
Wahlstedt – Die Rückrunde in der Kreisliga Südwest wurde bereits am Donnerstagabend eröffnet. Es kam zu einem packenden Topspiel, in dem es einen späten Sieger gab, der dadurch an die Tabellenspitze sprang. Überschattet wurde dieses allerdings von einer unschönen Szene in der Schlussphase. Außerdem geht der Blick auf sechs Partien am Wochenende, die einiges versprechen.
SV Wahlstedt – TuS Teutonia Alveslohe 3:2 (1:1)
Bereits am Donnerstagabend wurde die Rückrunde mit einem vorgezogenen Spiel eröffnet. Der SV Wahlstedt empfing dabei den TuS Teutonia Alveslohe und diese Partie versprach eine Menge. Beide Teams waren in richtig guter Form und holten zuletzt einige Punkte. So gab es für Alveslohe nur eine Niederlage aus elf Spielen. Wahlstedt war seit einigen Wochen unbesiegt. Daher waren die Vorzeichen sehr vielversprechend. Personell fehlten dabei allerdings auf beiden Seiten einige Spieler. Wahlstedt hatte einen dünneren Kader als sonst und musste etwas umbauen, während dem Gast wichtige Leistungsträger fehlten, wie Felix Burkhardt oder Jannik Schnitzke. Auch bei Jonas Ihde reichte es erneut nicht für die erste Elf. Dennoch boten sich beide ein hochklassiges Fußballspiel. Gästetrainer Dennis Rerop sagte: „Es war ein Spiel wie erwartet, sehr hektisch, sehr schnell, es war schon auch sehr gut von beiden Mannschaften. Wir gehen in Führung und kriegen dann kurz vor der Halbzeit das 1:1, was auch absolut verdient war. Die erste Halbzeit ging eher an Wahlstedt, trotzdem fand ich, dass wir gut im Spiel waren. Wir haben gute Abstände gehabt, mit Ball waren wir ein Stück zu hektisch, gegen den Ball war es top.“
„In der Halbzeit haben wir dann zwei, drei Dinge angepasst, sind dann auch super rausgekommen und machen verdient das 2:1“, setzte Rerop fort. Nach einer Flanke nahm Aron Kruse den Ball mit der Brust an und traf mit seinem starken linken Fuß zur erneuten Führung. Im Anschluss wurde Wahlstedt dann immer stärker und sollte das Spiel mehr und mehr an sich reißen. Alveslohes Coach verriet: „Es ist uns irgendwann dann die Kraft ausgegangen. Das Spiel ging hin und her, die Räume wurden größer und trotzdem finde ich, dass wir sehr viel gut wegverteidigt haben. Wir haben wieder gute Umschaltsituationen gehabt, waren da vielleicht nicht ganz so konsequent und trotzdem sind wir zu zwei, drei guten Kontern gekommen. Dann bekommen wir das ärgerliche 2:2, ein abgefälschter Schuss, wo Enrik nur den Fuß hinhält und der irgendwie reingeht. Das passiert. Wahlstedt hat dann irgendwann in der zweiten Halbzeit auch mehr Druck gemacht und dann war es eigentlich so ein Spiel, das 2:2 ausgehen muss und dann bekommen wir nach einer unübersichtlichen Schiedsrichteraktion, bei einer Kopfverletzung, Spieler muss raus, dann sollte Wahlstedt doch den Ball irgendwie behalten. Es war alles nicht so klar, da waren wir dann nicht wach auf dem ersten Ball und dann spielen sie es gut aus mit einem Chip-Ball, wo der Stürmer dann das 3:2 macht. Wir haben hinten raus alles nochmal probiert, haben Freistöße und Halbchancen gehabt, aber da fehlte uns heute irgendwie auch das Spielglück, dass wir das Ding ziehen.“
