Riesen-Frust bei VfB-Trainer Rolf Martin Landerl nach der Niederlage. Foto: fishing4/Marcel Krause
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Lübeck – Am 7. Spieltag traf der VfB Lübeck am Sonnabend auf den Halleschen FC. Nach einer sehr guten 1. Halbzeit, war in der 2. Halbzeit vom VfB weitgehend nichts mehr zu sehen. Am Ende stand man nach der 2:3 (1:0)-Niederlage mal wieder ohne Punkte da. Es wurde also nichts mit einem Geburtstagsgeschenk für Trainer Rolf Martin Landerl, der seinen 45. Geburtstag feierte.

Röser trifft mit Traum-Tor

Das Spiel begann vorsichtig und war zunächst von der Taktik geprägt. Das änderte sich in der 11 Minute, als Martin Röser einen Freistoß aus etwa 22 Metern direkt in den linken Winkel schoss und die Führung erzielte. Drei Minuten später fast das 2:0, aber die Gäste brachten nach Flanke von Marvin Thiel und Schuss von Yannick Deichmann noch ein Abwehrbein dazwischen. Danach hatten die Gäste Mühe, sich aus der eigenen Hälfte zu befreien, da sie zu wenig Bewegung im Spiel hatten. In der 30. Minute prüfte Patrick Hobsch per Kopfball Sven Müller im Kasten von Halle. Der aber reagierte hervorragend und verhinderte den Ausbau der Führung. Drei Minuten später leitete Thiel mit einem Ballverlust fast den Ausgleich ein, aber Julian Guttau verzog knapp. Fünf Minuten vor der Pause parierte Müller einen artistischen Schuss von Osarenren Okungbowa. Nach 44 Minuten scheiterte dann Niklas Landgraf mit einem Linksschuss an Lukas Raeder. Die 1. Halbzeit sah den VfB überlegen, so dass die Führung definitiv verdient war.

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Der Treffer zum 1:0. Sven Müller ist chancenlos beim Freistoß von Martin Röser. Foto: Lobeca/Michael Raasch
Torjubel des VfB Lübeck nach dem 1:0. Foto: Lobeca/Michael Raasch

Bitteres Ende

Halle kam besser aus der Kabine und hatte in der 50. Minute die Chance auf den Ausgleich, Raeder entschärfte den Schuss von Guttau. Die Hallenser drängten in der Folgezeit auf den Ausgleich und Raeder stand mehrfach im Mittelpunkt des Geschehens. Nach 62 Minuten war er dann machtlos, als Terrence Boyd ein Zuspiel mit einem Schuss in die lange Ecke abschloss. Drei Minuten später klingelte es erneut. Eine Flanke von Derstroff konnte Raeder im Duell mit Boyd nicht richtig parieren und Laurenz Dehl stand goldrichtig und drehte das Spiel. Nach einer längeren Verletzungspause – Nico Rieble und Michael Eberwein waren mit den Köpfen zusammen geprallt – meldete sich der VfB zurück. Eine Hereingabe von Deichmann landete zunächst bei Thorben Deters, der aber gestört wurde. Den freien Ball schob Soufian Benyamin zum umjubelten Ausgleich ein. Danach drängte der VfB auf den Siegtreffer und lief prompt in einen Konter, den Guttau allein vor Raeder zum 2:3 abschloss. In der sechsten Minute der Nachspielzeit schoss Hertner am langen Eck vorbei. Drei Minuten danach verstolperte Halle bei einem Konter die endgültige Entscheidung, aber es reichte trotzdem zum Auswärtssieg.

VfB-Trainer Rolf Martin Landerl ist enttäuscht und niedergeschlagen. Foto: fishing4/Marcel Krause

Statistik:
VfB Lübeck – Hallescher FC 2:3 (1:0)
Tore: 1:0 Röser (11.), 1:1 Boyd (62.), 1:2 Dehl (65.), 2:2 Benyamina (82.), 2:3 Guttau (90.)
Gelb-Rot: Papadopolous (90., Zerstörung der Eckfahne)
Zuschauer: 1860 (ausverkauft)

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VfB: Raeder – Röser (64. Benyamina), Deichmann, Thiel (57. Hertner), Zehir, Okungbowa, Steinwender, Rieble, Boland, Hobsch (45. Deters), Riedel

Halle: Müller – Vollert, Derstroff, Boyd, Dehl (73. Eberwein), Sternberg, Guttau, Reddemann, Titsch-Rivero, Landgraf (84. Vucur), Nietfeld (25. Papadopoulos)

Bildquellen

  • lobeca_39741_michael_raasch_20201024: Foto: Lobeca/Michael Raasch
  • lobeca_39742_michael_raasch_20201024: Foto: Lobeca/Michael Raasch
  • lue-hfc_2097: Foto: fishing4/Marcel Krause
  • lue-hfc_727: Foto: fishing4/Marcel Krause