HSV-Trainer Dieter Hecking ärgert sich. Archiv-Foto: action press/Pool via Michael Schwarz

Hamburg – Zum wiederholten Mal hat der Hamburger SV eine Partie in der Nachspielzeit aus der Hand gegeben. Beim 1. FC Heidenheim verlor das Team von Dieter Hecking mit 1:2 (0:0). Dabei führte man nach einem schnellen Treffer von Pohjanpalo (46.) direkt nach dem Seitenwechsel, hatte bis zur 80. Minute alles im Griff und schaffte es nicht einmal einen Zähler über die „komplette“ Zeit zu bringen, Ausgleich durch eine Gemeinschaftsarbeit von Heidenheims Kleindienst (80.) und HSV-Abwehrspieler Beyer, der den Ball noch ins eigene Netz abfälschte. Der „Nackenschuss“ kam in der fünften Minute der Nachspielzeit (vier waren angsekündigt). Ein Diagonalpass landete bei Schimmer, der die Kugel irgendwie in die Mitte beförderte. Dort kam Kerschbaumer angerauscht und traf durch Jungs Beine zum 2:1-Siegtreffer für den FCH. Die Heidenheimer sind nun dritter und haben einen Punkt Vorsprung auf die Hamburger.

„Das ist einfach schlecht verteidigt“

Unverständlich für Hecking, der danach von „unentschuldbar“ sprach. Der Trainer sagte: „Wir müssen zum wiederholten Male einen Gegentreffer in der Nachspielzeit beklagen, deshalb ist es natürlich ein sehr bitterer Nachmittag für uns, zumal wir über weite Strecken des Spiels die bessere Mannschaft waren. Wir haben es aber nicht verstanden, es nach unserer 1:0-Führung ruhiger zu Ende zu spielen, wobei die Räume für Konter vorhanden gewesen wären. Mit dem Ausgleich hat Heidenheim nochmal die zweite Luft bekommen, aber wie wir in der Nachspielzeit das Tor kassieren, das hat nichts mit Glück oder Pech zu tun, sondern das ist einfach schlecht verteidigt. Diesen Schuh müssen wir uns anziehen, auch wenn wir mindestens einen Punkt verdient gehabt hätten. Aber wir müssen trotzdem den Kopf wieder hochnehmen und schauen, dass wir die kleine Chance auf die Relegation am letzten Spieltag noch nutzen können, auch wenn wir jetzt auf Schützenhilfe angewiesen sind.“

Jetzt hofft der HSV auf Bielefeld!

Am kommenden Sonntag haben die Hamburger nur noch eine Chance und müssen dabei auf Zweitliga-Meister Arminia Bielefeld hoffen. Die Ostwestfalen spielen zuhause gegen Heidenheim. Dabei hat der HSV selbst hat SV Sandhausen zu Gast.

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