
Lübeck – Am Donnerstagabend stand in der Kreisliga Südost ein Nachholspiel an. Der TSV Schlutup empfing Lübeck 1876 und es sollte nach dem Remis beim SV Azadi II für die Heimelf eine Reaktion geben. Trotz guter erster Hälfte inklusive 2:0-Führung stand man am Ende ohne Punkte da. Die nächsten Nachholspiele stehen direkt vor der Tür, dann kommt es zu einigen spannenden Duellen.
TSV Schlutup – Lübeck 1876 2:4 (1:0)
So richtig glücklich war der TSV Schlutup nach dem späten 3:3-Ausgleich beim SV Azadi Lübeck II in der 97. Minute am vergangenen Sonntag nicht. Zwei Punkte wurden nach 2:0-Führung verschenkt und der zweite Platz ist nicht mehr in der eigenen Hand. Man ist auf Patzer der Konkurrenz angewiesen und muss zudem selbst seine Hausaufgaben konstant machen. Dies sollte gegen Lübeck 1876 gelingen, doch die erfahrene Truppe vom Karlshof ist im neuen Jahr deutlich besser drauf als noch vor dem Winter. Vor allem Jonas Jacobsen war zuletzt in überragender Form. Schlutup kam unter Flutlicht nach rund 20 Minuten, in denen die Gäste besser drin waren, ins Spiel und ging durch Tim Blociszeski (25.) in Führung. Nach dem Seitenwechsel erhöhte Torjäger Mert Büyükdemir (53.) zum 2:0. Die Vorentscheidung war dies allerdings noch nicht, denn Christian Hessler (55.) verkürzte im direkten Gegenzug. Sollte etwa erneut eine Zwei-Tore-Führung wackeln? Die Antwort war ziemlich klar. Janik Fust (63.) glich vom Punkt aus und plötzlich stand wieder alles auf Null. Das Momentum war auf Seiten der Gäste gerückt und tatsächlich fiel der Führungstreffer. Erneut gab es Elfmeter und diesmal traf Cihan Kililc (70.). Der TSV lief dem Rückstand hinterher, doch der Ausgleich blieb aus. Stattdessen war es Justin Benthien (85.), der den Deckel draufmachte. 1876 gewann mit 4:2 beim TSV Schlutup und fügte dem Tabellendritten erst die zweite Heimniederlage zu. Es war das zweite sieglose Spiel in Folge, sodass der zweite Platz trotz mehr Spielen als Pansdorf II nun in die Ferne gerückt ist. Man kann maximal auf fünf Punkte herankommen.
Uwe Buchholz (Lübeck 1876): „Wir kommen gut ins Spiel und haben in der Anfangsphase zwei gute Tormöglichkeiten. Nach 20 Minuten allerdings wird Schlutup stärker und geht mit 1:0 in Führung, was auch gleichzeitig der Halbzeitstand ist. In Halbzeit zwei kommt Schlutup besser aus der Kabine und nach einem Fehler in unserer Defensive stellt Schlutup auf 2:0. Wir stecken nicht auf und kommen großartig zurück. Zwei Kopfballtore durch den starken Hessler und Joker Fusti sorgen für den Ausgleich. Danach gibt es Chancen auf beiden Seiten, aber wir machen das 3:2 durch einen verwandelten Elfmeter durch Kilic nach Foul an Hamo. Jan Beyer macht dann mit einem Traumtor den Deckel drauf. Interessantes, gutes und spannendes Kreisligaspiel mit einem souveränen Schiedsrichtergespann.“
SV Fortuna St. Jürgen – SG Reinfeld/Kronsforde (Sa., 13 Uhr)
Nach der zweiten Saisonniederlage beim Eichholzer SV II möchte die SG Reinfeld/Kronsforde ein anderes Gesicht zeigen. Es soll wieder gepunktet werden, doch die kommende Aufgabe ist keine einfache. Es geht zum heimstarken SV Fortuna St. Jürgen, den man in dieser Spielzeit zum ersten Mal trifft. Zu Hause holten die Lübecker zuletzt zahlreiche Punkte, sodass die Stormarner gewarnt sind. Die vergangenen Duelle zeigten, dass es für den Favoriten ein ungemütlicher Gegner ist, denn 2024/25 gab es eine deutliche Niederlage. Die Sperre von Reinfeld-Torjäger Luis Mickeleit muss kompensiert werden, doch der Kader des Tabellenführers zeigte oft genug, dass Ausfälle aufgefangen werden können. Für St. Jürgen gilt es nach der bitteren Niederlage in Kücknitz, wo man den Ball einfach nicht über die Linie bekam, wieder zu punkten.
Nikolay Frech (Fortuna): „Am Ostersamstag treffen wir zum Nachholspiel auf den Spitzenreiter aus Reinfeld. Eine sehr hohe Hürde, die aufgrund einer dünnen Personaldecke nicht leichter wird. Von sehr hohen Niederlagen bis zum bockstarken Sieg unsererseits war in den letzten Duellen gegen Reinfeld alles dabei. Wir werden wie immer alles für unsere Farben geben und versuchen, das bestmögliche herauszuholen.“
Jakob Finnern (Reinfeld/Kronsforde): „Am Wochenende steht das nächste Spiel an. Wir haben gut trainiert mit einer sehr guten Trainingsbeteiligung und sind voller Überzeugung, dass wir die drei Punkte holen können.“
Breitenfelde/Mölln – TSV Kücknitz (Sa., 16 Uhr)
Sowohl die SG Breitenfelde/Mölln als auch der TSV Kücknitz sind im neuen Jahr in guter Form. Während die Lauenburger zuletzt zehn von möglichen zwölf Punkten geholt haben, verlor Kücknitz nur ein Spiel im neuen Jahr. Im Hinspiel beendete der TSV die lange Erfolgsserie der SG von neun Spielen ohne Niederlage. 2:1 gewann die Elf von Trainer Mirco Groß in einem dürftigen Kreisligaspiel. Mika Gosch war mit einem Doppelpack der Mann des Tages für die Kücknitzer Jungs. Nun möchte Breitenfelde die Revanche.
Arne Riewe (SG Breitenfelde/Mölln): „Samstag geht es gegen Kücknitz. Das Nachholspiel. Wir sind gewarnt, aber nach dem Hinspiel auch auf Wiedergutmachung aus. Damals verlieren wir 2:1, aber dieses Mal sind wir ein Stück heißer! Serie ausbauen.“
Oliver Krause (TSV Kücknitz): „Am Ostersamstag fahren wir mit sehr dünnem Kader zum Nachholspiel nach Mölln. Dort erwartet uns eine junge, hungrige und spielstarke Mannschaft, die das Hinspielergebnis sicherlich geraderücken möchte. Wir werden trotz dezimierten Kaders alles versuchen, was aus Mölln mit zum Roten Hahn zu nehmen, und hoffen dabei auf reichlich Unterstützung unserer Fangemeinde. „Auf geht’s Kücknitzer Jungs““







