
Eutin – Der Vizemeister der Kreisliga Ost, Eutin 08 II, hat ein großes Ziel vor Augen. Der Aufstieg in die Verbandsliga ist nur noch ein Spiel entfernt, doch dafür wird ein Sieg benötigt. Nach dem 1:1-Unentschieden im Hinspiel soll nun gegen den TSV Pansdorf II gewonnen und der große Traum verwirklicht werden. Die Aufgabe ist allerdings alles andere als einfach, was bereits der vergangene Freitagabend zeigte. HL-SPORTS sprach mit Eutin-Coach Jasper Frahm über das Relegationsrückspiel, das gleichzeitig auch sein letztes für die U23 sein wird.
Kein Sieger im Hinspiel
Es war ein Spiel, das nahezu alles bot, was sich ein Fußballfan wünscht. Das Hinspiel der Aufstiegsrelegation zur Verbandsliga zwischen Eutin 08 II und dem TSV Pansdorf II war geprägt von hoher Intensität, vielen Torchancen, einer beeindruckenden Kulisse und vor allem extremer Spannung. Es war kein typisches Hinspiel, in dem beide Teams vorsichtig und zurückhaltend agierten. Stattdessen machten beide Mannschaften von der ersten bis zur letzten Sekunde dieses Derbys deutlich, dass sie hochmotiviert waren und unbedingt gewinnen wollten. Das Einzige, was den über 400 Zuschauern allerdings verwehrt blieb, war ein Sieger. Nach zwei unterschiedlichen Durchgängen, in denen beide Mannschaften jeweils einen besseren hatten, war das 1:1 leistungsgerecht, auch wenn die Eutiner in der Schlussphase durchaus an der Führung kratzten. Mehrere gute Möglichkeiten blieben ungenutzt, sodass der Sieg am heimischen Waldeck ausblieb. In den ersten 45 Minuten sah es noch ganz anders aus, denn dort war es Pansdorf, das zu viel liegen ließ. Ein starker Niklas Heesch bewahrte seine 08er vor dem Rückstand zur Pause. Eutin-Coach Jasper Frahm gab Einblicke in das Stimmungsbild seiner Mannschaft nach den ersten 90 Minuten der Aufstiegsspiele: „Die Jungs waren sehr kritisch mit der ersten Halbzeit. Da wir da nicht gut reingekommen sind, waren es viele Spieler, die sich nochmal Gedanken gemacht haben. Wir haben uns nochmal intensiv das Video angeguckt, sodass man es bei den Jungs gesehen hat, dass sie es besser machen wollen. Nichtsdestotrotz merkt man auch schon die Vorfreude, Anspannung und Motivation für das Rückspiel. Sie sind alle heiß, sie brennen, sodass man sich dort sicherlich auf ein sehr spannendes und intensives Spiel freuen kann. Wir werden alles reingeben und raushauen, damit wir das bessere Ende für uns finden.“

Kopf ein Faktor
Nun steht am Freitagabend um 19.30 Uhr das Rückspiel in Pansdorf an, und dort möchten die Rosenstädter erneut ein gutes Spiel absolvieren. Der Trainer verriet: „Anknüpfen wollen wir an unsere zweite Hälfte aus dem Hinspiel. Ich denke dort haben wir deutlich besser ins Spiel gefunden, eine bessere Staffelung und bessere Räume besetzt gehabt und insgesamt besser ins Spiel gefunden. Das gilt es für uns jetzt auch ein Stück weit besser zu machen und uns schneller auf Situationen einzustellen, im Rückspiel bei verändernden Gegebenheiten sofort bereit und wachsam im Kopf zu sein, um dann eben auch schnell reagieren zu können.“ In Eutin wurde die Zweitvertretung noch ziemlich überrascht, als der Gegner unüblicherweise das Spiel bestimmte und zu deutlich mehr sowie längeren Ballbesitzphasen kam, als es beim Team von Steven Tion eigentlich üblich ist. Auf solche Situationen möchte man nun deutlich besser vorbereitet sein, um im Kopf auch während des Spiels präsent zu bleiben und den Faden nicht zu verlieren.
Wille entscheidend?
Das Hinspiel war bereits von Intensität und Lautstärke geprägt und zeigte deutlich, dass dies nicht nur ein Aufstiegsspiel, sondern auch ein Derby war. Auf dem Platz schenkten sich beide Mannschaften nichts, gingen keinem Zweikampf aus dem Weg und warfen alles hinein. Die Intensität war enorm hoch und könnte nun sogar noch übertroffen werden. Diesmal wird nämlich auf einem deutlich kleineren Kunstrasenplatz gespielt, sodass die Räume noch enger werden. Zudem geht es nun um alles, denn beim Stand von 1:1 zur „Halbzeit“ ist dieses Rückspiel am Techauer Weg ein echtes Endspiel. Alles oder nichts beschreibt die anstehenden 90 Minuten, sodass sich die Zuschauer auf einen Fußballabend der ganz besonderen Art freuen dürfen. Eutins Coach Frahm verriet, was er am Freitagabend erwartet: „Ich denke, das wird ein genauso lautes und intensives Spiel wie im Hinspiel, wo man sicherlich merken wird, dass beide Mannschaften alles raushauen und geben werden. Ich glaube auch, da wir sehr wahrscheinlich auf dem Kunstrasen spielen werden, wo alles sehr eng beieinander ist, dass es da sehr laut sein wird, auch von außen. Ich denke, es werden viele Zuschauer da sein, wahrscheinlich noch mehr als im Hinspiel, sodass es auch darauf ankommt, dass man den Fokus aufs eigene Spiel behält, sich nicht aus dem Konzept bringen lässt, einen klaren Plan hat und diesen auch verfolgt und umsetzen will. Darauf wird es ankommen, das wird dann auch heißen, dass der Wille ein Stück weit entscheidend ist. Der Wille, einzelne Zweikämpfe zu gewinnen, Räume zu besetzen, mannschaftlich geschlossen zu verteidigen, aber dann vorne auch effektiv mit Torchancen umzugehen.“






