
Groß Grönau – Es war keine einfache Saison am Torfmoor. Der TSV Eintracht Groß Grönau hatte im vergangenen Sommer einen großen Umbruch im Verein, der sich auch auf die Zweitvertretung auswirkte. Am Ende der Kreisliga-Saison muss man der bitteren Realität ins Auge blicken, dass es nicht für den Klassenerhalt gereicht hat und der Gang in die A-Klasse angetreten werden muss.
A-Jugend wird zur U23
Von der Zweitvertretung, die in der Saison 2024/25 die Klasse hielt, blieb nicht viel über. Ein großer Umbruch, der die gesamte Fußballabteilung des TSV Eintracht durchmischte, führte zu einer komplett neuen U23. Nur wenige Spieler aus der Vorsaison blieben, ansonsten war es ab Juli 2025 die damalige A-Jugend unter der Regie von Thomas Engel und Nils Schramm, die in der Herren-Kreisliga an den Start gehen würde. Für diese war es der Schritt in den Herrenbereich, sodass man gespannt sein konnte, wie man sich schlagen würde. Die fußballerische Qualität war unumstritten vorhanden, doch es brauchte mehr, um in dieser Liga bestehen zu können.
Junge Grönauer müssen sich an Herrenfußball gewöhnen
Früh zeigte sich, dass sich die jüngste Mannschaft der Liga durchaus an den Herrenfußball gewöhnen musste, sodass man von Beginn an im Abstiegskampf steckte. Dabei gab es am ersten Spieltag mit einem deutlichen Sieg in Stockelsdorf noch ein großes Ausrufezeichen, doch dabei blieb es für die ersten Wochen auch. Man ordnete sich über die gesamte Hinserie unter den letzten Vier ein, was vor allem an einer schwachen Defensive lag. Dies war die große Schwäche.
Unruhe im Winter
Im Endspurt des Jahres 2025 schien der Knoten allerdings zu platzen, denn der Trend zeigte durchaus nach oben. Man sammelte wichtige Punkte im Keller, sodass man über dem Strich überwinterte. Doch in den Folgewochen sollte sich einiges verändern. Es kamen Unruhen im Verein auf, bezüglich der Zweiten. Dies hatte zur Folge, dass der Großteil der U23 inklusive Trainerteam geschlossen den Verein im Winter verließ. Kein Trainer und keine Mannschaft standen somit da, sodass die Zukunft für Groß Grönau II ungewiss war.
Neuer Coach
Mit Alexander Wollmer fand sich ein neuer Coach, der bereits im Verein bekannt war. Eine Mischmannschaft aus allen drei Herrenteams sowie Jugendspielern wurde ins Rennen geschickt. Woche für Woche stand Wollmer eine andere Elf zur Verfügung und sportlich lief es auch nicht wirklich. Es ging in der Tabelle bergab, denn Siege blieben aus. Nur gegen den SV Viktoria 08 und Azadi II gab es Siege, ansonsten war die Rückserie alles andere als erfolgreich. Die beiden direkten, wichtigen Duelle gegen Gudow innerhalb weniger Wochen wurden jeweils verloren und während die Konkurrenz punktete, sprach der Trend klar gegen die U23. Kurz vor dem Ende der Saison rutschte man allerdings erst unter den Strich, von dem man sich nicht mehr befreien konnte.
Fazit
So stieg die Eintracht U23 in die A-Klasse ab, was vor allem an einer schwachen Rückserie lag. Die Qualität fehlte eindeutig, um die Wende zu schaffen, auch wenn die Ansätze phasenweise gut waren. Der Cheftrainer zog gegenüber HL-SPORTS ein Fazit: „Durch den Abgang im Winter einiger Spieler wussten wir, dass es schwer wird. Unzufrieden ist man natürlich, aber manchmal ist ein Schritt zurück auch zwei Schritte nach vorne.“
Junge Spieler als Hoffnungsträger
Trotz des sportlichen Abstiegs gab es für Wollmer durchaus Positives aus dieser Rückrunde. Dies waren für ihn: „Junge Spieler. Wir haben teilweise in manchen Spielen fünf bis sechs A-Jugendliche in der Startelf gehabt. Auf diese Jungs bauen wir, weil das die Zukunft des Vereins ist.“ Einzelspieler wollte er nicht hervorheben, vielmehr machte er deutlich, was noch viel wichtiger ist: „Ich will keine Einzelnen rauspicken, weil das sich für unsere Konstellation nicht gehören würde. Ich glaube, wir haben alle im Seniorenbereich in Groß Grönau gelernt, dass wir nur im Kollektiv stark sind, denn die Unterstützung der ersten Herren, dritten Herren und A-Jugend war stark.“ Gleichzeitig sieht man allerdings auch klare Schwächen, die der Cheftrainer wie folgt identifizierte: „Die Jungs müssen im taktischen Bereich viel zulegen sowie im athletischen Bereich, leider gab es sowas in der Vergangenheit nicht.“
Neuanfang in der A-Klasse
Bereits am 22. Juni startete man in die Vorbereitung für die A-Klasse, wobei man auch ein kleines „Break“ zur Belastungssteuerung einbaut. Personell bleiben alle Spieler aus der Rückrunde, zudem wird man noch einige aus der Dritten und A-Jugend aufnehmen. Auch aus der Ersten sowie ein Externer sollen dazustoßen.










