Verfolgerduell am Beckersberg – Feiert der VfL Oldesloe in Sülfeld den ersten Sieg?

Gegensätze treffen in Möhnsen aufeinander

Der Bargfelder SV geht als klarer Underdog ins Duell mit Tralau. Foto: Carolin Moses
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Möhnsen – Am Wochenende steht nun schon der zwölfte Spieltag in der Kreisliga Südwest an. Mehr als ein Drittel der Saison liegt schon in der Vergangenheit und so langsam hat sich abgezeichnet, wo die Mannschaften sich einordnen. Dennoch beweist diese Liga Woche für Woche, dass wirklich alles passieren kann. So wird es auch an diesem Wochenende wieder sein. Dann kommt es zu einem echten Topspiel am Beckersberg, wo der Tabellenzweite auf den Dritten trifft. Am Folgetag steht allerdings auch ein Kellerduell in Sülfeld an, sowie ein Aufeinandertreffen zweier Gegensätze in Möhnsen. Es gibt zudem noch vieles mehr, denn gleich sieben Spiele steigen an zwei Tagen. Die Partie des TuS Hartenholm II gegen Bargteheide/Hammoor wurde verlegt.

SV Henstedt-Ulzburg – SV Wahlstedt (So., 14 Uhr)

Es ist direkt das nächste Topspiel, das für den SV Henstedt-Ulzburg am Sonnabend ansteht. Nach dem Spitzenspiel gegen Tralau (3:3) sowie dem Sieg im Verfolgerduell bei der SG Bargteheide/Hammoor (2:1) steht nun direkt das nächste Spiel gegen einen direkten Konkurrenten an. Der Tabellenzweite, der SV Wahlstedt, reist ins Beckersbergstadion. Die Aufgabe wird keineswegs einfach für den Top-Favoriten, auch wenn dieser nun schon seit sieben Spielen ungeschlagen ist und davon sechs gewann. Der Gegner kommt ebenfalls mit einer breiten Brust und verfügt über hohe Qualität. Stürmer Enrik Nrecaj trifft und trifft, führt mittlerweile die Torjägerliste an. Fünf Tore gegen Möhnsen vergangenen Sonntag sorgten dafür. Dementsprechend ist die Mannschaft von Keven Bostelmann und Daniel Hagen gewarnt. Letzterer sagt vor dem kommenden Topspiel: „Am Samstag empfangen wir den SV Wahlstedt zuhause zum Topspiel.
Wir freuen uns sehr auf dieses Spiel und haben einen klaren Matchplan, welchen wir auf den Platz bringen werden. Wahlstedt ist individuell sehr gut aufgestellt und verfügt vor allem in der Offensive über hohe Qualität. Wir erwarten ein Spiel auf Augenhöhe und auf einem hohen Niveau. Wir wissen um die Stärken Wahlstedts, aber auch um die Schwächen und erwarten ein sehr intensives Spiel. Mit zuletzt drei Siegen in Folge kommen Sie mit breiter Brust und Selbstvertrauen an den Beckersberg. Klar ist, wir müssen über 90 Minuten die Intensität aufrechterhalten und unser kollektiv starkes Laufpensum abrufen. Wir wissen um unsere Stärken und Qualitäten und wie wir diese auch gegen Wahlstedt spielerisch umsetzen können und werden, daher gehen wir mit Vorfreude und Optimismus in das Spiel. Wir erwarten wie vorletzte Woche gegen Tralau einen aggressiven und diszipliniert verteidigenden Gegner, der uns alles abverlangen wird. Wir haben in den letzten Wochen unsere PS auf den Platz bekommen und konstant unsere Punkte geholt, dazu eine intensive Trainingswoche hinter uns, die Jungs sind heiß auf das Spiel. Aktuell sind wir sehr gut drauf und wollen die nächsten drei Punkte zuhause behalten. Die Zuschauer dürfen ein spannendes Spiel erwarten. Wir sind bereit und freuen uns auf das Spiel.“