Wahlstedt setzte somit seine Form fort und feierte Siegtorschütze Nick Scharnert, der in der 89. Minute den Siegtreffer erzielte. Der geschlagene Coach fand gratulierende Worte an den SVW: „Erst einmal Glückwunsch nach Wahlstedt zu den drei Punkten.“ Zum Spiel setzte er fort: Das wird uns als Mannschaft aber nicht umwerfen, sie hat wieder über 95 Minuten alles reingeworfen, mit und auch gegen den Ball. Wir hatten meiner Meinung nach die bessere Spielanlage, den besseren Plan und trotzdem bin ich stolz, weil wir alles versucht haben. Am Ende hat uns ein Stück weit das Spielglück gefehlt, aber das macht uns nur noch stärker. Wir werden unsere Kräfte bündeln. Vor dem Spiel haben wir einige Absagen gehabt, es haben einige gefehlt. Ich mache meiner Mannschaft keinen Vorwurf, bin eher stolz, dass wir in einem unübersichtlichen Spiel die Ruhe behalten haben und unsere DNA und unseren Fußball auf den Platz zu bringen. Das ist uns gelungen. Wir werden aus dieser Niederlage einiges mitnehmen können und den Rest werden wir aufarbeiten können.“
Der siegreiche Coach Nimet Jusufi sagte: „Wie bereits im Hinspiel haben wir erwartet, dass Alveslohe mit einem intensiven Pressing agiert. Darauf waren wir gut vorbereitet und konnten uns über weite Strecken spielerisch aus dem Druck lösen. Dadurch sind immer Räume entstanden und wir sind gute Angriffssituationen gekommen und haben uns zahlreiche Torchancen herausgespielt. Besonders in der ersten Halbzeit hatten wir das Spiel gut im Griff und waren die klar spielbestimmende Mannschaft. Aufgrund unserer Chancen hätten wir zu diesem Zeitpunkt bereits deutlich führen müssen.Nach dem Seitenwechsel haben wir zunächst etwas die Kontrolle verloren und sind nicht konsequent genug in die zweite Halbzeit gestartet. Dadurch konnte Alveslohe besser ins Spiel finden, sich eigene Möglichkeiten erarbeiten und machen dann das 1:2. Im Anschluss haben wir reagiert, taktisch umgestellt und mit frischen Kräften neue Energie auf den Platz gebracht. Dadurch konnten wir wieder mehr Druck entwickeln, das Spiel zunehmend auf unsere Seite ziehen und uns schließlich für unseren Aufwand belohnen. Am Ende war entscheidend, dass wir uns trotz der schwierigen Phase nicht haben verunsichern lassen. Wir wollten dieses Spiel unbedingt gewinnen und haben das auch auf dem Platz gezeigt. Die Mannschaft hat Moral, Mentalität und den nötigen Siegeswillen bewiesen. Genau diese Einstellung hat uns am Ende den Erfolg gebracht.“
Ein spektakuläres und hochklassiges Kreisligaspiel sollte allerdings nicht nur einen späten Sieger finden, sondern auch einen unschönen Ausgang erleben. Es kam zu einer unschönen Szene, die den Fußballabend überschattete, denn es kam zu einer Handgreiflichkeit gegenüber eines Spielers der Gäste. Der Gästetrainer schilderte diese und fand deutliche Worte gegenüber dem Auftreten des Gegners: „Ich habe lange nicht mehr ein so respektloses und unsportliches Verhalten einer Mannschaft gesehen. Es wurde über 95 Minuten bei jedem Freistoß Gelb gefordert von der Bank, von den Trainern, Betreuern und Spielern auch auf dem Feld. Alles wurde immer wieder reklamiert bei jeder Szene. Da war natürlich auch die junge Schiedsrichterin, der ich alles andere als einen Vorwurf machen möchte, ein Stück weit vielleicht auch mit überfordert. Sie hat es aber trotzdem in einer ruhigen Art und Weise gut gemacht. Dann kurz vor Schluss gab es eine Szene, die nicht auf den Fußballplatz gehört und nie passieren darf. Ein Betreuer, der zumindest nah auf der Bank beziehungsweise auf der Bank saß, aber von den Wahlstedtern als Zuschauer deklariert worden ist, hat einem Spieler von uns ins Gesicht geschlagen. Nachdem wir einen Einwurf hatten und der Ball nicht rausgegeben wurde und der Ball, um das Spiel zu verzögern, von den Wahlstedtern einbehalten wurde, dann kam der Betreuer beziehungsweise aus deren Sicht Zuschauer und gibt unserem Spieler einen Schlag ins Gesicht. Ich bin froh, dass unser Spieler ruhig geblieben ist, wahrscheinlich auch unter Schock war. So etwas gehört nicht auf einen Sportplatz, damit identifizieren wir uns als Verein nicht, ich als Trainer und Spieler auch nicht. Ich bin froh, dass meine Mannschaft ruhig geblieben ist und nichts mehr weiter gemacht hat. Trotzdem finde ich es absolut unsportlich, respektlos und es gehört sich absolut überhaupt nicht. Ich finde, die Niederlage hat einen bitteren Beigeschmack dadurch.“
