richtig ins Spiel gefunden. Dadurch lagen wir sehr schnell mit 0:3 zurück.“
Diesmal wollte Alveslohe die Spannung auf jeden Fall hochhalten und das Spiel nicht, wie zuletzt, wieder aus der Hand geben. Daher war die Vorgabe für den zweiten Durchgang ziemlich klar: „Wir hatten uns vorgenommen, dass wir es genauso weitermachen, um den Sack mit dem 4:0 endgültig zuzumachen. Bargfeld hat erste Halbzeit sehr passiv gespielt, war gar nicht so richtig drin und wenn überhaupt nur körperlich aufgefallen. Zweite Hälfte war es eigentlich ähnlich, sie sind nur viel höher angelaufen, haben viel körperlich gespielt mit vielen Fouls und Unterbrechungen, was wir eigentlich von Anfang an erwartet haben, dass sie den Rhythmus brechen. Wir hatten eine Phase zwischen der 55. und 65., wo wir zu kämpfen hatten, aber diese wussten wir zu überstehen. Wir sind klar geblieben und haben uns nicht anstecken lassen. Wir haben dann auch mal einen langen Ball gespielt, wenn wir es nicht anders lösen konnten. Das war positiv.“ Jonas Ihde (74.) sollte den Sack zumachen. Es war ein schöner Spielzug, den der Angreifer vollendete. In den Schlussminuten sollte es noch zwei Elfmeter für die Stormarner geben. Tim Richter (86.) und Maurice Witte (95.) verkürzten auf 2:4, doch Spannung kam keine auf. Es war der Endstand, sodass Alveslohe den Heimdreier einfuhr.
Die Hausherren waren hochzufrieden mit dem Auftritt und dennoch gab es etwas, das Trainer Rerop störte: „Sie machen aus einer richtigen Chance, durch zwei Elfmeter zwei Tore. Das ist das, was mich etwas stört. Am Ende ist es aber egal, weil wir das Spiel auch absolut verdient und leistungsgerecht gewinnen. Die Art und Weise war über weite Strecken wieder top. Was mir besonders gefallen hat, war unser Gegenpressing und unsere Gier in vielen Situationen. Das hat mir gefallen und imponiert, weil es das ist, was ich vor dem Spiel auch angesprochen habe. Ich freue mich über den Heimsieg, bin sehr stolz auf die Jungs und hoffe, dass wir das mit in die nächsten Spiele tragen können, weil es dann auch darum geht, diese Leistung Woche für Woche zu bestätigen. Wir wollen eine kleine Serie starten und ich hoffe, dass wir jetzt in Trittau weitermachen können.“ Bargfeld sollte nach den beiden Siegen mal wieder ein Spiel verlieren. Früh war die Messe gelesen, doch der Auftritt nach dem 0:3 war für Knuth kein schlechter: „Danach hat sich unsere junge Mannschaft aber zunehmend gefangen. Besonders in der zweiten Halbzeit waren wir richtig gut im Spiel, haben die Zweikämpfe angenommen und konnten die Partie deutlich ausgeglichener gestalten. Mitten in unsere beste Phase hinein kassierten wir in der 74. Minute nach einem Konter leider das 0:4. Was mir aber besonders gefallen hat: Die Mannschaft hat sich zu keinem Zeitpunkt aufgegeben. Wir haben bis zum Schluss weitergemacht und uns in den Schlussminuten mit zwei Treffern zum 2:4 belohnt. Natürlich hätten wir uns ein anderes Ergebnis gewünscht. Aber gerade die Reaktion nach dem schwierigen Beginn und die Moral, die diese junge Mannschaft gezeigt hat, nehmen wir positiv mit.“
SV Eintracht Segeberg – Leezener SC 2:3 (0:2)
