(Foto: Lobeca/Norbert Gettschat)

Saarbrücken – Vor drei Monaten hatte der 1. FC Saarbrücken sein letztes Pflichtspiel. In der Regionalliga Südwest gab es für den Traditionsverein eine 0:1-Niederlage beim FC Astoria Walldorf. Dann kam Corona und die Saarbrückener haben keine weiteren Partien mehr bestritten. Inzwischen wurde die Meisterschaft, wie auch im Norden abgebrochen und der FCS zum Meister und Aufsteiger in die 3. Liga erklärt. Dort trifft die Mannschaft von Lukas Kwasniok in der kommenden Saison auf den VfB Lübeck. Doch am heutigen Dienstag (9.6.) um 20.45 Uhr geht es für Moldscher erst einmal im DFB-Pokal um den Einzug ins Endspiel. Gegner ist Bundesligist Bayer Leverkusen.

Morgen geht's in Kleingruppen zurück auf den Platz🔵⚫ Aber leider müssen wir dabei auf euch verzichten, die Einheiten werden unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. So sehr wir euch auch vermissen.

Gepostet von 1. FC Saarbrücken am Dienstag, 21. April 2020

Trainer hofft auf viele Standards

Kwasniok sieht nicht Leverkusen als größten Gegner, „sondern die Furcht, dass man Angst hat etwas zu verlieren. Wenn wir das ablegen können, bin ich guten Mutes, dass uns die nächste Sensation gelingt.“ Darauf hofft der 38-jährige Chefcoach auf viele Standardsituationen. Eine Woche sind die Saarländer im Corona-Trainingslager gewesen und hoffen nun auf das Wunder von Völklingen.

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Batz der Elfer-Schreck

FCS-Torhüter Daniel Batz wird spielen. Er brachte schon in den vorherigen Runden die Gegner zur Verzweiflung. Er wurde in zwei Elfmeterschießen zum Helden. Fortuna Düsseldorf und Karlsruher SC wurden so ausgeschaltet. Zuvor mussten Jahn Regensburg und 1. FC Köln mit jeweils 2:3 „dranglauben“.

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Alle verpassten Dinge sind drei

Das Endspiel im DFB-Pokal haben die Saarbrückener noch nie erreicht. Dreimal standen sie im Halbfinale. 1957 verlor man gegen den damaligen Pokalsieger Bayern München 1:3 nach Verlängerung. Ein Jahr später war der VfB Stuttgart eine Nummer zu groß. Damals unterlag man 1:4 gegen den späteren Cup-Gewinner. Die letzte Chance auf den Finaleinzug gab es 1985 in der Partie gegen Bayer Uerdingen. Doch auch hier klapptes nicht. 0:1 hieß es am Ende und auch hier holte der Saarbrücken-Besieger den Pokal im Endspiel.

Im anderen Halbfinale stehen sich der FC Bayern München und Eintracht Frankfurt am Mittwoch (10.6.) gegenüber. Wie auch von der Bundesliga bis zur 3. Liga werden die Spiele im DFB-Pokal unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgetragen.