
Wismar – Der letzte Spieltag der Oberliga Nordost/ Nord hat zwar in der Aufstiegsfrage keine große Bedeutung mehr, da Tabellenführer Tasmania Berlin drei Punkte und 15 Tore besser ist als der Zweitplatzierte SV Lichtenberg, aber im Abstiegskampf stehen zwei bekannte Teams mit dem Rücken zur Wand, die traditionsreichen Tennis Borussen aus Berlin und die SG Dynamo Schwerin.
Beide Teams haben schwere Auswärtsspiele vor der Brust, die Borussen müssen müssen zum SV Lichtenberg 47, die MV – Landeshauptstädter gastieren beim sehr engagierten Neuling in Klosterfelde. Die Brandenburger haben bisher neun Heimsiege einfahren können, Schwerin nur zwei Auswärtssiege. Das gleiche gilt für die Borussen, die auch nur zweimal auf fremden Gelände siegen konnten, wogegen Lichtenberg mit bisher zehn Siegen die zweitbeste Bilanz aller sechzehn Oberligateam vorweisen kann. Für die Elf aus dem Mommsenstadion spricht nur die Tatsache, dass sie zwei Zähler mehr auf dem Konto haben. Da auch der FC Mecklenburg Schwerin drei Spieltage vor Saisonende den Oberligaaufstieg nicht mehr aus eigener Kraft schaffen kann, droht das Szenario, dass aus der Landeshauptstadt MV im kommenden Spieljahr kein Vertreter mehr dabei ist.
Letztes Auswärtsspiel für Anker Coach
In allen andere sechs Begegnungen sollte Spaß am Fußball im Vordergrund stehen. Aufsteiger SD Croatia Berlin kann sich mit einem Heimsieg gegen den TuS Makkabi vorn seiner kleinen Fangemeinde verabschieden, der F.C. Hansa Rostock II mit seinem neunten Sieg in Folge den Bronzeplatz bestätigen und der FC Anker Wismar mit einem Sieg in Rathenow seinem scheidenden Trainer Matthias Fink ein prima Abschiedsgeschenk machen. In dieser Partie zwischen zwei alteingesessenen Vereinen der Oberliga wird es zumindest auf Wismarer Seite etliche Veränderungen geben, im Trainer-und Spielerbereich sowie im Umfeld. Trainer Matthias Fink hört nach fünf Jahren auf, für ihn kommt Tobias Sieg von der U17 des F.C. Hansa Rostock, mit Paul Stubbe kommt auch ein neuer als Co-Trainer zu den Hansestädtern. Der 28-jährige kehrt damit zu seinem Heimatverein zurück. Zuletzt war er Cheftrainer beim Verbandsligisten MSV Pampow. Nicht mehr dabei sein wird auch in der kommenden Saison Sportvorstand Danny Pommerenke, der sich seinem beruflichen Werdegang als Unternehmer widmen wird. Seine Funktion übernimmt der 33-jährige Hannes-Michel Köhn, der vor ein paar Jahren noch im Kader der Oberligaelf stand.
Aufstiegsfrage quasi geklärt
Das Aufstiegsrennen hatte sich in diesem Spieljahr bereits in der letzten dreißig Minuten auf dem Werner Seelenbinder Sportpark entschieden. In diesem kurzen Zeitraum haben Florian Bark (60.), Jeanpaul Uzuamaka (75.) und Konstantinos Grigoriadis (83.) den 3:0-Erfolg der Tasmanen den 3:0-Sieg der Neuköllner perfekt gemacht und damit praktisch auch den Regionalligaaufstieg. Mitkonkurrent SV Lichtenberg 47 gewann sein Spiel bei Dynamo Schwerin zwar auch durch einen späten Handelfmeter mit 1:0-Toren, doch trotz Punktgleichheit hat Tasmania das um 15 Treffer besseres Torverhältnis. Ein Fakt, der die Aufstiegsambitionen der 47-ger völlig verblassen lässt. Nach dem Regionalligaabstieg im Sommer 2023 fehlte der Elf aus dem Zoschkestadion am Ende immer nur etwas mehr Fortune. In der Saison 23/ 24 landete man mit 70 Punkten einen Zähler hinter Hertha Zehlendorf, in der vergangenen Saison einen Zähler hinter dem BFC Preussen und diesmal machte wohl das 4:4 gegen den Berliner AK 07, nach eigener 4:1-Führung, einen dicken Strich durch die Aufstiegshoffnungen. Sind auch aller schlechten Dinge Drei, oder geschieht in dieser Saison ein Wunder?
Der 30. Spieltag:
SV Siedenbollentin – SV Sparta Lichtenberg 1911 (Sa. 14 Uhr)
BSV Eintracht Mahlsdorf – SV Tasmania Berlin
FSV Optik Rathenow – FC Anker Wismar
F.C. Hansa Rostock II – FC Viktoria 1889 Berlin
S.D. Croatia Berlin – TuS Makkabi Berlin
SV Lichtenberg 47 – Tennis Borussia Berlin
SG Union Klosterfelde – SG Dynamo Schwerin
TSG Neustrelitz – Berliner AK 07
Die Tabelle:
| 1. | SV Tasmania Berlin | 29 | 80 : 32 | 64 |
| 2. | SV Lichtenberg 47 | 29 | 77 : 44 | 61 |
| 3. | F.C. Hansa Rostock II | 29 | 60 : 48 | 54 |
| 4. | TSG Neustrelitz | 29 | 60 : 37 | 50 |
| 5. | SG Union Klosterfelde | 29 | 56 : 41 | 49 |
| 6. | BSV Eintracht Mahlsdorf | 29 | 50 : 44 | 46 |
| 7. | SV Siedenbollentin | 29 | 55 : 56 | 44 |
| 8. | TUS Makkabi Berlin | 29 | 50 : 55 | 41 |
| 9. | FC Anker Wismar | 29 | 55 : 54 | 40 |
| 10. | SV Sparta Lichtenberg 1911 | 29 | 74 : 68 | 39 |
| 11. | FSV Optik Rathenow | 29 | 40 : 46 | 36 |
| 12. | Berliner AK 07 | 29 | 49 : 64 | 36 |
| 13. | Tennis Borussia Berlin | 29 | 43 : 58 | 33 |
| 14. | SG Dynamo Schwerin | 29 | 39 : 44 | 31 |
| 15. | S.D. Croatia Berlin | 29 | 39 : 74 | 19 |
| 16. | FC Viktoria 1889 Berlin | 29 | 41 : 103 | 13 |
Bildquellen
- optik6: Bernhard Knothe
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