Regionalliga Nord. Foto: objectivo

Lübeck – Das Topspiel des 18. Spieltags findet in Jeddeloh statt: Als Tabellenzweiter empfängt der SSV den Spitzenreiter VfB Lübeck. Mit dem Duell ist aber nicht nur das Kräftemessen der beiden aktuell stärksten Mannschaften verbunden. Es geht auch um die Frage, wie der VfB nach dem schwachen Heimspiel gegen den TSV Havelse (2:2) auftritt und ob es vielleicht doch noch mal zu einem spannenden Spitzenkampf in der Regionalliga Nord kommt.

Hannover 96 II – Blau-Weiß Lohne (Fr., 19.30 Uhr)

Der Gastgeber ist Tabellendritter und grüßt seit einigen Wochen als bestes Nachwuchsteam der Liga – kein Wunder angesichts einer Serie von fünf ungeschlagenen Spielen (4-1-0). „Die Jungs sind auf und neben dem Platz eine Einheit, gehen gemeinsam durch dick und dünn. Wir als Trainer fordern und fördern das auch“, meinte Co-Trainer Timo Struckmeier zum 5:1 bei St. Pauli II, dem zweiten klaren Sieg nach dem 5:2 gegen den SVW II. Nach den beiden Duellen gegen die Konkurrenz aus anderen Leistungs-zentren geht es also gut gelaunt ins Heimspiel gegen Blau-Weiß Lohne. Dabei tritt 96 zweifellos als Favorit an, bekommt es aber mit einem Gegner zu tun, der zuletzt mit überwiegend guten Leistungen ebenfalls zu überzeugen wusste. Der Gast hat sich mittlerweile auch aus dem Tabellenkeller verabschiedet und kommt als Zehnter ins Eilenriedestadion. Mit ihm ist eine Herausforderung für 96 verbunden.

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Hamburger SV II – BSV Rehden (Sa., 13 Uhr)

Auch der HSV zählt zu den ganz starken Nachwuchsmannschaften dieser Tage, gewann er nun doch bereits vier Spiele in Folge und rangiert auf dem vierten Tabellenplatz. Der zuletzt zweimal geschlagene BSV Rehden vermag angesichts dieser guten Bilanz nicht mitzuhalten. Im Gegenteil: Trotz manch guter Leistung reist der Gast als 13. an, bemüht sich also um Abstand zum Tabellenkeller. Mit gerade mal vier Punkten aus acht Auswärtsspielen (1-1-6) gilt der BSV auf fremden Plätzen zudem als recht dankbarer Gegner. Die Favoritenrolle dieses Duells dürfte also eindeutig an den Hamburger SV II gehen.

Holstein Kiel II – SV Werder Bremen II (Sa., 14 Uhr)

Die Liga hat einen neuen Remis-König: Beim 0:0 gegen den FC St. Pauli II teilten sich die Kieler Störche bereits zum vierten Mal in Folge die Punkte. Große Sprünge sind auf diese Weise natürlich nicht drin, der Gastgeber belegt derzeit den 14. Platz und sucht deshalb nach einem Weg, sich vom Tabellenkeller abzusetzen. Die Bremer reisen dagegen als Tabellensiebter an. Sie verdanken die ordentliche Platzierung vor allem einem Zwischenspurt mit drei Siegen in Folge. Ihm schlossen sich zuletzt allerdings ein 2:5 bei 96 II sowie ein 0:0 gegen den VfV Borussia 06 Hildesheim an. „Alle haben gefällig mitgespielt“, hatte Nachwuchsdirektor Björn Schierenbeck die Leistung der grün-weißen Mannschaft danach beschrieben. So richtig zufrieden ist man in Bremen derzeit also auch nicht.

