Traditionsduell im Volkspark: HSV empfängt Köln zum Top-Spiel

Capaldo zurück im Training – Polzin warnt vor schwierigem Gegner

Yussuf Poulsen (Hamburger SV). Foto: Lobeca/Henning Rohlfs

Hamburg – Der Hamburger SV empfängt am Sonnabend (18.30 Uhr) den 1. FC Köln zum Top-Spiel der Bundesliga im Volksparkstadion. Für die Rothosen geht es im Duell der beiden Aufsteiger darum, den positiven Trend der vergangenen Wochen fortzusetzen und wichtige Punkte im Saisonendspurt zu sammeln. Während sich der HSV zuletzt mit dem 2:1-Auswärtssieg beim VfL Wolfsburg (HL-SPORTS berichtete) Selbstvertrauen holte, wartet auf die Hamburger mit den formschwachen Domstädtern ein traditionsreiches Duell.

Personallage beim HSV

Vor dem Spiel gibt es beim HSV leichte Entwarnung im Kader. Nicolas Capaldo ist nach seiner Bauchmuskelverletzung am Donnerstag mit einem individuellen Programm auf den Trainingsplatz zurückgekehrt. Ein Einsatz gegen Köln ist laut Trainer Merlin Polzin nicht ausgeschlossen. Er sagt: „Bei Nicolas Capaldo müssten wir ein gewisses Risiko eingehen, damit er zur Verfügung steht. Das wollen wir nicht ausschließen. Er muss das Gefühl haben, dass er spielen kann. Er weiß, welche Bedeutung dieses Spiel hat, und kann die Zähne zusammenbeißen.“

Zugleich gibt es positive Nachrichten bei Fabio Vieira. Der Portugiese konnte nach seinem vorzeitigen Trainingsabbruch am Vortag wieder große Teile der Einheit absolvieren. Polzin stellte klar: „Es ist alles gut.“

Definitiv fehlen wird dagegen Yussuf Poulsen. Beim Angreifer wurde nach einer MRT-Untersuchung eine Oberschenkelverletzung festgestellt. Beim Dänen reißt also das Pech nicht ab. Kaum ist er fit, folgt der nächste Rückschlag. „Wir haben es leider befürchtet: Bei Yussuf Poulsen wurde nach der MRT-Untersuchung eine Oberschenkelverletzung festgestellt, womit er ein paar Wochen ausfallen wird. Es ist völlig klar, dass nicht nur er, sondern wir alle entsprechend darauf reagiert haben. Das ist einfach sehr bitter“, so Hamburgs Coach.

Auch Bakery Jatta und Alexander Rössing-Lelesiit stehen für das Wochenende nicht zur Verfügung.

Historische Bilanz spricht für den HSV

Das Duell zwischen dem Hamburger SV und dem 1. FC Köln hat eine lange Tradition. Insgesamt treffen beide Vereine am Sonnabend zum 112. Mal in einem Pflichtspiel aufeinander. Die Bilanz spricht dabei leicht für die Rothosen mit 45 Siegen, 28 Unentschieden und 38 Niederlagen. Das Hinspiel der laufenden Saison entschieden jedoch die Kölner mit 4:1 für sich. Revanche ist also angesagt.  

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Tabellarischer Rollentausch

Beide Clubs waren in der vergangenen Saison gemeinsam in die Bundesliga aufgestiegen. Während Köln zunächst in der Tabelle vor dem HSV lag, hat sich das Bild inzwischen gedreht. Die Hamburger stehen aktuell auf Platz zehn und haben fünf Punkte Vorsprung auf den Relegationsrang. Der “Effzeh“ ist nach zuletzt fünf Spielen ohne Sieg auf Rang 14 abgerutscht und hat ebenso viele Punkte wie der FC St. Pauli.

Gefährliche Konter auf beiden Seiten

Der HSV gehört in dieser Saison zu den gefährlichsten Kontermannschaften der Liga. Gemeinsam mit Bayern München haben die Hamburger zehn Tore nach Umschaltsituationen erzielt – Ligabestwert. Der 1. FC Köln folgt mit sechs Treffern in dieser Statistik direkt dahinter.

Kölner Probleme bei Standards

Eine klare Schwäche zeigen die Kölner hingegen bei Standardsituationen. Mit 14 Gegentoren nach ruhenden Bällen ist kein Team der Bundesliga anfälliger. Gleichzeitig gelangen den Rheinländern nur drei Standardtreffer – ebenfalls der niedrigste Wert der Liga.

Vuskovic mit Liga-Bestwert

Beim 2:1-Sieg in Wolfsburg stellte Luka Vuskovic zudem einen neuen Bundesliga-Bestwert auf. Der 19-Jährige gewann 95 Prozent seiner Zweikämpfe – so viele wie kein Spieler zuvor in dieser Saison. Insgesamt führt der HSV-Verteidiger mit einer durchschnittlichen Zweikampfquote von 69,9 Prozent die Liga an. In Wolfsburg holte er zudem zwei Elfmeter heraus und wurde anschließend als “Man of the Match“ ausgezeichnet.

Polzin: Fokus auf das eigene Spiel

HSV-Trainer Polzin erwartet ein intensives Duell gegen die Kölner: „Es ist ein Traditionsduell. Für beide Mannschaften geht es um sehr viel, auch weil die Spiele weniger werden. Das liegt in der Natur der Sache. Für uns geht es darum, den Fokus weniger auf den Gegner, sondern auf uns und unsere Spielweise zu legen. Das Hinspiel haben wir mit 1:4 verloren. Es war kein schöner Abend, unabhängig davon, wie er zustande gekommen ist, weil es ja noch die eine oder andere Geschichte rund um das Spiel gab. Wir sind gewillt, das Hinspielergebnis wettzumachen.“

Der 26. Spieltag (13.–15.3.2026)

Mönchengladbach – St. Pauli (Fr., 20.30 Uhr)
Leverkusen – München (Sa., 15.30 Uhr)
Frankfurt – Heidenheim
Dortmund – Augsburg
Hoffenheim – Wolfsburg
Hamburg – Köln (Sa., 18.30 Uhr)
Bremen – Mainz (So., 15.30 Uhr)
Freiburg – Berlin (17.30 Uhr)
Stuttgart – Leipzig (19.30 Uhr)

Die Tabelle

1.FC Bayern München2592 : 2466
2.Borussia Dortmund2553 : 2655
3.TSG Hoffenheim2553 : 3349
4.VfB Stuttgart2550 : 3447
5.RB Leipzig2548 : 3447
6.Bayer 04 Leverkusen2548 : 3244
7.Eintracht Frankfurt2548 : 4935
8.Sport-Club Freiburg2537 : 4234
9.FC Augsburg2531 : 4331
10.Hamburger SV2528 : 3629
11.1. FC Union Berlin2530 : 4228
12.Bor. Mönchengladbach2528 : 4325
13.SV Werder Bremen2529 : 4525
14.1. FC Köln2534 : 4324
15.1. FSV Mainz 052529 : 4124
16.FC St. Pauli2523 : 4024
17.VfL Wolfsburg2534 : 5520
18.1. FC Heidenheim2524 : 5714

Bildquellen

  • Poulsen: Lobeca/Henning Rohlfs
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