Trotz massiver Leistungssteigerung: „Störche“ stürzen auch gegen „FC Terodde 04“

Wieder eine 0:3-Klatsche für Holstein Kiel

Mikkel Kirkeskov (Holstein Kiel). Archivfoto: Lobeca/Roberto Seidel

Kiel – Nein, es klappte wieder nicht für Holstein Kiel. Auch das zweite Saisonspiel in der 2. Bundesliga verloren die Störche. Am Sonntag war der FC Schalke 04 zu stark, gewann bei den Schleswig-Holsteinern klar mit 3:0 (2:0). Kiel bleibt Tabellenletzter.

Die 1. Halbzeit: Terodde stellt Holstein früh ins Aus

Mit einem katastrophalen Auftakt in die Partie begann es für Holstein. In der 2. Minute zappelte die Kugel schon im eigenen Netz. Terodde musste nur den Fuß hinhalten und brachte die „Knappen“ in Front. Der Kiel-Schock hielt an und hätte schon nach 16 Minuten die Reise bestimmen können, als Ouwejan die Latte traf. Schalke war nicht stark, aber effektiv: Terodde (21.) Tor, 2:0! Ein Abbild seines vorherigen Treffers, als er nach einem Freistoß am Fünfmeterraum Terodde-like einschoss. Der Ex-Gelsenkirchener Skrzybski (28.) jubelte, nachdem er den Ball per Fernschuss ins Tor beförderte. Abseits von Reese? Ja, der Videobeweis brachte die Ernüchterung bei den Norddeutschen.

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Nach der Pause: Kieler Förde sieht Schalker unter Beschuss

In der zweiten Hälfte war es nur Gelios zu verdanken, der einen direkten Freistoß von Ouwejan weltklasseparierte. Die Gäste waren aktiver und hatten allerdings innerhalb von 90 Sekunden Glück als Skrzybski (53.) und Bartels (54.) Möglichkeiten liegenließen. Nach einer Stunde hatten die Hausherren wenigstens bei mit 18:6-Torschüssen klar die Nase vorne. Die Vorentscheidung leitete Kiels Wahl ein, verspielte in der eigenen Hälfte den Ball an Bülter (68.), der bedankte sich mit einem Schuss vom Strafraumeck zum 3:0 für S04. Dass die Holsteiner am Ende sogar 23:9-Torschüsse aufwiesen, stand allerdings nicht auf der Anzeigentafel.

Das Fazit: Keine Tore, keine Punkte

Schönspielen reicht in der Liga nicht, sonst hätte Holstein Kiel zumindest in der B-Note einen Punkt sicher. Glücklose „Störche“ haben es allerdings wieder nicht geschafft ein Tor zu erzielen, dabei waren sie gegenüber dem 0:3 auf St. Pauli nicht wiederzuerkennen. Dennoch: Will Holstein Kiel nicht einen absoluten Fehlstart hinlegen, sollten sie zum Pokalspiel in der kommenden Woche wieder in die Erfolgsspur zurückfinden.

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Die Stimmen nach dem Spiel

Dimitrios Grammozis (Schalke): „Wir sind natürlich sehr glücklich, dass wir heute die drei Punkte geholt haben. Es war uns klar, dass diese Partie intensiv werden wird. Wir hatten das Glück, aber auch das Können, dass wir unsere Standards in der ersten Halbzeit zweimal zum Torerfolg genutzt haben. Das hat der Mannschaft gutgetan und geholfen, Sicherheit zu gewinnen. Die Kieler hatten auch immer wieder gefährliche Momente, wenn sie in den Strafraum gekommen sind. Nach der Pausenführung wollten wir weiter gutstehen und selbst Akzente nach vorne setzen. In der zweiten Halbzeit waren wir etwas zu passiv, da haben wir die Kieler kommen lassen. Sie hatten dadurch die eine oder anderen Möglichkeit, in der es zum Anschlusstreffer hätte kommen können. In dieser Phase haben wir das 3:0 erzielt – und dann wird es für den Gegner immer schwer, zurückzukommen. Wir sind sehr glücklich über den Sieg und die drei Tore. Wir nehmen das Positive aus diesem Spiel mit.“

Ole Werner (Holstein): „Glückwunsch an Schalke zum Sieg. Es war ein denkbar schlechter Start ins Spiel, wir haben die Standardsituationen sehr schlecht verteidigt. Zwischen den Strafräumen haben wir viele Sachen vernünftig gemacht und aus dem Spiel heraus nicht allzu viel zugelassen. Wir sind selbst immer wieder gefährlich nach vorne gekommen und hatten die eine oder andere Aktion um den Strafraum herum bzw. im Strafraum selbst. Was dabei herumgekommen ist, war aber zu wenig.“

Der 2. Spieltag (30.7. – 1.8.)

Karlsruhe – Darmstadt 3:0
Paderborn – Nürnberg 2:2
Hannover – Rostock 0:3
Regensburg – Sandhausen 3:0
Ingolstadt – Heidenheim 1:2
Düsseldorf – Bremen 2:3
Kiel – Schalke 0:3
Hamburg – Dresden 1:1
Aue – St. Pauli 0:0

Die Tabelle

1.Karlsruher SC26 : 16
2.SSV Jahn Regensburg25 : 06
3.SG Dynamo Dresden24 : 14
4.FC St. Pauli23 : 04
5.Hamburger SV24 : 24
6.SV Werder Bremen24 : 34
7.1. FC Heidenheim 184622 : 14
8.F.C. Hansa Rostock24 : 33
8.FC Schalke 0424 : 33
8.Fortuna Düsseldorf24 : 33
11.1. FC Nürnberg22 : 22
11.SC Paderborn 0722 : 22
13.FC Erzgebirge Aue20 : 02
14.Hannover 9621 : 41
15.FC Ingolstadt 0421 : 50
16.SV Darmstadt 9820 : 50
16.SV Sandhausen20 : 50
18.Holstein Kiel20 : 60

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