
Zarpen – Der TSV Zarpen krönte sich in der vergangenen Saison zum Meister der Kreisklasse A. Mit sechs Punkten Vorsprung auf den Verfolger Krummesser SV setzten sich die Stormarner durch. Dabei gab es nur eine einzige Saisonniederlage, diese im letzten Spiel bei der SG Scharbeutz/Pönitz. Nun geht es für den TSV in die Kreisliga, wo eine große Herausforderung auf den Aufsteiger wartet. Bei diesem tat sich personell sowohl auf der Zugangs- als auch Abgangsseite einiges.
Abgänge
Beim TSV Zarpen gab es nach dem Aufstieg insgesamt drei Abgänge. Zwei davon zog es zu neuen Vereinen, einer pausiert erst einmal. Mit Niklas Labs verlässt ein Spieler den Aufsteiger, der in der abgelaufenen Saison in 15 Ligaspielen zum Einsatz kam. Dabei erzielte er fünf Treffer. Im Saisonendspurt fehlte er Zarpen, stand letztmals im April beim 3:0-Sieg gegen den SV Viktoria 08 II auf dem Platz. Nun zieht es Labs zum SSV Ziethen, wo er der Kreisklasse A erhalten bleibt. Ebenfalls nicht den Weg in die Kreisliga gehen wird Sören Witt. Diesen zieht es zum TSV Travemünde. Mit Henrik Gehrt wird ein weiterer Spieler nicht mehr zur Verfügung stehen. Er gilt nicht unbedingt als Abgang, doch aus beruflichen Gründen wird der 31-jährige Rechtsfuß nicht mehr zur Verfügung stehen.
Nico Henkel kehrt zurück
Den drei Abgängen stehen einige Neuzugänge gegenüber. Dabei freut man sich über einen namhaften Offensivspieler, der in der abgelaufenen Saison in der Verbandsliga als mehrfacher Torschütze glänzte und auch in Lübeck kein Unbekannter ist. Nico Henkel kommt von der SVG Pönitz, wo er nicht nur in 23 Ligaspielen beim Meister der Verbandsliga Ost auf dem Platz stand, sondern auch 13 Tore und somit gemeinsam mit zwei weiteren Spielern die meisten der SVG erzielte. Im Schnitt jubelte der Stürmer alle 73 Minuten, sodass er eine absolute Top-Verstärkung für die Zarpen-Offensive ist. In Lübeck spielte Henkel bereits für Dornbreite, doch auch bei den Stormarnern ist er kein Unbekannter. Das Trikot des TSV trug er bereits. Nun gibt es das Comeback und er soll der Mannschaft beim Ziel, die Klasse zu halten, eine nochmals höhere Qualität geben.
Doppelpack aus der Kreisliga
Mit Luca Rhein kommt ein weiterer Spieler dazu, der in der abgelaufenen Saison aufgestiegen ist. Er kommt von der SG Reinfeld/Kronsforde und soll das Mittelfeld verstärken. Ebenfalls aus der Kreisliga stößt Deniz Karakaya dazu, der beim Eichholzer SV II in den vergangenen Jahren spielte. In der abgelaufenen Saison stand er in 24 Spielen auf dem Feld, dabei überwiegend als Joker. So kam er auch nur auf insgesamt 867 Spielminuten, in denen er ohne Tor blieb. Der erfahrene Offensivspieler bringt eine Menge Tempo mit und bietet eine zusätzliche Option auf dem Flügel. Hinzu kommen auch einige Spieler, die zuletzt noch in der eigenen Jugend spielten. Luca Rohr, Miko Karstens, Marvin Lindner und Ole Kinder stoßen aus der U19 dazu. Hinzu kommt Marcel Schinck, der in der abgelaufenen Saison 13 Spiele in der Zweiten absolvierte und dabei ein Tor erzielte.
Saisonstart durchaus anspruchsvoll
Der TSV Zarpen hat sich personell somit nochmals in der Breite auch qualitativ verstärkt. Die Vorbereitung ist bereits in vollem Gange und man absolvierte zwei Testspiele. Am vergangenen Wochenende gab es einen 3:2-Sieg gegen den SV Steinhorst/Labenz trotz zweimaligen Rückstands. Am Dienstagabend traf man auf den Aufsteiger der Kreisliga Südwest, den SV Eintracht Segeberg, wo man 5:4 gewann. Bis zum Saisonstart sind nun noch drei Testspiele geplant, gegen den TSV Berkenthin, Leezener SC II und TSV Pansdorf III. Am 24. Juli steht der Pflichtspielauftakt an, bei dem man zu Gast in der Kreisstadt ist. Man trifft auf Verbandsligaabsteiger VfL Oldesloe, wo man um den Einzug in die nächste Pokalrunde kämpft. Zwei Tage später empfängt man den FC Schönberg 95 II um Cheftrainer Mark Seemann, bevor am 2. August die Kreisliga beginnt. Das Startprogramm in der Kreisliga Süd ist durchaus anspruchsvoll für Zarpen, denn nach einem Heimspiel gegen den SV Azadi Lübeck II trifft man auf den TSV Schlutup (A), Sereetzer SV (H), Lübeck 1876 (A) und den TSV Kücknitz (H). Dann wird sich früh zeigen, welche Rolle der Aufsteiger in der neuen Liga spielen kann.
Bildquellen
- svg_henkel: Lobeca/Niklas Runne
Gefällt Dir unsere journalistische Arbeit?
Dann unterstütze uns hier mit einem kleinen Beitrag. Danke.