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Der SV Wahlstedt hat zuletzt bewiesen, wie hoch die Qualität in ihren Reihen ist. Es gab drei Siege, in denen vor allem die Offensive herausragte. Der besagte Nrecaj sticht dabei klar heraus, doch es sind noch weitere Leistungsträger, die den SVW so stark machen. Dass man die bis dato einzige Mannschaft ist, die es geschafft hat, Tabellenführer Tralau zu schlagen, kommt nicht von ungefähr und sorgt für nochmals mehr Brisanz in diesem Duell. Sie brauchen sich vor niemandem verstecken, denn die Truppe von Trainer Nimet Jusufi ist eine echte Top-Mannschaft. Der Coach sagt vor dem anstehenden Duell: „Wir gehen das Spiel genauso an wie jedes andere: Wir wollen unsere Stärken auf den Platz bringen, mutig Fußball spielen und Vollgas geben. Genau das haben wir in den letzten Wochen gezeigt, daran wollen wir anknüpfen und unseren Weg weitergehen. Mit Henstedt-Ulzburg erwartet uns eine Mannschaft, die ebenfalls die oberen Plätze im Visier hat. Dementsprechend wird es ein intensives und hart umkämpftes Spiel um wichtige drei Punkte. Wir freuen uns auf die Herausforderung und werden von der ersten bis zur letzten Minute einhundert Prozent auf dem Platz lassen.“

Leezener SC – FSG Alsterland (Sa,, 15 Uhr)

Die Erleichterung am vergangenen Wochenende war riesengroß, als der dritte Saisonsieg in trockenen Tüchern war. Der Leezener SC beendete seine Durststrecke von sechs Spielen und bezwang ausgerechnet den Lieblingsgegner im Derby, den SV Eintracht Segeberg. Zugleich war dies auch der erste Auswärtserfolg. Mit starkem Konterspiel und Kompaktheit gegen den Ball sollten die Mannen von der Hamburger Straße sich endlich wieder belohnen, auch wenn es zum Ende nochmal knapp wurde. Nun stand am Mittwochabend das Pokalspiel gegen einen Oberligisten mit der Kaltenkirchener TS an. Zwar platzte der Traum vom Finale durch ein 1:4, doch es war ein starker Auftritt des LSC. Nun wartet das Heimspiel gegen die FSG Alsterland. Vor diesem sagt Trainer Phil Paustian: „Letztes Wochenende haben wir uns endlich mal für unseren Aufwand belohnt, viel investiert und endlich mal die drei Punkte mitgenommen. Da wollen wir nun dran anknüpfen. Wir haben ein Heimspiel gegen einen guten Gegner, den wir aber auch schon gut aus der Vergangenheit kennen. Unter der Woche konnten wir leider nur bedingt trainieren, da wir extrem erkältungsgeschwächt waren. Am Mittwoch hatten wir das Pokalspiel gegen den Oberligisten Kaltenkirchen, wo wir uns richtig gut verkauft haben. Wir sind nicht unter die Räder gekommen, haben echt gut dagegengehalten, aber auch verdient 1:4 verloren. Wir haben dort aber unsere Lehren daraus gezogen, es war eine gute Lehrstunde für uns. Daraus ziehen wir jetzt unsere Schlüsse und wollen daran anknüpfen. Personell sind wir zum Wochenende wieder besser aufgestellt, die Kranken kommen zurück und wir sind guter Dinge.“

