Topspiel in Großensee – Besonderes Duell für Alveslohe am Kuckucksberg

Neun Spiele in zwei Tagen in der Kreisliga Südwest

Am achten Spieltag kommt es zu packenden Duellen. Eines davon steigt in Großensee, wo der Tralauer SV gastiert. Foto: Carolin Moses/Tralauer SV
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Möhnsen – Am Wochenende steigt bereits der achte Spieltag in der Kreisliga Südwest. Dabei kommt es anders als zuletzt zu allen neun Spielen. Überall rollt der Ball, sodass man sich wieder auf einige spannende Partien freuen darf. In Möhnsen kommt es beispielsweise zu einem besonderen Spiel für Gästetrainer Dennis Rerop. Zudem steigt in Großensee ein Topspiel.

SV Henstedt-Ulzburg – TSV Trittau II (Sa., 14 Uhr)

Der Top-Favorit SV Henstedt-Ulzburg kam zuletzt immer mehr ins Rollen. Nach schwachem Start fuhren die Segeberger zuletzt drei Siege in Serie ein. Dabei sah es personell gar nicht mal so gut aus und dennoch machte es die Truppe wirklich sehr gut. Neun von neun Punkten sowie 13:1-Tore sind genau das, was man sich vorgestellt hat. Allein elfmal traf Henstedt-Ulzburg in den vergangenen beiden Spielen. Nun soll genau daran angeknüpft werden, wenn mit dem TSV Trittau II ein Gegner aus dem unteren Tabellendrittel anreist, der allerdings erst vier Spiele absolvierte. Trainer Keven Bostelmann warnt vor den Stormarnern: „Mit Trittau II erwartet uns ein alter Bekannter. Wir haben zwar vergangene Saison beide Spiele gewonnen, aber leicht war keines davon. Trittau hat uns zweimal richtig gefordert – genau das erwarten wir auch diesmal. Die Mannschaft steht aktuell zwar weiter unten in der Tabelle, versteckt sich aber keineswegs. Im Gegenteil: Sie will Fußball spielen, sich wehren und uns vor Aufgaben stellen. Genau solche Spiele machen uns Spaß, und deshalb freuen wir uns riesig auf die Partie. Was wir im Vergleich zur letzten Woche besser machen wollen, ist unsere Konsequenz und unser Fokus. Durch die Regenerationseinheiten konnten wir trotz unseres weiterhin kleinen Kaders etwas frische Kräfte sammeln. Jetzt wollen wir noch aggressiver auftreten, schneller durch die Ketten spielen und mit schnellen Verlagerungen den Gegner auseinanderziehen. Personell bleibt die Situation angespannt. Wieder haben wir mehr Absagen als Zusagen. Aber die letzten beiden Wochen haben gezeigt, dass uns das nicht aus der Bahn wirft. Wir haben beide Spiele mit insgesamt 11:1 Toren gewonnen. Das zeigt, dass jeder, der bei uns im Kader steht, seine Berechtigung hat und individuelle Qualität mitbringt, um Spiele zu entscheiden. Unser Ziel ist deshalb klar: Wir wollen die nächsten drei Punkte einsacken – und danach mit ordentlich Rückenwind ins Derby gegen Alveslohe gehen.“

