Viele Tore in Stormarn: Tralau und Großensee machen es deutlich

Einiges los am ersten Spieltag

Der erste Spieltag in der Kreisliga Südwest bot einiges. Foto: Lobeca/Niklas Runne
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Bad Oldesloe – Der erste Spieltag der Kreisliga Südwest bot direkt einige interessante Aufeinandertreffen. Es gab Kantersiege wie in Hammoor und Bad Oldesloe, doch auch enge Ergebnisse. Viele Tore prägten das Wochenende, denn gleich 43 Mal klingelte es. Die Tabellenführung teilen sich nach der ersten Spielwoche zwei Mannschaften aus dem Kreis Stormarn.

SG Bargteheide/Hammoor – Tralauer SV 1:7 (1:3)

Der Tralauer SV startete mit einem Auswärtsspiel bei der neuen Spielgemeinschaft, der SG Bargteheide/Hammoor. Es sollte direkt eine Aufgabe werden, die keineswegs leicht sein sollte, denn auf dem Rasenplatz in Hammoor taten sich bereits einige Mannschaften schwer. Die Favoritenrolle war dennoch klar verteilt, auch wenn der letztjährige Tabellendritte mit großen personellen Sorgen ins Spiel ging. Nur neun Spieler standen dem Cheftrainer zur Verfügung, sodass man auf die Zweite zurückgreifen musste. Erwartet hat man einen Gegner, der körperlich robust auftritt und viel Mentalität mitbringt. Dem trotzte Tralau allerdings, denn man brauchte kaum Eingewöhnungszeit. Von Beginn an nahm man das Zepter in die Hand und erspielte sich gute Chancen. Kevin Öz (9.) nutzte eine zur frühen Führung, wobei bereits zuvor gute Gelegenheiten ungenutzt blieben. Man haderte ganz klar mit der Chancenverwertung, denn selbst einen Elfmeter bekamen die Mannen aus Travenbrück nicht im Tor unter. Ein Eigentor von Dominik Sparr musste letztlich zum 2:0 helfen. Anschließend kam man mehr ins Rollen, wie Cheftrainer Roman Ismagilov verriet: „Wir sind mit dem Anpfiff gut in die Partie gestartet und haben uns früh gute Torchancen herausgespielt. Bis zum Führungstreffer hatten wir bereits einige hochkarätige Möglichkeiten ungenutzt gelassen. Leider zog sich die mangelnde Chancenverwertung zunächst durch unser Spiel und fand ihren Höhepunkt im verschossenen Elfmeter. Erst das 2:0 durch ein Eigentor brachte nach und nach die nötige Leichtigkeit. Von diesem Zeitpunkt an kam unsere Mannschaft richtig ins Rollen.“

sg haba tralau @ Viele Tore in Stormarn: Tralau und Großensee machen es deutlich
Tralau setzte sich gegen die SG Hammoor/Bargteheide durch. Foto: Carolin Moses (Tralauer SV)

Tralau macht es deutlich

Elias Gille (37.) traf zum 3:0, bevor Kevin Erpenstein (45.) für die SG ztraf. Somit ging es mit einem 3:1 aus Sicht der Tralauer in Führung, wobei Bargteheide/Hammoor damit gut bedient war. Nach dem Seitenwechsel sollten innerhalb von sechs Minuten drei Treffer der Gäste fallen. Kevin Kolepp (50.), Timo Classen (53.) und Kigham Kouzian (56.) machten das halbe Dutzend voll. Kurz vor dem Ende sorgte Öz (87.) für den 7:1-Endstand, sodass der Sieg zum Start perfekt war. Man sprang an die Tabellenspitze und legte trotz personeller Sorgen eindrucksvoll los. Der Coach sagte: „Es war ein gelungener Einstand und auch in dieser Höhe ein verdienter Sieg. Es sind zwei sehr faire Mannschaften gegeneinander angetreten, die Fußball spielen wollten. Wir haben es geschafft, uns gegen einen körperlich starken Gegner viele gute Torchancen herauszuspielen und immer wieder die richtigen Lösungen zu finden. Das ist gegen Hammoor keineswegs selbstverständlich. Außerdem ist es uns gelungen, mit viel Tempo ins letzte Drittel zu kommen. Verbesserungspotenzial sehen wir vor allem in der Chancenverwertung und in den mannschaftlichen Abläufen. Aufgrund der personellen Situation hatten wir mit diesem Kader praktisch keine gemeinsame Vorbereitung. Umso mehr freut es mich, dass der Einsatz und die Bereitschaft bei jedem Einzelnen gestimmt haben.“ Zudem wollte Ismagilov noch dankende Worte an Hammoor richten: „Abschließend ist mir ein großes Dankeschön an Hammoor besonders wichtig. In unserer größten Not und ohne eigene Trainingsmöglichkeit ist Hammoor kurzfristig für uns eingesprungen und hat uns unter hervorragenden Bedingungen sein Trainingsgelände zur Verfügung gestellt. Über Fairplay, Zusammenhalt und Respekt im Fußball wird viel gesprochen, aber Hammoor hat diese Werte auch vertreten und gelebt. Wir wurden äußerst gastfreundlich empfangen und haben große Unterstützung erfahren. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken. Das verdient höchste Anerkennung und unseren größten Respekt.“

