
Lensahn – Der letzte Spieltag der Hinrunde steigt am kommenden Wochenende in der Kreisliga Südost. Bereits am Freitagabend eröffnet die SG Insel Fehmarn in Preetz, bevor es an den beiden Folgetagen munter weitergeht. Dann stehen packende Duelle an, in denen es enorm spannend wird. Im Fokus steht dabei ein Topspiel in Lensahn, doch auch im Tabellenkeller wird es interessant.
SV Kirchbarkau – FSG Saxonia (Sa., 14 Uhr)
Der SV Kirchbarkau hatte am vergangenen Wochenende spielfrei, denn der Rasen in Bösdorf war nicht bespielbar. Daher konnte sich noch etwas länger auf den letzten Hinrundenspieltag vorbereitet werden. An diesem begrüßt man die FSG Saxonia, die in guter Form ist. Zehn von möglichen zwölf Punkten wurden zuletzt eingefahren, sodass man sogar ungeschlagen blieb. Jüngst gab es allerdings eine längere Pause, denn das Spiel gegen Göhl/Oldenburg wurde nach einer halben Stunde abgebrochen und die Partie gegen Lensahn fand nicht statt wegen Unbespielbarkeit des Platzes. Nun wartet ein Gegner, der zuletzt drei Siege holte und in Preetz einen starken Auftritt hinlegte. Trotz Unterzahl reiste man mit den vollen drei Punkten zurück. Dabei sollte Kapitän Luis Schröder allerdings die Rote Karte sehen, sodass er nun fehlt.
SC Cismar – TSV Lütjenburg (Sa., 14 Uhr)
Der SC Cismar war zuletzt kurz davor, einen späten Punkt bei der SG Göhl/Oldenburg einzufahren. Nach dem 1:2 durch Linus Munzel folgte in der Nachspielzeit der vermeintliche Ausgleich, doch der Treffer wurde nach langer Diskussion zurückgenommen. So gab es am Ende doch die Niederlage der Grömitzer, die zweite in Folge. Seit nun schon vier Spielen ist man an der Gildestraße wieder ohne Sieg, sodass derzeit Platz elf belegt wird. Nun ist das Ziel ganz klar, denn gegen das punktlose Schlusslicht aus Lütjenburg muss gepunktet werden. Unterschätzen darf man dieses allerdings keineswegs.
Co-Trainer Daniel Temme sagt vor dem Heimspiel: „Am kommenden Spieltag wartet mit dem Heimspiel gegen Lütjenburg eine Aufgabe, die keineswegs auf die leichte Schulter genommen werden darf. Die Marschroute ist dabei klar: Vor heimischer Kulisse sollen die nächsten drei Punkte eingefahren werden. Dafür wird es allerdings eine geschlossene Mannschaftsleistung und die nötige Konsequenz über die gesamte Spielzeit brauchen. Gerade gegen Mannschaften aus dem unteren Tabellenbereich haben wir uns zuletzt immer wieder schwergetan. Auch Lütjenburg ist ein Gegner, der unangenehm zu bespielen ist und uns alles abverlangen wird. Umso wichtiger wird es sein, von der ersten Minute an präsent zu sein, die Zweikämpfe anzunehmen und mit der richtigen Einstellung auf den Platz zu gehen. Denn genau diese wird am Ende ein entscheidender Faktor sein. Personell gibt es im Vergleich zu den vergangenen Wochen erfreuliche Nachrichten, denn die Situation hat sich etwas entspannt. Zwei gesperrte Spieler werden zwar fehlen, dennoch bieten sich wieder mehr Möglichkeiten für die Aufstellung. Jetzt gilt es, die Voraussetzungen auf dem Platz in Leistung umzusetzen. Die Aufgabe ist klar, das Ziel ebenso: Mit Leidenschaft, Konzentration und dem nötigen Willen sollen die drei Punkte im eigenen Stadion bleiben.“
Eutin 08 II – SV Großenbrode (Sa., 16 Uhr)
Für Eutin 08 II war es zuletzt eher ein ernüchterndes Spiel beim SV Rickling. Nach einem 1:3-Rückstand sollte eine späte Druckphase sowie ein starker Lennard Jakubenko, der doppelt traf, noch einen Punkt retten. Hinzu kam eine Hundertprozentige, die nicht den Weg ins Tor fand, sodass es nur mit einem Punkt zurück in die Kreisstadt ging. Wie man diesen einordnen soll, fiel den Eutinern nach Abpfiff schwer, doch klar ist auch, dass nun am Sonnabend direkt die nächste Chance wartet, dieses Remis zu vergolden. Dann begrüßt man den SV Großenbrode, ein Team, das hinter ihnen in der Tabelle steht und auf das der Abstand vergrößert werden soll. Dazu benötigt die Mannschaft von Florian Schumacher eine Leistung wie in den vergangenen Wochen, als der Trend klar nach oben zeigte. Zuletzt war dies eher nicht mehr ganz so der Fall, denn seit bereits drei Spielen wartet man wieder auf einen Sieg. Der Cheftrainer der 08er sagt: „Das letzte Spiel der Hinserie steht an. Nach zuletzt zwei Unentschieden wollen wir zuhause drei Punkte holen. Natürlich kennen wir Großenbrode und werden vorbereitet sein, aber wir müssen weiterhin auf uns gucken.“
