
Lübeck – Der SV Fortuna St. Jürgen beendete die Saison in der Kreisliga Südost letztlich ohne große Sorgen. Der elfte Tabellenplatz mit einem ordentlichen Vorsprung auf die Abstiegszone war am Ende das Resultat einer Spielzeit, die durchaus schwierig begann. HL-SPORTS sprach mit dem Trainerteam über diese und blickt zudem auf die kommende Saison.
Starker Pokalauftritt
Beim SV Fortuna St. Jürgen gab es im vergangenen Sommer durchaus einen Umbruch. Man begrüßte einige Neuzugänge am Kalkbrenner, sowohl vom TSV Eintracht Groß Grönau, doch auch aus der eigenen Jugend. Der Kader wurde somit nochmals verstärkt, sodass man mit Spannung auf die Saison blickte. Die Testspielergebnisse ließen bereits einen guten Kreisligisten vermuten und als die Fortunen im Kreispokal gegen Verbandsligaprimus SV Azadi Lübeck einen starken Auftritt hinlegten, in dem sie die Partie bis in die Schlussminuten offen hielten, wurde eine Prognose für die Mannschaft von Cheftrainer Andre Meese nicht gerade einfacher.
Fehlstart
Daran änderte auch der Ligastart nichts, denn auch wenn man sich mühte, in die neue Spielzeit zu kommen, war auch klar, dass der SV noch keineswegs an seinem Leistungsmaximum angekommen war. Zu viele Ausfälle in der Urlaubszeit hatten zur Folge, dass man in den ersten sechs Spielen noch sieglos blieb. Dennoch rutschte man, wie auch in der gesamten Saison, nie auf einen direkten Abstiegsplatz. Platz 14 war der Saisontiefpunkt, doch diesen verließ man, nachdem der Knoten platzte, schnell wieder. Dies war im Oktober der Fall, als man mit zwei souveränen Siegen gegen Viktoria 08 und Lübeck 1876 plötzlich zwei Ausrufezeichen setzte. 16 Punkte aus acht Spielen sorgten für einen furiosen Endspurt der Meese-Elf. Vor allem die Heimspiele, die allerdings aufgrund der Sperrung des heimischen Kunstrasenplatzes an der Märkischen Straße stattfanden, sollten äußerst erfolgreich bestritten werden.
Meese zieht Fazit
Dies setzte man auch nach dem Winter fort, als man sieben von neun Punkten aus den ersten drei Heimspielen holte. Dies war durchaus beeindruckend, denn man schlug mit dem TSV Travemünde eines der individuell stärksten Teams der Liga und auch der formstarke TSV Gudow wurde deutlich bezwungen. Gegen das Team der Stunde, den Eichholzer SV II, holte St. Jürgen nach 1:3-Rückstand noch ein 3:3 und zeigte eine beeindruckende Moral. Somit hatte man sich genügend Luft im Keller verschafft, sodass der Klassenerhalt frühzeitig eingetütet wurde. Im Endspurt gab es in fünf Spielen zwar nur noch einen Sieg, doch die Personaldecke war dort auch sehr dünn. Zur Folge hatte dies, dass die Kalkbrenner-Elf die Saison mit 35 Punkten auf Rang elf beendete. Andre Meese zog gegenüber HL-SPORTS ein Fazit zur Saison: „Nach dem größeren Umbruch im Sommer sind wir grundsätzlich mit der Saison zufrieden und konnten uns in nahezu allen Bereichen verbessern im Vergleich zur Vorsaison. Dennoch wäre in einigen Partien durchaus mehr drin gewesen, wenn wir unser ganzes Potenzial ausgeschöpft hätten.“

Defensive überzeugt
Mit 64 Gegentoren stellte St. Jürgen die beste Defensive der zweiten Tabellenhälfte und somit die siebtbeste der Liga. Es war eine große Stärke der Lübecker, was sicherlich auch dem Trainerteam besonders gut gefiel. Dieses beeindruckte allerdings etwas anderes noch viel mehr: „Positiv war auf jeden Fall, dass wir im Laufe der Saison immer mehr als Mannschaft zusammengewachsen sind und sich somit Abläufe zunehmend automatisiert haben. Der Zusammenhalt der Mannschaft zeigt sich vor allem auch daran, dass alle Spieler für die kommende Saison zugesagt haben, weiterhin ein wichtiger Bestandteil des Teams zu sein und den eingeschlagenen Weg weitergehen wollen.“ Einen Einzelspieler hervorheben wollte man nicht, vielmehr stand das Kollektiv im Fokus für Meese: „Grundsätzlich hat sich das ganze Team stark entwickelt und durch eine regelmäßig sehr gute Trainingsbeteiligung und Einsatzbereitschaft haben sich eine Vielzahl der Spieler nochmal deutlich verbessert. So haben sich eine Menge Spieler jeden Monat nochmal durch besondere Leistung hervorgetan.“
Luft nach oben gab es allerdings auch am Kalkbrenner. Dies sah auch der Cheftrainer so, der vor allem in Sachen Konstanz noch Luft nach oben sieht: „Wir wussten, dass der Umbruch im Sommer durchaus Zeit benötigen wird, daher haben wir uns auch durch anfängliche Rückschläge nicht aus der Bahn werfen lassen. Nichtsdestotrotz wollen wir in der kommenden Saison mehr Konstanz in unsere Leistung bringen und das Potenzial der Truppe noch häufiger abrufen.“
Kader bleibt zusammen
Personell hat der gesamte Kader seine Zusage gegeben, sodass man keine Abgänge zu verkraften hat. Mit Blick auf Neuzugänge befindet sich der SV Fortuna in Gesprächen, wobei es darum geht, sich punktuell zu verstärken. Man wird daher mit einer eingespielten Truppe in die neue Saison gehen. Der Start der Vorbereitung für diese erfolgte bereits am 23. Juni. Seitdem bestritt man ein Testspiel gegen den MTV Ahrensbök, in dem man sich trotz 3:0-Führung 3:3 trennte.









