Jubel beim HSV dank David Kinsombi. Josha Vagnoman, Adrian Fein und Louis Schaub gratulieren. Archi-Foto: Valeria Witters/Witters/Pool via Michael Schwarz

Hamburg – Die letzten beiden Runde in der 2. Bundesliga stehen bevor und somit auch der Tag der Entscheidung. Arminia Bielefeld ist bereits aufgestiegen und kann die Saison ganz entspannt zu Ende kicken. Drei andere nicht.

Moritz Heyer (Osnabrueck) triftt. Timo Letschert und Torwart Julian Pollersbeck (HSV) können nichts machen. Foto: Valeria Witters/Witters/Pool via Michael Schwarz

VfB Stuttgart zieht wieder vorbei

Nach dem Kantersieg des VfB Stuttgart vom Mittwoch gegen SV Sandhausen haben die Schwaben Platz zwei zurückerobert und liegen nun einen Punkt vor dem Hamburger SV und sogar drei vor dem 1. FC Heidenheim. Stuttgart muss noch zum 1. FC Nürnberg, hat dort das schwerste der beiden verbleibenden Aufgaben zu lösen. Am letzten Spieltag kommt Darmstadt 98 an den Neckar. Für die Lilien geht es um nichts mehr.

- Anzeige -

Restprogramm der Verfolger

HSV und Heidenheim treffen im direkten Duell am kommenden Sonntag beim aktuellen Tabellenvierten aufeinander. Danach empfängt Hamburg im Volkspark die Sandhäuser. Der FCH muss nach Bielefeld.

HSV-Ersatzbank mit Torwart Daniel Heuer Fernandes, Xavier Amaechi, Louis Schaub, Christoph Moritz, Jordan Beyer, Bakery Jatta, Jan Gyamerah, Jairo Samperio. Foto: Valeria Witters/Witters/Pool via Michael Schwarz

Sonntag um 15.30 Uhr ist das Spiel um Platz 3

Blickt man auf das „Spiel um Platz 3“ und bemüht die Statistik, ist der direkte Vergleich pari. In der vergangenen Saison siegte der HSV im Hinspiel 3:2, holte in Heidenheim ein 2:2. In der ersten Partie dieser Spielzeit entführte der Tabellenvierte drei Punkte von der Elbe mit 1:0. Jonas Föhrenbach traf in der 82. Minute zum Sieg.

Wessen Serie reißt?

Spannender ist die Entwicklung der vergangenen 13 Heidenheim-Spiele. Hier gab es immer im Wechsel einen Sieg und keinen Sieg, also nach einem Dreier eine Niederlage (insgesamt drei) oder ein Unentschieden (insgesamt vier). Nach dem 0:0 in Fürth wären der FCH also gegen den HSV wieder mit einem Sieg an der Reihe. Die Sterne stehen für die Norddeutschen also tendenziell schlecht. Zudem kommt die „gefühlte Niederlage“ gegen den VfL Osnabrück (1:1) am vergangenen Dienstag. Doch jetzt kommt das große „aber“: Hamburg macht es seit vier Begegnungen nicht anders und wäre nun mit einem Sieg dran.

Anzeige
AOK
Anzeige
Jordan Beyer (HSV), Daniel-Kofi Kyereh (Wiesbaden). Foto: Foto: Valeria Witters/Witters/Pool via Michael Schwarz

Donnerstag ist frei

Hamburgs Cheftrainer bat am Mittwoch zum Training. Wieder mit dabei: Jordan Beyer (nach Verletzung am Hüftbeuger) und Khaled Narey (nach Muskel- und Bänderzerrung im Knie). Jeremy Dudziak (auf dem Platz) und Ewerton (im Kraftraum) machten eine individuelle Einheit. Am Donnerstag ist trainingsfrei, sodass im Volkspark Freitag und Sonnabend die kurze Vorbereitung auf die bevorstehende Auswärtspartie ansteht.

Jung mit ordentlicher Leistung

Gideon Jung wird am Sonntag vermutlich wieder Platz für Rick van Drongelen weichen. Der Niederländer hat seine Gelbsperre abgesessen. Wobei seine Vertretung von Chefcoach Dieter Hecking kein schlechtes Zeugnis gegen Osnabrück ausgestellt bekam. „Gidi hat jetzt längere Zeit nicht in der Innenverteidigung gespielt und das hat man am Anfang vielleicht auch ein wenig gemerkt, aber danach war er da und ich fand seine Leistung in Ordnung.

David Kinsombi (HSV) gegen Sven Köhler (VfL Osnabrück). Foto: Claus Bergmann/Pool via Michael Schwarz

Letzte Chance für Fein – Kinsombi tut und macht und bleibt doch etwas außen vor

Allerdings kann sich der 55-Jährige nicht noch einmal vor Adrian Fein stellen. Der Leihspieler aus München bindet mit seinen Fehlern zu oft Aaron Hunt ein, denn der Kapitän muss für den Youngster das eine oder andere Mal ausbügeln. Hecking verteidigte Fein sogar noch am Dienstagabend, doch der Kredit dürfte vielleicht nur noch eine Halbzeit genügen. Bekommt der 21-Jährige die Kurve in Heidenheim nicht, muss der Chefcoach zur Pause handeln. Zudem qualifiziert sich David Kinsombi nach Corona hinter Hunt zu einer wichtigen Persönlichkeit. Selbst nach der Corona-Pause zwei Treffer erzielt und zwei vorbereitet. Für 90 Minuten reichte es dennoch nicht. Warum eigentlich?