Der TSV Trittau II steht bei vier Punkten aus den ersten vier Spielen und hat daher gemischte Gefühle nach dem Saisonstart. Der Punktgewinn gegen Alsterland sowie der 5:1-Achtungserfolg gegen Leezen waren überzeugend und sorgten für große Zufriedenheit beim Trainerteam. Die Pleiten gegen Hoisdorf und Sülfeld allerdings weniger. Die Aufgabe am Sonnabend wird nun eine ganz schwierige, doch gegen die Top-Teams machte man bisher eine gute Figur. Trainer Sören Metzner sagt vor dem Auswärtsduell: „Zu dem Sieg gegen Leezen gibt es nicht viel zu korrigieren. Wir müssen von der Aggressivität und Spiellaune genau daran wieder anpassen müssen, wie wir es dort gemacht haben. Dann bin ich sehr positiv gestimmt, dass wir ein vernünftiges Ergebnis erzielen können. Leider sind wir nun auf der Torwartposition angeschlagen, da alle Stammkeeper ausfallen. Das ist natürlich ein ganz schwerer Dämpfer. Uns erwartet eine junge, dynamische und gut fußballspielende Truppe, die bisschen schwer reingekommen und sich nun auch gefangen hat. Vor dieser habe ich großen Respekt, sodass sie der klare Favorit in dieser Partie sind. Ich halte von ihrer Qualität sehr viel und da heißt es für uns einfach kämpfen, fighten, gegenhalten und komplett ans Limit zu gehen. Personell sieht es ganz gut aus, die Torwartposition ist so das Einzige, was nicht gut ist. Ansonsten kann man selbstbewusst hinfahren und gucken, was drin ist.“

Leezener SC – SG Bargteheide/Hammoor (Sa., 15 Uhr)

Der Leezener SC hat zuletzt ein richtig starkes Spiel gemacht und beim Tralauer SV an einem nicht unverdienten Punktgewinn geschnuppert. Bis in die Schlussminuten schien es ein 2:2-Unentschieden zu geben, doch dann wurde doch noch der bittere Gegentreffer kassiert. Nun soll an der Leistung angeknüpft und sich auch belohnt werden, denn mit Blick auf die Tabelle kommt die nächste richtig schwere Aufgabe an die Hamburger Straße. Die SG Bargteheide/Hammoor ist zu Gast und diese peilt ganz klar den nächsten Dreier an. Fünf der vergangenen sechs Partien haben die Stormarner für sich entschieden, sodass sie die Überraschungsmannschaft der ersten Wochen sind. Es gab Siege gegen Wahlstedt oder auch Alsterland, die wirklich Ausrufezeichen waren. Dabei sollte es vor allem gegen den Ball sehr überzeugend sein, denn aus einer stabilen Defensive heraus kam die SG zum Erfolg. Trainer Flemming Strufe sagt vor dem Spiel am Sonnabend beim LSC: „Wir wollen an die letzten Wochen anknüpfen, vor allem an unsere Laufbereitschaft, Zweikampfführung und den Zusammenhalt. Gleichzeitig haben wir zuletzt auch mit Ball einen Schritt gemacht und wollen weiter ruhig und kontrolliert spielen. Leezen hat gegen Tralau und zuletzt auch im Pokal gezeigt, dass sie sehr unangenehm sind, gerade im Umschalten, bei langen Bällen und Standards. Deshalb erwarten wir ein intensives Spiel. Personell haben wir zwar ein paar Ausfälle, sind insgesamt aber vergleichsweise gut aufgestellt und können auf einen breiten Kader zurückgreifen.“

SV Sülfeld – SV Wahlstedt (So., 14 Uhr)

Der SV Sülfeld hat nach dem zwischenzeitlichen Hoch mit zwei Siegen gegen Bargfeld und Trittau II zuletzt nicht wirklich daran anknüpfen können. Es gab gleich drei Niederlagen sowie 13 Gegentreffer, sodass sich früh wieder tief unten im Keller wiedergefunden wurde. Als Tabellenzwölfter geht der Aufsteiger nun in das achte Saisonspiel. Sechs Punkte wurden eingefahren insgesamt, doch ansonsten wurden schon fünf Partien verloren. Zuletzt in Bargteheide war es ein phasenweise guter Auftritt. Man hatte gute Ansätze und war vor allem nach dem Seitenwechsel gut im Spiel, denn dort wurden die Segeberger erst so richtig mutig. Ansonsten sollten drei Gegentore innerhalb kürzester Zeit für die Entscheidung sorgen. Nun gastiert der SV Wahlstedt, der über hohe Qualität verfügt. Sülfelds Birger Broening sagt vor dem Spiel: „Wir freuen uns auf das Heimspiel gegen eine weitere Top-Mannschaft der Liga. Die Voraussetzungen sind personell leider nicht ganz ideal, da uns durch Urlaub, Verletzungen und Krankheit einige Spieler fehlen werden. Trotzdem wissen wir, was uns erwartet und was wir auf den Platz bringen müssen. Egal, wer am Ende für uns auf dem Rasen steht: Wir wollen von der ersten Minute an Energie zeigen, mutig auftreten und Wahlstedt vor Probleme stellen. Ob uns das gelingt, werden die 90 Minuten zeigen. Wir freuen uns jedenfalls auf die Aufgabe und wollen zu Hause alles dafür geben, etwas mitzunehmen.“

