
Lübeck – In dieser Woche rollte im Kreispokal Lübeck der Ball. Ein Achtel-, sowie ein Viertelfinale standen auf dem Programm und es ging ordentlich ab. Am Mittwochabend gelang dem klaren Favoriten ein deutlicher Sieg in Travemünde. 24 Stunden später kam es dann zu einer großen Überraschung, sodass ein Underdog im Halbfinale steht.
TSV Travemünde – TSV 1982 Lübeck 1:8 (0:3)
Der TSV Travemünde ging im Pokal als klarer Underdog ins Achtelfinale gegen den TSV 1982 Lübeck. Der Landesligist wollte nach dem 8:2-Sieg in der ersten Runde gegen Titelverteidiger Eichholz nun auch beim Kreisligisten an der Ivendorfer Landstraße punkten. Dort sollte nichts anbrennen, denn nach bereits zehn Minuten führte der Landesligist mit 2:0. Mustafa Karatas (4.) und Hayri Akcasu (10.) ebneten den Weg zum nächsten Sieg. Furkan Kalfa (25.) sollte per Traumtor zum 3:0 schon vor der Pause alles klar machen. Im zweiten Durchgang wurde es dann schnell eine deutliche Angelegenheit. Der TSV 1982 stellte durch Efe Gökgöz (52.) sowie Ugur Dagli (55./59.) auf 6:0 nach einer Stunde. Man spielte sich in einen Rausch und glänzte mit wirklich ansehnlichem Fußball und starkem Kombinationsfußball. Auf das siebte Tor durch erneut Gökgöz (73.) folgte der Ehrentreffer durch Yigit Keremsah (77.). Den Schlusspunkt setzte dann allerdings Dagli (88.) mit seinem dritten Tor des Tages zum 8:1-Endstand. Es war der Einzug ins Viertelfinale. Serkan Rinal, Trainer des Siegers, sagte: „Wir ziehen nach einem überzeugenden 1:8-Erfolg gegen Travemünde in die nächste Runde ein! Mit einer konzentrierten Leistung und vielen guten Aktionen konnten wir das Spiel am Ende deutlich für uns entscheiden. Doch lange können wir uns nicht ausruhen. Am Sonntag wartet mit dem VfR Horst bereits die nächste schwere Aufgabe auf uns. Wir wollen den Schwung aus dem Pokal mitnehmen, von Beginn an fokussiert auftreten und auch dort alles für die nächsten drei Punkte geben. Ein besonderer Gedanke geht aber noch nach Travemünde. Kurz vor Schluss musste ein Spieler verletzungsbedingt vom Platz. Wir wünschen ihm auf diesem Wege eine schnelle und vollständige Genesung. Danke an alle, die uns in Travemünde unterstützt haben. Jetzt gilt die volle Konzentration auf Sonntag.“
VfL Vorwerk – TSV Schlutup 2:1 (2:0)
Im ersten Viertelfinale sollte der VfL Vorwerk den TSV Schlutup empfangen. Vergangene Saison trafen beide Mannschaften noch in der Kreisliga aufeinander, doch der VfL stieg ab. So spielt man nur noch A-Klasse, wo der Saisonstart durchwachsen war. Im Pokalduell war Vorwerk der Underdog gegen den klassenhöheren Gast, doch der Pokal schreibt ja bekanntermaßen seine eigenen Gesetze. So auch am Donnerstagabend. Nach einer halben Stunde führte der VfL durch die Treffer von Nour Badnjki (9.) und Nasim Hosseini (30.) mit 2:0. Es war ein überraschendes Ergebnis, mit dem wenige gerechnet hatten. Schlutup, das am vergangenen Wochenende noch ein 0:2 gegen Lübeck 1876 drehte und gewann, war allerdings längst noch nicht geschlagen. Man lief an, doch der Anschluss fiel erst spät. Mert Büyükdemir (82.) verkürzte in der Schlussphase. Der Ausgleich sollte nicht mehr fallen, sodass die Überraschung perfekt war. Der klassentiefere VfL setzte sich tatsächlich durch und zog als erste Mannschaft in dieser Saison ins Halbfinale ein. Für Schlutup gab es einen Dämpfer im Teichstadion, denn die Pokalreise endet.








