Viele Fans auf dem Weg nach Travemünde zum Finaltag – Underdogs mutig eingestimmt

Kreispokal-Endspiele am Rugwisch

Rapid-Fans im Kreispokalfinale 2020. Foto: Lobeca/Raasch

Lübeck – Der Kreispokal in der Hansestadt steht am kommenden Sonnabend am Rugwisch in Travemünde an. Bereits um 10.45 Uhr startet der große Finaltag und der wird überwiegend blau-weiß sein. Der TSV Schlutup stellt insgesamt drei Endspielteilnehmer: Ü40, Alte Herren und Untere Mannschaften.

„Travemünde wird blau-weiß“

Das Ü40-Team vom Palinger Weg trifft um 10.45 Uhr auf Olympia Bad Schwartau. Der Weg des TSV Schlutup führte nach einem Freilos in der 1. Runde über Groß Grönau (3:1) und TSV Dänischburg (5:0) ins Finale. Die Ostholsteiner bezwangen ATSV Stockelsdorf (4:1), FC Dornbreite (6:0) und SC Buntekuh (3:0) in den vorherigen Runden. Christian Claasen sagt: „Wir erwarten ein brennendes, fesselndes Finale. Alle Schlutuper Mannschaften brennen und wollen versuchen alles zu erreichen. Wir erwarten weit über 150 TSVer, Spieler, Fans und Angehörige. Travemünde wird blau-weiß. Wir freuen uns wahnsinnig auf diesen tollen Tag in Travemünde und wünschen allen Mannschaften einen hammergeilen Pokaltag.“

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Waffe Kleistner gegen Olympia

Bei den Altherren sind wieder die Schlutuper dabei. Das Team von Jan Steffen hatte es nur in der 1. Runde schwer. Dort Vier Minuten vor dem Ende der Verlängerung erzielte Benjamin Kleister den 4:3-Siegtreffer, der ansonsten noch zwei andere Tore in diesem Spiel markierte. Weil der SV Weissenrode im Viertelfinale nicht antrat, ging es direkt ins Halbfinale. Dort schaltete man AKM Lübeck deutlich mit 9:2 aus. Alleine Kleistner traf dort sechsmal. Der Finalgegner Buntekuh überstand die Runden gegen VfL Bad Schwartau (4:1), Eintracht Groß Grönau (4:2) und Phönix Lübeck (2:1, n.V.). Anpfiff zwischen TSV Schlutup und SC Buntekuh der Partie ist um 11 Uhr.

Vorfreude auf „Übergegner“ Phönix II

Um 13 Uhr schickt der TSV Schlutup seine dritte Mannschaft des Tages ins Rennen, die 2. Herren. Das B-Klassenteam hat es im Finale für Untere Mannschaften mit dem frischgebackenen Verbandsliga-Meister 1. FC Phönix Lübeck II zu tun.

Der Schlutuper Weg ins Finale: Dornbreite III (5:0), Hansa (7:0), TuS II (6:0), Eichholz II (4:3).
Der Phönixer Weg ins Finale: Viktoria III (13:0), Rapid II (3:1), Grönau II (5:3), Azadi II (9:3).

Letztes Spiel für Steinahauer & Co.

TSV-Coach Alexander Steinhauer sagt zu HL-SPORTS: „Für die 2. Herren ist das Pokalfinale die letzte gemeinsame Veranstaltung, nach einer wirklich klasse gespielten Punktrunde, die hinter Phönix III mit dem 2. Platz belohnt wurde. Diese junge Mannschaft wird so nicht mehr zusammenspielen. Ebenso wird unser Trainerteam erstmal eine Pause einlegen. Dementsprechend hoch ist die Motivation dem wahrscheinlich haushoch überlegenen Gegner ein Bein zu stellen. Wie es ist ein Finale zu spielen, ist vielen Spielern aus Ihren letzten Jugendjahren bekannt. Dort konnte bei mehreren Finalteilnahmen in der Saison 17/18 der Pokal gewonnen werden. Ob dies gegen einen übermächtigen Gegner am Samstag der Fall sein wird, bleibt abzuwarten. Auf alle Fälle ist die Vorfreude auf diesen tollen Saisonabschluss groß. Wir freuen uns mit den anderen TSV-Teams auf dieses Event.“

Phönix mit Ernst im Spiel und danach spontan

FCP II-Teammanager Gabriel Lopes: „Wir haben am Freitag noch einmal Abschlusstraining und Samstag dann hoffentlich nur 90 Minuten. Wir werden den Gegner nicht unterschätzen, denn wir hatten im Pokal immer wieder Schwierigkeiten. Da denke ich an Grönau, wo wir 0:2 hinten lagen. Schlutup, auch wenn sie „nur“ B-Klasse spielen, ist für uns ein ernster Gegner, wie alle anderen in dieser Saison. Wir werden Vollgas geben. Geplant haben wir nichts, aber ich kann mir vorstellen, dass wir danach noch Rapid gegen Eichholz gucken werden. In dieser Partie wird bestimmt Feuer sein. Alles andere entscheiden wir spontan.“