Der SV Wahlstedt hat etwas wiedergutzumachen. Am vergangenen Sonntag gab es die erst zweite Saisonniederlage und diese war absolut vermeidbar. Nach nicht einmal einer halben Stunde führte man mit 4:0 gegen die FSG Alsterland. Es war eine klare Angelegenheit und eigentlich schon die Vorentscheidung. Nach der Pause sollte es allerdings eine erschreckende Darbietung der Hausherren sein, die diese Führung tatsächlich aus der Hand gaben und mit 4:5 verloren. Nun in Sülfeld gilt es, eine Reaktion zu zeigen, denn dieser Punktverlust schmerzte sehr. Vor dem Spiel am Sonntag sagt Trainer Nimet Jusufi: „Nach der enttäuschenden Niederlage in der vergangenen Woche wollen wir am kommenden Wochenende einiges wiedergutmachen. Wir haben die Fehler aus dem letzten Spiel in der Trainingswoche klar angesprochen, aufgearbeitet und gezielt daran gearbeitet, diese abzustellen. Uns erwartet ein Spiel, das vor allem über Zweikämpfe, Mentalität und Einsatzbereitschaft entschieden wird. Wir rechnen mit einer Mannschaft, die kompakt verteidigen, in den Zweikämpfen alles reinwerfen und uns das Leben so schwer wie möglich machen wird. Darauf müssen wir uns einstellen und von der ersten Minute an die richtige Einstellung zeigen. Personell sieht es bei uns diesmal leider nicht ganz so gut aus wie in den vergangenen Wochen. Wir müssen auf den ein oder anderen Leistungsträger verzichten. Umso wichtiger wird es sein, dass jeder, der auf dem Platz steht, Verantwortung übernimmt und wir als Mannschaft geschlossen auftreten.“

SV Eintracht Segeberg – VfL Oldesloe (So., 14 Uhr)

Es waren „schmutzige Punkte“, die der SV Eintracht Segeberg am vergangenen Spieltag einfuhr. Zumindest wenn es nach Trainer Mark Galander ging, denn dieser betitelte den Auswärtsdreier beim TuS Hoisdorf genau so. Es war sicherlich keiner der besseren Auftritte beim Aufsteiger, doch am Ende stand nach 90 Minuten ein 4:0-Erfolg. Nun gilt es, eine bessere Leistung zu zeigen und zugleich erneut zu punkten. Dies gelang in den abgelaufenen beiden Heimspielen eher weniger, denn dort musste sowohl gegen Tralau als auch Wahlstedt spät jeweils eine Niederlage hingenommen werden. Dies soll diesmal nicht der Fall sein, wenn der VfL Oldesloe gastiert. Dann wartet eine besondere Rolle auf die Eintracht, die man so noch nicht unbedingt kennt in dieser Liga: „Diese Woche gehen wir wohl zum ersten Mal in dieser Saison als Favorit ins Spiel – und dieser Rolle wollen wir auch auf dem Platz gerecht werden. Das heißt für uns: Wir müssen wieder besseren Fußball spielen. Zu oft hapert es momentan am ersten Kontakt oder der Passgenauigkeit, womit wir uns das Leben selbst schwermachen. Was wie immer absolut stimmt, ist die Einstellung. Da kann ich keinem einen Vorwurf machen, die Jungs hauen in jedem Spiel alles rein. Oldesloe wird wahrscheinlich tief stehen: hinten drei, vier erfahrene Leute und vorne die schnellen Spitzen für die Konter. Da dürfen wir uns keine leichten Ballverluste erlauben und müssen bei Umschaltmomenten hellwach sein. Personell laufen wir aktuell etwas auf der Felge. Viele schleppen sich schon länger mit Blessuren durch – die Kreisliga ist eben ein anderer Schnack, hier geht es jede Woche ans Limit. Trotzdem: Wir werden auch am Wochenende wieder eine richtig schlagkräftige Truppe auf die Koppel schicken.“