Leezener SC – Borussia Möhnsen (Sa., 15 Uhr)
Nach zuletzt drei Siegen in Serie und vier Erfolgen in fünf Spielen zeigt der Trend beim Leezener SC nach oben. Der schwierige Start ist längst abgeschüttelt, sodass auch mehr Ruhe eingekehrt ist mit Blick nach unten. Doch ausgeruht werden soll sich darauf keineswegs. Es wartet das nächste Heimspiel und in diesem gilt es, gegen einen direkten Konkurrenten zu punkten. Trainer Phil Paustian sagt: „Wir wollen natürlich unseren positiven Trend beibehalten und fortführen. Wir erwarten eine Mannschaft, die wir sehr gut aus der Vergangenheit kennen, die eher über das Kollektiv als über Individualisten kommt. Sie stehen gerne im tiefen Block und fahren über lange Bälle Konter über ihre schnelle Spitze. Darauf werden wir uns vorbereiten. Dagegen werden wir Mittel und Wege im Training erarbeiten und darauf eingestellt sein, auch das vierte Spiel in Folge positiv gestalten zu können.“
Für die Gäste aus Möhnsen gilt es ebenfalls, an den vergangenen Wochen anzuknüpfen. Dort zeigte der Trend ebenfalls nach oben, denn es gab nur eine Niederlage aus vier Spielen. Die Lauenburger konnten sich ebenfalls im Keller etwas Luft verschaffen und dabei vor allem gegen Top-Teams wie Segeberg, Tralau und Alsterland überzeugen. Genau an diesen Leistungen gilt es anzuknüpfen, denn dann könnte der nächste Erfolg folgen. Im Hinspiel trennten sich beide Teams remis. Möhnsen hat dort den Gegner mit einer disziplinierten Defensivarbeit vor Herausforderungen gestellt und sich den Punkt letztlich so verdient. Nun warten andere Voraussetzungen, denn auf einem kleinen Kunstrasen wird es ein anderes Spiel.
Tralauer SV – SG Bargteheide/Hammoor (Sa., 16 Uhr)
Nach einem glanzlosen 3:0-Sieg gegen den VfL Oldesloe möchte der Tralauer SV am Sonnabend nachlegen. Es gilt, sich die Tabellenführung zurückzuholen, die an den SV Wahlstedt verloren wurde, der am Donnerstagabend im vorgezogenen Spiel gewann. Dazu braucht es eine klare Steigerung, denn zuletzt fehlte es dem Favoriten an der letzten Konsequenz und Zielstrebigkeit. Man wirkte etwas verspielt und wollte es zu schön machen. Nun wartet ein unbequemer Gegner, der in der Tabelle ebenfalls zur oberen Hälfte gehört. Die SG Bargteheide/Hammoor reist an und unterschätzen wird man diese auf keinen Fall. Dennis Banka sagt: „Ich glaube, mit der SG erwartet uns die Überraschungsmannschaft der Hinrunde. Sie haben viele gute Ergebnisse erzielt und stehen zu Recht mit oben. Es wird eine kämpferisch starke Truppe erwartet, die auch technisch zu überzeugen weiß. Für uns wird die Marschroute klar sein, viele Zweikämpfe gewinnen, mehr zweite Bälle gewinnen als gegen den VfL, viele intensive Läufe. Bis zur Winterpause müssen nochmal alle Körner aus dem Tank geholt werden. Der Wille muss da sein, es 100 Prozent besser zu machen als gegen die Blauen am Dienstag.“ Die letzten Wochen kosteten Körner, was sich in der Personalsituation bemerkbar macht. Dazu setzte der Co-Trainer fort: „Einige Jungs haben noch Erkältungen und Blessuren auszukurieren, es wird ein kleiner Wettlauf gegen die Uhr, es soll aber auch niemand verheizt werden. Die Bank wird wahrscheinlich nicht ganz so voll sein wie im letzten Spiel, aber wir werden aus der Situation das Beste machen und eine schlagkräftige Truppe auf den Platz bringen.“