Für den SV Großenbrode gilt es, nach sieben Spielen ohne Sieg endlich mal wieder dreifach zu punkten. Nur einen Zähler holte die Mannschaft von Peter Thomm in diesem Zeitraum, sodass es nicht so richtig Entlastung im Abstiegskampf gibt. Dabei waren auch Auftritte nicht alle schlecht, die der Aufsteiger von 2025 bot, denn auch wenn es jüngst eine deutliche Pleite gegen Dersau/Kalübbe zu verkraften galt, sollte es ein Auftritt sein, der Mut machte. Nun geht es nach Eutin, wo ein Team wartet, gegen das es in der Vergangenheit noch nichts zu holen gab. Daher geht Großenbrode als klarer Außenseiter ins Spiel. Trainer Thomm sagt: „Ich bin etwas verwundert, dass Eutin so relativ weit unten, bei uns in der Nähe steht. Nichtsdestotrotz ist es ein absolut starker Gegner. Die Mannschaft gehört da nicht hin und dementsprechend erwartet uns ein ganz schweres Auswärtsspiel am Samstag, das wir natürlich versuchen wollen, positiv zu gestalten. Ich habe noch ein paar Fragezeichen, aber alles in allem habe ich eine gute Truppe zusammen. An der Einstellung von letzter Woche wollen wir nun anknüpfen und auch mal ein Erfolgserlebnis sammeln. Das wäre schön, wenn wir das mal hinbekommen. Irgendwann ist es mal so weit, wir geben unser Bestes und werden in Eutin alles dafür tun, um mit etwas Zählbarem nach Hause zu fahren.“
TSV Gremersdorf – SV Rickling (Sa., 16.30 Uhr)
Der TSV Gremersdorf musste sich am vergangenen Wochenende beim TuS Tensfeld geschlagen geben. Offensiv ging zu wenig und die personellen Ausfälle wogen einfach zu schwer. Insbesondere Lennart Petersen konnte im Mittelfeld nicht ersetzt werden. Nun gilt es, wieder ein anderes Gesicht zu zeigen und dazu freut man sich am Bankendorfer Weg über einige Rückkehrer. Zu Gast ist der SV Rickling, ein Team aus dem Tabellenkeller, das keineswegs unterschätzt werden darf. Das 3:3-Remis gegen Eutin war ein Achtungserfolg des Aufsteigers. Der Verbandsligaabsteiger geht also mit großem Respekt in das kommende Spiel. Christian Ippig sagt: „Die Personallage hat sich entspannt und wir können endlich mal wieder den Kader gut besetzen. Ich rechne mit einer sehr defensiv ausgerichteten Ricklinger Mannschaft. Darauf werden wir eingestellt sein. Die letzten Ergebnisse von Rickling zeigen, dass sie in der Klasse angekommen sind. Dies muss uns bewusst sein. Wir werden Rickling nicht unterschätzen und wollen das Spiel bestimmen. Zusätzlich müssen wir auch effektiv in den Abschlüssen sein.“
TSV Lensahn – SG Göhl/Oldenburg (So., 12 Uhr)
Das Topspiel des 15. Spieltags steigt am Sonntag im Jahnstadion. Der TSV Lensahn empfängt die SG Göhl/Oldenburg, sodass zwei der formstärksten Teams der Liga sich duellieren. Der TSV führt derzeit die Liga an und ist nun schon seit fünf Spielen ungeschlagen. Diese wurden allesamt gewonnen und dabei 27 Treffer erzielt. Die qualitativ hochkarätig besetzte Truppe aus Lensahn kam immer mehr ins Rollen, sodass sie für nicht wenige der neue Top-Favorit sind. Doch das kommende Spiel gegen die SGGO ist alles andere als ein Selbstgänger. Lensahns Vadim König sagt: „Am Sonntag empfangen wir bei uns zu Hause ein sehr junges, aber ebenso hungriges Team. Ob mit oder ohne Verstärkung aus der Oberligamannschaft, erwartet uns ein spiel- und laufstarker Gegner, der versuchen wird, uns mit viel Offensivdrang und spielerischen Mitteln vor Probleme zu stellen. Uns ist natürlich bewusst, dass die SG ein Auge auf unseren Platz an der Sonne geworfen