Für den VfL Oldesloe ist es der nächste Anlauf, den ersten Saisonsieg einzufahren. Man wartet nun schon seit sieben Spielen darauf. Ein Punkt steht zumindest auf dem Konto, doch vor allem offensiv hakt es noch. Erst fünf Tore wurden erzielt, zwei davon am vergangenen Wochenende. Es war das Ende einer Durststrecke von drei Partien ohne eigenen Treffer. Nun beim Aufsteiger aus Bad Segeberg soll endlich gewonnen werden, doch die Schwere dieser Aufgabe ist allen bewusst. Lennart Gossow sagt: „Wir erwarten mit Eintracht Segeberg einen starken Gegner, der zu Hause mit breiter Brust auftreten wird. Dennoch werden wir uns nicht verstecken und trotz der Rückschläge aus den vergangenen Partien alles auf dem Platz lassen. Personell sind wir nicht ganz so aufgestellt, wie wir es uns wünschen. Eine Krankheitswelle hat uns diese Woche erwischt, was sich auch deutlich in der Trainingsbeteiligung bemerkbar gemacht hat. Trotzdem hat die Mannschaft in den letzten Wochen immer wieder eine starke Moral bewiesen – auch wenn uns situativ das Quäntchen Glück gefehlt hat. Ich bin überzeugt, dass die Jungs verstanden haben, worauf es jetzt ankommt. Wir wollen einen leidenschaftlichen Kampf liefern, das Spiel lange offen halten und vor dem Tor wieder die nötige Gier entwickeln, um die Chancen, die wir uns erarbeiten, konsequent zu nutzen.“

FSG Alsterland – TuS Hoisdorf (So., 15 Uhr)

Es war eine irre Aufholjagd, die die FSG Alsterland am vergangenen Sonntag hingelegt hat. Beim SV Wahlstedt sollte der Verbandsligaabsteiger nach 23 Minuten bereits mit 0:4 in Rückstand geraten und drohte nach enttäuschenden Spielen zuvor, eine heftige Klatsche zu kassieren. An einen Sieg war kaum noch zu denken, doch es gelang tatsächlich eine unfassbare Aufholjagd. Nico Post mit drei Toren sowie Doppelpacker Marcel Stürwohld sollten der FSG tatsächlich noch drei Punkte bescheren. Nun soll der Schwung aus diesem Sieg der Moral mit ins Heimspiel genommen werden. In diesem empfängt Alsterland den TuS Hoisdorf. Cheftrainer Harjas Ahluwalia sagt vor diesem Duell: „Am Sonntag empfangen wir TuS Hoisdorf zum nächsten Heimspiel. Wir bereiten uns akribisch auf diesen Gegner vor und wollen zeigen, dass das Spiel in Wahlstedt keine Ausnahme war. Nach zuvor mehrfacher schwacher Leistungen möchten wir nun die Formkurve wieder nach oben biegen. Wir sind uns um die Wichtigkeit des Spiels bewusst, wissen aber auch, dass wir nun in der Pflicht sind, die Aufholjagd und die drei Punkte aus dem letzten Spiel zu bestätigen.

