
Lübeck – Drei Monate nach den internen Ausschreitungen zwischen zwei Fangruppen scheint nun ein zweites Mal Bewegung in den Schlichtungsprozess zu kommen. Die zerstrittenen Seiten sollen sich am heutigen Donnerstag (11.6.) zusammen mit verschiedenen Gremien des VfB Lübeck treffen. Hinzu kommen zwei weitere Anhängerschaften, die bisher in den Krach nicht involviert waren und ebenfalls dazu beitragen sollen, wie es in der Pappelkurve zur neuen Saison weitergehen soll.
Was war passiert?
Der bisherige Höhepunkt des Streits gipfelte im vergangenen März, als Teile von „Ultra Kollektiv Lübeck (UKL)“ zusammen mit einer Hamburger Ultragruppierung hinter der Tribüne die „Halunken“ angriffen. Dabei wurden auch Unbeteiligte verletzt. Seitdem herrscht Eiszeit bei den Grün-Weißen. Davor standen beide zusammen in der Pappelkurve, feuerten die Mannschaft gemeinsam an. Das war einmal.
Der Verein reagierte und schloss die Fankurve für alle. Ein leerer Block bis zum Saisonende und auch bei überwiegenden Auswärtsspielen waren grün-weißen Flaggen nicht mehr zu sehen.
Danach traf man sich online in einem Videochat, tauschte sich mit dem Vorstand aus (HL-SPORTS berichtete). Der Ehrenrat wurde eingeschaltet und der ist nun an der Reihe. Natürlich versucht man den Termin unter dem Deckel zu halten, dennoch scheint heute ein großes Treffen stattzufinden. Mit dabei auch „Boys United“ und die „Vitalienbrüder“, zudem soll der Club selbst Vorstand und Aufsichtsrat auffahren. Dass es eine schnelle Lösung gibt, ist nicht zu erwarten, doch zumindest dürfte es ein Anfang sein.
Bildquellen
- Pappelkurve: Lobeca/Vivian Pfaff
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