VfB Lübeck dreht Rückstand: Pfeiffer ist happy und kontert Fangfrage

Norderstedt-Coach zufrieden mit Leistung, aber nicht mit Ergebnis

Vjekoslav Taritas und Morten Rüdiger vom VfB Lübeck jubeln. Foto: Lobeca/Michael Raasch

Lübeck – Der VfB Lübeck hat die Kurve noch bekommen und sich die Chance auf Meisterrunde in der Regionalliga Nord mit einem 2:1-Sieg gegen Eintracht Norderstedt (wie schon im Hinspiel) erhalten. Platz fünf ist zwar aus eigener Kraft nicht zu schaffen, doch die Konkurrenz hat noch genügend Möglichkeiten zu patzen.

Martens holt Vergangenheit ein und das Hinspiel

Ein Mitbewerber um diesen begehrten Rang in der Tabelle war am vergangenen Sonnabend auf der Lohmühle zu Gast. Die Norderstedter kamen mit breiter Brust und nur einer Niederlage aus den vergangenen neun Begegnungen und hatten wie schon im Hinspiel das Nachsehen. Das wurmte vor allem Trainer Jens Martens, der nach der Partie sagte, dass „ihn seine Vergangenheit einholte“ und dabei ein grüngefärbtes Klemmbrett hochhielt. Der heute 66-Jährige spielte früher selbst auf der Lohmühle und er macht keinen Hehl daraus, dass er seinem Ex oft die Daumen drückt. Nur eben an diesem Sonnabend nicht. Genützt hat es nichts, denn mit seinem aktuellen Team verlor er knapp. „Es war ein typisches Lohmühlen-Kampfspiel, in dem wir den Kürzeren zogen. Aus meiner Sicht wäre gerade nach der Führung ein Unentschieden möglich gewesen, aber es hat nicht gelangt. Meine Mannschaft hat kämpferisch und läuferisch alles erbracht hat und darum kann ich ihr keinen Vorwurf machen. Wir hätten in den ersten Minuten in Führung gehen müssen und das hätte uns Rückendeckung gegeben. Der zweite Teil der ersten Halbzeit hat Lübeck übernommen und in der zweiten Hälfte musste der VfB unserem Führungstor hinterherlaufen und dabei erfolgreich zwei Tore gemacht, die zum Sieg gelangt haben. Schade für uns.“

- Anzeige -
Riesen Parade von Norderstedts Torhüter Stefan Rakocevic gegen Lübecks Samuel Abifade. Foto: Lobeca/Michael Raasch

„Ich bin sehr happy mit dem Ergebnis und Spielverlauf“

VfB-Chefcoach Lukas Pfeiffer war überglücklich und pflichtete seinem Gegenüber bei. Dabei ergänzte er, dass man „nicht gut in die Partie gekommen“ sei. „Die Großchancen haben wir durch Ballverluste zu verantworten, da fehlt uns die Leichtigkeit. Dann haben wir uns reingekämpft und das haben wir uns vorgenommen. Geärgert habe ich über die nichtgenutzten Chancen auf unserer Seite. Ich bin aber stolz, dass wir dieses Spiel gedreht haben und man hat der Mannschaft es angemerkt, dass das gut tut, bei Rückständen auch mal als Sieger vom Platz zu gehen. Ich bin sehr happy mit dem Ergebnis und Spielverlauf“, so der 30-Jährige, der an der Linie wieder selbst alles gab.

Anzeige
AOK
Anzeige
Anzeige

Fangfrage für Pfeiffer

Die Lübecker schoben sich durch den Dreier in der Tabelle an der Eintracht vorbei auf Platz sechs und liegen nun nur noch einen Zähler hinter dem Hamburger SV II, der allerdings ein Spiel weniger auf dem Konto hat als Lübeck und zwei weniger als Norderstedt. Die Rothosen-Junioren empfangen am Montag um 14 Uhr Holstein Kiel II. Auf die Frage, wem der VfB-Trainer in diesem Spiel die Daumen drückt, sagte er: „Keinem!“ Gewinnen die „Jung-Störche“ an der Elbe, wären Lübeck und Norderstedt wieder komplett im Rennen um die Meisterrunde.  

Der 18. Spieltag (27. – 29.11.)

Weiche Flensburg – Teutonia Hamburg abgesagt
VfB Lübeck – Eintracht Norderstedt 2:1
FC St. Pauli II – SV Drochtersen/Assel (So., 14 Uhr)
Altona 93 – Heider SV
Hamburger SV II – Holstein Kiel (Mo., 14 Uhr)

Die Tabelle

1.SC Weiche Flensburg1431 : 1332
2.Holstein Kiel II1529 : 1431
3.FC Teutonia 05 Ottensen1532 : 1330
4.SV Drochtersen/​Assel1620 : 1430
5.Hamburger SV II (U21)1424 : 2121
6.VfB Lübeck1524 : 1920
7.FC Eintracht Norderstedt1627 : 2319
8.1. FC Phönix Lübeck1621 : 3117
9.FC St. Pauli II1618 : 2616
10.Heider SV1513 : 319
11.Altona 931613 : 475

Gefällt Dir unsere journalistische Arbeit?

Dann unterstütze uns hier mit einem kleinen Beitrag. Danke.