Für die FSG Alsterland gilt es nach dem Remis im Derby zuletzt gegen den SV Sülfeld, wieder konsequenter mit den Chancen umzugehen. Man möchte wieder an den Vorwochen anknüpfen, in denen es nur eine Niederlage aus vier Spielen gab. Man bezwang Teams wie Wahlstedt, Segeberg oder aber den VfL Oldesloe. Nun geht es nach Leezen, eine erfahrene Truppe, die gerade gegen den Ball sehr stark ist. Es wird schwer, die Hausherren zu bespielen und gleichzeitig immer aufzupassen und zu hohes Risiko zu vermeiden, damit diese ihre Konter nicht ausspielen können. In der Sommervorbereitung gelang dies der FSG, als man mit 4:2 gewann, trotz 0:2-Rückstand. Nun möchte man erneut als Sieger die Hamburger Straße verlassen. Trainer Harjas Ahluwalia sagt: „Am Samstag geht’s für uns nach Leezen. In der Vorbereitung trafen wir bereits aufeinander, jedoch werden diese Erkenntnisse beidseitig wohl nicht mehr weiterhelfen. Wir müssen uns auf ein intensives Spiel mit großer Zweikampfhärte einstellen. Für uns gilt es, mit dem gleichen Mindset wie im Derby gegen Sülfeld an das Spiel zu gehen, jedoch erwarten wir auch, dass Leezen mehr für das Spiel investieren wird. Wir müssen geschlossen verteidigen und überzeugter in unseren Torabschlüssen sein. Personell haben wir ein paar angeschlagene Spieler, verfügen aber erneut über eine sehr gute Breite und wollen dadurch in der Offensive noch konsequenter sein. Die Mannschaft nimmt fußballerisch aktuell eine gute Entwicklung, und jetzt wollen wir uns punktetechnisch wieder damit belohnen. Wir können mit Selbstbewusstsein, aber nötigem Respekt nach Leezen fahren.“

TSV Trittau II – TuS Teutonia Alveslohe (So., 12 Uhr)

Der TSV Trittau II hatte nun zwei Wochen Zeit, das vergangene Spiel aufzuarbeiten. Dies war bitter nötig, denn beim Bargfelder SV erlebte die Zweitvertretung einen katastrophalen Nachmittag. Man bekam die Qualitäten nicht aufs Feld, ließ sich vom Gegner den Schneid abkaufen. So musste man erneut ohne Punkte vom Auswärtsspiel zurückkehren. In der Fremde gab es bisher gar nichts zu holen, ganz anders als zu Hause. Dort sollten bereits einige Punkte eingefahren werden. Man ärgerte Favoriten, doch zeigte hier auch Auftritte, die hochverdient mit einem Sieg endeten. Nun soll dies, wenn es nach dem TSV geht, erneut so sein, doch die kommende Aufgabe ist nicht gerade eine einfache. Zu Gast ist der TuS Teutonia Alveslohe. Gegen die Segeberger holte die Mannschaft von Sören Metzner in der vergangenen Saison nur einen Punkt. Auswärts unterlag man mit 2:3, während es zu Hause ein 1:1-Remis gab. Es waren also zwei enge Duelle.

Nun möchte Teutonia Alveslohe mit den vollen drei Punkten aus Trittau zurückkehren. Mit nur einer Niederlage aus sieben Spielen und zuletzt einem 4:2-Heimerfolg gegen Bargfeld im Rücken soll der nächste Dreier her. Die Offensivqualitäten sollen erneut auf den Rasen gebracht werden. Trainer Dennis Rerop sagt: „Es ist auf jeden Fall ein Spiel, das wir gewinnen wollen und ein Stück weit auch müssen, wenn wir oben den Anschluss halten wollen. Es ist eine Mannschaft, die auch immer mal davon profitiert, was aus der Ersten runterkommt, ansonsten schwer, schwer einzuschätzen ist. Sie sind eher nicht super in die Saison gestartet, aber trotzdem auch mit Ergebnissen wie gegen Möhnsen (5:1) für Aufsehen gesorgt hat. Deswegen unterschätzen werden wir sie auf keinen Fall, aber wollen trotzdem die drei Punkte, um den Anschluss nach oben zu halten. Die Kadersituation ist durchwachsen, denn uns fehlen einige Spieler in der Offensive, wegen Kurzurlaub, Arbeit oder auch Seminaren. Das ist gerade in unserer ohnehin schon maledierten Offensive etwas schwierig aufzufangen, aber ansonsten kehrt unser Kapitän Justin Krogmann wieder ins Mannschaftstraining zurück, da freuen wir uns drauf. Tom Städing, Nils Neumann, Niklas Städing sind wieder dabei. Es kommen also ein paar Jungs auch zurück. Zwar nichts für die Offensive, aber in der Qualität und auch Tiefe natürlich gut für uns. Ich glaube, dass Trittau etwas defensiver spielen und uns nicht direkt vorne anlaufen wird, aber auch da lassen wir uns gerne überraschen. Wir sind auf alles vorbereitet, aber wollen gar nicht so sehr auf den Gegner schauen, sondern eher bei uns bleiben und es dem Gegner aufdrücken und einfach wieder mutigen und gierigen Angriffsfußball spielen. Das ist das, was wir auch in der Vergangenheit getan haben und was auch unsere DNA ist.“ Dabei möchte der Trainer primär erst einmal die Grundtugenden des Kreisligafußballs sehen. Laufbereitschaft, Wille, Zweikampfführung und die Einstellung im Kopf sind ganz wichtig. Alles darüber hinaus soll dazukommen. Man ist voller Vorfreude und hochmotiviert. Das klare Ziel ist es, den Anschluss nach oben nicht zu verlieren.

