Türkischer SV entschuldigt sich bei Schiedsrichter

„Man sollte nicht alles überbewerten“

Lübeck – Manchmal muss man nur eine Nacht darüber schlafen und dann kann es sein, dass die Welt doch etwas anders aussieht. So dachte man es sich zumindest beim Türkischen SV. Am Sonnabend nach dem 2:2-Unentschieden beim TSV Pansdorf II kochten die Gemüter noch lange hoch und nach einer strittigen Szene wurde der Schiedsrichter mit einem Rassismus-Vorwurf belegt. Zwei Tage später sah man die Dinge etwas anders.

„Emotionen gingen hoch“

Ender Ergin, Vorsitzender des TüSV, meldete sich bei HL-SPORTS und sagte: „Wir wollten es nicht, dass es in den Medien als Rassismus die Runde macht. Der Elfmeter war schon fragwürdig in der 90 Minute, dann hält unser Torwart den Elfmeter und dann hebt der Linienrichter die Fahne. Es ist aber vielleicht nachzuvollziehen, dass die Emotionen hochgehen. Ansonsten war es ein faires und schönes Spiel von beiden Seiten. Man sollte nicht alles überbewerten. Für uns ist das Spiel abgehakt.“

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Vorsitzender zeigt Größe

Das hat Größe, denn einen Fehler eingestehen, gehört für echte Sportsleute dazu. Das hat Ergin eindrucksvoll bewiesen. Er fügte noch hinzu, dass „nach dem Spiel natürlich jeder aufgeladen ist und dann kommt ein Wort aufs andere und dann wird sich daran hochgezogen. Natürlich darf der Schiedsrichter sowas nicht sagen und wir nicht den Schiedsrichter als rassistisch bezeichnen. Wir entschuldigen uns und werden auch noch den Kontakt zum Schiedsrichter suchen.“

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