VfB Lübeck vor dem Magdeburg-Spiel: „Wir wollen unsere Chance am Leben halten!“

Rolf Landerl muss auf Mirko Boland verzichten

Daniel Steininger (1. FC Magdeburg), Zehir Ersin (VfB Lübeck) und Thore Jacobsen (1. FC Magdeburg) im Hinsppeil. Foto: Lobeca

Lübeck – Für den VfB Lübeck geht es am Sonntag um 13 Uhr (live auf unserem Twitter-Kanal) beim 1. FC Magdeburg in das Spiel 1 von 5 im Saisonendspurt. „In unsere Situation zählen nur noch Dreier“, sagte Rolf Landerl. Der Trainer der Grün-Weißen weiß was die Stunde geschlagen hat, denn vier Punkte gilt es aufzuholen und ein Torverhältnis von minus acht gegenüber dem FC Bayern München II, der aktuell über dem Strich steht. Eine Mammutaufhabe, aber nicht hoffnungslos. Vor allem nicht am kommenden Sonntag.

Welches Ergebnis erzielt der VfB Lübeck in Magdeburg?

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Heimschwache Magdeburger kein Maßstab

Magdeburg gilt als heimschwach, schaffte es in 16 Spielen zuhause nur auf 17 Zähler. „Wir haben das vernommen“, erklärte Landerl in der Pressekonferenz, doch ob das ein Vorteil ist, wollte er nicht behaupten. Vor allem, weil seit Mitte Februar beim FCM Christian Titz (früher HSV-Trainer) auf der Bank sitzt. Die Börde-Jungs haben seitdem eine beeindruckende Serie hingelegt und sind seit acht Spielen ohne Niederlage. Favoriten wie Ingolstadt und Rostock wurden besiegt, so dass der Tabellenzwölfte mit 41 Zählern mit dem Abstieg vermutlich nichts mehr zu tun bekommen dürfte. Raphael Obermaier (Rot-) und Dominik Ernst (Gelbsperre) werden beim Gegner fehlen. Gerade Obermaier wird voraussichtlich schmerzvoll vermisst werden, denn er zählt mit fünf Saisontoren und der gleichen Anzahl an Vorlagen als Top-Scorer. Er und Winterneuzugang Baris Atik (6 Saisontore) zählen als die gefährlichsten Magdeburger. „Das ist ein richtiger Glücksgriff und mein Kollege holt spielerisch das Maximum aus der Mannschaft heraus. Auch die Spielweise mit der Torwartkette hat er schon beim HSV II praktiziert und der sehr dominante Ballbesitzfußball. Da gilt es für uns auf die Umschaltmomente zu lauern und vielleicht auch den einen oder anderen Pressing-Momente auszunutzen“, so Landerl.

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Christian Titz (damals noch in HSV-Diensten). Foto: Lobeca/Michael Freitag

Wer ersetzt Boland?

Die Lübecker sehen den Gegner ebenfalls in einer Englischen Woche, doch „jedes Spiel steht für sich und wir wollen einen Dreier einfahren“, gibt der VfB-Trainer die Marschrichtung vor. Torben Deters und Mirko Boland sind auf Seiten der Grün-Weißen nicht wegen Gelbsperren dabei. Gerade Boland dürfte mit seiner Erfahrung auf dem Feld fehlen. Landerl: „Ich bin gespannt wer in diese Rolle schlüpft und das Coaching auf dem Platz übernimmt. Mit Yannick Deichmann haben wir jemanden, der das schon über Wochen macht und die Mannschaft in Schlepptau nimmt. Auch Ryan Malone kommt viel über die Mentalität. Jeder darf das bei uns machen und wir bewegen uns nicht in einem Aquarium, sondern können miteinander reden und können uns alle hören.“

Zweikampf zwischen Alexander Bittroff (1. FC Magdeburg) und Yannick Deichmann (VfB Lübeck). Foto: Lobeca

„Wir müssen dominant auftreten und mit Selbstvertrauen“

Marvin Thiel steht wieder zur Verfügung und auch Moody Chana und Osarenren Okungbowa sind wieder voll einsatzfähig. Somit bieten sich Landerl einige Möglichkeiten mehr gegenüber den vergangenen Wochen. Er wird der Mannschaft auf jeden Fall nochmal einbläuen, dass die Zeit immer knapper wird. „Wir müssen dominant auftreten und mit Selbstvertrauen. Es hat sich in den vergangenen Wochen entwickelt, denn wir haben aus acht Spielen sechs Unentschieden und einen Sieg geholt. Wenn man das ganz nackt betrachtet keine so schlechte Statistik. Klar sind das zu wenig Punkte und zu wenig Siege – das tut weh. Wir sind aber unglaublich stabil geworden und spielen mit einem gewissen Selbstverständnis, auch vom Resultat her. Das wollen wir am Sonntag unbedingt abrufen und somit unsere Chance am Leben halten“, sagt Landerl.

Am Sonnabend beginnt die Reise

Für das Team geht es nach dem Abschlusstraining am Sonnabend mit dem Bus Richtung Sachsen-Anhalt. Übernachtet wird in der Nähe von Magdeburg und nach der Partie geht es wieder über die Autobahn zurück gen Heimat. Hoffentlich mit drei Punkten dürften es die Fans der Grün-Weißen hoffen.

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