Kickers Emden – Teutonia 05 Ottensen (Sa., 14 Uhr)

Der reguläre Nichtabstiegsplatz ist bereits zehn Punkte entfernt – die Kickers vermochten sich in den vergangenen Wochen zu steigern, suchen nach wie vor aber nach dem Anschluss an die gesicherten Ränge der Regionalliga Nord. Nun müssen die vier Punkte aus acht Heimspielen (1-1-6) für Mut sorgen: Ein Sieg ist angesichts der prekären Situation fast schon als Pflicht zu bezeichnen. Zumal die Teutonia – zur Überraschung der meisten Experten – noch immer nicht in ihre Rolle als Spitzenteam gefunden hat. Der Gast reist deshalb nur als 15. nach Emden. Seine Hoffnung ruhen nun auch auf Kapitän Marcus Coffie, der sich nach fast dreimonatiger Verletzungspause zuletzt zurückgemeldet hatte und sein Startelfdebüt feiern könnte. Als Laufkundschaft wird die Teutonia aber so oder so nicht antreten, hat sie doch zehn Punkte mehr gesammelt als die Kickers. So gesehen markieren die Hamburger eine Tabellenregion, in der sich der Gastgeber nur zu gern aufhalten würde. Es kommt eben immer auf die Perspektive an.

SpVgg Drochtersen/Assel – TSV Havelse (Sa., 17 Uhr)

Das tat gut. Beim 2:1-Heimerfolg über Phönix Lübeck beendete die Spielvereinigung zuletzt eine Serie von fünf sieglosen Spielen. Gewonnen hatte D/A zuletzt im September und so war es dem Gastgeber auch reichlich egal, dass die erlösenden drei Punkte erst dank eines Treffers in der Schlussphase gesichert wurden. Der frischgebackene Tabellenfünfte blickt nun wieder nach vorn und möchte mit einem Heimsieg weiteren Boden gutmachen. Allerdings: Der TSV wusste nach enttäuschenden Wochen zuletzt durchaus positiv auf sich aufmerksam zu machen. Ein 2:0 über Weiche Flensburg sowie das 2:2 beim VfB Lübeck (nach rund 80-minütiger Unterzahl) sorgten für viel Hoffnung auf bessere Zeiten. Der Gast (17.) befindet sich also auf einem guten Weg raus aus dem Tabellenkeller.

SSV Jeddeloh – VfB Lübeck (So., 13 Uhr)

Mehr Spitzenspiel geht nicht, empfängt doch der Tabellenzweite den Spitzenreiter. Wenig überraschend wussten zuletzt beide Mannschaften zu überzeugen, zumindest ganz überwiegend. Der Gastgeber verzeichnete drei Siege in Folge und wusste dabei auch mit einem 3:2 bei Weiche Flensburg am letzten Wochenende zu überzeugen. Beim VfB war man dagegen weniger zufrieden mit dem jüngsten Auftritt: Trotz gut 80-minütiger Überzahl reichte es gegen den TSV Havelse nur zu einem 2:2-Heimremis. Die Lübecker gaben dabei im neunten Heimspiel zum zweiten Mal einen Punkt ab. Sie sind nun natürlich besonders interessiert an ihrer Auswärtsbilanz. Anders formuliert: Stolpert der VfB erneut – und wann sollte er dies tun, wenn nicht beim Zweiten? -, dann würde es wieder spannend werden an der Tabellenspitze.

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VfV Borussia 06 Hildesheim – FC St. Pauli II (So., 14 Uhr)

Nun ist der VfV bereits seit zehn Partien sieglos. Allerdings durfte das 0:0 beim SV Werder II keineswegs als Misserfolg gelten, zumal es von einigen Personalsorgen begleitet wurde. Trotzdem käme dem Gastgeber ein Heimsieg natürlich gelegen. Aus dem Spitzenteam vom Saisonstart ist ja längst ein Tabellenelfter geworden, der sich langsam nach unten absichern sollte. Nun erscheint der Gast aus Hamburg aber durchaus geeignet als Aufbaugegner. Lediglich ein Sieg gelang dem FC St. Pauli in den vergangenen zehn Spielen, auch das 0:0-Heimremis gegen Holstein Kiel II am Mittwoch vermochte die Situation des 18. nicht nachhaltig zu verbessern. Es hatte allerdings seine guten Seiten. „Positiv ist zunächst einmal, dass wir nach langer Zeit mal wieder zu Null gespielt haben, auch die Einsatz-bereitschaft und Leidenschaft haben absolut gestimmt. Wir konnten den Trend stoppen und nehmen den Punkt heute mit“, meinte Pauli-Coach Elard Ostermann.