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Underdog LSC will gewinnen

Das Frauen-Finale wird ähnlich eingestuft, wie das vorherige unterklassige Herren-Endspiel. Der TSV Siems hat es um 14 Uhr mit dem Lübecker SC zu tun. „Für uns ist dieses Spiel sehr wichtig. Dementsprechend haben wir trainiert und wollen hochkonzentriert ins Spiel gehen. Die Rückrunde war sehr bitter durch die schweren Verletzungen, aber wir wollen unbedingt einen positiven Saisonabschluss schaffen“, sagt Siems-Coach Maurice Maletzki. Sein Team räumte zuvor SG Dornbreite/Moisling mit 17:0 und ATSV Stockelsdorf 7:1 aus dem Weg.

Beim LSC ist Katrin Walczyk sich sicher, dass man gegen den zwei Klassen höherspielenden Oberligisten eine kleine Chance haben wird: „Wir sind durch den Pokalfight im Halbfinale zwar verdient ins Finale eingezogen, bleiben aber natürlich der krasse Außenseiter. Daher machen wir uns keinen Druck, werden aber wie immer alles geben und sind hochmotiviert und wollen gewinnen. Auch dieses Spiel muss schließlich erstmal gespielt werden und für uns ist es auf jeden Fall ein toller Abschluss. Ab 18 Uhr werden wir dann bei uns im Vereinsheim den Tag und die Saison ausklingen lassen und ganz egal, wie das Pokalspiel ausgeht, unsere sehr erfolgreich gespielte Saison feiern. Wir freuen uns also gemeinsam mit unseren Fans auf dieses Finale und ein faires Spiel.“ Nach einem Freilos in der 1. Runde zogen die Mädels vom Thomas-Mann-Platz nach einem Eigentor von Fortuna St. Jürgen ins Endspiel ein.

Torwerk #ausEichenholz in alter Frische gegen Rapids Super Stimmung

Den Abschluss machen die Herren des SC Rapid und Eichholzer SV um 16.30 Uhr. Das Team vom Kasernenbrink hatte es in den vorherigen Pokalrunden mit Viktoria (5:0), Siems (5:1), Grönau (3:0) und Fortuna (3:1) zu tun. Für den ESV hießen die Gegner Dänischburg (9:1), Eintracht 04 (21:0), Lübeck 76 (4:0) und Travemünde (3:1).

Keine künstliche Aufregung, aber vielleicht ein Sonderzug

SCR-Coach Christian Arp: „Für uns ist so ein Pokalfinale das ganz große Ding und nach dem Finale im vorletzten Wettbewerb gegen Phönix hatten wir uns geschworen, so etwas noch einmal erleben zu wollen. Auch für unsere Fans ist es etwas ganz Besonderes. Ich bin gespannt, wie viele mobilisiert werden und lasse mich überraschen. Vielleicht muss die Bahn am 15 Uhr Zug nach Travemünde ja noch einen zusätzlichen Waggon anhängen, keine Ahnung. Wir haben uns unter der Woche ganz normal auf den Gegner vorbereitet und werden auch direkt vorm Spiel nichts ändern, um die Aufregung nicht künstlich in die Höhe zu treiben. Zum Spiel kann ich sagen, dass man im Nachhinein immer schlauer ist, aber zu diesem Zeitpunkt will ich gar nicht von einem Klassenunterschied sprechen, sondern sehe es aufgrund des speziellen Pokalfeelings als ein reines Fifty-Fifty-Spiel an. Die Nerven und Körperspannung werden entscheiden. Eichholz wird genauso brennen wie wir, von daher wird das diesjährige Endspiel sicherlich ein Leckerbissen für jeden, auch neutralen, Zuschauer.“

Eichholz mit letzter Patrone

Beim ESV ist man nebenbei noch mit der Trainersuche beschäftigt. Die Frage wird sein, wie die Mannschaft den Ausstieg ihres Ex-Trainers verkraftet hat. Nach einer missratenen Rückrunde wird es vielleicht die letzte Patrone sein, die man sich für diese Partie aufbewahrt hat. Möglich, dass auch hier der „Pöbelberg“ zahlreich vertreten sein wird. Informationen dazu gab es von der Guerickestraße nicht. Hanifi Demir konzentriert sich auf die Begegnung: „Zwei Vereine, die durch gute Arbeit in den letzten Jahren es verdienen im Finale zu stehen. Wir freuen uns auf das Highlight, wissen aber auch, dass in so einem Spiel alles passieren kann. Daher sind wir sehr gut vorbereitet und werden um jeden Meter kämpfen.“

Bildquellen

  • Rapid: Lobeca/Raasch
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