SV Sülfeld – VfL Oldesloe (So., 13 Uhr)

Für den SV Sülfeld ist das Ziel am Sonntagmittag klar. Nach sieben sieglosen Spielen soll mal wieder dreifach gepunktet werden. Man rutschte bis auf Rang 14 ab, den Relegationsplatz. Dieser ist das Mindestziel, wenn der Klassenerhalt gelingen soll. Dementsprechend wichtig wird es, gegen den VfL Oldesloe, das Tabellenschlusslicht, zu gewinnen. Die Konkurrenten von Platz 15 und 16 müssen möglichst ferngehalten werden. Im Moment sind dies neben dem kommenden Gegner der SV Borussia Möhnsen. Ein Punkt ist das Polster auf Letztere dick, dementsprechend ist der dritte Saisonsieg fast schon Pflicht. Die vergangenen Spiele machten dabei Mut, denn die Auftritte waren gut, auch wenn ein starker Lars Schröder im Tor zuletzt den Aufsteiger vor einer Derbyniederlage in Seth bewahrte. Birger Broenung, Trainer der Segeberger, der eine Vergangenheit als Spieler beim VfL hat, sagt: „Wir alle können die Tabelle lesen und wissen, wie wichtig dieses Spiel für beide Mannschaften ist. Trotzdem müssen wir uns immer wieder vor Augen halten, wo wir herkommen und wie besonders diese Saison für uns ist. Deshalb freuen wir uns einfach, einen so großen und traditionsreichen Verein bei uns an der Wildkoppel begrüßen zu dürfen. Personell sieht es bei uns inzwischen wieder deutlich besser aus. Nach und nach kommen die Jungs zurück, die uns zuletzt gefehlt haben und wir haben langsam wieder die komplette Truppe an Bord. Das gibt uns natürlich zusätzliche Möglichkeiten und tut der Mannschaft gut. Wir wollen die kommenden Wochen nutzen, um wieder richtig in unseren Rhythmus zu kommen und zu zeigen, was in uns steckt. Ich verfolge den VfL nach wie vor regelmäßig, weil ich dort selbst lange gespielt habe. Deshalb kenne ich noch einige Spieler und natürlich auch Jan als Trainer. Wir haben damals noch zusammen gespielt und ich habe seinen Weg anschließend weiter verfolgt. Die Situation in Oldesloe ist momentan sicher nicht einfach. Trotzdem bin ich fest davon überzeugt, dass Jan der Richtige ist, um den VfL wieder in die richtige Richtung zu bringen. Am Sonntag wird es bei aller Gastfreundschaft über 90 Minuten aber keine Geschenke geben. Wir wollen die drei Punkte unbedingt an der Wildkoppel behalten.“

