Türkischer SV kommt am besten aus der Pole Position – Einigkeit in Stockelsdorf und Kronsforde

Favorit erfüllt Pflichtaufgabe – Tarim trifft dreifach

Torjubel am 1. Spieltag 2020 von Cesur Kaya, Enes Dagli und Sergen Tarim (alle Türkischer SV). Archivfoto: Lobeca/Michael Raasch

Lübeck – Auf den Punkt war der Türkische SV da. In der Kreisliga Süd-Ost übernahm das Team von Mustafa Bayrak die erste Tabellenführung – das Ganze nach einem 8:1-Kantersieg auf Marli und einem Dreifachtorschützen Sergen Tarim.

Knappe Favoritensiege

So ein bisschen überrascht durfte man am Stockelsdorfer Herrengarten sein, wo Kronsforde drei Auswärtspunkte mitnahm. Der ATSV gilt als Geheimfavorit und musste nun erst einmal Federn lassen. Dafür waren sich beide Clubs einig, dass die Schiedsrichterleistung vermutlich Luft nach oben hatte. Die beiden „richtigen“ Favoriten MTV Ahrensbök und SV Azadi „quälten“ sich zu knappen Erfolgen, doch danach fragt in drei Tagen eh niemand mehr. Drei Punkte und gut… Für Fortuna St. Jürgen gab es ein spielfreies Wochenende zu Beginn der Saison.

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Die Stimmen nach dem Spieltag:

ATSV Stockelsdorf – Kronsforder SV 1:2 (0:1)

Kambiz Tafazoli (Stockelsdorf): „In einem sehr kampfbetonten Spiel, welches zeitweise beiderseits bis ans Limit ausgereizt wurde, verlieren wir durch zwei individuelle Fehler. Leider beklagen beide Mannschaften Verletzungen, die unnötig waren. Hier hätte der Schiedsrichter beidseitig viel mehr durchgreifen müssen, was er einfach nicht tat. Dies soll aber keine Ausrede für unser schwaches Spiel sein.“

Lennart Larsson (Kronsforde): „In einem zerfahrenen Kreisligaspiel, welches durch viele Foulspiele und Verletzungen geprägt war, haben wir nicht unverdient die drei Punkte mit nach Kronsforde genommen. Eine geschlossene, intakte und souveräne Mannschaftsleistung hat am Ende gereicht und überzeugt. Defensiv standen wir gut und haben wenig Chancen zugelassen. Offensiv konnten wir die wenigen Nadelstiche setzen und unsere Tore erzielen. Ein großes Lob an das gesamte Team, welches wirklich eine überragende Leistung auf den Platz gebracht hat.“

MTV Ahrensbök – TSV Schlutup 1:0 (1:0)

Andre Meier (Ahrensbök): „Ein Sommerkick ohne viele Torchance. So reichte die frühe Führung durch Timon Kwiatkowski zum Sieg, der von uns über die 90 Minuten verwaltet wurde. Aufgabe erfüllt und drei Punkte zum Start. Wir sind zufrieden.“

Mark Seemann (Schlutup): „Endlich wieder um Punkte gespielt, leider konnten wir davon keine aus Ahrensbök entführen. Wir haben es mit den Kadermöglichkeiten, die wir heute zur Verfügung hatten, wirklich sehr sehr gut gemacht, unseren Plan sehr konsequent umgesetzt und Ahrensbök kam so auch im gesamten Spiel, trotz mehr Ballbesitz zu nur zwei wirklich gefährlichen Szenen. Nach vorne hat uns dann aufgrund der Ausrichtung natürlich ein wenig was gefehlt, aber eins bis zwei kleine Nadelstiche konnten wir setzen. Wenn wir das sauberer zu Ende spielen, dann wäre es vielleicht auch ein- bis zweimal mehr gefährlich geworden. So war es von der Einstellung und Umsetzung unseres Planes heute sehr gut in 90 Minuten gegen Ahrensbök. Ich bin mir sicher, wenn wir mit der Leidenschaft und vor allem mit diesem Zusammenhalt, worauf ich nach eins bis zwei Sachen umso mehr achte, werden wir die nötigen Punkte holen, um drinnen zu bleiben! Jetzt weiterarbeiten und das positive mitnehmen.“