Bei der SG Bargteheide/Hammoor gibt es erstmals in dieser Saison einen kleinen Negativtrend. Zweimal musste man sich zuletzt geschlagen geben, sodass nach zwischenzeitlicher Platzierung in den Top Drei derzeit nur noch Rang sechs die Realität ist. Gegen Trittau II boten sie einen katastrophalen Auftritt und kassierten mit einem 1:4 die erste Auswärtsniederlage der Saison. In der Folgewoche unterlag man Alveslohe mit 0:2, wobei über 90 Minuten nahezu gar keine Torgefahr ausgestrahlt wurde. Somit gilt es, in Tralau wieder in die Spur zu finden, doch an den TSV erinnert man sich nicht gerne. 1:7 ging die SG am ersten Spieltag zu Hause gegen das Spitzenteam unter. Dies soll nun auf keinen Fall passieren. Trainer Flemming Strufe sagt: „Tralau steht an der Tabellenspitze und ist in diesem Spiel der Favorit. Aus dem Hinspiel wissen wir, wie konsequent sie Fehler bestrafen. Nach zwei Niederlagen wollen wir eine Reaktion zeigen: gegen den Ball enger zusammenarbeiten, die Zweikämpfe annehmen und unsere Möglichkeiten nach Ballgewinnen besser ausspielen. Wir müssen einige Ausfälle auffangen, vertrauen aber den Spielern, die dabei sind. Unser Ziel ist, Tralau diesmal über die gesamte Spielzeit ein schweres Spiel zu machen und wieder etwas mitzunehmen.“
SSV Großensee – VfL Oldesloe (So., 13 Uhr)
Der SSV Großensee befindet sich in einem klaren Abwärtstrend. Die anfängliche Euphorie inklusive Tabellenführung ist verpufft und stattdessen rücken die Abstiegsplätze immer näher. Daher gilt es nun, schnell die Notbremse zu ziehen. Sechs Niederlagen in Serie sorgten für den Absturz auf Rang zehn, mit nur vier Punkten vor dem 14. Platz. Personell sollte es sehr schwierig sein, denn oftmals war es nur ein dünner Kader mit nur wenigen Optionen. Hinzu kamen allerdings auch dürftige Auftritte, die weit von Normalform entfernt waren. Dass ein Sieg am Sonntag Pflicht ist, zeigt nicht nur die aktuelle sportliche Ausbeute, sondern auch der kommende Gegner. Das letzte sieglose Team der Liga reist an und dort muss es nun endlich mal wieder klappen. Trainer Sascha Bartlakowski sagt: „Das nächste Spiel ist für uns von enormer Bedeutung, denn wenn es uns nicht gelingt, gegen das sieglose Schlusslicht eine Trendwende herbeizuführen, wird es im Abstiegskampf sicherlich nicht einfacher. Personell müssen wir wie immer schauen, was am Sonntag zur Verfügung steht, und dann versuchen, wie immer das Beste draus zu machen. Aber klar ist allen, dass wir die drei Punkte dringend benötigen.“
Für den VfL Oldesloe ist der Druck nochmal etwas größer. Die Hinrunde ist ohne Sieg nahezu komplettiert, mit Ausnahme einer Nachholpartie. Ansonsten gab es ein Remis und 13 Niederlagen. Dass man die Rote Laterne hochhält, ist daher nicht überraschend, doch um den Verbleib in der Liga noch einigermaßen realistisch zu halten, sollte so langsam mal gewonnen werden. An die Leistung vom Dienstag beim Tralauer SV gilt es anzuknüpfen, denn dann hat man gute Karten. Trainer Jan Vogelsang sagt: „Wir müssen den Schwung vom Spiel gegen Tralau mitnehmen und uns nun langsam mal für eine gute Leistung belohnen. Vorne muss der Knoten platzen und hinten müssen wir wieder alles investieren, um lange die Null zu halten. Wir schauen, wie der Kader am Wochenende aussieht. Leider haben wir nach dem letzten Spiel wieder drei Neue auf der Verletztenliste, aber das sind wir ja bereits gewohnt.“ Im Hinspiel, am ersten Spieltag, sollte es einen 7:1-Auswärtssieg der Großenseeer im Oldesloer Travestadion geben. Es war dennoch keine Glanzleistung, denn Trainer Sascha Bartlakowski haderte damals mit den spielerischen Fähigkeiten seiner Mannschaft.
