
Kiel – Die C-Junioren des VfB Lübeck stehen im Finale des Landespokals. Am gestrigen Mittwochabend warfen die Hansekicker Holstein Kiel auswärts in einem hochdramatischen Halbfinale aus dem Wettbewerb. Im Endspiel wartet der TSV Klausdorf, der parallel den SV Eichede bezwang. Jenes wird am 14. Mai ausgetragen.
Holstein Kiel – VfB Lübeck 5:7 n.E. (0:1)
Die Lübecker erwischten einen guten Start in die Partie und dominierten ihren Gegner durch eine hohe Intensität und Körperlichkeit. Belohnt wurde dieser Einsatz mit der Führung vor der Pause durch Emir Kiray (27.). Als Schwachstelle kristallisierte sich bei den Gästen das eigene Aufbauspiel heraus, wo Fehler den Gegner in gefährliche Situationen brachten. Diese Gelegenheiten nutzte Holstein nicht, der VfB verpasste das zweite Tor.
In Durchgang zwei wurde es etwas wild. Die Gastgeber taten sich spielerisch etwas schwer und arbeiteten viel mit langen Bällen, während die Grün-Weißen leidenschaftlich verteidigten und auf Konter lauerten. Einer davon endete im 2:0 durch den Doppelpack von Kiray (49.). Bis tief in die Schlussphase blieb es bei diesem Ergebnis, ehe der fast schon sicher geglaubte Sieg in letzter Minute doch noch in Gefahr geriet. Nach einem Einwurf fiel der Anschlusstreffer (70.), nach Ablauf der Nachspielzeit erzielten die Hausherren tatsächlich in Folge eines Freistoßes noch den Ausgleich – ein enorm bitterer Rückschlag für die Gäste.
Die Entscheidung musste vom Punkt fallen. Dort legte Lübeck vor und verwandelte die ersten fünf Strafstöße allesamt in Person von Diego Lopes, Leandro Heidemann, Leart Etemaj, Tom Kröger und Emir Kiray. Auf der anderen Seite scheiterte Kiel einmal am gegnerischen Schlussmann – dadurch war es amtlich: Die C-Junioren des VfB Lübeck stehen im Finale des Landespokals.
Chaos-Spiel mündet in Doppelschlag
„Das Spiel ging richtig gut für uns los. Körperlich waren wir klar überlegen und gingen dann auch verdient in Führung. Die zweite Halbzeit war dann ein typisches Chaos-Spiel. In der 70. Minute denkt man eigentlich, das Spiel ist entschieden, aber direkt danach kassieren wir das 2:1 nach einem Einwurf. Und dann bekommen wir sogar noch den Ausgleich – nach einem aus unserer Sicht schmeichelhaften Freistoß, zudem deutlich nach Ablauf der Nachspielzeit. Das war extrem unglücklich“, ärgerte sich VfB-U15-Coach Yannik Galda über den Spielverlauf. „Insgesamt ist der Sieg aus meiner Sicht absolut verdient. Abgesehen von den Problemen im Spielaufbau in der ersten Halbzeit haben wir kaum etwas zugelassen. Große Anerkennung für die Leistung der Mannschaft – und stark, dass wir das Spiel am Ende noch gezogen haben.“
Das Halbfinale
Holstein Kiel – VfB Lübeck 5:7 n.E.
TSV Klausdorf – SV Eichede 1:0