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Für den VfL Oldesloe ist dieses Spiel ein ganz wichtiges. Nur ein Punkt steht auf dem Konto und der anvisierte erste Nichtabstiegsplatz liegt bereits sieben Zähler weg. Der kommende Gegner steht auf diesem, sodass der Abstand verkleinert werden soll. Die bisherigen direkten Duelle gegen Kellerkinder waren allerdings keineswegs so, wie man es sich vorgestellt hat. Es gab eine 0:4-Pleite gegen Bargfeld. Dies war vor wenigen Wochen ein Spiel von enormer Bedeutung, in dem man vor allem nach der Pause sich den Schneid abkaufen ließ. Ansonsten sollte gegen Möhnsen der bisher einzige Punkt her. Nun braucht es defensiv eine starke Leistung sowie vorne mehr Durchschlagskraft, damit das Warten auf den ersten Sieg endlich ein Ende hat. Trainer Jan Vogelsang sagt: „Erneut ein Gegner, der über uns in der Tabelle steht und es auch nach dem Spiel machen wird, dann aber mit drei Punkten weniger Vorsprung. Wir müssen alles reinwerfen, wissen um die Heimstärke von Sülfeld und bedanken uns fürs Vorverlegen. Jetzt wollen wir die ersten drei Punkte holen und dafür wird die Mannschaft alles geben und sich bis zur letzten Minute zerreißen, dann schauen wir weiter.“

SV Borussia Möhnsen – TuS Hoisdorf (So., 15 Uhr)

Der SV Borussia Möhnsen steckt derzeit in einer Ergebniskrise. Nur ein Sieg steht auf dem Konto der Lauenburger, die zuletzt fünf Niederlagen in Serie hinnehmen mussten. Die personelle Situation machte es dem SV Borussia enorm schwer, sodass es Niederlagen gegen direkte Konkurrenten wie Bargfeld (1:2) oder Trittau II (1:5) gab. Es waren Spiele, die auch anders hätten laufen können. Es gelang ihnen nicht, über die volle Distanz dagegenzuhalten. Führungen sollten in den vergangenen Wochen keine Sicherheit bringen, denn gleich mehrfach wurde nach diesen noch verloren. In Trittau führte man, doch verlor mit 1:5. Gegen Alveslohe, Bargteheide/Hammoor und zuletzt in Wahlstedt ebenfalls, doch auch dort sollte es nichts Zählbares geben. Letztere sollten sich am Ende zu stark präsentieren, sodass es nach 2:1-Pausenführung noch eine 2:7-Pleite gab. Die Folge der mittlerweile sechs Spiele ohne Sieg ist der Fall auf den vorletzten Tabellenplatz. Man möchte schnell wieder aus diesem Strudel rauskommen, was bestenfalls gegen den TuS Hoisdorf gelingen soll. Trainer Martin Krüger sagt: „Nach etlichen Wochen mit sehr dünnem Personal konnten wir diese Woche endlich mal wieder voll und sehr gut trainieren. Und auch für Sonntag sieht es endlich wieder besser aus. Daher wollen wir bei uns auf dem Berg auf alle Fälle etwas mitnehmen.“

Zu Gast am Kuckucksberg ist nun eine Mannschaft, bei der zuletzt der Knoten geplatzt ist. Der TuS Hoisdorf reist nach Herzogtum-Lauenburg und peilt den fünften Sieg in Serie an. Der Fehlstart ist längst abgewendet und die Mannen von der Oetjendorfer Landstraße klopfen doch noch einmal im oberen Drittel an. Die vergangenen Wochen zeigten, wie groß das Potenzial beim TuS ist und dieses soll nun erneut auf den Platz gebracht werden. Auswärts tat man sich zwar etwas schwerer und dennoch ist man zuversichtlich, dass es mit dem nächsten Sieg klappt. Vergangene Saison blieben die Stormarner unbesiegt. Das Hinspiel in Möhnsen endete 3:3-Remis, in der Rückrunde sollte sich Hoisdorf mit 3:0 durchsetzen. Nun, vor dem Wiedersehen sagt Andre Meins: „Sonntag ist es ein schweres Auswärtsspiel für uns. In Möhnsen auf dem Kuckucksberg ist es immer schwierig zu spielen für jeden Gegner und die Partien sind immer sehr eng dort. Sie werden alles reinhauen, um uns das Leben schwer zu machen. Wir müssen den Kampf annehmen und weiterhin geduldig bleiben und unsere Chancen nutzen, die wir haben. Wir wollen die Serie weiter ausbauen. Personalmäßig sind wir Stand jetzt gut besetzt.“

