Tim Leibold wechselte zu Saisonbeginn von Nürnberg nach Hamburg
Foto: Lobeca/Kaben
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Hamburg – Jetzt wird es ernst für den Hamburger SV. Der Zweitligist startet in die Restsaison mit einem Heimspiel am Donnerstag (30. Januar, 20.30 Uhr) zuhause gegen den 1. FC Nürnberg. Der Tabellen-17. hat ebenso wenig zu verschenken, wie die Rothosen, denn die Franken stehen auf dem Relegationsplatz. Während der Club sein letztes Testspiel mit 5:0 gegen ZSKA Sofia gewann, war beim HSV ziemlich schlechte Stimmung angesagt. Beim Regionalligisten VfB Lübeck kassierte man eine peinliche 2:5-Pleite.

Hecking angefressen

An Cheftrainer Dieter Hecking nagte das Ergebnis noch auf der Pressekonferenz am vergangenen Dienstag vor dem Nürnberg-Spiel: „Wir haben ein gutes Trainingslager in Portugal absolviert, hatten wenig Verletzungen und waren auf einem guten Stand. Dann kam der Auftritt in Lübeck, der natürlich nochmal zu Überlegungen angeregt hat. Denn mit der zweiten Halbzeit kann und darf ich nicht einverstanden sein. Wir brauchen Spieler, die von der ersten Sekunde an wissen, worum es geht und worauf es ankommt. Das habe ich in Lübeck im zweiten Durchgang nicht gesehen. Deshalb gucken wir uns die laufende Trainingswoche genau an und es kann sein, dass es den einen oder anderen Spieler dabei trifft, der sich eigentlich schon in der Startelf für Donnerstag gesehen hatte.“

Hamburg und Nürnberg – Unruhe ist nicht unnormal

Zum Spiel am Donnerstag sagte er: „Man hat gesehen, dass die Vorrunde in Nürnberg nicht so gelaufen ist, wie es der Kader hergibt. Ich glaube, dass die Mannschaft besser ist als ihr Tabellenplatz und sie sich bisher unter Wert verkauft hat. Doch auch Nürnberg muss dieses Potenzial jetzt abrufen und der Druck wird dort gewaltig sein. Traditionell ist das Umfeld in Nürnberg auch immer etwas unruhig, so dass man sich sehr viel vornimmt. Ich weiß, dass Jens Keller ein Trainerkollege ist, der sehr viel Wert auf die Struktur und die Arbeit gegen den Ball legt. Er möchte eine Mannschaft haben, die alles abruft und läuferisch in einer guten Verfassung ist.“ Auch in Hamburg ist der Blätterwald oftmals nervös. Geliefert werden muss nun, um das Ziel „Aufstieg“ zu realisieren.

Drei Neuzugänge mit Wucht

Mit Louis Schaub (1. FC Köln), Jordan Beyer (Borussia Mönchengladbach) und Joel Pohjanpalo (Bayer Leverkusen) hat Hecking nun drei richtige Verstärkungen dazu bekommen. Während Schaub sich schon gut eingewöhnte, hatte Beyer in den Testspielen noch etwas Anlaufschwierigkeiten. Bei Pohjanpalo muss man abwarten. Er ist aus einer langen Verletzungspause zurück und erst seit ein paar Tagen dabei.

Verlässt Wood den HSV doch noch?

Nach Informationen der „BILD“ hat der US-Club FC Cincinnati Interesse an einer Verpflichtung von Bobby Wood. Möglich, dass der Stürmer den HSV in den nächsten Wochen verlässt. In den USA schließt das Transferfenster erst im Februar.

HSV nur noch Dritter

Durch den Sieg des VfB Stuttgart ist der Hamburger SV in der Tabelle auf Rang drei gerutscht. Spitzenreiter Arminia Bielefeld siegte ebenfalls und hat vor dem Spiel der Rothosen gegen die Nürnberger nun sechs Punkte Vorsprung.

19.Spieltag (28.-30.1.)
Bielefeld – Bochum 2:0
Regensburg – Hannover 1:0
Fürth – St. Pauli 3:0
Wiesbaden – Aue 1:0
Stuttgart – Aue 3:0
Kiel – Darmstadt 1:1
Dresden – Karlsruhe 1:0
Osnabrück – Sandhausen 1:3
Hamburg – Nürnberg (Do.)

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