Foto: Lobeca/Raasch

Lübeck – Am Freitagabend geht es in der Verbandsliga Süd-Ost endlich wieder um Punkte. Nach etlichen Test- und Pokalspielen eröffnen der SC Rapid und der SV Hamberge die neue Saison. Was wird diese neue Saison bringen? HL-SPORTS befragte Vereinsverantwortliche zum Titelfavoriten, zum Stand der Vorbereitung/aktuellen Form und den eigenen Zielen für die kommende Spielzeit sowie zur Verfügbarkeit des Kaders vor allem in Hinsicht auf vorhandene Langzeitverletzte. In drei Teilen werden die Antworten der Vereine zusammengestellt. Im ersten Teil kommen die Verantwortlichen von VfL Oldesloe, SV Azadi, TSV Neustadt und SC Rapid zu Wort.

VfL Oldesloe

Björn Kuhlenkamp (Trainer): „Ich sehe die Topteams aus dem Vorjahr Grönau, Rapid und Sarau/Bosau ganz oben, traue aber auch unseren Mitaufsteigern Azadi, Trittau und vor allem Ratzeburg zu, Top-Platzierungen zu erreichen oder vielleicht sogar durchzumarschieren.

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Die Vorbereitung war von der Urlaubszeit geprägt. Nach und nach müsste nun jeder pandemiebedingt ausgefallene Urlaub nachgeholt sein. Zudem haben wir im Amateurfußball mit kurzfristigen Absagen umzugehen. Corona-Infektionen bleiben bei all dem ein steter Begleiter. Vieles mussten wir deshalb mehrmals ansprechen. Mit dem ersten Spieltag ist die Vorbereitung also noch nicht abgeschlossen. Wir haben im regulären Trainingsbetrieb noch Themen nachzuholen. Am ersten Spieltag werden wir unser bestmögliches Leistungsniveau sicherlich noch nicht erreicht haben.

Wir wollen uns in der Liga etablieren und beweisen, dass wir hierher gehören. Um den Klassenerhalt sicher zu erreichen, wollen wir einen einstelligen Tabellenplatz erreichen.

Till Könneker wird mit Kreuzbandriss noch eine Weile ausfallen. Außerdem stehen uns Sven Lübben und Leander Szymczak aus beruflichen Gründen für weite Teile der Hinrunde nicht zur Verfügung. Wir haben aber vorgesorgt, den Kader breit aufgestellt und im Zweifelsfall auch noch Stand-by-Spieler in der Hinterhand. Außerdem haben wir in den letzten Wochen immer mal Probespieler im Training gehabt. Es kann also durchaus sein, dass wir nochmal nachlegen.“

SV Azadi

Dirk Kohlmann (Trainer): „Favoriten sind für mich Rapid oder Pönitz.

Die Vorbereitung verlief sehr durchwachsen. Mitten in die Vorbereitung fiel der Trainerwechsel. Einige Urlauber standen in der Vorbereitung nicht zur Verfügung, das technisch/taktische Training ist deshalb noch längst nicht abgeschlossen. Körperlich sind die Spieler, die seit dem ersten Trainingstag dabei sind, dank unseres Athletiktrainers Uwe Prüßmann auf einem guten Level.

Unser Saisonziel ist ganz klar der Klassenerhalt! Stand jetzt – eine Woche vorm Punkspielstart – sind wir bei etwa 70 Prozent unseres Leistungsvermögens.

Einen Langzeitverletzten haben wir mit Faruk Dogan (Kreuzbandriss), er steht frühestens zur Rückrunde zur Verfügung.“

TSV Neustadt

Tony Böhme (Trainer): „Als Favorit auf die neue Saison sehen wir Rapid klar auf Meister-Kurs. Rapid hat sich super gezielt verstärkt mit wirklichen Granaten. Zur engeren Auswahl zählen wir natürlich auch Sarau, Pönitz und Ratzeburg, die als Aufsteiger auch sicher eine tragende Rolle dieses Jahr spielen werden.

Das letzte Testspiel gegen Bad Schwartau war sehr positiv für uns, im Pokal der Sieg gegen Heringsdorf auch, wo die Jungs wirklich ansehnlichen Fußball gespielt haben. Wir freuen uns jetzt, dass die Saison wieder los geht und der Ball endlich wieder um Punkte rollt.

Unser Saisonziel ist klar der Klassenerhalt, auf welchem Rang wäre uns egal, Hauptsache überm Strich.

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Leider haben wir mit Schubert (Kreuzband) und Weidenthal (Bänderriss) zwei Langzeitverletzte, nichtsdestotrotz werden diejenigen, die da sind, alles geben für die Mannschaft und den Verein.“

SC Rapid

Christian Arp (Trainer): „Ich erwarte Ratzeburg, Sarau, Pönitz oder uns oben. Die Liga ist im allgemeinen in der Breite stärker geworden, zum einen durch gute Transfers bei den etablierten Vereinen, zum anderen durch die starken Aufsteiger wie Trittau, Ratzeburg oder Azadi, die auch jeden schlagen können.

Wir sehen die Vorbereitung tatsächlich wie eine Vorbereitung – ohne Ergebnishetze – und probieren viel aus, gerade im taktischen Bereich. Und da bin ich zwar nicht mit allem zufrieden, aber das positive überwiegt auf jeden Fall. Wir haben einen guten Mannschaftsgeist und das ist und bleibt bei uns immer die Basis. Die Neuzugänge haben sich durchweg toll bei uns eingefügt. Allerdings hoffe ich, dass in Zukunft nicht auch noch Festivals von Montag bis Donnerstag angeboten werden.

Unser Saisonziel ist der Aufstieg und ich bin davon überzeugt, dass wir alle Zutaten dafür im Köcher haben, wie beispielsweise eine sehr starke Breite im Kader. Allerdings weiß ich nach 45 praktischen Jahren im Fußball auch, was man für einen Aufstieg leisten muss beziehungsweise dass viele kleine Rädchen ineinander greifen müssen. Es wird sehr schwer in einer für mich sehr starken Verbandsliga, wo es mehrere Vereine gibt, die nicht um die goldene Ananas spielen möchten und nicht umsonst einen gewissen Aufwand betreiben. Aber wir nehmen die Herausforderung gerne an.

Bisher haben wir einen Leistenbruch bei Zimmermann und Knieprobleme bei Ohde, der diese Woche seinen MRT-Termin hat. Dazu zwei, drei „Vielurlauber“, die nach vielen verpassten Einheiten erstmal wieder heran geführt werden müssen.“

Wer ist euer Favorit in der Verbandsliga Süd-Ost 2022/2023?

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Bildquellen

  • lobeca_26056_michael_raasch_20190825: Lobeca/Raasch
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