Eintracht Segeberg – Bargfelder SV (So., 14 Uhr)
Die Hoffnung ist groß, dass mit dem 5:1-Sieg am Dienstagabend der Knoten beim SV Eintracht Segeberg geplatzt ist. Endlich gab es mal wieder einen Dreier zu Hause, der zweite erst in dieser gesamten Saison. Dadurch bleibt man in der oberen Tabellenhälfte und hat sogar den Vorsprung auf einen zweistelligen Platz auf acht Punkte erhöht. Damit ist man ganz klar im Soll, doch nun soll nachgelegt werden. Zu Gast ist der Bargfelder SV, den man am ersten Spieltag noch mit 3:1 bezwang. Nach Rückstand kam man zurück und sollte dank eines Doppelschlags vor und einem Treffer nach der Pause mit 3:1 gewinnen. Nun hofft man erneut auf einen Erfolg gegen die Mannen aus Stormarn. Trainer Mark Galander sagt: „Das erste Spiel der Rückrunde steht an. Mit Bargfeld fing unsere Saison an und wie wichtig der positive Start war, sieht man jetzt, denn Bargfeld ist aus meiner Sicht besser als die neun Punkte, die sie momentan haben. Wir dürfen sie am Sonntag auf keinen Fall unterschätzen. Wir müssen das Spiel so seriös angehen wie gegen Hartenholm. Da standen wir kompakt und haben unsere Chancen genutzt. Wenn wir das umsetzen, wird Bargfeld an der Burgfeld nichts holen! Wer am Sonntag im Kader steht, wird sich bei einigen Spielern erst am Samstag entscheiden. Wie so oft müssen wir Ausfälle auffangen – doch genau darin liegt auch eine unserer Stärken: Die Spieler, die nachrücken, bringen sich voll ein und geben alles für die Mannschaft. Dieser Zusammenhalt hat uns schon in den vergangenen Jahren ausgezeichnet. Unsere Hinrunde sehen wir grundsätzlich positiv. Die Tabelle lügt nicht und wir sind voll im „Punkte-Soll“, dabei steht das Spiel gegen Trittau noch aus.“
Beim Bargfelder SV dagegen ist man derzeit unter dem Strich. Nur neun Punkte aus 14 Spielen stehen auf dem Konto, sodass es dringend Punkte braucht. Viermal wurde zuletzt wieder in Folge verloren, doch die Auftritte waren nicht alle schlecht. Gegen allesamt Mannschaften aus den Top Sechs wurde verloren. Vor allem zuletzt in Hoisdorf machte man ein gutes Spiel, sodass es daran anzuknüpfen gilt. Gleichzeitig muss defensiv aber auch mehr Stabilität her. Trainer Michael Burg sagt vor dem Rückrundenauftakt: „Am Sonntag erwartet uns in Bad Segeberg eine richtig schwere Auswärtsaufgabe. Schon im Hinspiel haben wir gesehen, dass uns eine robuste, aber gleichzeitig technisch gute Mannschaft erwartet, die uns alles abverlangen wird. Für uns wird es wichtig sein, von der ersten Minute an hellwach zu sein, die Zweikämpfe anzunehmen und mit der nötigen Konsequenz zu spielen. Wir wollen weiterhin unseren Weg gehen, mutig auftreten und uns nicht von den letzten Spielen verunsichern lassen. Gleichzeitig müssen wir unsere Fehler minimieren und über die gesamte Spielzeit konzentriert bleiben. Ich bin überzeugt, dass wir die Qualität und den Charakter haben, um dort etwas Zählbares mitzunehmen. Dafür müssen wir als Mannschaft geschlossen auftreten und alles investieren. Am Ende wollen wir uns für unseren Aufwand belohnen und mit einem Erfolgserlebnis nach Hause fahren.“
FSG Alsterland – TuS Hartenholm II (So., 15 Uhr)