Bremer SV – Atlas Delmenhorst (So., 14 Uhr)

Sie wurden unter Wert geschlagen, aber das kennen sie mittlerweile beim BSV. „Die bessere Mannschaft hat verloren“, meinte Ralf Voigt nach dem 0:1 in Lohne am vergangenen Spieltag. Der Sportliche Leiter des BSV sah dabei bereits die dritte Niederlage in Folge und so befindet sich der Aufsteiger in einer Ergebniskrise. Er fiel zuletzt auf den 16. Platz zurück und wird vorm Derby gegen Atlas nur noch durch zwei Punkte vom regulären Abstiegsplatz getrennt. Da hilft es den Bremern wenig, dass ihr Start in die neue Liga nach wie vor als geglückt gelten darf. Zumal der Nachbar nichts zu verschenken hat: Zwar beendete Atlas beim 3:1 gegen Kickers Emden eine drei Spiele währende Niederlagenserie und kletterte auf den zwölften Rang. Aber das ist allenfalls das Minimum, das dem Team aus Delmenhorst vor der Saison zugetraut worden war. Insofern stehen in diesem Derby wohl beide Mannschaften unter Zugzwang.

Eintracht Norderstedt – SC Weiche Flensburg (So., 14 Uhr)

Vier Siege aus den vergangenen fünf Spielen sprechen eine deutliche Sprache: Eintracht Norderstedt hat in die Saison gefunden. „Wir sind wieder in der Spur und in der Tabellenregion, in die wir auch hingehören“, meinte Olifemi Smith nach dem 2:1 beim BSV Rehden, einem „dreckigen Sieg“, wie der Trainer hinzufügte. Sein Team tritt zum Heimspiel gegen Weiche also als Tabellenachter an und der Blick richtig sich nach oben. Die Flensburger sind dort bereits, blicken als Sechster aber nicht gerade auf eine zufriedenstellende Saison zurück. Überzeugenden Auftritten schließen sich nämlich immer wieder Leistungseinbrüche an. So kam Weiche nach dem 1:0 über den VfB Lübeck weder in Havelse (0:2) noch gegen Jeddeloh (2:3) zu Punkten. Verliert Weiche nun auch in Norderstedt, würde der Gegner aufschließen und dann wäre man im Mittelfeld der Liga angekommen – das gilt es aus Sicht des Gastes unbedingt zu vermeiden.

Spielfrei: 1. FC Phönix Lübeck

Die Tabelle

1.VfB Lübeck1634 : 1037
2.SSV Jeddeloh1636 : 2633
3.Hannover 96 II1635 : 2129
4.Hamburger SV II1538 : 2228
5.SV Drochtersen/​Assel1732 : 2328
6.SC Weiche Flensburg1627 : 2226
7.SV Werder Bremen II1528 : 2625
8.FC Eintracht Norderstedt1529 : 2223
9.1. FC Phönix Lübeck1726 : 2923
10.TuS BW Lohne1529 : 2722
11.VfV Borussia 06 Hildesheim1621 : 2220
12.SV Atlas Delmenhorst1625 : 2919
13.BSV SW Rehden1619 : 2319
14.Holstein Kiel II1729 : 2718
15.FC Teutonia 05 Ottensen1623 : 3017
16.Bremer SV1621 : 3017
17.TSV Havelse1621 : 3015
18.FC St. Pauli II1723 : 3715
19.BSV Kickers Emden1613 : 537

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