Wir müssen von Anfang an wach sein, um nicht erneut einem Rückstand hinterher zu jagen und es uns selbst schwer zu machen. Dafür müssen wir primär unser Passspiel verbessern und Fokus auf die einfachen Dinge legen. Gerade die zweite Halbzeit letzte Woche hat uns aber gezeigt, dass wir offensiv auch über mehrere Stationen eine Wucht entwickeln können. Dennoch wissen wir, dass Hoisdorfs Leistungen sich nicht unbedingt tabellarisch zeigen und das eine Gefahr mit sich bringt. Die Mannschaft ist stärker als der Tabellenplatz vermuten lässt. Personell können wir langsam deutlich aufatmen, abgesehen vom Langzeitverletzten Dzaack, den im Aufbau befindenden Zaifri und van Baalen haben wir nur noch wenige anderweitig verhinderte Spieler. So, dass bei uns nun auch die Breite zurückkehrt und dementsprechend auch die Qualität davon profitiert.“

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Für den TuS Hoisdorf gilt es, sich nun endlich mal zu belohnen. Nur ein Sieg steht auf dem Konto, ein weiterer liegt derzeit noch auf dem grünen Tisch. Ansonsten gab es nichts zu holen für die Stormarner. Dabei waren die Auftritte alles andere als schlecht. Zuletzt gegen den SV Eintracht Segeberg war ein perfektes Beispiel dafür. Man war die bessere Mannschaft, war klar spielbestimmend und verzeichnete auch das Chancenplus, doch verlor am Ende mit 1:4. Das Spielglück ist überhaupt nicht auf der Seite des TuS. Nun soll es bei einer der offensivstärksten Mannschaften der Liga zurückerobert werden. Cheftrainer Andre Meins sagt: „Ich erwarte am Sonntag einen starken Gegner, der nicht aufgibt und immer weiter an sich glaubt. Das wird für uns nicht einfach werden dort. Aber wir reisen dahin, um in die Spur zu kommen und was Zählbares rauszuholen. Personell fehlen einige krankheitsbedingt, aber wir werden alles geben als Team.“

SV Borussia Möhnsen – TuS Teutonia Alveslohe (So., 15 Uhr)

Der SV Borussia Möhnsen hatte am vergangenen Wochenende spielfrei. Das Spiel gegen den TSV Trittau II wurde verlegt, sodass sich ausgeruht werden konnte. Zudem hatte man lange Zeit, die erste Saisonniederlage zu verarbeiten und die Schwächen aufzuarbeiten. Dabei war die schwache Chancenverwertung sicherlich ein Thema. Zu viele Möglichkeiten wurden ausgelassen, sodass sich für einen eigentlich guten Auftritt nicht belohnt wurde. Nun kommt mit der TuS Teutonia Alveslohe eine formstarke Mannschaft, vor der Vorsicht gefragt ist. Coach Martin Krüger sagt: „Sonntag gilt es, die gleiche Leistung wie schon die letzten Wochen auf den Platz zu bringen und diesmal auch zu treffen. Alveslohe hat uns letzte Saison im Rückspiel gezeigt, dass man sie nie ins Rollen kommen lassen darf. Die Qualität und fußballerische Idee ist dafür zu gut. Aber wir werden auch auf unserer Seite Ideen haben. Personell haben wir aufgrund einer Krankheitswelle leider noch einige Fragezeichen, hoffen da aber auf Besserung zum Wochenende. Besonders erfreulich ist, dass mit Marvin von Appen und Andre Nennstiel Spieler mit einer schweren und langen Verletzungspause langsam zurückkommen.“