TSV Trittau II – TuS Hoisdorf 2:5 (2:3)

Der TSV Trittau II empfing am Sonntagmittag bereits um 12 Uhr den TuS Hoisdorf. Es sollte für die Zweitvertretung ein Härtetest zum Auftakt werden, denn für Coach Sören Metzner ist der erste Gegner bereits ein Teil des Favoritenkreises. Personell sollten auf beiden Seiten durchaus einige Spieler fehlen. Trittau bekam allerdings mehrfach Unterstützung von der Ersten, sodass Bastian Fitzner, Till Schwarz und Felix Scheer unterstützten. Man wollte tief stehen und Nadelstiche setzen. Hoisdorf übernahm von Beginn an die Kontrolle, doch fand zunächst noch wenige Lücken. Nach neun Minuten nahm sich dann allerdings Louis Seyfang (9.) mal ein Herz und traf aus 22 Metern halblinker Position in den Winkel. Es war ein Traumtor mit dem ersten richtigen Schuss aufs Tor. Doch im Anschluss änderte sich das Bild etwas: „Wir sind die ersten fünf bis sieben Minuten zwar ganz gut da gewesen, aber nach dem 1:0 hat es uns keine Sicherheit, sondern eher Schwierigkeiten gebracht“, verriet TuS-Coach Andre Meins. Trittau wurde aktiver und kam nur drei Minuten später zum Ausgleich. Till Schwarz (12.) marschierte durch die Mitte, die Verteidiger gingen nicht energisch genug ran, sodass die Verbandsliga-Leihgabe traf. Hoisdorf verlor etwas den Faden, agierte nicht zielstrebig genug. So ging es erneut über Seyfang, doch dieser fand niemanden in der Mitte. Nach 16 Minuten kam Trittau dann mal über die rechte Seite, in der Mitte verteidigte Hoisdorf nicht entschlossen genug, sodass Marcel Anton (16.) traf. Das Spiel war somit gedreht und die Gäste mussten irgendwie zurück in dieses finden. Sie hatten weiterhin mehr den Ball, doch noch ohne richtig zwingend zu werden. Oftmals kam der letzte Pass nicht an oder aber in der Mitte fehlte ein Zielspieler.

Führung mit Pausenpfiff

Der junge Carlos Alonso sollte nach einer halben Stunde dann in den Fokus rücken, als er an der Grundlinie ins Dribbling ging und vom Trittauer Verteidiger gelegt wurde. Es gab den Foulelfmeter. Jarron Max Punzius (32.) trat an und glich aus. Es war keineswegs ein Spiel, das von vielen Torchancen geprägt war, doch wenn man mal durchkam, sollte der Ball auch den Weg ins Tor finden. Im Anschluss wurde Trittau nach Standards gefährlich, sodass es so schien, als würde die Zweitvertretung dem dritten Tor näher sein. Mit der letzten Aktion vor der Pause sollte Hoisdorf dann mit einem Ball in die Tiefe auf der rechten Seite über Carlos Alonso in den Strafraum kommen. Der Flügelspieler legte den Ball in die Mitte, wo Nick-Kevin Kammann (45.) zum 3:2 traf. Gästecoach Meins sagte: „Für uns war der Knackpunkt, dass wir mit dieser jungen Truppe die Entscheidung getroffen haben, Charakter zu zeigen und das Spiel drehen zu wollen. Das war dann der Knackpunkt, dass wir mit dem Halbzeitpfiff das 3:2 machen.“

