Lübeck – Es soll anscheinend nicht sein! Am Sonnabend lieferte der VfB Lübeck einen beherzten Kampf gegen Dynamo Dresden, war mit dem Zweitligaaufsteiger auch in Unterzahl absolut auf Augenhöhe. Doch das half nichts: Am Ende sorgte ein „Dusel-Tor“ von Hosiner zum 0:1 (68.), nach einem zuvor schon unberechtigten Platzverweis für Ryan Malone (7.), dazu Pech im Abschluss (Steinwender traf nur Aluminium), für die nächste Niederlage in der 3. Liga. Und auch für den Rutsch ans Tabellenende. Hier die Statements zur Begegnung.

Mirko Boland (VfB): „Den letzten Tabellenplatz liest man natürlich nicht gerne. Aber wir werden uns auch nicht verrückt machen. Letztendlich geht es um Punkte im Fußball. Die muss man auch holen.“ Zum Platzverweis für Malone fügt der Mittelfeldspieler noch an. „Ich weiß nicht, ob es wirklich Rot war. Ich hatte es so gesehen, dass es eher gefährliches Spiel ist. Aber wenn es der Schiedsrichter so sieht, dass so laut Regelwerk konform ist, wird das wohl stimmen. Es ist aber bitter für uns. Trotzdem muss ich sagen, was die Mannschaft mit zehn Mann geleistet hat, ist aller ehrenwert. Trotzdem können wir uns dafür nichts kaufen.“

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Osarenren Okungbowa (VfB): „Hosiner hat das bei seinem Tor richtig gut gemacht. Der Ball ist scharf gekommen auf die erste Stange, er war den Schritt vor mir dort. Ich hätte vielleicht näher stehen können bei ihm.“ Zu seinem Debüt in der Startformation ergänzt der Österreicher. „Ich bin froh, dass ich die Chance hatte von Beginn an zu spielen. Wir haben viel investiert, Chancen herausgearbeitet. Es ist ärgerlich, dass wir keinen Punkt aus dem Spiel mitgenommen haben.“

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Markus Kauczinski, Coach der SG Dynamo Dresden. Foto: Lobeca/Michael Raasch

Markus Kauczinski (Dynamo-Trainer): „Am Ende haben wir den Vorsprung mehr über die Zeit gezittert. Mein Respekt gilt dem VfB Lübeck, der in Unterzahl sehr gut gespielt hat und sicherlich auch noch Momente hatte, wo der Ausgleich fallen kann.“

Rolf Martin Landerl (VfB-Coach): „Wir haben uns ausgekotzt, alles reingehauen und sind als Mannschaft aufgetreten. Das hat sicherlich Körner gekostet. Auch in Richtung Dienstag (bei Türkgücü München), wo der Gegner einen Tag mehr Zeit hat sich zu erholen. Jetzt heißt es nach vorne schauen, diesen Spirit, diese Mentalität mitzunehmen für die nächste Aufgabe.“

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Aus meiner Sicht war es die bisher beste Saisonleistung des VfB, der über 90 Minuten dran blieb und sich trotz Unterzahl zahlreiche Chancen erarbeitete. Das macht Mut für die Zukunft, nur müssen auch Punkte her.
Den Platzverweis hingegen halte ich für mehr als zweifelhaft. In der 1. BL würde eine solche Linie für leere Plätze sorgen. Gelb wäre ok gewesen.