Lübeck – Die 3. Liga hat ihre nächsten Corona-Fälle mit Konsequenzen. Getroffen hat es ausgerechnet Dynamo Dresden. Der Absteiger aus der 2. Bundesliga hatte im Endspurt der vergangenen Saison ebenfalls mit dem Virus zu kämpfen, was möglichweise den Klassenerhalt kostete.

Dynamo Dresden muss in Quarantäne

Mit Ransford-Yeboah Königsdörffer und Pascal Sohm wurden zwei Spieler in dieser Woche positiv auf das SARS-CoV2-Virus getestet. Der Spitzenreiter muss bis mindestens kommenden Montag mit seinem Team in häusliche Quarantäne. Das hat das Gesundheitsamt angeordnet. Sollte es keine weiteren Fälle bei den Sachsen und die bevorstehenden zwei PCR-Testreihen Anfang der kommenden Woche nichts neues „positives“ ergeben, dürften sie ab Mittwoch vermutlich wieder ins Training einsteigen. Die beiden Partien gegen MSV Duisburg am Sonnabend und am Dienstag beim KFC Uerdingen wurden abgesagt. Dabei handelt es sich bei den Gegnern um direkte Konkurrenten des VfB Lübeck. Der ist am Sonntag um 14 Uhr (live auf unserem Twitter-Kanal) in Mannheim gefordert.

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Elsamed Ramaj (VfB Lübeck) im Zweikampf mit Marco Schuster (Waldhof Mannheim). Foto: Lobeca

Landerl hat die Spitzen nach der Hinspiel-Verlegung abgehakt

Rolf Landerl hatte selbst Corona und das ausgerechnet in der Zeit des Hinspiels. Dieses musste abgesagt werden und sorgte für unnötige Spitzen aus der Waldhof-Ecke. Für den Trainer der Grün-Weißen ist das abgehakt. „Es hängt nichts nach. Wir fokussieren uns auf das sportliche.“ Zu den Fällen beim Tabellenführer sagt Landerl: „Für Dynamo Dresden ist das betrüblich. Wir werden inzwischen auch täglich durch Schnelltests und zweimal die Woche PCR getestet – das ist momentan der ganz normale Wahnsinn und ich bin froh, wenn bei uns alle gesund sind. Wenn wir unseren Rhythmus beibehalten können und es die anderen erwischt, kann das ein Faktor sein in diesem Jahr. Uns und mich hat es ja auch schon erwischt. In dieser bizarren Saison gehört mentale Stärke dazu. Wer damit am besten umgehen kann wird erfolgreich sein.“

Trainer Rolf Martin Landerl (VfB Lübeck). Foto: Fishing4/Marcel Krause

Cheftrainer bedrückt aktuelle Corona-Lage

Lübeck ist sensibilisiert und „die Jungs wissen, worauf sie achten müssen“, doch Landerl bedrückt die Situation selbst schon. „Wenn generell die jungen Menschen auf ihr soziales Dasein verzichten müssen und auch auf meine Familie schaue mit der Schule tut mir das leid“, so der 45-Jährige. Die Zeit ist für ihn einfach sehr „komisch“ – im negativen Sinne gemeint.

Welches Ergebnis erzielt der VfB Lübeck in Mannheim?

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Drei sind wieder da

Im Kader stehen ihm vermutlich Osarenren Okungbowa, Ryan Malone und Martin Röser wieder zur Verfügung. Alle drei trainierten am Freitagvormittag wieder mit. Das ist auf jeden Fall eine Verstärkung für den Tabellenvorletzten, der dieses Mal per Charter-Flieger von Lübeck direkt nach Frankfurt und von dort mit dem Bus nach Mannheim reist. Es wird eine Tagestour, bei der auch Nico Rieble (seit Mittwoch im Training) wieder dabei ist. Nur Morten Rüdiger (verletzt) und Tommy Grupe (5. Gelbe Karte) stehen im Auswärtsspiel beim Tabellenelften nicht zur Verfügung. Der Kapitän fehlt sicher, doch Landerl hat Alternativen im Kopf. „Ob es eine Dreier- oder Vierkette ist, lassen wir uns noch offen“, so Lübecks Coach.

Das Tor zum 1:0. durch Cyrill Akono. Foto: Fishing4/Marcel Krause

Grün-Weiß hofft auf Akonos „Lauf“

Mannheim schwächelt aktuell ein wenig. Zuletzt gab es sechs Punkte in neun Spielen. Der VfB ist seit fünf Begegnungen ohne Niederlage (darunter ein Sieg). Landerl: „Die Ergebnisse haben wir verfolgt und es kann eine gewisse Aussage sein. Darauf wollen wir uns aber nicht versteifen, denn wir treffen auf eine Mannschaft, die fußballerisch sehr großes Potenzial mit guten Individualisten hat. Es ändert nichts an der Tatsache, dass uns nur Siege helfen.“ Dominik Martinovic erzielte das Siegtor für die Waldhöfer im Hinspiel, doch eine Manndeckung für den besten SVW-Stürmer (9 Treffer) ist nicht unbedingt vorgesehen. „Wir müssen das engmaschig lösen und diszipliniert auftreten“, so der Lübecker Coach. Er setzt vor allem auf die eigenen Stärken und lobte in der Pressekonferenz vor dem Spiel Cyrill Akono: „Er entwickelt sich in den vergangenen Wochen sehr gut und nimmt unser Spiel immer besser an. Er steht jetzt auch schon bei drei Toren.“ In Verl und gegen Kaiserlautern erzielte der Winter-Neuzugang jeweils die Führung. Für den VfB ist der Auftritt in Mannheim eines von sieben „Endspielen“ um den Klassenerhalt.

Der 32. Spieltag (16. – 18.4.)

Bayern II – Rostock (Fr.)
Magdeburg – Zwickau (Sa.)
Dresden – Duisburg
Köln – Halle
Verl – Uerdingen
Türkgücü – 1860
Kaiserslautern – Saarbrücken
Ingolstadt – Meppen (So.)
Mannheim – Lübeck
Wiesbaden – Unterhaching

Die Tabelle

1.SG Dynamo Dresden3151 : 2659
2.F.C. Hansa Rostock3144 : 2858
3.FC Ingolstadt3143 : 3458
4.TSV 1860 München3157 : 2854
5.1. FC Saarbrücken3154 : 4449
6.SV Wehen Wiesbaden3151 : 4348
7.SC Verl3157 : 4945
8.Türkgücü München3140 : 4043
9.Viktoria Köln3142 : 4943
10.FSV Zwickau3139 : 4041
11.SV Waldhof Mannheim3140 : 4339
12.Hallescher FC3136 : 5139
13.MSV Duisburg3141 : 5238
14.1. FC Magdeburg3132 : 4037
15.KFC Uerdingen*3132 : 3936
16.SV Meppen3132 : 5136
17.FC Bayern München II3141 : 4534
18.1. FC Kaiserslautern3132 : 3931
19.VfB Lübeck3134 : 4630
20.SpVgg Unterhaching3135 : 4628

* 3 Punkte Abzug noch nicht berücksichtigt

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