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Hoisdorfs Carlos Alonso setzte sich vor dem 3:2 durch. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Hoisdorf dreht nach der Pause auf

In der zweiten Hälfte sollte es ein anderes Bild sein. Hoisdorf war nun die klar bessere Mannschaft und dominierte das Geschehen. Direkt vom Anstoß ging es nach vorne über Colin Szelitzki, sein Abschluss wurde auf der Linie geklärt und den Nachschuss zog Natan Niemann aus wenigen Metern deutlich über das Tor. Da war bereits mehr drin und acht Minuten später sollte Joker Pooria Rezeiaeianamiri im Eins-gegen-Eins scheitern. Fünf Minuten später machte es Colin Szelitzki (58.) nach einem Steckpass deutlich besser. Mit dem Tempo des TuS und den dementsprechenden Tiefenbällen hatte Trittau große Schwierigkeiten. Coach Metzner erklärte: „Wir müssen gerade in der eigenen Hälfte besser die Zweikämpfe führen, damit die Bälle, bevor es dazu kommt, bereits unterbunden werden. In der gesamten Defensive müssen wir eine bessere Staffelung haben und besser stehen. Dann bekommt man es auch verteidigt, aber das funktioniert halt nur, wenn du eng am Mann bist und dann auch clever agierst.“

Meins hadert mit Platzverweis

Zwölf Minuten vor dem Ende sollte Hoisdorfs Punzius die Gelb-Rote Karte sehen. Eine Unsportlichkeit wurde dem jungen Mittelfeldspieler angerechnet, sodass die Schlussphase zu zehnt absolviert wurde. Sein Coach sah diese Entscheidung als falsch an: „Die Gelb-Rote Karte finde ich sehr schwach. Ein Pressing mit „Ja, Ja, Ja“ als Unsportlichkeit zu werten, finde ich schwierig, aber ansonsten bin ich zufrieden mit der Schiedsrichterleistung, aber die Aktion fand ich nicht so gut. Das ist für mich kein unsportliches Verhalten, sondern um ein Pressing herauszufordern.“ Im Anschluss traf Rezeiaeianamiri (78.) nach Pass von Szelitzki. In den Schlussminuten verpasste der TuS noch mehrfach, das Ergebnis weiter auszubauen, denn die Gegenwehr der Heimelf schwand vermehrt. „In der zweiten Halbzeit waren wir sehr dominant, da konnten wir unsere Schnelligkeit ausspielen, haben die Halbräume bespielt, wie wir es eigentlich sehen wollten, und dann kam auch nachher nichts mehr“, sagte der siegreiche Coach. Dieser zog zudem ein positives Fazit: „Ich bin insgesamt zufrieden. Das Ergebnis war top und auch in der Höhe verdient.“ Die Hausherren dagegen haderten mit den Fehlern, die es dem Gegner erleichterten: „Hoisdorf hat verdient gewonnen, weil wir hinten heraus einfach zu wenig Kraft hatten, zu viele einzelne Fehler im Spielaufbau und leichte Ballverluste gemacht hatten. Wir kamen in die Zweikämpfe nicht gut rein und bei der jungen Truppe, die sie hatten, da kommen dann noch die einzelnen Fehler dazu, die zu den Gegentoren geführt haben. Im Großen und Ganzen haben sie es absolut verdient gewonnen. Es ist eine junge, agile, dynamische Mannschaft mit viel Geschwindigkeit über Außen, wie ich es im Vorfeld schon gesagt hatte“, sagt Sören Metzner.