TSV Pansdorf II – TSV Kücknitz 1:1 (1:1)

Hendrik Block (Pansdorf): „Wir haben gut angefangen und super das umgesetzt, was wir uns gemeinsam erarbeitet haben. Total verdient gehen wir dann auch in Führung und hatten das Spiel unter Kontrolle. Leider waren wir in einer Aktion in der ersten Halbzeit nicht konsequent genug und werden direkt für den Fehler bestraft. In der zweiten Halbzeit wollten wir vielleicht zu sehr den Sieg und haben zum Teil sehr hektisch gespielt. Chancen waren da, aber der Ball wollte dann einfach nicht mehr ins Tor. So starten wir mit einem Unentschieden in die Saison, obwohl wir uns mehr erhofft hatten.“

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AOK

Michael Kreft (Kücknitz): „Eine sehr körperbetonte Partie mit vielen harten Zweikämpfen. Wir kassieren den ersten Gegentreffer durch einen berechtigten Foulelfmeter und bringen uns quasi selbst in Rückstand. Unseren Ausgleich erzielte Alex Birkholz nachdem wir in der Offensive aggressiv nachgesetzt haben und die Fahrlässigkeit der Pansdorfer Hintermannschaft bestraft wurde. Kurz nach der Halbzeit hat sich Alex Birkholz zu einer sehr unnötigen Aktion hinreißen lassen, sodass wir den Rest des Spiels mit zehn Mann absolvieren mussten. Wir haben konsequent verteidigt und haben gegen Ende der Partie sogar nochmal die Möglichkeit den Siegtreffer zu erzielen. Diesen Punkt haben wir uns mit aller Macht erarbeitet und das Ergebnis geht absolut in Ordnung. Wir wünschen dem TSV Pansdorf II weiterhin viel Erfolg für die Saison.“

FC Dornbreite II – SV Azadi 1:2 (1:1)

Klaudius Michalsky (Dornbreite): „Leider hatten wir am Ende nicht das Glück auf unserer Seite. Zwei spielendscheidende Szenen wurden zu Unrecht gegen uns entschieden. Vom Spielverlauf wäre ein Unentschieden gerecht gewesen. SV Azadi hatte mehr vom Spiel und mehr Chancen, aber wir hatten mit zwei Pfostentreffern die besseren Torchancen. Wir als Trainer können mit der Einstellung und dem Kampf unserer Spieler mehr als zufrieden sein.“

Adnan Ertekin (Azadi): –

TuS Lübeck – Türkischer SV 1:8 (0:1)

Kevin Berens (TuS): „Es gibt nichts zu erklären. Das Ergebnis spricht für sich. Wir haben verdient verloren. Glückwunsch an den Türkischen SV.“

Mustafa Bayrak (TüSV): „Ein ganz starkes Spiel von uns über 90 Minuten, in denen wir den Gegner voll und ganz im Griff hatten. Auch wenn wir in der ersten Halbzeit viele Chancen liegengelassen haben, haben wir das in der zweiten Halbzeit besser gemacht und sind verdient als Sieger vom Platz gegangen. Das Ergebnis in der Höhe geht voll in Ordnung.“

Die Tabelle

1.Türkischer SV18 : 13
2.Kronsforder SV12 : 13
2.SV Azadi Lübeck12 : 13
4.MTV Ahrensbök11 : 03
5.TSV Kücknitz11 : 11
5.TSV Pansdorf II11 : 11
7.SV Fortuna St. Jürgen00 : 00
8.ATSV Stockelsdorf11 : 20
8.FC Dornbreite II11 : 20
10.TSV Schlutup10 : 10
11.TuS Lübeck11 : 80

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