Der TuS Teutonia Alveslohe ist richtig gut drauf und verlor nur eines der vergangenen fünf Spiele. Zwei Siege und ein Remis wurden zuletzt eingefahren, bei 16 erzielten Toren. Gegen den SSV Großensee gab es jüngst einen 8:2-Sieg an der heimischen Bahnhofstraße. Es war ein starker Auftritt, wo sich die Standardstärke auszeichnete. Nun geht es nach Möhnsen, wo ein besonderes Auswärtsspiel für Trainer Dennis Rerop wartet. Zum Gegner sagt er: „Möhnsen kennen wir sehr gut, denn da schließt sich irgendwie der Kreis. Vor gut einem Jahr ging es da los nach dem Trainerwechsel beim TuS. Es war mein erstes Spiel und wir haben damals schon ein sehr, sehr gutes Auswärtsspiel gemacht, aber knapp verloren. Möhnsen ist ein unangenehmer Gegner auf einem unangenehmen Platz. Sie operieren ganz viel mit langen Bällen, vielen Einwürfen, die in die Box kommen, vielen Freistößen. Da gilt es für uns, wach zu sein, auch bei den zweiten Bällen. Sie haben mit Hendrik Siel da vorne einen absoluten Zielspieler, der immer wieder gesucht wird und versucht, die Bälle festzumachen, damit die anderen nachrücken oder aber versucht, Bälle in die Tiefe zu verlängern. Also da wissen wir genau, was auf uns wartet, aber das ist natürlich die Gefahr, dass es nicht immer über 90 Minuten geht, jeden Ball wegzuverteidigen. Das muss uns bewusst sein, aber trotzdem ist eine gute Kommunikation und Abstimmung wichtig und gerade bei den zweiten Bällen, dass wir absolut wach und im Kopf schnell sind, dass wir handlungsschnell sind, um solche Torchancen, die sie so versuchen zu kreieren, zu verhindern. Das wird das Spiel sein, da gilt es natürlich im eigenen Ballbesitz trotzdem Ruhe zu bewahren, den Gegner trotzdem laufen zu lassen und dennoch zu versuchen umzuschalten, weil, wenn sie dann aufrücken, dann ergeben sich schon Räume. Man hat gesehen, dass Möhnsen erst ein Spiel verloren hat und ansonsten alles Unentschieden gespielt hat und eines gewonnen. Es sind viele knappe Ergebnisse und Spiele, haben auch erst acht Gegentore bekommen. Das zeigt auch, dass sie über ihre Kompaktheit und stabile Defensive punkten wollen. Das heißt für uns, dass wir sehr geduldig sein müssen und die Chancen dann zu nutzen.“

Im Vergleich zum jüngsten Auftritt gibt es Punkte, die der Cheftrainer des TuS gerne verbessert von seinem Team sehen möchte. Dazu sowie dem Personal sagte er: „Wir wollen insgesamt noch mehr Kontrolle über das Spiel haben. Es gibt immer wieder Phasen, wo wir zu hektisch sind, beziehungsweise auch Hektik aufkommen lassen, oft auch durch den Gegner. Wir wollen ein bisschen mehr Disziplin im eigenen Ballbesitz, bisschen mehr Ruhe und Abgeklärtheit haben. Anknüpfen wollen wir absolut an der Gier und Lust, aber auch an dieser Intensität, zweite Bälle zu gewinnen, jeden Ball haben zu wollen und einfach sehr aktiv zu sein, immer wieder den Gegner zu stressen, diesen vor Probleme zu stellen gegen den Ball. Also wir wollen wieder eine gute Intensität auf dem Platz haben, wie wir sie in den letzten Spielen schon hatten. Da waren wir sehr griffig, sehr gierig. Diese beiden Komponenten sind dann ausschlaggebend für jedes Kreisligaspiel. Aber es ist gar nicht so einfach, diese dann auch Woche für Woche abliefern zu können. Personell wird Tom Städing zurückkommen. Der hat sich am Dienstag im Training ein bisschen im Rücken wehgetan, aber ich hoffe, dass es reichen wird. Ansonsten fallen Niklas Städing, Jonas Ihde (beide Urlaub), Justin Grohmann (Muskelbündelriss) aus. Ansonsten sind fast alle an Bord. Wir haben ein, zwei Kranke noch, aber ansonsten werden wir mit einem, wie in den letzten Wochen, gut aufgestellten Kader nach Möhnsen fahren.“

SSV Großensee – Tralauer SV (So., 15 Uhr)