Bereits zum zweiten Mal in dieser Saison sollte der SV Eintracht Segeberg auf den Leezener SC treffen. Im Pokal schied die Eintracht bereits mit 1:4 aus, doch nun im Ligaspiel sollte man favorisiert sein. Der LSC kam mit alles andere als einer breiten Brust, denn in den vergangenen Wochen gab es kaum Punkte. Gegen Hoisdorf wurde eine 3:0-Führung sogar komplett verspielt, sodass man verlor. Dennoch steckte man die Köpfe nicht in den Sand. Man wollte weitermachen und hatte Vertrauen in sich selbst. Dies zahlte sich am Freitagabend aus, denn ausgerechnet im Derby endete die Sieglosserie. Segeberg war spielbestimmend und Leezen stand tief und fokussierte sich aufs Kontern. Dies erwies sich als erfolgreiches Mittel, denn nach wenigen Minuten traf bereits Tobias Neumann (5.). Dies spielte sie gut aus, sodass es für die Eintracht, die drei der ersten vier Heimspiele verlor, nicht gerade einfacher werden sollte. Sie machten das Spiel und der Gegner ließ kaum etwas zu und lauerte auf Fehler des Gegners. Dies sollte sich als erfolgreich herausstellen, denn die Platzherren kamen bis zum Sechzehner, doch fanden dann kein Durchkommen. Kurz vor dem Pausenpfiff erhöhte Thore Hahn (43.) für den LSC, sodass die Aufgabe der Heimelf nicht einfacher wurde.
Im zweiten Durchgang wurde man allerdings etwas zielstrebiger und kam zu mehr Gelegenheiten. Ein Standard sollte allerdings durch Marcel Bennsen (80.) vollendet werden, sodass Leezen auf 3:0 erhöhte. Nun war die Messe eigentlich gelesen, doch der SV Eintracht kam zurück. Adrian Rupsch (81.) und Chris Hagemann (91.) stellten auf 2:3 und der LSC musste nochmal richtig zittern, doch der Ausgleich blieb aus. Nach 93 Minuten beendete der Schiedsrichter die Partie und der erste Sieg seit langer Zeit war perfekt. Der SV Eintracht bleibt zu Hause weiterhin unglücklich. Trainer Mark Galander sagt: „Leezen ist offenbar unser Kryptonit. Sie nutzen unsere Stellungsfehler und Fehlpässe eiskalt aus. Machen es in ihrer Hälfte gegen den Ball immer sehr gut. Schalten dann schnell um und machen so die Tore. Dabei sind unsere Ansätze oft gut, am Sechzehner war dann allerdings in der ersten Halbzeit Schluss. In der zweiten Halbzeit spielen wir quasi auf ein Tor, ab und an unterbrochen von einem Konter. Ein Standard entscheidet vermeintlich das Spiel, aber im Gegenzug nutzen wir dann endlich mal einen Steckpass zum Anschluss. Das zweite Tor ist ein Freistoß und wir sind weiter komplett am Drücker. Wie der Schiedsrichter nach Zeitspiel auf drei Minuten Nachspielzeit kommt, bleibt sein Geheimnis. Daran lag die Niederlage nicht, passt aber zu unseren Heimspielen momentan.“ LSC-Coach Phil Paustian sagte: „Wir haben gegen eine Mannschaft gespielt, die wir schon kannten. Wir wussten, dass sie in der Offensive sehr gute Qualitäten haben, aber auch, dass sie durch ihren hohen Spielaufbau sehr konteranfällig sind und darauf haben wir uns vorbereitet und immer wieder die Konter genutzt, um zu Tormöglichkeiten zu kommen. Dazu haben wir im tiefen Block gut gestanden, weitestgehend alles wegverteidigt. Endlich ist der Knoten geplatzt und ein Spiel für uns entschieden gegen einen guten Gegner. Endlich wurde unser Aufwand belohnt, das haben sich die Jungs verdient, auch durch die Arbeit im Training. Ich bin stolz auf die Jungs, dass sie die Krise so bewältigen, und das können sie auch sein.“








