
Malente – Am Mittwochabend steht in der Kreisliga Ost ein Nachholspiel auf dem Programm. Zwei Mannschaften, die zuletzt sieglos blieben, treffen aufeinander. Während die Heimmannschaft nach einer Ungeschlagen-Serie zuletzt zweimal federn ließ, zeigte auch die Formkurve des Gastes nach einer guten Phase zum Jahresbeginn zuletzt wieder nach unten. Das Nachholspiel verspricht daher spannend zu werden.
Zwei Dämpfer nach der Siegesserie
DieSG Bösdorf/Malente kam nach einem schleppenden Start in die Rückrunde mit einem Sieg aus drei Spielen immer besser in Form. Fünf Siege wurden in Serie eingefahren, darunter drei gegen Spitzenmannschaften. Zudem blieb man viermal in Serie ohne Gegentor, sodass die SG plötzlich nochmal zu einem heißen Aufstiegskandidaten wurde. Es waren eindrucksvolle Siege gegen Schönkirchen (3:1), Dobersdorf (1:0) und die SG Dersau/Kalübbe (4:1). Plötzlich war man oben dran und lauerte auf Patzer des Spitzenduos, doch man selbst war es, die Punkte liegen ließen und sich somit wohl aus dem Rennen verabschiedeten. Zwei Niederlagen binnen weniger Tage musste die SG hinnehmen, dabei lieferte sie keine guten Auftritte. In Lütjenburg verlor die Mannschaft von Benjamin Berger spät, doch nicht unverdient. Zu viele Chancen wurden zugelassen, vorne blieben gute Gelegenheiten ungenutzt. Nur drei Tage später ging es nach Grömitz, wo der SC Cismar wartete und erneut klappte nicht viel. Mit 0:3 unterlag man beim Tabellennachbarn, sodass Bösdorf sich in der Fremde weiterhin schwertut. Ein Faktor war in beiden Spielen allerdings auch, dass man personell auf einige Spieler verzichten musste. Bereits in Lütjenburg fehlten zahlreiche Spieler und auch am Sonnabend musste der B-Lizenz-Inhaber auf sieben potenzielle Stammspieler verzichten. Thore Meyer, Kim Kaun, Christian Schröder, Argurijan Zogaj, Niklas Brandtner, Fabian Riemann oder auch Kapitän Thies Theede waren allesamt nicht dabei und konnten nicht ersetzt werden. Nun am Mittwochabend hofft man auf einige Rückkehrer. Der Cheftrainer gibt ein Update: „Mit den zwei Niederlagen aus der vergangenen Woche, werden wir wohl kaum noch ein Wörtchen oben mit zu sprechen haben. Trotzdem wollen wir die Saison bestmöglich abschneiden und sind auf Wiedergutmachung aus dem Hinspiel aus. Leider kamen aus dem Cismar Spiel weitere angeschlagenen und verletzte Spieler hinzu. Zurückkehren werden aber ein paar, sodass wir erneut eine schlagkräftige Mannschaft auf den Platz schicken können. Wir wollen zu Hause in Malente Punkten und die zwei Niederlagen in Folge vergessen machen.“
Höhen und Tiefen
Zu Gast im Ernst-Rüdiger-Sportzentrum ist der SV Großenbrode. Der Aufsteiger hat in diesem Jahr bereits extreme Höhen und Tiefen durchlebt. In den ersten fünf Spielen nach dem Winter gab es vier Siege, sodass man sich eine Menge Luft im Keller verschaffte. Vorne zeigte sich Großenbrode torgefährlich, wie in der Hinrunde nur selten der Fall war, gleichzeitig stand auch die Defensive deutlich stabiler. Tom Deiterding war einer der größten Faktoren in dieser Phase, denn er erzielte vier Tore in den besagten fünf Partien. Drei der vier Siege wurden allerdings auch auf dem heimischen Platz eingefahren, wo man sich über die gesamte Saison deutlich wohler fühlte. Doch nach diesem starken Auftakt fiel die Mannschaft von Peter Thomm schnell zurück in die Realität. Fünf Niederlagen setzte es in Serie, viermal hatte man davon in der Fremde das Nachsehen. Die Defensive ist dabei das große Manko, denn jüngst kassierten die Ostholsteiner mit 24 Gegentoren deutlich zu viele. Personell fehlte zwar auch der ein oder andere wichtige Spieler, dennoch machte man zu viele einfache Fehler. Am Sonntag war der SVG zu Gast bei der SG Dobersdorf/P’hagen, wo man über weite Strecken ein gutes Spiel absolvierte. Sie standen tief und hielten bis in die zweite Hälfte die Null. Im zweiten Durchgang gab es dennoch fünf Gegentreffer, davon drei späte, als man in Unterzahl agierte. Mit Blick auf das Spiel am Mittwochabend sagte Trainer Thomm zu HL-SPORTS: „Am Mittwoch wollen wir, so blöd es auch klingt, an die Leistung vom Dobersdorf-Spiel ansetzen, weil es nach wie vor, sag ich, keine schlechte Leistung war. Wir wollen endlich mal wieder punkten und hoffen, dass wir dies gegen Bösdorf tun. Wie immer schauen wir am Ende des Tages, wofür es reicht.“
Aufsteiger überrascht im Hinspiel
Sowohl die SG Bösdorf/Malente als auch der SV Großenbrode haben am Mittwochabend also die Chance, etwas wiedergutzumachen, sodass diese Partie eine Menge Spannung verspricht. Dennoch geht Bösdorf/Malente als klarer Favorit ins Spiel, denn diese verlor erst ein einziges Heimspiel. In der Heimat zeigt man ein ganz anderes Gesicht, denn 28 von 33 Punkten blieben zu Hause. Nun sollen weitere folgen, doch das Hinspiel spricht für den SV Großenbrode. Damals gewann der Aufsteiger mit 2:0. Bösdorf hatte damals deutlich mehr Spielanteile. Es gab in der Anfangsphase zwei Riesenchancen, anschließend mühte man sich. Großenbrode war enorm effizient und schlug binnen weniger Minuten doppelt zu. In der zweiten Hälfte war es über weite Strecken ein Spiel auf ein Tor, in dem die SG allerdings oft zu unsauber agierte. Daher machte man zu wenig daraus und verlor im letzten Spiel vor der Winterpause. Nun soll es aus Sicht der SG Bösdorf/Malente anders laufen, doch dazu benötigt es eine Leistungssteigerung.