Der SSV Großensee kassierte am siebten Spieltag nicht nur die erste Saisonniederlage, sondern eine echte Klatsche. Es wurde mit 2:8 beim TuS Teutonia Alveslohe verloren. Es war ein rabenschwarzer Tag, an dem ein personell geschwächter SSV nahezu alles vermissen ließ. Sechs Standardgegentore sprachen für sich, was der Trainer ganz klar ansprach. Nun stand unter der Woche ein Pokalspiel bei der SG Rehhorst/Zarpen an, das souverän gewonnen wurde. Zwar gab es auch dort Luft nach oben, doch anbrennen ließ man am Ende dennoch nichts. Nun soll es in der Liga wieder einen Auftritt wie in den ersten Wochen geben, als die Stormarner so sehr für Furore sorgten und die Liga anführten. Diesen wird es auch brauchen, wenn man gegen den Tralauer SV zu Hause nicht eine weitere Schlappe hinnehmen möchte. Trainer Sascha Bartlakowski sagt vor dem kommenden Duell: „Am Wochenende haben wir den Tabellenführer und die Tormaschine der Liga aus Tralau zu Gast. Unser Gegner verfügt gerade in der Offensive über ein hohes Maß an individueller Qualität, was uns vor eine maximale Herausforderung stellen wird. Für meine Mannschaft bedeutet es in erster Linie, den blutleeren Katastrophenauftritt vom letzten Wochenende vergessen zu machen. Personell sieht es wieder besser aus, sodass wir ordentlich rotieren können und einer anderen Anfangself vertrauen werden.“

Der Tralauer SV peilt den nächsten Dreier an. Am vergangenen Wochenende gab es einen Last-Minute-Sieg gegen den Leezener SC, wo Max Vamboldt zum Helden wurde. Der Stürmer kam direkt aus dem Flugzeug in den Sturm und köpfte tatsächlich für seine Mannschaft ein. Die personellen Ausfälle, die den TSV plagten, wurden somit getrotzt, sodass die Tabellenführung weiterhin in Hand des Vorjahresdritten blieb. Dieser möchte nun beim SSV Großensee erneut punkten. Vor dem Gastspiel sagt Trainer Roman Ismagilov: „Moral, Kampfgeist und Spielwitz stimmen aktuell, zudem treten wir als Mannschaft geschlossen auf. Daran wollen wir festhalten. Gegen Leezen haben wir uns häufig gut ins letzte Drittel gespielt, dort hat uns aber der letzte Pass gefehlt. Genau da müssen wir noch konsequenter werden. Großensee ist sehr gut in die Saison gestartet und verfügt über eine erfahrene und gestandene Mannschaft. Der Respekt ist entsprechend groß. Sascha schätze ich als Trainerkollegen sehr. Er macht dort einen richtig guten Job. Ich freue mich auf ein intensives und interessantes Spiel. Wir haben aktuell 18 Spieler an Bord und damit viele Optionen. Je nach Spielverlauf werden wir sehen, was die Mannschaft braucht. Wir haben auf jeden Fall für verschiedene Situationen das passende Werkzeug dabei.“

TuS Hartenholm II – Bargfelder SV (So., 15 Uhr)

Nach nur einem Punkt aus drei Spielen hat der TuS Hartenholm II zuletzt mal wieder einen Dreier einfahren können. Zu Gast beim VfL Oldesloe sollte es einen 5:2-Sieg geben, der am Ende verdient war. Zwar hatte der Gegner zwischenzeitlich die Chance auszugleichen, doch ohne Erfolg, sodass mit zwei späten Toren die Messe gelesen war. Gleich fünf verschiedene Torschützen hatte die Zweitvertretung zu verzeichnen. Nun soll nachgelegt werden gegen einen Gegner, der vor zwei Wochen erstmals in dieser Saison punkten konnte. Der Bargfelder SV reist an und gegen die Stormarner nimmt sich die Zweitvertretung viel vor. Frerk von Schoen sagt vor dem Duell: „Wir sind in den letzten Wochen immer gut ins Spiel gekommen und haben dann aber jedes Mal den Faden verloren und durch einfache, vermeidbare Fehler den Gegnern Tore regelrecht geschenkt. Unsere Aufgabe am Wochenende wird also sein, über den gesamten Spielverlauf den Fokus auf eine konsequente Defensivarbeit zu halten. Offensiv war das letzte Spiel durchaus gut, daran wollen wir anknüpfen. Der Bargfelder SV steht tabellarisch nicht gut da, aber wenn man sich die Ergebnisse anschaut, haben sie nur gegen HU deutlich verloren. Die anderen Spiele gegen ebenfalls in der oberen Tabellenregion zu verortende Mannschaften sind jeweils knapp ausgegangen. Sie werden also noch ihre Punkte machen und werden uns bestimmt vor eine schwierige Aufgabe stellen. Ich erwarte einen kompakten, defensiv starken Gegner, gegen den wir so wenig wie möglich Fehler in der Defensive machen dürfen.“

Zudem setzt er fort: „Personell sieht es bei uns weiterhin schwierig aus, der auf dem Papier große Kader täuscht etwas über die tatsächliche Situation hinweg. Aufgrund von Urlaub, Arbeit und Verletzungen haben wir aktuell eine sehr niedrige Trainingsbeteiligung. Dadurch ist der Fitness-Zustand leider nicht so, wie er sein sollte. Das erschwert es natürlich, die Konzentration gerade in der Defensive hoch zu halten und eben auch dann nachzugehen, wenn die Situation aussichtslos erscheint. Am Wochenende in Bad Oldesloe war das sehr deutlich zu sehen beim ersten Gegentor: Wir verlieren durch einen individuellen Fehler den Ball, der Stürmer läuft alleine auf unser Tor zu und hat eine 100%ige Chance. Lukas hält sensationell, aber OD kommt erneut im Strafraum zum Abschluss. Auch diesen Ball kann Lukas noch einmal abwehren, aber unsere Verteidigung kommt auch beim dritten Abschluss nicht in den Zweikampf, um das Gegentor zu verhindern. Solche Situationen müssen wir besser lösen, wenn wir schon von unserem Keeper eine zweite und eine dritte Chance geschenkt bekommen, den Fehler wieder auszubügeln.“

Beim Bargfelder SV ist die Hoffnung auf den zweiten Sieg in dieser Saison groß. Es war ein erlösender Moment beim SV Borussia Möhnsen vor zwei Wochen, als es den ersten Dreier gab. In der Folgewoche sollte es allerdings zu Hause gegen den SV Henstedt-Ulzburg wieder eine deutliche Pleite geben. Es war ein Dämpfer, doch gegen den Top-Favoriten zu verlieren ist absolut keine Schande. Nun braucht es in Hartenholm allerdings dringend Punkte, was nicht unmöglich ist. Als Tabellenneunter steht die Landesliga-Reserve im Mittelfeld der Tabelle und ist daher nicht extrem weit für die Stormarner entfernt. Ins Mittelfeld möchte man gerne auch, sodass ein Auswärtsdreier enorm wichtig wäre. Michael Burg, Trainer des BSV, sagt: „Am Wochenende wartet in Hartenholm ein richtig schweres Auswärtsspiel auf uns. Hartenholm ist eine erfahrene Mannschaft, gegen die wir von der ersten Minute an hellwach und hochkonzentriert sein müssen. Wir wollen von Beginn an dagegenhalten, unsere eigenen Fehler auf ein Minimum reduzieren und über den Kampf ins Spiel kommen. Jeder muss bereit sein, für den anderen zu arbeiten und die nötige Mentalität auf den Platz zu bringen. Dann bin ich überzeugt, dass wir die Chance haben, uns endlich die dringend benötigten Punkte und damit das Erfolgserlebnis zu holen. Personell sind wir gut aufgestellt – jetzt gilt es, das auch auf dem Platz zu zeigen.“

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