
Eutin – Mit 99 erzielten Toren erzielte Eutin 08 II mit Abstand die meisten der Kreisliga Ost. Die Offensive ist die große Stärke der Ostholsteiner. Einen großen Anteil daran hatte das erfolgreichste Duo der Liga, denn Monty Gutzeit und Jorge Bruckmann erzielten gemeinsam 43 Tore. Der Stürmer kürte sich zum zweiten Mal zum Torschützenkönig. HL-SPORTS sprach mit den beiden Offensivspielern über die Saison, persönliche Ziele und das Zusammenspiel des Duos. Zudem ging der Blick auf die anstehenden Aufstiegsspiele.
Gutzeit verteidigt Torjägerkanone
28 Tore in 23 Spielen erzielte Monty Gutzeit in dieser Saison. Somit bejubelt er im Schnitt alle 66 Minuten einen Treffer. Nicht überraschend krönte er sich somit zum Torschützenkönig der Kreisliga Ost, wie bereits im Vorjahr. Zu dieser persönlichen Auszeichnung sagte er: „Natürlich freue ich mich sehr darüber und bin auch stolz, weil es zeigt, dass sich die Arbeit auszahlt. Gleichzeitig sehe ich das nicht nur als persönliche Auszeichnung, sondern auch als Erfolg der Mannschaft. Als Stürmer bist du immer auf deine Mitspieler angewiesen – ohne gute Vorlagen und das Team im Rücken schießt man keine Tore.“ In der Vorsaison waren es sogar 31 Tore, die Gutzeit erzielte, sodass er vor dieser Spielzeit ein klares Ziel für sich persönlich hatte: „Ich habe mir schon ein persönliches Ziel gesetzt: Ich wollte wie in der Saison davor wieder die meisten Tore der Liga schießen. Das Ziel habe ich jetzt erreicht und natürlich freut mich das sehr. Trotzdem lag mein Hauptfokus immer darauf, mit der Mannschaft erfolgreich zu sein und unsere Spiele zu gewinnen. Deshalb freue ich mich besonders, dass ich mein persönliches Ziel gemeinsam mit Eutin 08 II und der gesamten Mannschaft erreichen durfte.“
Vertrauen des Trainers hat großen Anteil
Der Mittelstürmer folgte vor drei Jahren seinem Trainer Jasper Frahm von der SG Sarau/Bosau ans Waldeck. Seitdem war Gutzeit die Torgarantie für die Eutiner, denn in allen drei Saisons war er der erfolgreichste Knipser. 83 Tore stehen auf seinem Konto, sodass er zu den erfolgreichsten Stürmern Ostholsteins gehört. Die Entwicklung in den vergangenen Jahren bei der Mannschaft, doch auch bei ihm als Einzelspieler, ist unumstritten. Dazu sagte er: „Ich glaube, ich habe mich in Eutin sowohl fußballerisch als auch persönlich weiterentwickelt. Vor allem habe ich mehr Konstanz in mein Spiel bekommen und insgesamt viel dazugelernt. Jasper hatte dabei einen großen Anteil, weil er mir viel Vertrauen gegeben hat und mich oft eingesetzt hat. Gerade dieses Vertrauen als Spieler zu spüren, gibt einem Sicherheit und hilft enorm dabei, sich weiterzuentwickeln.“
Funktionierendes Zusammenspiel
Der zweitbeste Torschütze der Eutiner ist Jorge Bruckmann. Der Flügelspieler spielte in den ersten eineinhalb Jahren bei der Zweitvertretung noch in einer etwas anderen Rolle als Außenverteidiger. Dennoch war bereits dort der Offensivdrang vorhanden, sodass er auch auf dieser Position sehr torgefährlich war. Mittlerweile agiert er deutlich weiter vorne, denn während er vergangene Saison mehrfach auch im Mittelfeld agierte, bekleidet Bruckmann nun die Außenbahn. Dort glänzt er mit 15 Saisontoren nicht nur als Torschütze, sondern auch als einer der Top-Vorlagengeber. Nicht selten bediente er den Torschützenkönig oder aber dieser ihn, sodass der Flügelspieler wenig überraschend sich auch ins Schaufenster für die Erste stellte. Monty Gutzeit sagte über das Zusammenspiel mit Bruckmann: „Ich glaube, unser Zusammenspiel hat eigentlich von Anfang an immer gut harmoniert. Wir ergänzen uns auf dem Platz einfach gut und verstehen uns mit der Zeit immer besser. Außerdem spielt Vertrauen eine große Rolle – wir wissen oft schon, wie der andere denkt oder läuft. Für uns als Mannschaft ist es natürlich schade, dass Jorge in die erste Herren gegangen ist, weil er sportlich und menschlich ein wichtiger Bestandteil für uns war. Gleichzeitig gönnen wir ihm das von Herzen, weil er sich die Möglichkeit verdient hat und jetzt fester Bestandteil der Mannschaft ist. Darauf sind wir als Team auch stolz. Umso mehr freuen wir uns natürlich, ihn bei den Aufstiegsspielen wieder dabeizuhaben.“

