„Um langfristig zu den Top-Teams zu gehören, müssen wir das minimieren“ – Benjamin Berger im Interview

HL-SPORTS sprach exklusiv mit dem neuen Coach der SpVgg Putlos

Benjamin Berger (hier noch im Zweikampf), steht künftig an der Seitenlinie. HL-SPORTS sprach mit ihm über seine neue Aufgabe. Foto: Niklas Runne
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Dannau – Mit dem Ende der Saison 2023/24, endete auch die Ära von Erfolgstrainer Wolfgang Ruge. Dieser führte die SpVgg Putlos in die Kreisliga und beendete die Spielzeit auf dem vierten Tabellenplatz. Es war die beste Endplatzierung in der Kreisliga seit langem. Ein neuer Übungsleiter wurde bereits gefunden. Dieser kommt aus der Mannschaft und hört auf den Namen Benjamin Berger. HL-SPORTS hat exklusiv mit dem neuen Chef der SpVgg gesprochen.

Wie liefen die Gespräche ab?

Darauf antwortete Berger gegenüber HL-SPORTS: „Es gab zwei Gespräche, als es hieß, dass Wolfgang zur kommenden Saison aufhört. Das erste Gespräch war mit Dirk Peter Ulrich (Fußballobmann). Da ging es im Prinzip um meine Vorstellungen. Das zweite Gespräch hatte ich mit dem Vorstand und dem Fußballobmann bezüglich der Rahmenbedingungen. Da wurde mir nochmals der Putloser-Weg nahegelegt, welchen ich aber bereits seit 2,5 Jahren kenne.“ Zu seinem zukünftigen Trainerteam setzte der neue Mann fort: „Das Trainerteam ist aufgestellt mit mir als Hauptverantwortlichen, Nico Bötcher als Co-Trainer, Philipp Pries als Torwarttrainer (solange er noch nicht einsatzfähig ist), David Wudarczyk und Maxi Baaß als Betreuer.“

Was bist du für ein Trainertyp?

Sich selbst beschreibt der 32-Jährige: „Ich bin sehr akribisch und plane gemeinsam mit meinem Staff ins kleinste Detail unseren neuen Weg. Ich bin ein absoluter Teamplayer und jeder in meinem Trainer-Team hat, was Tolles beizutragen. Ich bin im Vergleich zu meinem Co-Trainer eher der ruhigere, wobei das tatsächlich als Spieler etwas anderes war.“

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Endet die Spielerkarriere?

Zuletzt stand der Mittelfeldspieler, trotz bereits Trainerstationen in der Jugend von Schleswig 06 und TSV Wentorf, selbst auf dem Platz. Er absolvierte in der vergangenen Kreisliga-Saison 20 Partien, doch nun findet seine Spielerkarriere ein Ende: „Aufgrund mehrerer Verletzungen werde ich die eigenen Schuhe an den Nagel hängen und mich ganz der Tätigkeit an der Seitenlinie widmen. Dafür haben wir einen gut aufgestellten Kader, sodass ich normalerweise nicht in die Bredouille kommen sollte, die Schuhe wieder anziehen zu müssen.“

Was nimmst du dir vor?

Bei seiner neuen Tätigkeit nimmt sich Benjamin Berger einiges vor: „Ich möchte meine Spieler besser machen. Mein Team und ich werden einiges verändern, das braucht seine Zeit. Hier ist Geduld gefragt. Ich bin mir aber sicher, dass wir das hinbekommen, denn die Mannschaft ist wissbegierig und saugt neue Dinge schnell auf.“ In den vergangenen Jahren zeichnete die Ostholsteiner vor allem die Offensive aus. Sie erzielten regelmäßig zahlreiche Tore, doch darunter litt die Defensive enorm. Zu seinen Prioritäten sagte der Besitzer der B-Lizenz: „Tatsächlich einen Mix aus beiden. Die Defensivarbeit wird der Schwerpunkt sein in der Vorbereitung. Wir haben in den letzten Jahren durchschnittlich ca. zwei Gegentore pro Spiel bekommen. Um langfristig zu den Top-Teams zu gehören, müssen wir das minimieren. Vorne macht man immer ein Tor. Wichtig ist mir, dass die Angriffe vorbereitet werden und das keine Verzweiflungsaktionen sind.“

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