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Jubel in der Kabine nach dem Sieg des TuS in Trittau. Foto: TuS Hoisdorf

Bargfelder SV – SV Eintracht Segeberg 1:3 (1:2)

Der Bargfelder SV startete in die neue Kreisligasaison mit einem Heimspiel gegen den Aufsteiger SV Eintracht Segeberg. Es sollte keine einfache Aufgabe werden, denn die Gäste verfügen vor allem in der Offensive über eine hohe Qualität. Dagegen wollte man mit defensiver Stabilität und offensiven Nadelstichen gegenhalten, sodass Philipp Wonneberger und Tim Peter Richter die Doppelspitze bildeten. Die Anfangsphase war noch ein klassisches Abtasten, in dem keiner einen Fehler machen wollte. Nach nicht ganz einer halben Stunde sollte es dann Mika Hasselbusch (28.) sein, der die Stormarner in Führung brachte. Diese war allerdings nur von kurzer Dauer, denn Lennart Cordes (34.) glich aus. Mit Pausenpfiff fiel sogar der Führungstreffer durch Chris Hagemann (45.). „Nach dieser Anfangsphase haben wir leider den Faden verloren. Die Abstände zwischen unseren Mannschaftsteilen waren zu groß und wir haben Segeberg viel zu viele Räume angeboten. Das hat der Gegner konsequent ausgenutzt, sodass die Pausenführung für die Gäste absolut verdient war“, sagte BSV-Coach Michael Burg.

Bargfeld verpasst den Ausgleich

Zur Pause reagierten beide Trainer. Bargfeld brachte Aschkan Feizi und Finn Gehring für Stürmer Philipp Wonneberger und Außenverteidiger Eric Schoppe. Die Segeberger brachten ebenfalls zwei frische Kräfte. Die erste Chance nach dem Seitenwechsel gehörte der Heimelf, doch Gästekeeper Yannik Ehlers war zur Stelle. So fiel statt dem 2:2 auf der anderen Seite das dritte Gästetor. Adrian Rupsch (56.) knüpfte an seiner Form vom Pokalspiel an, wo er fünffach traf, nun knipste er erneut. Burg sagte: „Auch nach dem 3:1 haben wir nicht aufgegeben und weiter nach vorne gespielt. Wir hatten noch ein, zwei gute Möglichkeiten, scheiterten jedoch entweder am Torhüter oder am Pfosten. Wenn uns das 3:2 gelungen wäre, hätte die Partie sicherlich noch einmal richtig Fahrt aufgenommen und vielleicht wäre sogar noch der Ausgleich möglich gewesen. So müssen wir die Niederlage akzeptieren, unsere Lehren daraus ziehen und den Blick direkt nach vorne richten. Bereits am Donnerstag bietet sich uns gegen Alsterland die nächste Gelegenheit, es besser zu machen.“

VfL Oldesloe – SSV Großensee 1:7 (1:4)

Der VfL Oldesloe empfing zum Start in die neue Kreisligasaison den SSV Großensee. In der Kreisstadt gab es nach dem Abstieg aus der Verbandsliga einen XXL-Umbruch, sodass kein einziger Spieler der letztjährigen Ersten noch dabei ist. Stattdessen geht eine Truppe in der Kreisliga an den Start, die eigentlich für die B-Klasse geplant war. Man wollte ohnehin zwei Mannschaften melden, doch der Umbruch sorgte dafür, dass es doch nur eine wurde. In der Vorbereitung gab es dürftige Auftritte, bei denen die Oldesloer klar aufgezeigt bekamen, auf welchem Stand sie sind. So gab es Niederlagen wie zuletzt bei der Generalprobe gegen den TSV Seedorf-Sterley, wo man mit 0:3 verlor. Beim ersten Gegner in der Liga sah es ganz anders aus, denn die Vorbereitung war sehr zufriedenstellend, sodass Großensee gewappnet war für die Liga. Von Beginn an übernahmen sie die Kontrolle. Oldesloe wollte gut stehen, doch musste bereits nach wenigen Minuten erstmals verletzungsbedingt wechseln. Kapitän Leonit Lokaj konnte nicht mehr weitermachen. Die neue Saison startete also nicht gerade positiv und dies sollte sich auch sportlich fortsetzen. Gerrit Ulka ging in den Sechzehner, wo der Verteidiger ungestüm den Angreifer zu Fall brachte. Es gab den Foulelfmeter, den Kevin Krüger (9.) verwandelte.

