Der Sereetzer durfte wieder jubeln. Foto: Philipp Drenckhahn - Sereetzer SV

Lübeck – Der Tabellenführer in der Verbandsliga Süd machte auch nach der Winterpause so weiter, wie er vorher aufgehört hatte, mit einem Sieg. Der SV Azadî startete mit einem klaren Heimerfolg gegen die SG Oering-Seth in das Jahr 2026. Im Spitzenspiel zwischen dem Türkischen SV, der den 2. Tabellenplatz als Ziel ausgegeben hat, und dem SV Hamberge wurden die Gastgeber kalt erwischt und lagen nach 69 Minuten mit 0:3 zurück, ehe noch zwei eigene Treffer gelangen, die aber nicht mehr zu einem Punkt reichten. Der MTV Ahrensbök setzte sich durch Treffer kurz vor nach der Pause gegen die SG Elmenhorst/Tremsbüttel durch und der Sereetzer SV schickte den VfL Oldesloe mit einer deutlichen Niederlage nach Hause.

Die Stimmen nach den Spielen

MTV Ahrensbök – Elmenhorst/Tremsbüttel 3:2 (2:1)

Jan-Hendrik Alpen (Ahrensbök): „Es war das erwartet schwere Spiel gegen die SG Elmenhorst/Tremsbüttel nach der langen Winterpause – ein Duell auf Augenhöhe, das wir am Ende für uns entscheiden konnten. Wir sind gut in die Partie reingekommen und haben uns direkt Chancen erspielt, nutzen diese aber zunächst nicht konsequent genug. In der 39. Minute geraten wir dann in Rückstand, zeigen aber eine starke Reaktion und drehen das Spiel noch vor der Pause, sodass wir mit einer 2:1-Führung in die Halbzeit gehen. Nach dem Seitenwechsel kommen wir erneut gut raus und erhöhen früh auf 3:1. Danach entwickelt sich ein ausgeglichenes Spiel, in dem beide Mannschaften alles investieren. Wir verteidigen leidenschaftlich und bringen die Führung am Ende über die Zeit. Unterm Strich sind wir zufrieden und glücklich über die drei Punkte zum Start in die Rückrunde.“

Michal Ratajczak (Elmenhorst/Tremsbüttel): „Heute mussten wir eine nicht unverdiente, aber sehr bittere Niederlage hinnehmen. Bitter vor allem, weil wir durch zahlreiche Ballverluste in der Vorwärtsbewegung selbst viele Chancen für den Gegner ermöglicht haben. Ahrensbök agierte vor allem mit langen Bällen, während wir zu wenig aus unserem Ballbesitz gemacht haben. Durch unsere Fehler bekam der Gegner große Möglichkeiten, die wir verteidigen konnten. Dann gehen wir auch noch in Führung und hätten eigentlich höher führen müssen, scheiterten aber zweimal am Aluminium. Danach drehte der Gegner das Spiel durch einen Elfmeter, der aus meiner Sicht keiner war. Für die zweite Halbzeit hatten wir uns viel vorgenommen, doch direkt zu Beginn kassierten wir durch einen großen Fehler einen Nackenschlag und lagen 1:3 zurück. Die Mannschaft hat sich jedoch nicht aufgegeben, kämpfte weiter und wollte zumindest noch den Ausgleich erzielen. Gegen Ende kamen wir nochmal heran, doch am Ende reichte es leider nicht. Wir haben uns heute selbst geschlagen, das ist bitter aber jammern hilft nicht – wir werden das Spiel jetzt abhaken und den Blick nach vorne richten. Im nächsten Spiel haben wir wieder die Chance, drei Punkte zu holen!“

Sereetzer SV – VfL Oldesloe 4:1 (2:1)

Corvin Fromm (Sereetz): „Gelungener Jahresauftakt mit verdientem Heimsieg. Mit einem überzeugenden Auftritt feiern wir einen gelungenen Jahresauftakt vor heimischem Publikum. Von Beginn an dominierten wir das Spielgeschehen mit viel Ballbesitz in der ersten Halbzeit und einer sehr guten Grundordnung. Die Mannschaft agierte diszipliniert, ließ Ball und Gegner laufen und erspielte sich kontrolliert ihre Chancen. Besonders stark: Wir erzielten unsere Tore zu perfekten Zeitpunkten – sowohl zur richtigen Phase im Spiel als auch mit Blick auf die Moral des Gegners. Nach dem Seitenwechsel verloren wir für kurze Zeit etwas die Ordnung und ließen den Gegner besser ins Spiel kommen. Doch die Mannschaft fing sich schnell wieder, stabilisierte das Spiel und brachte die Partie souverän zu Ende. Am Ende steht ein verdienter Heimsieg, der Lust auf die kommenden Aufgaben macht.“

Frank Dencker (Oldesloe): „Man merkte beiden Mannschaften die ungenügende Vorbereitung an. Ein völlig zerfahrenes Spiel mit vielen Fehlpässen auf beiden Seiten. Unser Problem war nur, das Seeretz unsere Aussetzer in Tore ummünzte, wir deren aber nicht. Daher geht unser Glückwunsch nach Seeretz und wir müssen unsere Punkte woanders holen.“

Türkischer SV – SV Hamberge 2:3 (0:1)