Neue Rolle für Bruckmann
Jorge selbst sagt: „Klar freut es mich, wenn das von außen so gesagt wird, aber ich persönlich würde uns gar nicht so groß hervorheben. Am Ende funktioniert das alles nur, weil hinter uns eine starke Mannschaft steht, die uns Woche für Woche unterstützt. Ich spiele jetzt die dritte Saison mit Monty zusammen und ich glaube, dass wir uns mit der Zeit immer besser ergänzt haben, sowohl auf als auch neben dem Platz.“ Bruckmann ist sehr variabel auf dem Feld einsetzbar, was nicht nur die Einsätze als Außenverteidiger, Mittelfeld- und Flügelspieler zeigen. Zu seinen vielen Positionen, die er bereits bekleidet hat, und seiner offensiveren Veränderung sagt er: „Wenn ich ehrlich bin, habe ich meine komplette Jugend über im Sturm gespielt, deswegen liegt mir diese Rolle auch sehr. Die defensive Rolle hat mir zwar auch gefallen und ich versuche grundsätzlich auf allen Positionen mein Bestes zu geben, aber ich habe gemerkt, dass ich dort mein Potenzial nicht voll ausschöpfen konnte. Deshalb bin ich sehr zufrieden, wie es jetzt läuft und dass ich offensiver eingesetzt werde.“
Vorfreude am Waldeck
Für die Eutiner steht nun am Freitagabend um 19.30 Uhr das Hinspiel der Aufstiegsrelegation an. Zwei Spiele sind in dieser Saison noch zu spielen, in denen die Saison mit dem Gang in die Verbandsliga gekrönt werden soll. Dort stand man bereits im vergangenen Jahr, doch verlor dramatisch knapp gegen den MTV Ahrensbök. Nun nimmt man den zweiten Anlauf, damit das große Ziel erreicht wird. Gutzeit sagt: „Die Vorfreude ist natürlich riesig – bei mir persönlich und im gesamten Team. Wenn man ehrlich ist, wollten wir eigentlich direkt aufsteigen und gar nicht erst in die Aufstiegsspiele. Da haben wir uns selbst in diese Situation gebracht. Jetzt sind wir aber hier und schauen nur nach vorne. Dass es ausgerechnet ein Derby gegen Pansdorf ist, macht das Ganze nochmal besonderer. Wir wollen diese Spiele zu 100 % gewinnen und werden alles dafür tun, am Ende aufzusteigen.“
Tormaschine trifft auf Abwehrbollwerk
Einfach wird die Aufgabe gegen Pansdorf für Eutin sicherlich nicht. Auf die so offensivstarken Eutiner wartet nun nämlich ein Abwehrbollwerk. Nur 23 Gegentreffer kassierte der Gegner in dieser Saison, zudem blieb die Weste neunmal weiß. Die Rosenstädter blieben in dieser gesamten Spielzeit allerdings nur beim Gastspiel in Schönkirchen ohne Treffer, jubelten ansonsten immer mindestens einmal. Der Torjäger sagte zu der anstehenden Aufgabe und seiner persönlichen Vorbereitung auf den Gegner: „Ich sehe das eher als spannende Herausforderung. Gerade gegen starke Gegner willst du dich messen. Grundsätzlich bereite ich mich nicht komplett anders vor, aber man schaut natürlich genauer auf den Gegner und darauf, wo vielleicht Räume entstehen können. Am Ende geht es darum, geduldig zu bleiben und die Chancen zu nutzen, die man bekommt.“ Ein Faktor für Eutin ist durchaus der mannschaftliche Zusammenhalt. Bruckmann sah diesen als große Stärke des Teams: „Ich denke, unsere größte Stärke ist der Zusammenhalt – sowohl auf als auch neben dem Platz. Es fühlt sich nicht so an, als würden hier einfach nur Spieler zusammenkommen, die eine Saison miteinander spielen, sondern eher wie eine echte Gemeinschaft. Wir brennen alle für den Verein und genau dieses Mannschaftsgefühl macht uns aus. Dadurch hat man auch immer das Gefühl, mit Freunden auf dem Platz zu stehen.“