SSV Großensee – SV Eintracht Segeberg (So., 15 Uhr)

Der SSV Großensee startete richtig gut in die Saison. Man blieb wochenlang ungeschlagen und klopfte ganz oben an. Sie überraschten die Liga mit beeindruckenden Ergebnissen, wie den Sieg beim SV Henstedt-Ulzburg. Der Start ist allerdings längst verpufft, denn zuletzt lief es wenig erfolgreich. Nur ein Sieg aus fünf Spielen, ansonsten vier Niederlagen, ließen den Aufsteiger von 2025 tief in der Tabelle fallen. Das Mittelfeld, genauer gesagt Platz neun, ist nun die Realität. Im zweiten Jahr nach dem Aufstieg würde man diese Platzierung sicherlich unterschreiben, doch aufgrund der Tatsache, dass das Potenzial wesentlich größer ist und man vor wenigen Wochen sich noch in anderen Sphären bewegte, ist die aktuelle Form durchaus enttäuschend. Für Trainer Sascha Bartlakowski hat es vor allem personelle Gründe, dass man im Moment nicht mehr so punktet. Viele Stammspieler brechen ihm weg und Woche für Woche hat er mit der Kaderzusammenstellung zu kämpfen, da viele Spieler regelmäßig ausfallen. Nun gastiert am Sonntag mit dem SV Eintracht Segeberg eine der stärksten Auswärtsmannschaften der Liga. Die Aufgabe wird für den SSV schwierig. Der Coach sagt: „Am Wochenende haben wir den bärenstarken Aufsteiger aus Segeberg zu Gast. Wie wir diese knifflige Aufgabe angehen werden, steht ehrlich gesagt noch in den Sternen. Erstmal 11 fitte Leute finden und dann schauen, was geht. Anders ist es bei uns aufgrund einer seit Wochen anhaltenden Verletzten- und Krankenmisere gerade nicht möglich.“

Beim SV Eintracht Segeberg kann man sich eines nicht erklären. In der Fremde gab es in fünf Spielen, fünf Siege – die Maximalausbeute. Man tritt auf wie eine Spitzenmannschaft, feiert souveräne Erfolge und erzielte 20:6 Tore. Die letzte Niederlage auf fremdem Platz datiert vom 9. November 2024, als man sich in der Kreisklasse A noch dem späteren Aufsteiger Tralauer SV geschlagen geben musste. Es ist eine unfassbare Serie. Zu Hause dagegen tut sich die Eintracht enorm schwer. Es gab nur einen Sieg aus fünf Partien, diesen gegen Schlusslicht VfL Oldesloe. Ansonsten wurde nur verloren, darunter zweimal spät in letzter Minute gegen Tralau und Wahlstedt. Zuletzt unterlag man dem bis dato wochenlang sieglosen Leezener SC zu Hause. Es ist schwer zu begreifen für den Aufsteiger, dass es so unterschiedliche Ausbeuten sind. Vor dem Gastspiel in Großensee sagt Trainer Mark Galander: „Endlich wieder ein Auswärtsspiel! Bei unserer momentanen Performance auf eigenem Platz hilft wohl nur noch Galgenhumor. Auswärts sieht die Welt ganz anders aus, seit November 2024 sind wir auf fremdem Rasen ungeschlagen und haben überragende 64 von 66 möglichen Punkten geholt. Diese Wahnsinnsserie wollen wir natürlich weiter ausbauen. Den SSV Großensee kennen wir nicht sonderlich gut, aber ihr starker Saisonstart und der Sieg gegen H-U sollten uns Warnung genug sein und trotzdem wollen wir unser Spiel durchdrücken und etwas Zählbares mitnehmen. Die personelle Lage bleibt allerdings knifflig. Krankheits-, verletzungs- und urlaubsbedingt fehlten unter der Woche einige Jungs im Training. Wer am Sonntag tatsächlich auflaufen kann, wird sich wohl erst kurzfristig entscheiden.“

Bargfelder SV – Tralauer SV (So., 15 Uhr)

