Christian Arp (Trainer SC Rapid Lübeck). Foto: Lobeca/Michael Raasch

Lübeck – Der SC Rapid Lübeck war von vielen Verantwortlichen vor dem Beginn der Saison der Verbandsliga Süd-Ost als einer der Aspiranten auf eine Spitzenplatzierung genannt worden. Der Start in die Spielzeit ging allerdings daneben, denn nach der Auftaktniederlage in Grönau und der in eine Niederlage umgewandelten Partie gegen Sarau/Bosau, gab es in Neustadt nur ein Unentschieden. Danach wurden die folgenden vier Begegnungen alle gewonnen. Es folgte ein abgebrochenes Spiel gegen den SV Hamberge beim Spielstand von 1:2, das nach Urteil auch so gewertet wurde. Das Team ließ sich davon aber nicht beeindrucken und erreichte ein Unentschieden gegen Tabellenführer Phönix II und verließ danach bei drei weiteren Partien als Sieger den Platz. Im letzten Spiel des Jahres gab es aber erneut nur ein Remis gegen Neustadt. Die Mannschaft belegt über die Winterpause Platz 2, hat aber schon zehn Punkte Rückstand auf Phönix II.

Die Lage

Realistisch betrachtet geht nach oben also nicht mehr viel. Der Blick auf die nachfolgenden Platzierungen ist da schon interessanter, denn innerhalb von nur vier Punkten liegen mit Pönitz, Vorwerk, Sarau/Bosau und Groß Grönau vier Teams auf der Lauer, wobei die beiden letztgenannten auch noch jeweils eine Begegnung weniger absolviert haben. Das wird sicherlich eine ganz spannende Angelegenheit im neuen Jahr.

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Resümee und Ausblick

Trainer Christian „Alu“ Arp sagt zu HL-SPORTS zum bisherigen Abschneiden: „Wir sind sehr gut in die Vorbereitung gestartet und hatten im Anschluss an unser traditionelles Dänemark-Trainingslager sowie in den Wochen danach leider einige Verletzte, inklusive zweier Kreuzbandrisse. Aufgrund unseres in der Breite starken Kaders konnten wir diese ganzen Probleme während des Saisonverlaufes abschütteln und überwintern auf einem starken zweiten Tabellenplatz hinter den – für diese Klasse – Überfliegern von Phönix II. Abgerundet mit dem Erreichen des Kreispokalfinales gegen die Jungs aus „Eichenholz“, können wir natürlich zufrieden sein.

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Gefallen haben mir von den Spielen her z.B. die Partien in Sarau, in Pönitz oder gegen Phönix. In Sarau war ich sehr stolz, wie souverän wir dort mit dem letzten Aufgebot aufgetreten sind, in Pönitz waren wir im Allgemeinen am gierigsten und gegen Phönix hätte zur Halbzeit sicherlich niemand mehr einen Pfifferling auf uns gesetzt, bevor wir kurz vor Ende noch ausgleichen konnten und Moral bewiesen. Im Ganzen hat mir unser Teamgeist, gerade in den letzten vier bis fünf Wochen der Hinrunde gefallen, die letzten gesunden Spieler sind förmlich über sich hinaus gewachsen. Nicht gefallen haben mir die Vorfälle um das Hamberge-Spiel und die zusätzlichen grauen Haare, die ich mir dadurch eingefangen habe.“

Und zum Ausblick auf die verbleibenden Spiele: „Als Saisonziel haben wir den zweiten Tabellenplatz ausgerufen und ich denke wir haben auch das Zeug dazu. Wenn man bedenkt, dass uns, wie einigen anderen Vereinen natürlich auch, durch Verletzung, Umzug oder Studium meistens eine ganze Elf fehlte und wir trotzdem oben mit dabei sind, dann wirft uns so schnell nichts mehr um. Ich hoffe, das einige Spieler in der Rückrunde wieder für uns gegen den Ball treten, gerade Max Hamann macht nach seinem Kreuzbandriss riesige Fortschritte.“

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