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Großensee dominiert

Auf der Gegenseite sollte es dann plötzlich einen Fehler in der Defensive der Gäste geben, sodass Niklas Richter durchlief und zu Fall gebracht wurde. Es gab die Gelbe Karte für den Verteidiger, der zum taktischen Foul greifen musste, da der schnelle Angreifer sonst auf und davon gewesen wäre. Der fällige Freistoß war ungefährlich. Großensee kam nach 13 Minuten nach einem Eckball von Kevin Hoffmann, in Person von Linus Bohlmann (13.) per Kopf zum 2:0. Bereits früh schien es, als würde es deutlich werden, doch keine 120 Sekunden später verkürzte der VfL. Ein Fehler flog dem SSV um die Ohren, den Michel Falkus (15.) bestrafte. Es kam neue Hoffnung auf für die Oldesloer, doch von nicht langer Dauer. Direkt im Anschluss klingelte es nämlich bereits wieder auf der anderen Seite. Eine Flanke von rechts kam vors Tor, wo Daniel Mann (16.) einköpfte. Es war eine Viertelstunde gespielt, da fielen bereits vier Treffer. Es war ein hochdominanter Auftritt der Gastmannschaft gegen einen schwachen Gegner. Dieser kam, wenn überhaupt, nach Fehlern über die schnellen Offensivspieler nach vorne, so auch als Demjan Burmeister zum Abschluss kam, doch diesen deutlich über das Tor setzte. Ansonsten war es nur die Gastmannschaft, die allerdings zu wenig aus ihren Angriffen machte. Die Defensive stand alles andere als stabil beim VfL, doch nutzte dies zu selten. Gute Chancen blieben ungenutzt, sodass es zur Pause durch einen erneuten Elfmeter von Krüger (43.) „nur“ 4:1 stand. Damit war der VfL sehr gut bedient, denn es war ein deutlicher Klassenunterschied zu erkennen.

oldesloe grossensee @ Viele Tore in Stormarn: Tralau und Großensee machen es deutlich
Der SSV Großensee war dem VfL Oldesloe klar überlegen. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Unzufriedenheit trotz 7:1

Im zweiten Durchgang schwand die Gegenwehr nochmals mehr, sodass der SSV immer wieder aufs Tor zulief. Max Kischkat (56.) und Gerrit Ulka (59.) stellten innerhalb weniger Momente auf 6:1. Im Anschluss blieben einige Gelegenheiten ungenutzt. Erst elf Minuten vor Schluss war es Kevin Hoffmann (79.), der zum 7:1-Endstand traf. Es war ein deutlicher Auftaktsieg für Großensee, über den Trainer Sascha Bartlakowski sagt: „Das erste Saisonspiel ist immer ein besonderes und schwieriges, egal wie der Gegner heißt und wie er besetzt ist. Von daher sind wir froh, dass wir heute drei Punkte geholt haben, und dass es dann auch noch ein deutlicher 7:1-Sieg ist, ist umso erfreulicher.“ Dennoch war er nicht voll und ganz zufrieden mit dem Auftritt seines Teams: „Wenn ich ehrlich bin, wenn ich unser Spiel heute so sehe, bin ich eigentlich eher nicht zufrieden. Das war eigentlich mit Blick auf die Vorbereitung und Freundschaftsspielen der schwächste Auftritt. Da werden wir in der kommenden Woche nochmal drüber sprechen müssen. Von den sieben Toren, die wir geschossen haben, waren es zwei Elfmeter, zwei Kopfbälle nach Ecken und ein halbes Eigentor dabei, und das ist dann eben aus dem Spiel heraus wenig. Als Trainer ärgert mich dies. Drei Punkte zum Saisonauftakt, das zählt erst einmal und darauf ruhen wir uns nicht aus, aber das nehmen wir mit nach Hause und dann freuen wir uns. Es ist so, dass wir eigentlich einen guten Ball spielen wollen, eher mit Flachpässen versuchen, Lösungen zu finden, um so auch ins letzte Drittel zu kommen. Das war heute über die 90 Minuten eigentlich gar nicht zu sehen und das wäre heute sehr leicht gewesen, auch über Fußballtore zu schießen. Wir haben nachher zu viel gebolzt und uns vielleicht auch zu sehr auf das Niveau runtergelassen. Wenn man von Anfang an merkt, dass der Gegner dich nicht so fordern wird und du dann noch zwei schnelle Tore schießt, dann passt man sich leider an und das haben wir dann auch relativ schnell getan und das Spielen eingestellt.“