Der Bargfelder SV musste nach zwei Siegen und einem zwischenzeitlichen Aufwärtstrend sich zuletzt wieder geschlagen geben. Beim TuS Teutonia Alveslohe hieß es am Ende 2:4, doch das Spiel war längst nicht so eng, wie das Ergebnis vermuten lässt. Schon nach einer Viertelstunde war durch einen 0:3-Rückstand die Messe gelesen. Nach der Pause folgte Gegentor Nummer vier. Zwei Elfmeter in den Schlussminuten sorgten eher für Ergebniskosmetik und nicht für Spannung. Nun wird die Aufgabe für den aktuellen Tabellenzwölften nicht gerade einfacher. Zu Gast ist der Tralauer SV, der Ligaprimus. Vor dieser Aufgabe sagt Trainer Michael Burg: „Wir freuen uns sehr auf das Heimspiel gegen den Tralauer SV. Beim Mares Cup ist Tralau bereits als sympathisches und starkes Team gestartet. Nun wartet mit dem Tabellenführer eine sicherlich große Herausforderung auf unsere junge Mannschaft. Trotzdem wollen wir uns nicht verstecken, sondern mutig auftreten und auch offensiv unsere Möglichkeiten suchen. Wenn wir uns Chancen erarbeiten, gilt es, diese diesmal möglichst konsequent zu nutzen und in Tore umzumünzen. Personell sieht es bei uns gut aus, sodass wir nahezu aus dem Vollen schöpfen können. Entsprechend groß ist die Vorfreude auf das Spiel. Wir wollen vor heimischer Kulisse eine gute Leistung zeigen und dem Tabellenführer möglichst lange Paroli bieten.“

Der Tralauer SV führt die Kreisliga als Tabellenführer an. Man zeigt sich enorm stark, sowohl vorne als auch hinten. Es gab deutliche Siege wie gegen Hartenholm II in der Vorwoche oder aber starke Auftritte wie gegen Verfolger Henstedt-Ulzburg zuvor, auch wenn es dort nur einen Punkt gab. Aus einem 1:3-Rückstand machte man ein 3:3, sodass die Stormarner erneut Moral bewiesen. Dies war bereits oftmals in dieser Saison der Fall, denn selbst späte Gegentore beeindrucken den Aufsteiger von 2025 nicht. Personell sah es zuletzt allerdings alles andere als gut für die Mannen aus Travenbrück aus. Viele angeschlagene Spieler, die nicht bei einhundert Prozent waren, sollten es dem TSV erschweren. Sogar das Nachholspiel gegen Möhnsen musste auf Wunsch des Spitzenreiters erneut verlegt werden, da es zu viele Ausfälle gab. Nun hofft man in Bargfeld allerdings wieder auf die Rückkehr einiger Spieler. Vor diesem Duell sagt Roman Ismagilov: „Wir wollen die gute Dynamik und Laufbereitschaft aus der zweiten Halbzeit des letzten Spiels mitnehmen und von Beginn an ordentlich Energie auf den Platz bringen. Die Jungs sind motiviert und freuen sich auf das Spiel. Bargfeld hat ein sehr junges Team und kann dadurch frei und frech aufspielen. Ich gehe nicht davon aus, dass sie sich hinten reinstellen werden, sondern erwarte, dass sie mutig auftreten und uns vor Herausforderungen stellen. Die letzten Spiele waren personell etwas kompliziert und einige unserer Jungs kurieren sich weiterhin aus. Wir haben in den vergangenen Wochen aber bereits gute Lösungen gefunden und werden auch diesmal eine schlagkräftige Mannschaft auf den Platz bekommen.“

Der 12. Spieltag im Überblick

SV Henstedt-Ulzburg – SV Wahlstedt (Sa., 14 Uhr)
Leezener SC – FSG Alsterland (15 Uhr)
TSV Trittau II – Teutonia Alveslohe (So., 12 Uhr)
SV Sülfeld – VfL Oldesloe (13 Uhr)
Borussia Möhnsen – TuS Hoisdorf (15 Uhr)
SSV Großensee – SV Eintracht Segeberg
Bargfelder SV – Tralauer SV

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