Die FSG Alsterland ist nach dem Sieg gegen den SV Henstedt-Ulzburg wieder endgültig im Spitzenkampf angekommen. Mit 27 Punkten belegt der Verbandsligaabsteiger derzeit den fünften Platz, doch bis auf Rang drei sind es nur zwei Punkte Rückstand. Alveslohe verlor bereits am Donnerstag und Hoisdorf hat spielfrei, sodass es nur einen Sieg braucht, um unter die Top Drei zu kommen. Unterschätzen darf man den Gegner dabei allerdings keineswegs, denn mit dem TuS Hartenholm II gastiert ein unbequemes Team, das bereits im Hinspiel die FSG vor große Herausforderungen stellte. Damals war es Joker Nico Post, der erst für Klarheit sorgte, doch zuvor sollte es ein ganz enges Duell sein. Nun gibt es das Wiedersehen und in Seth möchte Alsterland deutlich souveräner auftreten. Trainer Harjas Ahluwalia sagt: „Zum Rückrundenauftakt empfangen wir den TuS Hartenholm II in Seth. Das Hinspiel, welches wir auswärts 6:3 gewinnen konnten, kann beidseitig nicht der Maßstab und Gradmesser sein. Sicherlich kann man aus dem Spiel nicht mehr seine Schlüsse ziehen, da sich beide Mannschaften entwickelt haben. Wir gehen als Favorit in dieses Spiel und wollen der Rolle auch gerecht werden. Als Hinrundenfazit können wir mit der Punktausbeute keineswegs zufrieden sein, zu viele einfache Punkte wurden liegen gelassen, jedoch sind wir mit unserer Entwicklung super glücklich. Die Mannschaft hat geschlossen einen Riesenschub gemacht und ein Selbstbewusstsein im Spiel mit und gegen den Ball entwickelt. Und genau das wollen wir jetzt in der Rückrunde mit den Punkten paaren. Wir wollen gleich gegen Hartenholm zeigen, dass wir lernfähig sind und weiter einen guten Ballbesitzfußball spielen. Personell sind wir allerdings angeschlagen, was man auch im Abschlusstraining in der Quantität gesehen hat, allerdings war die Qualität erneut hoch, jedoch können wir auch das mittlerweile über den ganzen Kader auffangen. Wir werden von Anfang an versuchen, keinen Zweifel aufkommen zu lassen, dass es für die Gäste ein einfaches Spiel werden wird.“
Der TuS Hartenholm II möchte endlich wieder in die Spur finden. Zuletzt lief es nicht so richtig, denn nun schon seit sieben Spielen ist man sieglos. Nach zwei Remis folgten zuletzt fünf Niederlagen und dabei 24 Gegentore. Die Stabilität ist nicht mehr wirklich da und selbst Führungen, wie zuletzt am Dienstag, als man in Bad Segeberg gastierte, bringen keine Sicherheit. Dort unterlag die Zweitvertretung mit 1:5. Auffällig ist zuletzt gewesen, dass vor allem nach der Pause zu viele Gegentore kassiert werden. Dies gilt es schnell abzustellen. Trainer Timo Novak sagt: „Wir haben im Moment extrem viele Langzeitverletzte. Zusätzlich kommen noch Krankheit, Arbeit etc. innerhalb der Woche dazu. Somit ist an ein normales Training kaum zu denken. Wir suchen jedes Wochenende nach Spielern, die irgendwie zur Verfügung stehen, sodass es kein Wunder ist, dass nichts eingespielt ist. Dementsprechend kommen auch die Ergebnisse der letzten Wochen zustande. Dennoch müssen wir bis zur Winterpause alles reinwerfen, denn wir benötigen dringend Punkte. Wir wissen, dass Alsterland nie aufgibt und vor allem vorne extreme Qualität hat. Das haben wir im Hinspiel gespürt.“
SV Sülfeld – SV Henstedt-Ulzburg (So., 15 Uhr)