VfL Oldesloe landet hart in der Realität

Der VfL Oldesloe bekam zum Start einen heftigen Dämpfer, denn man bekam klar aufgezeigt, dass es in der Kreisliga ein ganz schwieriges Jahr werden könnte. Man zeigte sich über die gesamte Spielzeit deutlich unterlegen. Cheftrainer David Elke sagte: „Wir wussten, dass es ein schweres Spiel werden wird. Wir sind optimistisch und ehrgeizig an diesen ran gegangen, aber wir auch wussten, dass es schwer werden würde gegen eine eingespielte Mannschaft in der Kreisliga. Wir sind eine reintheoretische Kreisklasse B-Mannschaft auf dem Platz, sind gut gestartet, hatten viele Ausfälle und und Verletzungen während des Spiels. Wir arbeiten weiter Woche für Woche, damit wir besser werden. Am Dienstag geht es weiter, da liegt der Fokus auf das nächste Spiel.“ Dennoch sah er auch Punkte, die ihn positiv stimmten: „Sie haben auf jeden Fall das angenommen, was wir in den letzten Wochen in den Testspielen falsch gemacht haben, das haben sie heute schon besser umgesetzt. Wir müssen es jetzt weiter trainieren, sowohl offensiv als auch defensiv.“

SV Borussia Möhnsen – Leezener SC 1:1 (0:0)

Der SV Borussia Möhnsen empfing zum Start den Leezener SC. Die Segeberger gingen mit Phil Paustian als neuem Trainer ins Spiel, doch klar war auch, dass es eine sehr unbequeme Aufgabe zum Ligastart sein sollte. Es ging nach Lauenburg, wo sich einige Mannschaften schwergetan haben und auch künftig noch tun werden. Leezen selbst hat sich im vergangenen Jahr zweimal schwergetan gegen Borussia. Dies war erneut der Fall, denn die Heimmannschaft verteidigte einiges weg. Erst nach einer knappen Stunde sorgte Leif Fuhlendorf (62.) für die Führung des LSC. Möhnsen musste somit antworten, doch genau dies gelang ihnen. Der zur Pause eingewechselte Robin Granzow (69.) glich aus. Dies sollte auch der Endstand sein, sodass sich beide Mannschaften mit 1:1 trennten. Möhnsen-Coach Martin Krüger sagte: „Ein sehr umkämpfter Auftakt. Mit unserem Auftritt bin ich nur in Teilen zufrieden. So mussten wir sehr viel wegverteidigen, was wir dann aber gut angenommen haben. Es ist sicherlich noch Luft nach oben, den erkämpften Punkt nehmen wir aber trotzdem gerne mit.“

TuS Hartenholm II – FSG Alsterland 3:6 (2:3)

Nach dem Abstieg aus der Verbandsliga war einiges los. Aus der SG Oering/Seth wurde die FSG Alsterland, sodass es das erste Ligaspiel unter neuem Namen gab. Dies nun auch in der Kreisliga, wo man nun wieder auf erfolgreichere Zeiten hofft. Zu Gast war die FSG beim TuS Hartenholm II, der in der abgelaufenen Saison sich geradeso vor dem Abstieg in die A-Klasse rettete. Personell blieb Nico Post, Torjäger der Gäste, zunächst auf der Bank. Dennoch sollte man offensiv für Torgefahr sorgen. Bereits nach wenigen Momenten gab es Foulelfmeter für Alsterland. Ömer Alayli (4.) verwandelte diesen. FSG-Coach Harjas Ahluwalia sagte: „In einer sehr hektischen ersten Halbzeit gehen wir mit einem Strafstoß-Tor durch Alayli in Führung. Auf dem Weg zum Tor wird Lux als letzter Mann gefoult, jedoch belässt es der Schiedsrichter dort nur beim Strafstoßpfiff.

