Trainingsauftakt in Norderstedt: Schleusen und Schnelltests

Trainingsauftakt bei Eintracht Norderstedt. Foto: Marcus Sellhorn

Norderstedt – Nach 115 langen Tagen durften die Kicker von Eintracht Norderstedt am Mittwochabend wieder den Platz betreten. Möglich machte es eine Sondergenehmigung des Gesundheitsamtes Segeberg, das unter strengen Auflagen der Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs zustimmten.

Viertelstunde warten

Die Sondergenehmigung basiert auf einem Antrag, der sehr nach an dem DFB-Konzept zur Wiederaufnahme des Spielbetriebs orientiert ist. Die einzige Ausnahme: Statt des teureren PCR-Tests wird zwei Mal wöchentlich ein Antigen-Schnelltest durchgeführt. Hierfür werden die Spieler vorm Training einzeln in eine extra hierfür vorbereite Kabine geschleust. Auf der Haupttribüne warten sie etwa eine Viertelstunde auf ihr Ergebnis. Ist das negativ, dürfen sie in eine der vier Kabinen im gegenüberliegenden Jugendhaus und sich umziehen. „Wir sind wirklich priviligiert“, stellte Coach Jens Martens zufrieden fest. „Diese Möglichkeiten, die wir hier vor Ort haben, haben nicht viele Vereine.“

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Fast 6 Monate Pause

Als sich alle Spieler auf dem Platz eingefunden hatten, war das „Hurra“ groß. Die meisten hatten sich seit dem 0:3 gegen die U23 des FC St. Pauli am 25. Oktober des vergangenen Jahres nicht mehr gegenübergestanden und hatten genauso lange nicht mehr gegen den Ball getreten. Dementsprechend musste Trainer Olufemi Smith die Motivation zu Trainingsbeginn etwas bremsen und die Spieler eindringlich darauf hinweisen, dass es ein lockeres Training sei und „hier heute keine Stammplätze vergeben werden“. Zum Auftakt ging es nur darum, sich wieder an Platz und Ball zu gewöhnen und Spaß zu haben. Entsprechend war der Ball bei jeder Übung dabei, ehe man das Training mit einem lockeren Spielchen „jung gegen alt“ über 2×20 Minuten ausklingen ließ.

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Denis wieder dabei

Mit Juri Marxen, Michael Kobert (beide verletzt), Evans Nyarko (angeschlagen), Fabian Grau (Prüfung), Fahri Akyol (privater Termin) und Corey Williams (noch in den USA) fehlten aus unterschiedlichsten Gründen sechs Spieler. Im Team „jung“ wirkten mit Benjamin Dreca und Tom Burmeister, der bereits in der Sommervorbereitung mitspielen durfte, zwei vielversprechende Talente aus der U19-Regionalligamannschaft der Eintracht mit. Zudem stand Noel Denis, der sich in der Sommervorbereitung im Trainingslager in Schwerin verletzte, nach weit über einem halben Jahr Zwangspause endlich wieder auf dem Platz. (PM)

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