hat und den Abstand zu uns verkürzen möchte. Doch unsere Jungs haben trotz des spielfreien Wochenendes sehr konzentriert und engagiert trainiert. Man merkt der Mannschaft deutlich an, dass sie richtig Lust auf das nächste Derby hat und alles daransetzen wird, unseren Vorsprung weiter auszubauen. Erfreulicherweise können wir nahezu aus dem Vollen schöpfen und haben damit beste Voraussetzungen, unseren Matchplan auf den Platz zu bringen. Wir sind bereit für das Derby und wollen alles dafür tun, dass wir auch nach dem Wochenende weiterhin vom Platz an der Sonne auf die Konkurrenz herabschauen können.“
Die SG Göhl/Oldenburg gewann die vergangenen fünf Spiele ebenfalls allesamt und hat dabei für eine Menge Torgefahr gesorgt. Die Offensive kam richtig ins Rollen und Topspiele wie gegen Bösdorf/Malente wurden souverän gewonnen. Gegen die SG gab es sogar einen 9:0-Erfolg und somit einen Achtungserfolg. Zuletzt sollte es gegen den SC Cismar ein hartes Stück Arbeit sein, denn die Chancenverwertung war durchwachsen, sodass bis zum Ende gezittert wurde. Nun muss man konsequenter vor dem Tor sein, wenn die beste Heimmannschaft der Liga wartet. Alle Spiele im Jahnstadion gewann diese. Auf Oldenburg wartet nun ein großer Rasenplatz und somit das Gegenteil zum eigenen Kunstrasen. Vor dem Spiel am Sonntag sagt Trainer Mario Markmann: „Am Sonntag beim Tabellenführer. Lensahn hat zuhause alles gewonnen. Die spielen schon eine sehr gute Saison bisher. Das kann ein interessantes Spiel werden. Aber das sind genau die Spiele, auf die die Jungs Lust haben. Beide Teams sind offensiv sehr gut unterwegs. Es wird darauf ankommen, wer die gegnerische Offensive besser in den Griff bekommt. Am Ende entscheiden sich solche Spiele nach der Tagesform. Wir wollen die Liga interessant halten und dafür müssen wir die Intensität, die wir gerade im Training haben, am Sonntag auf den Platz bekommen. Stand jetzt stehen bei uns alle Spieler am Sonntag zur Verfügung.“
TuS Tensfeld – TSV Dannau (So., 15 Uhr)
Die Erleichterung war groß beim TuS Tensfeld, als es am vergangenen Wochenende nach Wochen ohne Sieg mal wieder drei Punkte gab. Gegen den TSV Gremersdorf belohnte sich der TuS mit einem 2:1-Sieg für eine zuletzt aufsteigende Form und einen guten Auftritt. Nun gilt es allerdings, nachzulegen. Man geht als klarer Favorit ins Rennen, wenn der TSV Dannau als Aufsteiger gastiert. Dieser verlor zuletzt deutlich auf Fehmarn, doch machte es im ersten Durchgang aus einem tiefen Block wirklich gut. So soll es nun erneut sein, doch im Duell gegen eine Mannschaft, ebenfalls aus der unteren Tabellenhälfte, braucht es auch mehr Mut. Für die Segeberger ist es eine große Chance, denn nach vier Punkten aus zwei Spielen könnte nun das dritte ungeschlagene folgen. Vor dem Spiel am Sonntag sagt Trainer Christoph Hinz: „Wir wissen, dass Dannau bisher keine einfache Saison hat. Aber daraus abzuleiten, dass es für uns ein einfaches Spiel wird, wäre der völlig falsche Ansatz. Sie haben durchaus gezeigt, dass sie Mannschaften vor Probleme stellen können. Deshalb werden wir es genauso angehen wie jedes andere Spiel auch. Für uns geht es darum, an die Leistung vom vergangenen Wochenende anzuknüpfen. Wir wollen wieder geschlossen auftreten, unser Spiel durchbringen und natürlich die drei Punkte holen. Personell bleibt die Situation leider angespannt. Das Verletzungspech reißt momentan einfach nicht ab. Trotzdem haben wir genügend Qualität in der Mannschaft, um auch diese Situation zu lösen. Entscheidend ist, dass wir unabhängig davon, wer auf dem Platz steht, als Mannschaft funktionieren.“
Der 15. Spieltag
FT Preetz – SG Insel Fehmarn (Fr., 19 Uhr)
SV Kirchbarkau – FSG Saxonia (Sa., 14 Uhr)
SC Cismar – TSV Lütjenburg
Eutin 08 II – SV Großenbrode (16 Uhr)
TSV Gremersdorf – SV Rickling (16.30 Uhr)
TSV Lensahn – SG Göhl/Oldenburg (So., 12 Uhr)
TuS Tensfeld – TSV Dannau (15 Uhr)








