Lübeck – Am Freitagabend hatte der VfB Lübeck in der Regionalliga Nord Blau-Weiß Lohne zu Gast auf der Lohmühle. Die 2.867 Zuschauer sahen einen 2:0 (0:0)-Heimsieg, der aber erst durch eine deutliche Steigerung in der 2. Halbzeit erreicht wurde.
Eine Halbzeit zum Einschlafen
Die Anfangsphase war geprägt von vorsichtigem Abtasten, die Gäste probierten es immer wieder mit langen Diagonalbällen, die aber keine Gefahr erzeugten. Der VfB war darauf bedacht, mit Passspiel Sicherheit in die eigenen Aktionen zu bekommen. Es dauerte bis zur 19. Minute, ehe das erste Mal Gefahr aufkam. Ein direkt getretener Freistoß von Ali Abu-Alfa verfehlte das Gäste-Tor nur knapp, ging rechts am Tor vorbei. So langsam erarbeitete sich der VfB ein Übergewicht, drängte Lohne immer wieder in die eigene Hälfte zurück. Die verlegten sich aufs kontern, und hätten damit fast Erfolg gehabt. Ein Abschluss ging allerdings deutlich am VfB-Gehäuse vorbei (24.). Die Partie wurde von vielen verbissenen Zweikämpfen geprägt, Spielfluss kam nicht so richtig auf. Einen Schuss konnte Marko Dedovic im Gäste-Tor nur abklatschen, beim Nachschuss von der Strafraumkante von Dardan Karimani war aber wieder ein Abwehrbein dazwischen (31.). Die Blau-Weißen versuchten es mehrfach mit Distanzschüssen, die das Ziel aber meistens deutlich verfehlten. Eine Flanke fand einen Mitspieler, dessen Kopfball nur knapp über das von Finn Böhmker gehütete VfB-Tor strich (40.). Nach kurzer Nachspielzeit pfiff Schiedsrichter Mika Jungclaus eine schwache erste Hälfte ab.
Endlich Tore
Karimani eröffnete die zweite Hälfte mit einem strammen Schuss links am Tor vorbei (48.). Auf der Gegenseite verhinderte Böhmker den Einschlag aus spitzem Winkel per Fußabwehr (51.). Kurz danach musste er in höchster Not bei einem Kopfball nach Flanke von der rechten Seite retten, kratzte den Ball kurz vor der Linie weg (57.). Weiterhin fabrizierten beide Teams zahlreiche Abspielfehler und Ungenauigkeiten, unter denen das Niveau der Partie doch stark litt. Der erste richtig gelungene Spielzug brachte dann die Führung für die Grün-Weißen. Ein Konter nach Balleroberung, vorgetragen über die linke Seite über Yusuf Wardak und Kapitän Marvin Thiel, landete beim eingewechselten Manuel Farrona Pulido, der den Ball überlegt im Kasten versenkte (71.). Und es wurde noch besser: Bjarne Pfundheller wurde wunderbar freigespielt und schoss den Ball überlegt ins untere linke Eck zum 2:0 (80.). Karimani hätte fast sogar noch das dritte Tor erzielt, aber die Kraft reichte trotz guter Position nicht mehr, der Ball wurde vor der Linie abgefangen (85.). Vor allem die Phase nach den Toren entschädigte die Zuschauer etwas für die Zeit davor. Am Ende – aufgrund der zweiten Halbzeit – ein verdienter Sieg des VfB Lübeck.
Bildquellen
- vfb_bwl_luftkampf: Lobeca/Vivian Pfaff
- vfb_bwl_farrona pulido: Lobeca/Vivian Pfaff