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Die FSG Alsterland feierte einen Sieg zum Auftakt. Bereits früh traf Ömer Alayli (hier mit Hendrik Kern). Foto: Lobeca/Niklas Runne

Doppelschlag

Wir schaffen es nach der frühen Führung nicht, Ruhe reinzubekommen und bekommen keine Ordnung zustande, weil der Gegner den Aufbau früh stört.“ Noel Kuberka (15.) glich aus, bevor es nach etwas mehr als einer halben Stunde Schlag auf Schlag ging. Marcel-Patrick Boldt (33.) und Tom Lux (36.) stellten auf 3:1, doch nur für wenige Sekunden. Eine Minute nach dem dritten Gästetor verkürzte nämlich Leon Novak (37.). Erneut hatte man Schwierigkeiten mit dem Pressing der Heimelf, sodass der Trainer umstellte: „Dieses lief nach der Umstellung in Halbzeit zwei etwas besser. Die Gegentore sind mitunter Geschenke von uns an die Heimmannschaft, das müssen wir in der Entstehung jeweils besser machen. Nach erneuter Führung zum 1:2 und 1:3 bekommen wir erneut ein Gegentor und sind mit dem Pausenstand von 2:3 gut bedient.“

Post nicht zu stoppen

Somit blieb es zur zweiten Hälfte ein offenes Spiel, doch Ahluwalia reagierte. Nun kam Stürmer Nico Post und genau dieser sollte den Unterschied machen. Er traf direkt doppelt (50./55.) zur 5:2-Führung seiner Mannschaft. Zwar kam Hartenholm durch Novak (69.) nochmal ran, doch Post schnürte mit dem 6:3 (73.) den lupenreinen Hattrick. Der Torjäger zeigte genau, was ihn stark macht und was für ein Faktor er für sein Team sein kann. Alsterland gewann mit 6:3 bei einem unbequemen Gegner. Der siegreiche Coach sagte: „In der zweiten Halbzeit bekommen wir das Spiel etwas mehr unter Kontrolle und spielen unsere Tormöglichkeiten durch die Reihen gut aus, ehe jeweils drei Mal Post seine Qualitäten beweist. Die Anzahl und Entstehung der Gegentore kann uns nicht gefallen, jedoch haben wir weiter versucht, Fußball zu spielen durch die Reihen, auch wenn der lange Ball heute ein gutes Mittel war.“ Am Donnerstagabend geht es mit dem Spiel gegen den Bargfelder SV weiter. Dort braucht es allerdings eine Steigerung: „Zu Donnerstag muss es eine deutliche Leistungssteigerung geben, aber dennoch bin ich zufrieden mit den ersten drei Punkten. Gerade zu Beginn der Saison, wo vieles noch nicht ganz rund läuft, ist das Punkten wichtiger als das Wie. Es gibt genug, auf das wir aufbauen können, aber auch sehr vieles, was wir richtig machen.“

Der 1. Spieltag im Überblick

TuS Teutonia Alveslohe – SV Wahlstedt 0:2
SV Henstedt-Ulzburg – SV Sülfeld 3:0
SG Bargteheide/Hammoor – Tralauer SV 1:7
TSV Trittau II – TuS Hoisdorf 2:5
VfL Oldesloe – SSV Großensee 1:7
Bargfelder SV – Eintracht Segeberg 1:3
Borussia Möhnsen – Leezener SC 1:1
TuS Hartenholm II – FSG Alsterland 3:6

1.SSV Großensee17 : 13
1.Tralauer SV17 : 13
3.FSG Alsterland16 : 33
4.TuS Hoisdorf15 : 23
5.SV Henstedt-Ulzburg13 : 03
6.SV Eintracht Segeberg13 : 13
7.SV Wahlstedt12 : 03
8.Leezener SC11 : 11
8.SV Bor. Möhnsen11 : 11
10.Bargfelder SV11 : 30
11.TuS Teutonia Alveslohe10 : 20
12.TuS Hartenholm II13 : 60
13.TSV Trittau II12 : 50
14.SV Sülfeld10 : 30
15.Bargteheide-Hammoor11 : 70
15.VfL Oldesloe11 : 70


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