Ismail Öztürk (Türkischer SV): „Bis zum 0:1 waren wir zu hektisch und haben es nicht geschafft, drei Pässe am Stück zu spielen. Danach lief es deutlich besser, bis wir leider zwei Tore praktisch verschenkt haben. Daraufhin haben wir umgestellt und nochmal alles nach vorne geworfen. Ich mache keinem Spieler einen Vorwurf die Niederlage geht auf meine Kappe. Trotzdem haben die Jungs alles gegeben, obwohl die meisten gefastet haben. Riesen Respekt dafür. Hamberge hat eine richtig gute Mannschaft Glückwunsch an die Jungs. Es sind noch genug Spiele vor uns, um unsere Ziele zu erreichen.“

Kambiz Tafazoli (Hamberge): „Nach diesem schwierigen Kaltstart, den wir alle hatten, hat man beiden Mannschaften deutlich angemerkt, dass sie noch nicht bei hundert Prozent sind. Dafür haben wir es aber von der ersten Minute an sehr konzentriert und fokussiert angegangen. Wir waren präsent, haben uns gute Chancen herausgespielt und hätten zur Pause eigentlich deutlich höher führen müssen. So steht es dann nur 1:0, obwohl mehr drin war. In der zweiten Halbzeit musst du direkt das 2:0 nachlegen, um Ruhe ins Spiel zu bringen. Das hat etwas gedauert, aber wir haben weiter sauber gearbeitet und uns am Ende auch mit dem zweiten und dritten Treffer belohnt. Bis zur 80. Minute war das, gerade nach diesem Start in die Saison, ein sehr gutes Spiel von uns. Dann machen wir es uns leider selbst unnötig schwer. Ein Fehler in der Viererkette, wir laden den Gegner zur Ecke ein und sind am langen Pfosten nicht sauber sortiert. Plötzlich steht es 3:1. Kurz darauf passen wir wieder nicht richtig auf und kassieren noch das 3:2. In so einer Phase kann ein Spiel natürlich kippen. Da brauchst du Stabilität und Klarheit im Kopf. Ich muss der Mannschaft aber ein Kompliment machen. Wir haben die letzte Verteidigungsphase sehr gut angenommen, sind ruhig geblieben und haben das Ergebnis über die Zeit gebracht. Unterm Strich sind wir einfach stolz auf die Leistung. Nach so einem Kaltstart direkt ein Topspiel zu gewinnen, das tut uns richtig gut. Jetzt geht es darum, schnell in den Rhythmus zu kommen und die nächsten Schritte zu machen.“

SV Azadî Lübeck – SG Oering-Seth 3:0 (1:0)

Niwar Jasim (Azadî): „Im Spiel gegen die SG Oering-Seth haben wir über 90 Minuten klar den Ton angegeben und die Partie kontrolliert. Dennoch haben wir es im letzten Drittel nicht geschafft, unsere Angriffe geradlinig und konsequent in Tore umzumünzen, wir haben einfach zu viele Chancen liegen gelassen. Trotzdem war nicht alles schlecht: Defensiv standen wir stabil, haben zu null gespielt und am Ende gehen die drei Punkte verdient auf unser Konto.“

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Harjas Ahluwalia (Oering-Seth): „Wie zu erwarten war es das Spiel auf ein Tor. Wir wussten, dass wir nur mit einer disziplinierten und strukturierten Einstellung und Leistung gegen die Offensivpower von Azadi gegenhalten können. Dieses ist uns über weite Teile des Spiels sehr gut gelungen. Das 0:1 resultiert aus einem Standard, dem 0:2 geht ein klares Handspiel voraus. Beim 0:3 duseln wir uns das Ding rein. Dass Azadi dieses Spiel verdient gewinnt steht völlig außer Frage, wir können aber sehr stolz auf unsere Leistung sein. Spielerisch mussten wir an unsere Grenzen gehen und alles wegverteidigen. Diese mutige Arbeit gegen den Ball, ein starker Keeper und viel Leidenschaft lassen uns positiv in die nächsten Wochen blicken. In Halbzeit zwei konnten wir auch offensiv punktuell gute Nadelstiche setzen. Abschließend bin ich mit der Leistung meiner Mannschaft sehr zufrieden. Dieses spiegelt unsere komplizierte aber sehr starke Vorbereitung wieder und zeigt, dass der Wille auf eine gute Rückrunde komplett vorhanden ist.“

Der 20. Spieltag (28.2. – 1.3.)

MTV Ahrensbök – Elmenhorst/Tremsbüttel 3:2
Sereetzer SV – VfL Oldesloe 4:1
Türkischer SV – SV Hamberge 2:3
SV Azadî Lübeck – SG Oering-Seth 3:0
GW Siebenbäumen – SV Schackendorf (So., 14 Uhr)
Büchen-Siebeneichen – S.I.G. Elmenhorst (14.30 Uhr)
Eintr. Groß Grönau – FC Ahrensburg (15 Uhr)
TSV Trittau – SSV Güster

Die Tabelle

1.SV Azadi Lübeck19117 : 2754
2.TSV Trittau1854 : 2442
3.Türkischer SV1968 : 3140
4.SV Hamberge1846 : 2640
5.FC Ahrensburg1952 : 4730
6.SV Schackendorf1645 : 4424
7.SSV Güster1428 : 2023
8.S.I.G. Elmenhorst1542 : 4223
9.MTV Ahrensbök1840 : 6322
10.Eintr. Groß Grönau1642 : 4721
11.Sereetzer SV1941 : 5221
12.Büchen-Siebeneichen1831 : 5518
13.VfL Oldesloe1728 : 5311
14.Elmenhorst/Tremsbüttel1622 : 5111
15.SG Oering-Seth1825 : 788
16.GW Siebenbäumen1418 : 395

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