Vereine sollen Entschädigung erhalten – „Winterpause light“

Uwe Döring (SHFV-Präsident). Foto: Rea Papke/SHFV
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Kiel – Die außerordentliche Präsidiumssitzung des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes (SHFV) vom Donnerstagabend brachte zwar keine Entscheidung zu einer möglichen Unterbrechung des Saison 2020/21 mit sich, hatte dafür einen sehr informativen Charakter mit Zukunftstendenzen.

Sportstätten bleiben weiter geöffnet

SHFV-Präsident Uwe Döring gab am Freitagvormittag einen Einblick in die Videokonferenz bei HL-SPORTS. Er sagte: „Die Sitzung ging nur 25 Minuten und mir war es wichtig, dass wir unsere Vereine schnell informieren, wie die aktuelle Lage ist. Derzeit überholen sich die Nachrichten etwas. Ich hatte in der Sitzung über unsere Gespräche mit dem Innenministerium berichtet. Dort wurde deutlich, dass die Sportstätten weiter offenbleiben, um weiter Individualsport ausüben zu dürfen. Das bedeutet, dass ein Haushalt und ein weiterer Haushalt weiterhin Sport treiben können. Wir wurden von der neuen Maßnahme vom Mittwoch, wo eben diese bekanntgegeben wurde, etwas überrascht und sind eher davon ausgegangen, dass man in Zehnergruppen weitermachen darf. Dem ist nicht so.“

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Pause quasi klar

Wie Döring weiter erklärte, wird sich in der kommenden Woche der Spielausschuss beraten, wie und ob es zu einer vorgezogenen Winterpause kommen kann. „Wir haben unseren Vereinen immer wieder gesagt, dass wir ihnen eine 14-tägige Vorbereitungszeit geben, wenn die Saison wieder startet.“ Das bedeutet allerdings jetzt schon, dass in diesem Jahr vermutlich kein Ball mehr rollen dürfte, denn der Lockdown geht mindestens bis zum 30. November. Zwei Wochen später soll die Winterpause starten. Döring weiter: „Ich könnte mir vorstellen, dass man dann früher im Januar anfängt und die Nachholspiele vorzieht, wenn das Wetter es zulässt. Wir gucken allerdings alle derzeit in die Glaskugel und trotz dieser Ungewissheit haben wir eine gute Stimmung und alle fühlen sich gut informiert. Das stimmt mich positiv.“ Eine „Winterpause light“ dürfte also somit klar sein.

Vereine können Unterstützung bekommen

Die Bundesregierung und die Länder einigten sich im Übrigen darauf, dass Vereine, die einen Umsatzverslust im Vergleich zum November 2019 haben, weil Kurse oder ähnliches ausfallen, können bis zu 75 Prozent als Entschädigung des Umsatzausfalles vom Bund ersetzt bekommen. Die Politik macht hier den Vereinen Mut. Döring bestätigte das, unterstrich und unterstützt die bundesweite Maßnahme, die von der Landesregierung Schleswig-Holstein getragen wird. Er sagte: „Die Gesundheitsämter können 75 Prozent der Infektionsketten derzeit nicht mehr nachverfolgen. Darum ist dieser Schritt in den Lockdown für uns alle leider unumgänglich. Es ist bitter für jeden von uns.“

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Aktuelle Zahlen

Die aktuellen Inzidenzwerte (Corona-Fälle pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen) in der Region sehen für den 30.10.2020 (Vortag in Klammern) wie folgt aus:

Stormarn 62,7 (78,2)
Lübeck 50,3 (60,0)
Ostholstein 28,4 (24,4)
Herzogtum Lauenburg 60,1 (53,5)
Segeberg 73,2 (68,5)
Nordwestmecklenburg 30,5 (23,5)
Hamburg 93,4 (92,5)

Bildquellen

  • Döring_Uwe_Portrait-(002): Rea Papke/SHFV