Zuletzt sicherte sich der SV Sülfeld einen wichtigen Punkt und belohnte sich für einen ordentlichen Auftritt. Die Leistungen waren zuletzt sehr positiv und vielversprechend, sodass nur eines von vier Spielen verloren wurde. Daran gilt es aufzubauen, damit auch weiterhin die Abstiegsplätze hinter sich gelassen werden. Als aktueller Tabellenvierzehnter kann man sich Hoffnung auf einen Verbleib machen und zwölf Punkte sind für den Aufsteiger ebenfalls nicht schlecht. Dennoch ist auch noch Luft nach oben. Am Sonntag begrüßt der SVS einen der Top-Favoriten mit dem SV Henstedt-Ulzburg. Dort ist man klarer Außenseiter, doch auch nicht chancenlos. Schließlich hat der Top-Favorit bereits einige Punkte liegen gelassen und ist nicht in Topform. Ein Punktgewinn gegen diesen wäre ein großer Erfolg. Trainer Birger Broenng sagt: „Verrückt, wie schnell die Hinrunde vergangen ist und dass wir am Sonntag schon in die Rückrunde starten. Insgesamt können wir mit den ersten Monaten in der Kreisliga durchaus zufrieden sein, auch wenn wir uns den einen oder anderen Punkt mehr gewünscht hätten. Unser erstes Ziel war es, in der Liga anzukommen und uns an das höhere Niveau zu gewöhnen. Ich denke, das ist uns mittlerweile ganz gut gelungen. Jetzt wollen wir den nächsten Schritt machen und unsere Leistungen mit noch mehr Durchschlagskraft und Mut auch in Tore und Punkte ummünzen. Mit HU wartet zum Auftakt direkt eine echte Hausnummer auf uns. Trotz des aktuellen siebten Tabellenplatzes gehört die Mannschaft für mich zu den stärksten Teams der Liga. Schon im Hinspiel am ersten Spieltag haben wir trotz der 0:3-Niederlage gezeigt, dass wir gut mithalten können. Daran wollen wir anknüpfen und dem Favoriten auch diesmal das Leben so schwer wie möglich machen. Wenn wir wieder eine solche Energieleistung auf den Platz bringen, ist auch in diesem Spiel etwas für uns drin.“
Der SV Henstedt-Ulzburg hat sich zuletzt sehr schwergetan und musste im Kampf um die Tabellenspitze Rückschläge verkraften. Nur ein Sieg aus den vergangenen vier Spielen ist nicht das, was man sich vorgestellt hatte, sodass man mittlerweile sogar nur noch auf Rang sieben steht. Der Top-Favorit läuft seinen eigenen Erwartungen deutlich hinterher, denn bereits neun Punkte beträgt der Rückstand auf die Tabellenspitze. Es ist nicht das, was man sich vorgestellt hatte. Die definitiv vorhandenen Qualitäten bekommt der SVHU einfach nicht komplett auf den Platz, denn trotz mehr Spielanteilen wird zu wenig kreiert. Dies soll sich am Sonntag ändern, wenn es nach Sülfeld geht. Trainer Keven Bostelmann sagt: „Die Hinrunde ist gespielt und mit dem Spiel gegen Sülfeld steht für uns das erste Rückrundenspiel an. Mit dem bisherigen Verlauf der Hinrunde können und wollen wir natürlich überhaupt nicht zufrieden sein. Allerdings liegt es jetzt an uns, die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen und es in der Rückrunde besser zu machen. Damit wollen wir direkt im ersten Spiel gegen Sülfeld anfangen. Eine erste positive Erkenntnis gibt es bereits: Wir konnten in den vergangenen vier Wochen erstmals wieder zweimal wöchentlich trainieren. Auch wenn wir dabei personell noch in einem kleineren Kreis unterwegs waren, hatten wir zumindest wieder ausreichend Spieler auf dem Platz, um vernünftig trainieren zu können. Die Jungs haben definitiv Lust auf das Spiel. Wir erwarten mit Sülfeld einen fairen, aber vor allem kämpferisch starken Gegner, der alles investieren wird. Für sie geht es weiterhin um wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Entsprechend erwarten wir eine Mannschaft, die mit viel Leidenschaft und Einsatz in die Partie gehen wird. Wir müssen dagegenhalten, die nötige Einstellung auf den Platz bringen und unsere Qualitäten zeigen. Unser klares Ziel ist es, die drei Punkte mitzunehmen und damit auch unsere Auswärtsbilanz in der Rückrunde zu verbessern.“







