Torwart legt Traumtor auf – St. Pauli enttäuscht in Heidenheim

0:2-Niederlage verschärft Abstiegsangst

Alexander Blessin (Cheftrainer, FC St. Pauli) im Fokus. Archivfoto: Lobeca/Vivian Pfaff

Heidenheim – Es war ein absolutes Do-or-Die-Spiel. Der fast schon sicher geglaubte Absteiger 1. FC Heidenheim hielt am Sonnabend seine Resthoffnungen auf einen Klassenerhalt weiter am Leben. Denn der FC St. Pauli schaffte es in der Bundesliga nicht, beim Tabellenschlusslicht zu punkten, stattdessen verloren die Hamburger mit 0:2.

Traumstart

Die Gastgeber, die einen Dreier zwingend brauchten, erwischten den perfekten Start in die Partie. Bereits nach drei Minuten traf Budu Zivzivadze (3.) in Folge eines Eckballs zur frühen Führung. In einer eher ereignisarmen Begegnung waren es dann die Gäste, die plötzlich die Ausgleich auf dem Fuß hatten. Hountondji (24.) scheiterte frei vor dem Tor an FCH-Schlussmann Ramaj. Kurz vor der Pause versuchte es Pyrka (46.) noch mal mit einem Abschluss, der allerdings nichts am Ergebnis änderte.

Dinkci sehenswert

In einem Spiel, welches den Abstiegskampf spürbar werden ließ, kamen die Kiezkicker mit mehr Schwung aus der Kabine. Sinani (49.) traf das Außennetz, Hountondji (53.) sah erneut in Ramaj seinen Endgegner. Heidenheim konzentrierte sich auf die eigene Verteidigung, St. Pauli tat sich schwer, diese zu durchbrechen. Viel ging offensiv nicht bei den Hausherren, doch dieser eine Moment sollte das Duell schließlich entscheiden: Ramaj fand mit einem langen Ball Eren Dinkci (82.), der nach innen zog und die Kugel sehenswert in den rechten Knick schlenzte – der endgültige Knockout für die Boys in Brown.

„Kann so ein Spiel komplett verändern“

„Am Ende ist es ein verdienter Sieg für den Gegner, das müssen wir so anerkennen. Wir starten natürlich unglaublich schlecht ins Spiel – verlieren im Zentrum den Ball, obwohl wir genau vor solchen Situationen gewarnt haben. Daraus entsteht direkt Gefahr und bei der anschließenden Ecke sind wir dann in einer schlechten Zuordnung, nicht präsent genug und kassieren das 0:1“, beschrieb St. Paulis Coach Alexander Blessin den Start. „Danach haben wir nie wirklich die richtigen Lösungen gefunden. Wir spielen zu schnell lange Bälle aus ungünstigen Positionen und sind bei den zweiten Bällen in beide Richtungen nicht da. Trotzdem hatten wir noch die Chance, zurück ins Spiel zu kommen – gerade in der ersten Halbzeit mit einer großen Möglichkeit, die wir liegen lassen. Das kann so ein Spiel natürlich komplett verändern.“

„Nach der Pause war der Start noch ordentlich, aber insgesamt waren wir zu unsauber im Passspiel und haben uns nicht konsequent genug gegen den Ball gewehrt. Am Ende kassieren wir dann noch das zweite Tor, als wir alles nach vorne werfen. Unterm Strich müssen wir uns schütteln, das Spiel abhaken und nächste Woche wieder ein anderes Gesicht zeigen“, blickte der Trainer nach vorne.

Der 31. Spieltag (24. – 26.4.)

Leipzig – Berlin 3:1
Mainz – Bayern 3:4
Wolfsburg – Mönchengladbach 0:0
Augsburg – Frankfurt 1:1
Heidenheim – St. Pauli 2:0
Köln – Leverkusen 1:2
Hamburg – Hoffenheim 1:2
Stuttgart – Bremen (So., 15.30 Uhr)
Dortmund – Freiburg (17.30 Uhr)

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